Norovirus auf Kreuzfahrtschiffen: Statistiken, Fakten, Details

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"Operations Manual" der CDC zum Vessel Sanitation Program
Operations Manual“ der CDC zum Vessel Sanitation Program

Warum bricht der Noro-Virus immer nur auf amerikanischen Kreuzfahrtschiffen aus? Warum machen Kreuzfahrtschiffe mit Magen-Darm-Infektionen an Bord so große Schlagzeilen, während sich an Land kaum jemand dafür interessiert? Und wer ist eigentlich Schuld an den Noro-Ausbrüchen? Wir haben uns die Zahlen und Fakten zu dem Thema genauer angesehen und haben aufschlussreiche Details gefunden.

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Vorweg ein kurzes Fazit, bevor wir in die Details einsteigen: Wir konnten trotz intensiver Suche keine Zahlen finden, die einen Zusammenhang zwischen der Schiffshygiene und dem Ausbruch von Magen-Darm-Viren an Bord von Kreuzfahrtschiffen nahelegen würden. Auch Schiffsgröße, Passagierzahlen und Luxus-Niveau scheinen keinen Einfluss zu haben. Auffällig ist dagegen: Generell ist ein signifikant größerer Anteil der Passagiere bei einem Ausbruch betroffen als der Crew und fast immer nur sehr wenige Crew-Mitglieder überhaupt infiziert sind. Das legt – bei aller Vorsicht – den Verdacht nahe, dass sich die Viren vor allem durch mangelnde Hygiene der Passagiere selbst ausbreiten können.

Öffentliche Statistiken nur für USA verfügbar

Noro immer nur auf US-Schiffen? Die öffentliche Wahrnehmung für Noro-Infektionen auf Kreuzfahrtschiffen ist verzerrt. Das ist niemands direkte Schuld, denn es liegt daran, dass eben nur die US-Gesundheitsbehörde CDC entsprechende Zahlen frei zugänglich im Internet veröffentlicht und an die CDC nur Fälle auf Kreuzfahrten gemeldet werden müssen, bei der ein US-Hafen angelaufen wird – also vor allem Kreuzfahrten in die Karibik, nach Hawaii, Alaska und Neuengland/Kanada.

Noro-Fälle auf Kreuzfahrten, die keinen US-Hafen berühren, werden also höchstens sporadisch und durch Zufall bekannt, belastbare Zahlen und vergleichbare Details gibt es hier nicht. So entsteht der Eindruck, dass es auf Europa-Kreuzfahrten keine Noro-Infektionen gibt – was natürlich Unsinn ist.

Für unsere weiteren Betrachtungen müssen wir uns trotzdem auf die CDC-Zahlen stützen, da sie die einzigen systematisch gesammelten Informationen zu diesem Thema darstellen. Wir gehen davon aus, dass sie mit Kreuzfahrten abseits der USA vergleichbar sind. Übrigens: Über 90 Prozent der Magen-Darm-Infektionen auf Kreuzfahrtschiffen rühren tatsächlich vom Noro-Virus her, weswegen wir der Einfachheit halber hier „Noro“ als Sammelbegriff auch für die restlichen zehn Prozent ähnlicher Erkrankungen verwenden.

Noro unterscheidet nicht zwischen groß und klein, Luxus und Massenmarkt

Was wir in den CDC-Zahlen nicht gefunden haben: Zusammenhänge zwischen Noro-Infektionen und bestimmten Reedereien, Schiffen, Schiffsgrößen oder Luxus-Standards der Schiffe. Betroffen sind gleichermaßen große, mittlere und kleine, luxuriöse wie einfache Schiffe. Wir haben verglichen, ob es einen Unterschied macht, wie viele Passagiere jeweils an Bord wieviel Platz haben (Verhältnis Passagiere zu Tonnage) und haben ebenfalls keine Unterschiede entdeckt.

Insgesamt rückläufige Zahlen

Offensichtlich ist aber, dass bei den Noro-Infektionen im Laufe der vergangenen zehn Jahre ein rückläufiger Trend erkennbar ist, trotz steigender Passagierzahlen. Gab es 2004 noch 34 gemeldete Fälle auf Hochsee-Kreuzfahrten, sank diese Zahl bis 2013 auf nur noch neun, nachdem sich die Zahl einige Jahre lang bei rund 14 stabil geblieben war.

