Entspannt am Buffet oder genießerisch im Restaurant?

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Zum Abendessen lieber ans Buffet oder ins Restaurant mit Bedienung? Für viele ist das auf Kreuzfahrt beinahe eine Glaubensfrage. Doch die Dinner-Frage ist komplizierter, als es auf den ersten Blick aussieht …

Ob vom Buffet oder mit Bedienung: Hauptsache gemütlich und lecker.
Ob Essen vom Buffet oder mit Bedienung: Hauptsache gemütlich und lecker.

Bei Frühstück und Mittagessen ist Buffet unkompliziert, flexibel, zwanglos. Das sind sich die meisten einig. Aber beim Abendessen gibt es klare Vorlieben. Die einen schwören auf Buffet, die anderen auf Bedienung am Tisch.

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Damit im weiteren Verlauf keine Missverständnisse aufkommen: Ich bekenne mich zu den Fans der Bedien-Restaurants. Ich bemühe mich aber, in beide Richtungen gleichermaßen zu provozieren – in der Hoffnung auf eine lebhafte Diskussion.

Fans der Buffets: rastlos und unabhängig

Die Buffet-Anhänger einen wollen sich weder in feste Zeiten zwängen, noch vorgegebene Portionsgrößen aufzwingen lassen und schon gar nicht gefühlte Ewigkeiten auf den nächsten Gang warten. Ganz abgesehen von der oft strengeren Kleidungsordnung in den Bedien-Restaurants. Schließlich hat man im Urlaub besseres zu tun, als sich im Restaurant zu langweilen, die Zeit stehlen zu lassen und über Kellner zu ärgern, die das bestellte Glas Wein auch nach 20 Minuten noch nicht gebracht haben.

Anhänger der Bedienung am Tisch: bequem und genießerisch

Die Fans von Restaurants mit Bedienung am Tisch verabscheuen die Hektik des Buffets, wollen in Ruhe am Tisch sitzen, statt wechselweise für Nachschub ans Buffet zu gehen und die Plätze am Tisch zu verteidigen. Sie genießen es, umsorgt zu werden, sich ohne Unterbrechungen unterhalten zu können, in einer gewissen Eleganz zu schwelgen und frisches statt in Warmhaltewannen verkochtes Essen zu genießen.

Am falschen Dampfer

Bei der Buchung der Kreuzfahrt spielen alle möglichen Kriterien eine Rolle. Vor allem die Fahrtroute, die angelaufenen Häfen, Bordsprache, Kinderbetreuung, Schiffsgröße. Viele übersehen dagegen, sich das jeweilige Restaurant-Konzept genauer anzusehen – und landen prompt auf einem Schiff, das nicht zu ihren Vorlieben passt.

Buffet: Für die einen Flexibilität, für die anderen Stress.
Buffet: Für die einen Flexibilität, für die anderen Stress.

Ich erlebe Menschen, die fassungslos sind, wenn sie sehen, wie sich Mitreisende eine halbe Stunde vor Öffnung des Buffet-Restaurants anstellen. Nur um als erste an die Bouletten zu kommen und einen Fenster-Platz zu ergattern. Oder weil man sonst gar keinen Tisch mehr für sich allen bekommt.

Service am Tisch: Für die einen Entspannung, für die anderen Langeweile.
Service am Tisch: Für die einen Entspannung, für die anderen Langeweile.

Ich erlebe Menschen, die auf Schiffen mit Schwerpunkt auf Bedien-Restaurants enttäuscht sind über die Qualität und Auswahl des Essens. Weil sie ausschließlich in das – dort eher zweitrangige – Buffet-Restaurant gehen und während der kompletten Reise nicht realisieren, wie gut das Essen im Hauptrestaurant mit Bedienung ist.

Das richtige Schiff finden

Eigentlich ist es naheliegend: Das Buffet-Essen auf Schiffen, die sich ganz dem Buffet-Konzept verschrieben haben – namentlich vor allem AIDA – ist tendenziell besser. Schließlich ist das Buffet hier das Hauptrestaurant.

Wohingegen auf anderen Schiffen der Schwerpunkt auf den Hauptrestaurants mit Bedienung liegt und das Buffet nur als Alternative für diejenigen gedacht ist, die partout oder ausnahmsweise an einzelnen Abenden nicht ins Bedienrestaurant wollen.

Und es gibt Mischformen, wo trotz Schwerpunkt auf Bedienung das Buffet dennoch ein hohes Niveau hat – beispielsweise TUI Cruises, Celebrity Cruises, Holland America Line und einige mehr.

Exquisites Buffet mit Tischen direkt am Pool: So exklusiv geht's nur auf Luxus-Schiffen wie der Seven Seas Explorer.
Exquisites Buffet mit Tischen direkt am Pool: So exklusiv geht’s nur auf Luxus-Schiffen wie der Seven Seas Explorer.

Es schadet also nicht, sich schon vor der Buchung einer Kreuzfahrt genau anzusehen, wo man sich am wohlsten fühlen wird. Wem Essen wichtig ist, der sollte nicht Buffet buchen, wenn er lieber bedient werden möchte. Und wer Wert auf gute Buffets legt, sollte auf ein Schiff achten, wo auch die Reederei großen Wert auf gute Buffets legt.

Ich lasse mich lieber bedienen, aber …

Bedien-Restaurant macht unflexibel: Feste Tischzeiten berücksichtigen den Zeitpunkt des Sonnenuntergangs oder des Auslaufens ohnehin nicht. Bei individuell reservierter Essenszeit im Spezialitäten-Restaurant denke ich meist auch nicht daran, erst die Uhrzeit für den Sonnenuntergang zu prüfen. Also kommt es, wie es kommen muss: Immer, wenn man gerade beim Essen sitzt, passiert draußen Spektakuläres und man ist hin- und hergerissen zwischen Essen verpassen, sich beim Kellner unbeliebt machen einerseits und draußen an der Reling stehen und das perfekte Foto machen andererseits.

Ein Beispiel: Ich sitze im Bedienrestaurant, der Hauptgang kommt gerade, als vor der glutroten Sonne am Horizont ein Schiff durchfährt. Was das Kreuzfahrt-Foto des Jahres hätte werden können, wurde nur ein schwacher Abklatsch davon – Ich hatte das falsche Objektiv auf der Kamera, durch die salzverkrustete, reflektierende Scheibe des Restaurants musste das Bild ohnehin unscharf werden.

Misslunge Aufnahme statt Bild des Jahres: chancenlos durchs Restaurant-Fenster.
Misslunge Aufnahme statt Bild des Jahres: chancenlos durchs Restaurant-Fenster.

Die Kabine mit dem richtigen Objektiv war zu weit weg, um rechtzeitig dorthin zu kommen und das Essen wäre natürlich auch kalt gewesen, bis ich zurück gewesen wäre. Im Buffet-Restaurant hätte ich vielleicht eine Chance gehabt.

Ich kann Buffets am Abend nichts abgewinnen, aber …

Buffet-Restaurants verursachen Stress: Einer muss den Platz hüten, während der andere ans Buffet geht. Um Fensterplätze muss man kämpfen oder antizyklisch zu Zeiten kommen, zu denen das Restaurant halbwegs leer ist. Aber dafür ist das Buffet so schön unkompliziert. Ich muss mich nicht extra umziehen. Ich wähle mir genau die Speisen, die mir gerade spontan gefallen, in genau der Menge, die ich will. Kein Kellner drängt mich zur Bestellung von Wein oder schenkt einfach ungefragt nach.

Wenn das Buffet zum Teetrinker-Paradies wird: Tee-Auswahl auf der AIDAaura.
Wenn das Buffet zum Teetrinker-Paradies wird: Tee-Auswahl auf der AIDAaura.

Und ich nehme mir meinen Teebeutel selbst (u.a. bei AIDA und TUI Cruises sogar in einer riesigen Auswahl verschiedener Sorten) und muss keinem Kellner zum wiederholten Male erklären, dass „English Breakfast“ und „Earl Grey“ nicht dasselbe ist und ich letzteren nicht ausstehen kann.

