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Deutschland fährt 2026 zum letzten Mal für Phoenix

Es war absehbar, jetzt ist es offiziell: Die Deutschland fährt 2026 zum letzten Mal für Phoenix Reisen. Den eigentlich schon 2025 ausgelaufene, dann aber um ein Jahr verlängerte Chartervertrag geht zu Ende. Die Sommersaison 2026 ist die letzte der Deutschland bei Phoenix und damit möglicherweise auch auf dem deutschen Markt.

Wesentlicher Grund für das Auslaufen des Chartervertrags für das einstige ZDF-Traumschiff ist seitens Phoenix wohl der Zustand des Schiffs. Größere Modernisierungsarbeiten seien nötig, zu denen der Eigentümer offenbar nicht bereit ist. Aber auch die „Interessenlage des Eigentümers“ spreche laut einiger Medien gegen eine Verlängerung. Wie es mit der Deutschland respektive World Odyssey nach 2026 weitergeht, ist bislang nicht bekannt.

Derweil hat Phoenix mehrere Abschieds-Kreuzfahrten für die Deutschland im Sommer und Herbst 2026 im Programm, unter anderem auch die (bereits ausgebuchte) 100. Kreuzfahrt des Schiffs bei Phoenix im Juni 2026. Für die 2026er-Saison der Deutschland stehen laut Reederei noch Restkabinen zur Verfügung: „Wer mit dem klassischen Ozeanliner im nächsten Jahr noch unterwegs sein möchte, sollte sich mit der Buchung jetzt beeilen“, heißt es in eine Pressemitteilung. Die letzte Saison der Deutschland bei Phoenix beginnt am 12. Mai 2026 im Bremerhaven und endet am 5. September 2026 ebenfalls in Bremerhaven.

Bis zum Ende der Reederei Peter Deilmann 2014 und dem Verkauf des Schiffs 2015 war die Deutschland das letzte Kreuzfahrtschiff unter deutscher Flagge, wenn auch im Zweitregister. Nach dem Verkauf wurde das Schiff zu den Bahamas umgeflaggt und fährt seitdem im Wechsel als „Deutschland“ für Phoenix Reisen im Sommer und als „World Odyssey“ für Semester at Sea im Winter als schwimmender Campus für amerikanische Studenten. Der Chartervertrag mit Semester at Sea läuft noch bis 2027.

Basisdaten Deutschland / World Odyssey:

  • Baujahr 1998
  • Bauwerft: Howaldtswerke Deutsche Werft, Kiel
  • Taufpate: Bundespräsident Richard von Weizsäcker
  • Flagge: Bahamas
  • Tonnage: BRZ 22.496
  • Länge: 175,3 Meter
  • Breite: 23 Meter
  • Passagiere: max. 550
    Crew: 290

3 Kommentare

Über den Autor: FRANZ NEUMEIER

Franz Neumeier
Über Kreuzfahrt-Themen schreibt Franz Neumeier als freier Reisejournalist schon seit 2009 für cruisetricks.de und einige namhafte Zeitungen und Zeitschriften. Sein Motto: Seriös recherchierte Fakten und Hintergründe statt schneller Schlagzeilen und Vorurteile, damit sich jeder seine eigene Meinung bilden kann. TV-Reportagen zitieren ihn als Kreuzfahrt-Experten und für seine journalistische Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet. Er wird regelmäßig in die Top 10 der „Reisejournalisten des Jahres“ gewählt und gewann mit cruisetricks.de mehrfach den „Reiseblog des Jahres“-Award.

3 Gedanken zu „Deutschland fährt 2026 zum letzten Mal für Phoenix“

  1. Es ist sehr schade um diesen Klassiker der jüngeren deutschen Kreuzfahrtgeschichte (lange Jahre das ZDF Traumschiff), vom Baujahr her eigentlich das jüngste Schiff in der aktuellen Phoenixflotte.

    Durch die Eigentümerverhältnisse blieben aber dringend notwendige Modernisierungen im Gegensatz zu den übrigen Phoenixschiffen in den letzten Jahren aus; nachvollziehbar der mangelnde Wille von Phoenix, Geld für in die technische Modernisierung eines Schiff „in die Hand zu nehmen“, welches nur den geringeren Teil des Jahres Phoenix zur Verfügung steht.

    Als Passagier einer Reise im Juni/Juli dieses Jahres (Nordsee) konnte ich schon deutlich den Renovierungsbedarf erkennen, wobei als Hauptproblem sich die fehlenden Umweltmaßnahmen bezüglich den steigenden Anforderungen im europäischen Raum herausstellten. Im Inneren hatte sich der Zustand vom früheren nostalgischen Charme in einen nostalgischen „morbiden“ Charm gewandelt, wenn man passende Metaphern sucht.