CDC-meldepflichtige Noro-Fälle pro Jahr
CDC-meldepflichtige Noro-Fälle pro Jahr

An die CDC gemeldet werden müssen übrigens alle Kreuzfahrten mit mindestens einem US-Hafen auf der Fahrtroute und bei denen die Zahl der Infizierten an Bord drei Prozent bei Passagieren oder Crew überschreitet.

Kreuzfahrt vs. Noro an Land

Auf den ersten Blick klingen die Zahlen nicht sehr angenehm: 2012 traten auf 16 Kreuzfahrten Magen-Darm-Infektionen oberhalb der Meldeschwelle auf, von den 39.101 Passagieren auf diesen Reisen waren 7,14 Prozent betroffen (2.791 Passagiere).

Setzt man das jedoch ins Verhältnis zu allen 10,1 Millionen Passagieren, die 2012 auf eine Kreuzfahrt gingen, die von einem US-amerikanischen Hafen aus startete und damit potenziell meldepflichtig bei der CDC wären, lag das statistische Risiko, von Noro betroffen zu sein gerade noch bei 0,0276 Prozent.

Zum Vergleich: Laut Robert-Koch-Institut lag 2012 das statistische Risiko für ein Ansteckung mit Noro in Deutschland bei 0,138 Prozent. Das Risiko, sich in Deutschland an einer echten Grippe (Influenza) anzustecken, liegt bei rund 2,4 Prozent.

Setzt man die Noro-Infektionen an Bord der Schiffe ins Verhältnis zu entsprechenden Infektionen in den USA an Land – auch hier liegen CDC-Daten vor – relativiert sich das noch weiter: Rund 20 Millionen Menschen erkranken demnach jährlich in den USA an Noro und ähnlichen Krankheiten. Das sind immerhin 6,37 Prozent der gesamten Bevölkerung der USA. Das Risiko liegt hier also rund 230mal höher als auf einer Kreuzfahrt.

Allerdings hinkt dieser Vergleich natürlich ein wenig, weil sich die Kreuzfahrt-Zahlen auf eine Aufenthaltsdauer von rund 7-10 Tagen beziehen, die Zahlen an Land dagegen auf das ganze Jahr.

Kein Zusammenhang mit Wertung bei CDC-Inspektionen

Wo man nun wirklich einen direkten Zusammenhang erwarten könnte, ist zwischen den Ergebnissen der regelmäßigen Hygiene-Inspektionen der CDC auf Kreuzfahrtschiffen in US-Häfen und dem Vorkommen von Noro-Infektionen. Nimmt man an, dass eine Noro-Infektion wahrscheinlicher ist, wenn es mit der Hygiene an Bord allgemein nicht zum Besten steht, sollte es einen Zusammenhang geben.

Und doch: Wir haben keinen Zusammenhang gefunden. Verglichen haben wir das zeitlich am nächsten gelegene Inspektions-Scoring der betroffenen Kreuzfahrtschiffe vor der von Noro betroffenen Reise, jeweils für die Jahre 2011, 2012 und 2013. Keines der Schiffe hatte dabei einen Wert unter 92 Punkten (die Inspektion gilt als bestanden, wenn der Wert über 85 liegt). 2012 hatte die Hälfte der von Noro betroffenen Schiffe sogar einen perfekten Wert von 100 Punkten. Und auch der Durchschnitt aller CDC-Scores von 2011 bis 2013 war jeweils schlechter als der Durchschnitt der von Noro betroffenen Schiffe:

Mittelwert CDC-Scorings 2013: 94,75
Mittelwert bei Noro-Schiffen 2013: 95,5
Mittelwert CDC-Scorings 2012: 95,82
Mittelwert bei Noro-Schiffe 2012: 98
Mittelwert CDC-Scorings 2011: 96,72
Mittelwert bei Noro-Schiffe 2011: 97,85

Anmerkung: Natürlich fand die CDC-Inspektion manchmal auch mit ein paar Monaten Abstand zur Noro-Infektion statt, die Zahlen sind also eher als Tendenz und Anhaltspukt zu verstehen. Die Inspektionen sind immer nur eine Momentaufnahme und sagen nicht konkret etwas über den Hygiene-Zustand kurz vor einen Noro-Ausbruch aus.