Wenn mir die Tischgesellschaft nicht passt, muss ich sie zumindest nur einen Abend lang ertragen. Oder ich flüchte unter dem Vorwand, nicht viel Hunger zu haben und setze mich am anderen Ende des Restaurants an einen anderen Tisch. Und wenn draußen etwas Spannendes passiert, kann ich ohne Umstände alles liegen und stehen lassen.

Was also ist besser: Buffet oder Restaurant mit Bedienung?

Die Antwort liegt auf der Hand: Nichts ist per se „besser“ oder „schlechter“. Der eigene Geschmack, Gewohnheiten, Qualitätsanspruch spielen eine wichtige Rolle.

Noch mehr aber entscheidet der Reisepreis: Denn wer das Bedien-Restaurant einer günstigen Reederei verabscheut, weil der Service langsam ist, wird ein feines Restaurant auf einem Premium-Schiff möglicherweise lieben, weil die Crew ihm jeden Wunsch von den Augen abliest.

Und Buffet-Hasser würden große Augen machen, wenn ein Kellner am exquisiten Buffet eines Luxus-Schiffs den frisch beladenen Teller abnimmt, zum Tisch trägt und gleich noch ungefragt das passende Fischbesteck dazu bringt, wenn er sieht, dass der Gast sich an der Grillstation ein perfekt glasig gebratenes Fischfilet aufgelegt hat.

"Richard's Feines Essen": Spezialitätenrestaurant bei TUI Cruises.
„Richard’s Feines Essen“: Spezialitätenrestaurant bei TUI Cruises.

Eine Alternative auch auf günstigeren Schiffen oder solchen mit Schwerpunkt auf Buffet sind Spezialitäten-Restaurants. Gegen Aufpreis kauft man sich hier guten Service am Tisch beziehungsweise eine höhere Qualität der Speisen. Als Konzept ist das durchaus interessant: zwar eine günstige Reise buchen, oder eine Reise auf einem eigentlich nicht zu den eigenen Vorlieben passenden Restaurant-Konzept, sich exzellentes Essen beziehungsweise den guten Service am Tisch aber einfach an Bord dazu kaufen.

Ich persönlich werde weiterhin die geruhsamen Abende bei feinem Essen und einem Glas Wein mit Bedienung am Tisch genießen und mich über jeden Passagier freuen, der lieber ins Buffet-Restaurant geht. Denn dann haben die Kellner im Bedien-Restaurant noch mehr Zeit für einen guten Service an meinem Tisch.

Wie seht Ihr das: Buffet oder Service-Restaurant?

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13 Kommentare zu Entspannt am Buffet oder genießerisch im Restaurant?

  1. Uwe on Juni 18, 2017 at 10:36 pm

    Karin bevorzugt den festen Tisch im Bedienrestaurant, ich favorisiere eher das Buffet, weil ich – wie du schon geschrieben hast – das aussuchen kann, was mir (hoffentlich) zusagt, in der für mich ausreichenden Portion. Und: Ich kann von jedem etwas probieren.
    Was mich aber stört, ist der Run auf freie Plätze, die Sorge um „meinen“ platz, wenn ich mit Nachschub vom Buffet holen möchte – und die Rücksichslosigkeit so mancher Mitreisenden, die sich unter Einsatz ihrer Ellenbogen Platz am Buffet schaffen.
    Also: Ich schließe mich Karin an und gehe mit ihr an „unseren“ Tisch und werde perfekt umsorgt.

  2. Eike on Juni 19, 2017 at 8:45 am

    Hallo Franz,
    meine Antwort wird Dich, wenn Du meine früheren Kommentare kennst, kaum überraschen. Meine Freundin und ich sind da ganz klar die Buffet-Fraktion, was sich bei uns aber auch in der Reedereiwahl (AIDA) widerspiegelt. ;-)

