Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Post Type Selectors

Phoenix und Plantours trauen sich wieder ins Rote Meer

Phoenix Reisen und Plantours trauen sich wieder ins Rote Meer. Die Hamburg hat die gefährliche Passage bereits absolviert, die Artania soll Anfang Mai durch das Gebiet fahren. Plantours fuhr ohne Passagiere, Phoenix stellt es den Passagieren frei, an Bord zu bleiben oder eine Teilstrecke zu fliegen.

Update: Inzwischen hat Phoenix Reisen offenbar entschieden, die Artania doch nicht durchs Rote Meer zu schicken.

Insider hatten cruisetricks.de bereits vor einigen Wochen angedeutet, dass man die Situation bald als weniger problematisch einschätze. Dank der enormen Militärpräsenz, unter anderem auch die deutsche Marine mit der Fregatte „Hessen“, an der von Huthi-Rebellen bedrohte Engstelle an der südlichen Zufahrt zum Roten Meer sei eine Passage inzwischen halbwegs sicher.

Passagiere waren freilich keine an Bord, als die Hamburg von Plantours laut Hamburger Abendblatt am 12. März im Persischen Golf Richtung Suezkanal aufbrach. Und auch der Crew wurde offenbar freigestellt, für die kritische Passage vor Bord zu gehen. Die Passagiere waren in Dubai von Bord gegangen. Erst am 24. März sollen in Aqaba, Jordanien, sollen sie und neue Passagiere wieder zusteigen. Danach fährt die Hamburg durch den Suezkanal ins Mittelmeer weiter.

Wie nachträglich bekannt wurde, fuhr auch die Crystal Symphony Ende März – ohne Passagiere und mit einer auf 200 Personen reduzierten Crew – durchs Rote Meer und den Suezkanal ins Mittelmeer. Das Schiff war dabei in einem von der US Navy eskortierten Konvoi unterwegs.

Anfang Mai 2024 will sich Phoenix Reisen sogar mit Passagieren ins Rote Meer wagen. Die Artania befindet sich derzeit auf Weltreise, eine Alternativroute um ganz Afrika herum wäre mit erheblichen Planänderungen verbunden.

In einem Brief an die Passagiere der Weltreise-Teilstrecke von Dubai bis Savona mit Beginn am 21. April schreibt Phoenix: „Mittlerweile hat sich (…) eine starke Militärallianz gebildet und Streitkräfte verschiedener Nationen haben mit Marineschiffen Position im Roten Meer bezogen, um durchfahrende Schiffe zu schützen. Dieser Schutz, „Close Protection“ genannt, ermöglicht die Durchfahrt der Schiffe mit Begleitung durch Marineeinheiten und wird bereits seit Anfang März erfolgreich durchgeführt.“

Daher bietet Phoenix den Passagieren mehrere Optionen: An Bord bleiben und die kritische Passage mitfahren oder am 30. April von Salalah im Oman nach Hurgada in Ägypten fliegen und am 5. Mai dort wieder an Bord der Artania gehen. Von Hurgada aus gibt es mehrere Varianten mit Hotel und mit Vollpension oder sogar eine viertägige Flusskreuzfahrt am Nil.

Noch vor einigen Wochen hatten viele Kreuzfahrt-Reedereien ihre Passagen durchs Rote Meer im Frühjahr 2024 abgesagt. Die Schiffe wurden beziehungsweise werden auf den deutlich längeren Weg rund um Afrika umgeleitet. MSC Cruises hat sogar schon für die Wintersaison 2024/25 umgeplant und das Orient-Angebot reduziert: Die MSC Opera wurde zu den Kanarischen Inseln verlegt. NCL hat auch schon Kreuzfahrten für November 2024 durchs Rote Meer gecancelt.

Kommentar schreiben

Über den Autor: FRANZ NEUMEIER

Franz Neumeier
Über Kreuzfahrt-Themen schreibt Franz Neumeier als freier Reisejournalist schon seit 2009 für cruisetricks.de und einige namhafte Zeitungen und Zeitschriften. Sein Motto: Seriös recherchierte Fakten und Hintergründe statt schneller Schlagzeilen und Vorurteile, damit sich jeder seine eigene Meinung bilden kann. TV-Reportagen zitieren ihn als Kreuzfahrt-Experten und für seine journalistische Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet. Er wird regelmäßig in die Top 10 der „Reisejournalisten des Jahres“ gewählt und gewann mit cruisetricks.de mehrfach den „Reiseblog des Jahres“-Award.

Schreibe einen Kommentar

E-Mail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren.

Hinweis: Neue Kommentare werden aus technischen Gründen oft erst einige Minuten verzögert angezeigt.
WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner