Covid-19-Infektionen auf Ponant-Expeditionskreuzfahrtschiff Jacques-Cartier

Auf dem Expeditionskreuzfahrtschiff Jacques-Cartier der französischen Luxusreederei Ponant wurden 13 Personen positiv auf Covid-19 getestet. Das berichtete zunächst die französische Tageszeitung der französischen Zeitung Le Monde. Ponant bestätigte die Situation inzwischen. Das Schiff sass bereits seit Montag, 26. Oktober, im Hafen von Syrakus auf Sizilien fest, (Update:) erreicht aber am Montagmorgen auslaufen, wo die Passagiere ausschiffen. Erst jetzt wurde der Vorfall öffentlich bekannt.

An Bord der Jacques-Cartier befinden sich 72 Passagiere sowie laut Le Monde 93 Crewmitglieder befinden. Von den dreizehn infizierten Personen soll es sich zum größeren Teil im Crewmitglieder handeln, aber auch mindestens drei Passagiere sind betroffen. Die italienischen Gesundheitsbehörden hat die positiv getesteten Personen an Bord des Kreuzfahrtschiffs unter Quarantäne gestellt. Laut Ponant geht es allen Betroffenen gut, keiner zeige Symptome.

Inzwischen haben die Behörden des französischen Departements Provence-Alpes-Côte-d’Azur laut Ponant genehmigt, dass die Jacques-Cartier nach Marseille fährt und dort anlegt, um die Passagiere auszuschiffen. Das Schiff sollte in Syrakus am Spätnachmittag oder Abend des 30. Oktober abfahren. Letztlich kommt das Schiff am Montag, 2. November, in Marseille an.

Die Jacques-Cartier hatte in Syrakus von Malta kommend am 26. Oktober mittags angelegt. Dort hatten die italienischen Behörden den Passagieren einen Landgang verweigert, nachdem zu diesem Zeitpunkt offenbar bereits positive Covid-19-Testergbnisse für zwei Crewmitglieder vorlagen. In Zusammenarbeit mit den italienischen Behörden wurde laut Ponant in Syrakus eine erneute PCR-Testung aller Passagiere und Crewmitglieder durchgeführt. Dabei seien 13 Testergebnisse positiv ausgefallen.

Die Kreuzfahrt der Jacques-Cartier hatte am 25. Oktober in Malta begonnen, Syrakus ist der erste Hafenstopp auf der Reise. Enden sollte die Reise am 2. November in Athen.

Laut Le Monde seien die Passagiere vom Kapitän über die Situation am Montag in Syrakus informiert worden. Zwei Passagiere hätten dann beim Abendessen Symptome gezeigt und sich beim Schiffsarzt gemeldet. Die Interaktion zwischen Crew und Passagieren sei seit Montag auf ein Minimum reduziert worden. Die Hälfte der Passagiere habe sich selbst in der eigenen Kabine an Bord des Luxusschiffs isoliert.

Wie alle anderen Hochsee-Kreuzfahrt-Reedereien hat auch Ponant ein umfassendes Infektionsschutzkonzept, das auch einen PCR-Test für alle Passagiere vor der Reise umfasst. Das Konzept von Ponant ist eines der strengsten in der Branche. Seit Juli hat Ponant bereits über 60 Kreuzfahrten mit rund 3.500 Passagieren durchgeführt, bislang ohne Zwischenfälle. Wie schon bei den wenigen, anderen Covid-19-Infektionen bei anderen Reedereien hat das Konzept auch bei Ponant offenbar funktioniert: Die Infektionen wurden erkannt und – zumindest nah aktuellem Wissensstand – eingedämmt.

Die Jacques-Cartier fährt bereits seit 18. Juli wieder und war zunächst auf Routen von der französischen Stadt Saint Malo in der Bretagne aus unterwegs. Während die meisten der zwischenzeitlich acht Schiffe von Ponant ihre Sommersaison bereits wieder beendet haben, sollte die Jacques-Cartier zum Abschluss ihrer Saison noch zwei Reisen in Italien absolvieren.

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