Es ist ein sonniger Wintertag, nur der Wind bläst eisig über die Donau in Budapest. Mit dem Bus fahren wir eine gute Stunde von Komarom in die ungarische Hauptstadt und lassen uns einfach ein wenig treiben, entlang der Donau, zu zwei Weihnachtsmärkten, hinauf auf den Burgberg.
Die MS Joy lag über Nacht in Komarom, ungefähr 85 Kilometer von Budapest entfernt und in Budapest sehen wir dann auch mit eigenen Augen, warum: Der Wasserstrand der Donau ist sehr niedrig. In Komarom lagen deshalb gestern nicht nur die Joy, sondern noch zwei weitere Skylla-Schiffe und am slowakischen Flussufer drei Schiffe von Nicko Cruises. Heute liegt noch ein weiteres Nicko-Schiff direkt neben uns. Die kleine Stadt sieht heute so viele Busse wie selten, für die Transfers der Flusskreuzfahrtpassagiere nach Budapest.

Budapest also: Es sind die Jugendstil-Fassaden von so vielen Häusern, die mich am meisten faszinieren in dieser Stadt. Dazu gehört auch die riesige Markthalle, heutzutage recht touristisch und doch mit viel Flair. Ein Besuch beim Aldi im Kellergeschoss lohnt sich, um ein realeres Bild von Budapest zu bekommen.





Die Brücken über die Donau haben es mir angetan, und doch meide ich sie heute so gut wie möglich. Denn bei um die Null Grad ist es zwar sonnig, aber der Wind pfeift unbarmherzig vor allem auf den Brücken und in der breiten Flaniermeile in der Altstadt. Nur die Häuser und auch die Buden auf den zwei noch geöffneten Weihnachtsmärkten bieten Schutz.













Was mir persönlich viel Freude macht, sind die drei historischen Raddampfer, die in Budapest liegen: die Kossuth, die Stadt Wien und die Grószéchenyi. Alle drein sind wohl für den Winter außer Dienst, aber zumindest von außen können wir sie bewundern.



Was man in Budapest auf keinen Fall verpassen sollte, ist ein Abstecher auf den Burgberg, entweder mit der Standseilbahn (mit 12,50 Euro relativ teuer) oder eben zu Fuß. Denn vom Weg dort hinauf und von den Terrassen am Burgberg gibt es die beste Aussicht über Budapest, auf die Donau-Brücken und das Parlament.



Es sind schöne Erinnerungen, die ist an diese Stadt habe. Viele Jahre war ich nicht mehr hier und doch wirkt alles vertraut. Da wickelt man gerne den Schal etwas enger um den Hals und zieht die Mütze tief in die Stirn. So ein sonniger Wintertag ist beinahe ideal, um diese Stadt zu erkunden, wenn denn der eisige Wind nicht wäre.

Aber dafür gibt es in Budapest genug schöne Cafés, um sich wieder aufzuwärmen. Wobei wir irgendwie das Gegenteil gemacht haben bei „Pink Pistacchio“ Eis gegessen …





Budapest ist eine Stadt, die wohl niemanden kalt läßt. Ich war das erste Mal als Teenager auf Schulabschlußfahrt dort und habe mich in die Stadt verliebt – dann per Interrail – wir blieben eine Woche – das war noch zu sozialistischen Zeiten. Und selbst da war die Stadt offen, fröhlich und zugewandt. Später bin ich noch einmal dort gewesen und wieder hat mich – das sicherlich geänderte – Budapest in den Bann gezogen.
Letztes Jahr hat dann meine Freundin (die Budapest auch schon „von früher“ kannte) dort ein Konzert angesehen und war begeistert, wie toll es dort war – und wie gut organisiert alles klappte.
Wird wohl Zeit, daß ich auch wieder mal nach Budapest fahre!
Als ehemalige Klassenfahrt in der 11. hat Budapest auch einen festen Platz in meinen schönsten Erinnerungen. aber das ist schon so lange her, dass die Erinnerung aus kaum mehr als schönen Emotionen besteht …