Die Ryndam wurde aber beispielsweise im Dezember 2011 zufällig nur wenige Tage vor Ausbruch eines Magen-Darm-Virus inspiziert und schnitt mit fast perfekten 99 Punkten ab. Die National Geographic Sea Lion wurde im Mai 2011 sogar am Einschiffungstag einer Reise mit Noro-Ausbruch inspiziert und erzielte dabei ebenfalls 99 Punkte. Und die Sea Princess erzielte im Mai 2011 sogar während einer von Noro-Infektionen betroffenen Reise 99 Punkte – es liegt nahe, dass die Infektionen auf dieser Reise quasi unmittelbar nach der Inspektion aufgetreten sind.

Auffällig: deutlich mehr Passagiere als Crew infiziert

Die interessante Erkenntnis aus der CDC-Statistik ist aber der Vergleich zwischen infizierten Passagieren und Crewmitgliedern. Es fällt nämlich schon auf den ersten Blick in die Tabellen auf, dass bei nahezu allen Noro-Fällen prozentual ganz signifikant weniger Crew-Mitglieder erkrankten als Passagiere.

Über unseren gesamten Statistik-Zeitraum von zehn Jahren zwischen 2004 und 2013 hinweg gab es nur eine Reise, auf der 25 Prozent der Crew-Mitglieder infiziert war (auf dem kleinen Schiff Sea Lion), und eine Reise mit 12,22 Prozent Crew-Infektionen. In allen anderen der insgesamt 194 Fälle lag die Rate der infizierten Crew unter 7 Prozent, in einem Drittel aller Fälle sogar unter 1 Prozent.

Über 20 Prozent der Passagiere waren dagegen auf sechs Reisen infiziert – mit Spitzenwert 28 Prozent – und auf 21 Reisen waren mehr als 10 Prozent betroffen.

Die Grafik zeigt die durchschnittlichen prozentualen Anteile an infizierten Passagieren und Crew-Mitgliedern für die vergangenen zehn Jahre. Noch einmal angemerkt: Diese Zahlen beziehen sich auf die Passagierzahl an Bord von Schiffen, die mehr als drei Prozent Infizierte an Bord hatten, also bei der CDC gemeldet wurden.

Prozentuale Anteile an infizierten Passagieren und Crew-Mitgliedern
Prozentuale Anteile an infizierten Passagieren und Crew-Mitgliedern

Passagier-Anteil steigend, Crew rückläufig

In dieser Grafik steckt aber noch eine zweiten Erkenntnis: Der Trend über die vergangenen zehn Jahr zeigt, dass der prozentuale Anteil der infizierten Passagiere je Fall steigt, während er bei der Crew sinkt und sich die Entwicklung in den letzten vier Jahren sogar komplett von der bei den Passagieren abgekoppelt hat.

Bei der Interpretation dieser Trends wollen wir uns mal etwas weiter aus dem Fenster lehnen: Es sieht so aus, als würden die Reedereien ihre Crew immer effektiver zu höchster Hygiene motivieren, sodass eine Ansteckung hier immer unwahrscheinlicher wird. Im Gegensatz dazu scheinen Passagiere immer sorgloser zu werden – man könnte auch sagen: rücksichtsloser gegenüber ihren Mitreisenden. Warum das wahrscheinlich so ist, überlassen wir der Interpretation unserer Leser.

Es gibt aber auch eine Studie der CDC (PDF), die sich explizit mit dem Verhalten von Passagieren beschäftigt. Daraus geht hervor, dass viele Passagiere sich nicht bewusst darüber sind, dass ihre Symptome auf eine Noro-Infektion hinweisen oder nicht wahr haben wollen, dass Isolierung in der Kabine eine weitere Ausbreitung an Bord eindämmt, sich daher nicht im Bordhospital melden und weiterhin die öffentlichen Bereiche des Schiffs kontaminieren. Ein Viertel der Befragten eines untersuchten Schiff sagten, sie hätten die Kosten des Bordhospitals vermeiden wollen, ein weiteres Viertel wollte nicht riskieren, in der Kabine unter Quarantäne gestellt zu werden und meldete deshalb die Erkrankung nicht.

Und auch die Desinfektionsmittel-Spender am Schiff, insbesondere vor den Restaurants wurden der Studie zufolge ausgerechnet von infizierten Passagieren seltener benutzt als von ihren gesunden Mitreisenden. Unabhängig von der Frage der Wirksamkeit dieser Desinfektionsmittel gegen Noro zeigt dieses Verhalten entweder mangelnde Information über die Gefahren einer Noro-Ausbreitung und Vorbeugungsmaßnahmen oder ein hohes Maß an Ignoranz.