    Wir gehen zwar pro Reise üblicherweise einmal ins Steakhouse (wo man ja am Platz bedient wird), bevorzugen sonst aber das Buffet. Im Grunde wie daheim – ab und an geht man mal essen und wird bedient, ansonsten holt man sich eben auch den Nachschlag selbst aus der Küche. Allerdings sind wir, was das Essen angeht, ohnehin etwas bodenständiger eingestellt, uns kann man eher mit ordentlichen Bratkartoffeln locken, als mit Speisekarten, die zu 75% aus Präpositionen bestehen, un man bei den Substantiven dazwischen erst googlen muß, ob es sich dabei um Tier, Pflanze, Obst, Gemüse oder einfach nur die Art der Zubereitung handelt. :) (Ja, die rhetorische Überhöhung ist beabsichtigt)

    Im Buffetrestaurant haben wir keine Probleme damit, abwechselnd zu gehen, wir essen ohnehin unterschiedlich schnell, sodaß außer beim ersten Teller es eigentlich nicht dazu kommt, daß wir beide nichts zu essen vor uns stehen haben. Auch das „keinen Platz bekommen“-Problem kennen wir nicht, wir gehen eigentlich immer erst hin, wenn die, die vor der Tür gewartet haben, drin sind. bei größeren Gruppen könnte es in der Tat schwieriger werden, aber zu zweit geht eigentlich immer was, insbesondere, wenn man bereit ist, sich auch mal an einen bereits teilbesetzten Tisch zu setzen. Sogar mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in der von uns bevorzugten Ecke des Restaurants.

    Feste Essenszeiten sind mit meinem Magen nicht kompatibel, was nützt mir gute Essen, wenn es zu einem Zeitpunkt kommt, wo ich keinen Hunger habe, oder was habe ich davon, wenn ich Hunger habe, und es noch nicht Essenszeit ist. Auch mit fester Tischgesellschaft habe ich schon schlechte Erfahrung gemacht, zum Glück konnte der Stinkstiefel nach der halben Reise in die andere, ihm wesentlich genehmere Tischzeit wechseln. Ich bin wirklich kein gehässiger Mensch, aber so, wie der Kerl auch die Kellner behandelt hat, habe ich bei jedem Essen gehofft, daß sie ihm auf den Teller gespuckt haben.

    Einzig das Argument „frisches Essen oder warmgehalten“ im Artikel ließ mich etwas schmunzeln – Du möchtest doch nicht ernsthaft behaupten, daß die Kche so eine große Anzahl von Portionen wirklich zeitgleich fertigstellt – auch im Bedienrestaurant wird vor dem Servieren warm gehalten. Zumindest bei den großen Hauptrestaurants auf entsprechenden Schiffen. ;-)

    Aber ich sehe es wie Du, es gibt da kein „richtig“ oder „falsch“, sondern nur ein „paßt zu mir“ oder „paßt nicht zu mir“.

  3. Franz Neumeier on Juni 19, 2017 at 10:20 am

    @Eike: zum Thema Warmhalten in der Galley: Hast schon Recht, natürlich wird in Groß-Galleys (meist) auch nicht a-la-minute zubereitet. Aber ein Steak oder ein Fischfilet trocknet halt in den Warmhalte-Wannen am Buffet so vor sich hin, während ich das im Bedien-Restaurant relativ frisch bekomme. Und es gibt tatsächlich auch größere Schiffe, bei denen ganz frisch gekocht wird.
    Du kannst natürlich auch im Buffet Glück haben und es kommt gerade eine frische Wanne ;-)

  4. Eike on Juni 19, 2017 at 10:33 am

    @Franz: Richtig, wenn’s zu lange warm gehalten wird, wird es trocken. *Wenn* es denn zu lange liegt. Gerade das Fleisch und den Fisch sehe ich bei AIDA oft direkt in der „Show-Galley“ hinter dem Buffet zubereitet und von dort direkt aufs Buffet geladen, wo die Wannen schneller wieder leer sind als sie nachgefüllt werden. Wie morgens bei den Pancaces, wieso da eine Wanne neben der Platte steht, werde ich wohl nie begreifen, die kleinen unglaublich leckeren Pancaces gehen ohnehin immer direkt auf die Teller der wartenden Gäste. ;-)
    Ich denke, der Qualitätsverlust durch Warmhalten ist vorwiegend (aber nicht ausschließlich) dort ein Problem, wo das Buffet nur „Nebengeschäft“ ist und dementsprechend wenig Durchsatz herrscht.