    Auf der besagten Reise teilte der Kreuzfahrtdirektor zu Reisebeginn mit, dass die ursprüngliche Zusage zum Anlegen in Amsterdam selbst kurzfristig von den Behörden widerrufen wurde (vermutlich wegen der fehlenden Landstromanlage, so ein Gerücht an Bord) und man auf den Seehafen IJmuiden ausweichen musste (natürlich mit Mehrkosten für die Reederei für den kostenlosen Buspendelverkehr nach Amsterdam).

    Von dem Phoenixteam an Bord wurde auch schon relativ offen kommuniziert, dass 2026 die letzte Saison bei Phoenix sein würde und der Zustand der MS Deutschland bei der jeweiligen Übergabe zu Saisonbeginn (den größeren Teil des Jahres fährt sie ja mit Studenten einer amerikanischen Universität auf studentischen Projektreisen im meist außereuropäischen Raum) von Jahr zu Jahr immer schlimmer geworden sei.

    Zudem würden die fehlenden Umweltstandards der MS Deutschland in Zukunft zunehmend das Anlaufen z.B. beliebter norwegischer Destinationen verhindern.

    Es gab ja das Gerücht, der ursprüngliche amerikanische Besitzer habe Phoenix die MS Deutschland ganzjährig angeboten, wenn er dafür die ehemalige MS Albatros bekommen würde. Vor der Pandemie habe man diesen Wunsch wegen der vielen Stammgäste dieses Oldtimers abgelehnt. Bei einer ganzjährigen alleinigen Nutzung der MS Deutschland ist die Vermutung naheliegend, dass Phoenix wie bei den verbliebenen Schiffen die notwendigen Modernisierungen finanziell gestemmt hätte, die Buchungslage war ja gut, zumindest musste man sehr frühzeitig buchen, um nicht auf der Warteliste zu landen.

    So hat die Pandemie nun letztlich zwei gerade bei älterem Stammpublikum beliebte deutsche Kreuzfahrtklassiker dem deutschen Markt entrissen. Dies schon länger ahnend hatte ich schon bei Buchungsstart für 2026 die MS Deutschland quasi als Abschiedstour 2026 noch einmal gebucht und ich bin da wohl nicht der einzige Repeater.

  2. Folgendes schrieb Ich an PHOENIX über eine Reise im letzten Jahr und anschließend die Antwort aus Bonn:

    Moin,
    Reise 7. – 14.8.2024

    die Reisebeurteilung hab ich ausgefüllt, hier aber noch ein paar weitere Punkte / Bemerkungen:

    + trotz lütter Kabine – 5105 innen – passabler Platz,
    2006 bin ich schon mal mit der DEUTSCHLAND geschippert, damals Deck 4, selbiger Kabinentyp, innen gelegen, allerdings gabs nach jeder Duscheinlage Überschwemmung: der Duschvorhang war zu kurz, jetzt ist der Duschvorhang etwas länger ohne Flut.
    + da mir das Bett zu niedrig ist, hat mir der freundliche Kabinensteward FERI hat eine weitere Matratze besorgt,
    + Gänge sind alle hoch genug für mich (1,96m)
    – der Bugstrahler ist ziemlich laut ( beim drehen in Travemünde und ich noch in der Kabine), als ob ein Hubschrauber neben mir startet.
    – Fernseher – miserabler ‚Blick von der Brücke ‚, schlechte Bildqualität, ob das immer noch die erste Version von der Deilmann Reederei ist ?

    bei AMADEA gabs vor 2 Jahren die Möglichkeit über den Fernseher einer täglichen Kostenkontrolle, das fehlt leider bei der DEUTSCHLAND.

    desweiteren war bei AMADEA die maßstäbliche Auflösung der Routenkarte im Fernseher besser – im angelaufenen Hafen bei ca 1 Km ? bei DEUTSCHLAND gehts nur bis 10 Km.

    Restaurant – LIDO Buffet (ich war nur im Buffetrestaurant):
    – der weiße Tischwein ist ungenießbar, aber da die meisten Kunden das ohne Beschwerden runterschlucken, bleibst wohl dabei.
    – der rote Tischwein ist gerade so trinkbar, siehe oben.
    – die Hausmarke Sekt ist auch nix für mich, mir viel zu süß, ich bevorzuge Brut, extra Brut, Brut nature.
    – leider gibts keine Stühle ohne Armlehne, bin immer noch zu breit
    + sehr aufmerksamer Service, auf der Bank hatte ich 4 Kissen unter mir
    + besonders hervorheben vom Service möchte ich HASAN
    -/+ Flaschenweinkarte passabel, allerdings fehlen mir im Deutschweinbereich ein paar bessere Flaschen, wie ‚Erste Lage‘ und ‚Große Lage‘, dasselbe gilt für einen gescheiten Sekt, z.B. Wg Spreitzer/Oestrich/Rheingau Riesling Brut.