Schon krank an Bord gegangen

2006 hat die CDC zuletzt genauere Untersuchungsberichte von Noro-Fällen auf Kreuzfahrtschiffen veröffentlicht. Darin ist immer wieder zu lesen, dass einige Passagiere wissentlich bereits krank an Bord gegangen waren und den Virus damit potenziell eingeschleppt haben. Auch eine Passagierbefragung auf drei Schiffen 2008 kam zur selben Erkenntnis.

Zwei ausführliche Untersuchungsberichte von 2006 zeigen allerdings auch, dass wahrscheinlich mangelnde Dokumentation und Kommunikation an Bord zur Verbreitung des Virus beigetragen hat. So stimmten beispielsweise die Listen der kontaminierten Kabinen nicht vollständig mit den Kabinen-Nummern der im Bordhospital vorstellig gewordenen, infizierten Passagiere überein und einige Flaschen mit Desinfektionsmitteln waren falsch gelabelt, sodass die Mittel gegen Noro wirkungslos waren. Ein konsequentes Training der Crew und striktes Einhalten der vorgeschriebenen Prozeduren ist also ebenfalls sehr wichtig. Die beschriebenen Fälle zeigen, dass die Reedereien nicht immer schuldfrei und machtlos sind.

Studie zur Toiletten-Reinigung auf Kreuzfahrtschiffen

Eine sehr interessante Feldstudie, die im November 2009 in den Oxford Journals veröffentlicht wurde, beschäftigt sich vor allem mit der Reinigung von öffentlichen Toiletten auf Kreuzfahrtschiffen – und kommt zu dem Schluss, dass hier einer der Schwachpunkte liegen könnte. Sie fanden nämlich auf rund der Hälfte der untersuchten Schiffe einen nicht optimalen Reinigungszustand der Toilettenräume und regen hier Verbesserungen an.

Unter anderem stellten die Forscher in ihrer Feldstudie fest, dass auf drei Schiffen vor einem Noro-Ausbruch die Sauberkeit der öffentlichen Toiletten an Bord unterdurchschnittlich war – nach dem Ausbruch dafür umso höher, sprich: Die Reederei scheint jeweils daraus gelernt und die Reinigungsfrequenz und -intensität der Toiletten erhöht zu haben.

Es liegt also ein loser Zusammenhang zwischen der Reinigung öffentlicher Toiletten und dem Risiko einer Noro-Ausbreitung nahe. Allerdings weist die Studie auch darauf hin, dass sich diese Erkenntnis auf eine Fallzahl von nur drei Schiffen bezieht, wo während der Studie Hygiene-Daten zufällig sowohl vor als auch nach einem Noro-Ausbruch an Bord erhoben wurden.

Hygiene-Management auf Kreuzfahrtschiffen

Möglicherweise hat der eine oder andere auch falsche Vorstellungen vom Hygiene-Management auf einem Kreuzfahrtschiff. Denn das ist auch nicht ansatzweise damit zu vergleichen, was man vielleicht von einem kleinen Restaurant um die Ecke oder eine Ferienpension im Bayerischen Wald kennen mag. Um einen Eindruck davon zu bekommen, wie detailliert und umfassend auf Kreuzfahrtschiffen mit dem Thema Hygiene umgegangen wird, loht sich ein Blick in das 300 Seiten starke „Operations Manual“ (PDF), das die CDC im Rahmen ihres Vessel Sanitation Program speziell für Kreuzfahrtschiffe herausgibt und regelmäßig aktualisiert.

Jahreszeitliche Häufung von Noro im Winter?

Oft wird bei Noro-Virus von einem Winter-Virus gesprochen, weil sich auf Kreuzfahrtschiffen vermeintlich die Infektionen in der Wintersaison von November bis April häufen. Und obwohl im Sommer deutlich weniger Schiffe in Gebieten fahren, in denen eine Meldung an die CDC vorgeschrieben ist und sich dadurch die Zahl der Meldungen mutmaßlich im Sommer automatisch verringert, bestätigt die CDC den Eindruck trotzdem: Zwar tritt Noro ganzjährig auftritt, aber 80 Prozent der Infektionen auch an Land würden in den Monaten November bis April beobachtet.