    Aber ja, wir genießen unser Steak, auf den Punkt gegart und frisch auf den Tisch auch, so ist das ja nicht. :)

    Der eklatanteste Buffetnachteil (falls man das so sehen möchte) dürfte wohl sein, daß man oft mehr in sich hinein schaufelt als man sollte – nicht umsonst behaupten Insider ja, AIDA sei die Abkürzung für „abnehmen ist danach angesagt“. Und irgendwie wage ich nicht, da zu widersprechen… O:-)

    Letztlich bleibt es eine Frage der Vorliebe, genau wie die Frage, ob man zum Essen lieber Wein, Bier oder (wie wir) doch „nur“ Wasser trinkt.

  5. Franz Neumeier on Juni 19, 2017 at 10:36 am

    AIDA ist aber eben auch eine Reederei, bei der der Schwerpunkt klar am Buffet liegt. Da ist die Qualität dann im Vergleich auch besser also dort, wo Buffet mehr als Entlastung für die Hauptrestaurants gedacht ist. Namen will ich da jetzt keine nennen ;-)

  6. Eike on Juni 19, 2017 at 10:58 am

    Den Unterschied merkt man ja schon deutlich bei einer anderen Marke des gleichen Unternehmens, das nicht nur als Flagge, sondern auch als Stil „Italien“ anwendet. Das Buffet dort war -naja-, existent. Hatte den Charme einer Schwimmbadcafeteria, und auch qualitativ fiel es eher in die Kategorie „irgendwie sättigend“. Aus meiner Zeit am Frankfurter Flughafen war ich dort von den Kantinen bessere Qualität gewohnt.
    Auf diesem Schiff merkte man deutlich, daß der Focus auf dem Bedienrestaurant lag, wo das Essen dann auch qualitativ nicht zu beanstanden war.

    Allgemein finde ich faszinierend, wie wenig sich manche Leute im Vorfeld damit beschäftigen, was sie an Bord erwartet. Nicht nur einmal habe ich Beschwerden erlebt, daß Getränke (abgesehen von dem, was es zu den Mahlzeizen dazu gibt) ja extra zu bezahlen sind. Wenn man schon nicht ins Reisebüro gehen will, sollte man sich wenigstens vorher informieren…

  7. Uwe on Juni 19, 2017 at 8:18 pm

    Kurz zur Historie: Wir fingen an – wie wohl die meisten Deutschen – mit zwei AIDA-Fahrten und nach mehreren Ausflügen zu MSC, NCL, TUI, RCCL und Celebrity sind wir nun fest in der Hand von RCCL und Celebrity angekommen. (ca. 30 Fahrten zusammen)

    Wir haben uns von Buffet-Liebhabern zu Festen-Tisch-Liebhabern entwickelt. Die Gründe hat Franz zum Teil schon erwähnt. Für uns ganz wichtig und natürlich auch vom Zufall abhängig: Nette Leute kennen lernen! Ein Abend reicht da oft nicht aus, aber nach 14 Tagen können sich da sehr nette Kontakte entwickeln, die auch über die Kreuzfahrt hinaus andauern können. (wir reisen zu zweit)

    Und das Gewohnte (Sitzplatz, Kellner, usw.) erzeugt so bei uns so eine Art „Nach-Hause-Kommen-Gefühl. Die Kellner wissen Bescheid, sie isst vegan und braucht daher die fleischlose Karte, er mag das Steak gerne Medium. Der Weißwein muss extrakalt sein, usw.

    Was wir anfangs nicht getraut haben, später schon: Extra-Wünsche äußern, auch mal zwei Hauptspeisen bestellen oder vom Standard abweichen, wenn es gar nicht schmeckt oder kalt war, neu bestellen, usw.. Gerade die Amis reißen sich da gerne ein Bein aus und tun alles, um die Gäste zufrieden zu stellen.