    + äußerlich gefällt mir die DEUTSCHLAND wesentlich besser als die AMADEA mit ihrem häßlichen kurzen Bug.

    Schöne Tage in Bonn
    mit freundlichen Grüßen

    Sehr geehrter Herr Becker,
    vielen Dank für Ihre freundlichen Zeilen vom 21.08.24 und herzlichen Dank für das Vertrauen, das Sie uns bei der Buchung dieser Reise mit MS Deutschland entgegengebracht haben.

    Ihr die Reisebeurteilung ergänzendes Feedback haben wir gerne gelesen und glauben daraus schließen zu können, dass Sie insgesamt zufrieden waren und die Kreuzfahrt rund um Dänemark genießen konnten.

    Es ist natürlich ein wenig schade zu lesen, dass wir bei dieser Reise ihre Erwartungen nicht in allen Bereichen haben erfüllen können. Gemeinsam arbeiten wir mit allen Beteiligten einer Reise Tag für Tag und seit vielen Jahren schon eng und vertrauensvoll zusammen und sind ebenso wie unsere Gäste enttäuscht, wenn unser Ziel einen rundum schönen Urlaub anzubieten einmal nicht gelingen sollte.

    Wir haben Ihre stichpunktartigen Schilderungen/Bewertungen zum Schiff und seiner Ausstattung allesamt an die Fachabteilungen hier im Hause weitergeleitet und jene um Beachtung gebeten. Kritische Anmerkungen und konstruktive Hinweise müssen sein und sind zudem in unserem Hause erwünscht. Nur so können wir vorgebrachte Punkte überprüfen und in Zukunft noch besser auf die Wünsche unserer geschätzten Gäste eingehen. Es gibt immer Verbesserungsmöglichkeiten, auch wenn man den subjektiven Geschmack einmal unberücksichtigt lässt. Gerade die Rückmeldung unserer erfahrenen Seereisegäste hilft uns hierbei sehr. Als Kenner erlesener Weine und Spirituosen haben wir Ihre Einschätzung zum Bordangebot als Anregung an SeaChefs gesendet, die für derartige Hinweise eigentlich immer sehr dankbar sind.

    Sicher hat das Schiff nicht mehr den 5 Sterne Standard aus den 2000er Jahren. Wir bewerben „die Deutschland“ ja nicht mehr im Luxussegment, wie Sie wissen. Aber die vielen Freunde des „schwimmenden Grandhotels“ sorgen dafür, dass es weiter bei uns fahren wird. Und das hoffentlich noch lange.

    Ihre lobenden Worte zum Personal haben wir gerne an Bord weitergeleitet, denn dort gehört ihr Ausdruck der Wertschätzung ja auch hin, vielen Dank dafür!

    Die Anmerkung zum Bug von MS Amadea wird die Freunde des Phoenix-Flaggschiffes sicher nicht begeistern, denn da gehen die Geschmäcker doch sehr auseinander. Wichtig ist: die Schiffe unserer Flotte sehen trotzdem alle noch wie Schiffe aus – und nicht wie schwimmende Hotelhochhäuser. Diese klassische Kreuzfahrtschifflinie wird bei Phoenix geschätzt und soll auch so bleiben.

    Sehr geehrter Herr Becker, wir bedanken uns nochmals recht herzlich, dass Sie unsere Gast waren und wünschen Ihnen weiterhin alles Gute. Wir hoffen, dass Ihre schönen Reiseerinnerungen noch ein wenig anhalten, und wir würden uns sehr freuen, Sie schon recht bald wieder an Bord eines unserer Schiffe begrüßen zu dürfen. Bis dahin bleiben Sie bitte gesund und auf Kurs, umfahren Sie die manchmal tückischen Untiefen und Klippen des Alltages, natürlich immer mit einer Handbreit Wasser unter dem Kiel.

    Seien Sie uns jederzeit auf unseren Schiffen
    „willkommen an Bord – willkommen zu Hause!“

    Mit freundlichen Grüßen aus Bonn

  3. Es erstaunt mich und berührt mich sehr positiv wie intensiv sich Phoenix mit einem einzigen Brief eines Gastes persönlich auseinandersetzt. So etwas ist heute woanders kaum mehr zu finden. Phoenix hält an seinem sehr spezifischen Stil in allen Bereichen fest. Das ist nicht selbstverständlich.
    Volker Zuber

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