Tipps zur Vorbeugung

Eine Fallstudie aus de Jahr 2004 auf einem betroffenen Schiff in Alaska zeigt, wo für den einzelnen Passagier die Risiken einer Ansteckung liegen. Passagiere wurden hierfür nach ihrem Verhalten befragt. Das Ergebnis: Passagiere, die sich die Kabine mit einem Infizierten teilten hatten – nachvollziehbarerweise – ein hohes Ansteckungsrisiko von 3,40 zu 1. Die Benutzung einer bestimmten Damentoilette an Bord, von der man feststellen konnte, dass sich dort eine infizierte Passagierin erbrochen hatte, brachte ein Ansteckungsrisiko von 5,13 zu 1 mit sich. Diejenigen Passagiere hingegen, die sich jeweils vor dem Essen die Hände gewaschen hatten, waren nur einem vergleichsweise geringen Risiko von 0,25 zu 1 ausgesetzt.

Freilich sind das nur die Zahlen in einer einzigen Kreuzfahrt, sie zeigen aber trotzdem deutlich, wie man sich selbst am besten schützen kann: Die Vermeidung öffentlicher Toiletten an Bord sowie ein regelmäßiges, intensives Händewaschen reduziert das Ansteckungsrisiko erheblich. Vermeidet man dann noch Kontakt mit Aufzugsknöpfen, Handläufen an Treppen, Kontakt der Finger mit dem Gesicht sowie idealerweise das Buffetrestaurant, wo potenziell infizierte Passagiere Besteck und Lebensmitteln mit ihren Händen anfassen, stehen die Chancen sehr gut, auch auf einem von Noro betroffenen Schiff gesund zu bleiben.

Sinnvoll erscheint es auch, nicht erst mit den Vorbeugungsmaßnahmen anfangen, wenn der Ausbruch an Bord bekannt wird, sondern generell vorsichtig sein. Denn einer weiteren CDC-Studie zufolge verläuft die Verbreitung bei Noro meist sehr schnell und ebbt genau so schnell wieder ab. Bis man also merkt, dass das Virus in Umlauf ist, hat man sich gegebenenfalls schon angesteckt, sodass erst jetzt einsetzende Vorsicht zu spät kommt.

Mehr zum Noro-Virus und Vorbeugungsmaßnahmen finden Sie auch in unserem schon etwas älteren, aber nach wie vor gültigen Beitrag „Norovirus auf Kreuzfahrt – und wie man sich schützt“.

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6 Kommentare zu Norovirus auf Kreuzfahrtschiffen: Statistiken, Fakten, Details

  1. Gerd Ramm on Februar 2, 2014 at 5:14 pm

    Hallo Franz
    danke für den sehr interessanten Artikel. Man sollte auch den Hinweis ernst nehmen beim Verlassen der öffentlichen Toiletten die Tür mit einem Papierhandtuch zu öffnen.

  2. Franz Neumeier on Februar 2, 2014 at 5:18 pm

    Hallo Gerd,
    ja, Danke für die Ergänzung, das habe ich mir in der Tat (nicht nur am Schiff, sondern in allen öffentlichen Toiletten) angewöhnt; wenig Aufwand, reduziert das Ansteckungsrisiko aber erheblich!
    Manche Reedereien empfehlen das sogar mi einem Schild direkt neben der Tür und stellen auch einen Mülleimer für die Papiertücher direkt neben die Tür. ansonsten hat man manchmal das Problem, das Tuch anschließend wieder los zu werden.

  3. Wendy on Februar 3, 2014 at 8:08 pm

    Man muß sich schlicht und ergreifend darüber im klaren sein – ein Passagier, der vor der Reise schon „Unwohlsein“ hat, wird lügen und den „Gesundheitszettel“ falsch ausfüllen – und massenweise Mitreisende anstecken.

    Bei der letzten Einschiffung in Barcelona fuhr unser Taxi im Hafengelände in Sichtweite der 3 Schiffe an einem Taxi vorbei, das am Straßenrand hielt, wo sich eine Dame erbrach.

    Ich würde mein letztes Hemd darauf verwetten, daß sie dennoch auf einem der 3 Schiffe einschiffte.

  4. Franz Neumeier on Februar 3, 2014 at 8:19 pm

    Ich kann es ja irgendwie nachvollziehen, dass man nicht kurz vorm Schiff umdreht und wieder heimfliegt; vielleicht noch ohne Reiserücktritt-Versicherung … Aber extrem unfair allen Mitpassagieren gegenübe ist es halt trotzdem.

    Vielleicht müssten die Reedereien bei der Einschiffung auch etwas strenger kontrollieren – ich habe schon erlebt, dass die Dame am Check-in mit den Gesundheitsfragebogen hingelegt hat und gesagt hat „bitte überall nein ankreuzen und unterschreiben“.