    Das Essen am Buffet mögen wir auch. Wir nutzen es morgens und tagsüber und wenn wir Abends Pech hatten und uns weder Tisch noch Mitreisende und Crew gefielen – auch abends.

    Oder abwechselnd. Das ist halt das Schöne: Der feste Tisch bleibt einem erhalten, auch wenn man mal fernbleibt.

    Viele Grüße
    Uwe

  8. Eike on Juni 20, 2017 at 7:23 am

    Lustigerweise klappt ein Teil davon auch ohne feste Essenszeiten und Sitzplätze. Wir haben schon mehrmals auch am Buffet mit Mitreisenden Kontakte geknüpft, die über eine Mahlzeit hinaus gingen. Zugegeben, mit steigender Schiffsgröße wird das immer schwerer.
    Wir haben uns angewöhnt, bei den ersten Mahlzeiten uns die Sektion des Restaurants rauszusuchen, wo wir uns mit den Kellnern am besten verstehen und anschließend suchen wir uns immer in diesem Bereich einen Tisch. Hat den Vorteil, daß die Kellner uns auch kennen und wissen, sie brauchen mit Wein gar nicht erst kommen, dafür ist um so wichtiger, daß immer ausreichend „sparkling vodka“ (Sprich: Wasser) auf dem Tisch steht. :)

  9. Claudia on Juni 23, 2017 at 3:03 pm

    Ich habe eigentlich bisher auf Bedienrestaurants gesetzt. Wurde aber letzte Woche bei MSC ziemlich enttäuscht, denn die Qualität des Essens hat selbst im Bedienrestaurant ziemlich nachgelassen.

  10. Franz Neumeier on Juni 23, 2017 at 3:22 pm

    @Claudia. Welches Schiff? Denn meine Beobachtung bei MSC ist genau das Gegenteil: Das Essen hat sich meiner Erfahrung nach über die vergangenen zwei, drei Jahre deutlich verbessert …

  11. Claudia on Juni 23, 2017 at 9:03 pm

    Waren auf der MSC Fantasia. Vor vier Jahren waren wir auf der Magnifica, da war das Essen viel besser und qualitativ hochwertiger.

  12. Franz Neumeier on Juni 24, 2017 at 8:29 am

    Auf der Fantasia waren wir zum Jahreswechsel 2016/17 im Orient und da war alles bestens. Scheint wohl stark am jeweiligen Küchenchef zu liegen. Ein Phänomen, dass man bei anderen Reedereien auch immer wieder beobachtet. Manche Küchenchefs haben ihre Truppe im Griff und stellen gleichbleibend gute Qualität sicher und andere lassen es irgendwie schleifen und die Küchen-Crew nutzt das, um sich das Leben leichter (und das Essen dadurch schlechter) zu machen.

  13. Antje on Juni 27, 2017 at 8:19 pm

    „sich ohne Unterbrechungen unterhalten zu können“ als Argument für Bedienrestaurants geht aber nur, wenn diese sich nicht auf einem amerikanischen Schiff (bzw. zumindest nicht auf einem Celebrity Cruises Schiff) befinden. Jedes Tischgespräch wird da spätestens alle 2 Minuten unterbrochen, weil immer irgendwer vom Service fragen muss, ob es schmeckt, ob alles OK ist, ob wirklich alles OK ist, ob sie nicht noch etwas verbessern können usw. Mich hat das schwer genervt. Da lobe ich mir den guten, aber unaufdringlichen Service bei der „Mein Schiff“ Flotte!
    Die generelle Frage,ob Buffet oder Bedienrestaurant mache ich von der Reederei abhängig. Bei AIDA (Selection habe ich allerdings noch nicht getestet) nur noch Buffet oder Brauhaus. Das Steakhaus ist in der Qualität schlecht und man muss dafür dann auch noch extra zahlen. Im Rossini dauert mir als Alleinreisende das Essen mit fast 3 Stunden einfach zu lange.
    „Mein Schiff“ gerne mit Bedienung. Und sollte ich (was unwahrscheinlich ist) nochmal Celebrity fahren, dann wohl eher Buffet – mich nervt einfach diese ewige Fragerei.

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