    Jemand, der zumindest Passagiere mit grüner Gesichtsfarbe nochmal etwas näher befragt, wäre vielleicht hilfreich.

  5. Julia on März 16, 2014 at 4:37 pm

    Hallo, ich meine, dass es in der heutigen Zeit wirklich angebracht ist die Lebensmittel auf einem Schiff und die Menschen vor der Reise mal anzuschauen.
    Mittlerweile gibt es überall ansteckende Krankheiten, dies sieht man gut am MRSA-Keim wie schnell er sich ausbreiten…

    Augen auf bei der Schiffswahl!

    Viele liebe Grüße
    Julia

  6. Volker Kaczmarek on Juni 4, 2014 at 5:17 pm

    Moin! Sorry, wenn ich da nicht mehr so ganz ernst bleiben kann angesichts dieser „Erkenntnisse“ meiner Vorschreiberin. Augen auf bei der Schiffswahl? Bedeutet: Wie unterschiedlich stellt sich wohl die Wahrscheinlichkeit einer Infektion mit dem Norovirus dar bei der MSC Preziosa im Vergleich zu, sagen wir mal, Celebrity Equinox und der Norwegian Jade?

    Haben wir nicht durch Cruisetricks erfahren, WER die Krankheit in der Regel an Bord schleppt? Jawohl, der Passagier und vermutlich sogar gelegentlich trotz bereits eingetretener Symptome (man will ja die teure Reise nicht gefährden, vor allem dann, wenn man an der Reiserücktrittskostenversicherung sparte).

    Wie will man also bitte einem Schiff, einem Passagier oder einem Lebensmittel ansehen, ob sich darauf / daran zehn bis hundert Noroviren befinden? Danke für den Tipp! Ich werde vor meiner nächsten Reise an der Kaimauer auf und ab laufen, mir das Schiff „genau anschauen“, um dann die finale Entscheidung zu fällen, ob ich da mitfahre oder nicht. Sorry nochmal für diese Überspitzung, aber solche Aus-dem-Bauch-Empfindungen haben mit der Realität und vor allem Infektiologie absolut null zu tun. Wir befinden uns hier ganz nah bei der Emotionalität des Verschwörungsgeschreibsels, was man immer wieder von Impfgegnern liest und – ganz ehrlich – wenn man versucht, den Bauch aus- und das Hirn einzuschalten, gibt es per Vernunft ganz klare Lösungen und auch nur diese!

    Die MRSA-Keime, ihre Entstehung und ihre Verbreitung haben mit dem Norovirus ungefähr so viel zu tun wie Malaria – nämlich nichts. Es gelten natürlich prinzipiell dieselben Hygieneregeln, in Kliniken natürlich weit drastischere, und es handelt sich, wie man z.B. im Vergleich Deutschland-Niederlande sieht, eher um ein politisches Versagen in Deutschland. Als Patient oder Angehöriger können Sie sich alle Mühe geben, wenn aber das medizinische Personal die Keime von einem Krankenzimmer in das nächste schleppt, können Sie nichts machen. Als Passagier auf einem Schiff können Sie jede Menge tun, zum Beispiel nicht mit einem Softeis-Hörnchen aufs Klo gehen und mit diesem wieder hinauskommen (was ich zum meinem Schrecken kürzlich beobachtete).

    Man hüte sich also davor, Äpfel mit Birnen zu vergleichen oder anzunehmen, dass man mit einem Blick auf das Äußere (eines Schiffes, Lebensmittels, Menschen) irgendetwas über dessen Infektionspotenzial sagen könne. Es kann einen auf einem griechischen Mini-Kahn erwischen, welches nie auch nur in die Nähe einer US-Küste kommt und auf einem Schiff mit Heimathafen Miami, das unter ständiger CdC-Kontrolle steht.

    Gerade gibt es übrigens von der CdC ein paar interessante Aussagen zur Wahrscheinlichkeit einer Norovirus-Infektion. Nein, an erster Stelle stehen keine Schiffe, darf ich schon mal vorausschicken *lg*

    http://www.npr.org/blogs/thesalt/2014/06/03/318524155/norovirus-far-more-likely-to-come-from-restaurant-than-cruise-ship

    http://www.nbcnews.com/health/health-news/norovirus-think-restaurants-not-cruise-ships-cdc-says-n121401

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