Internet im Ausland: Mit Skyroam immer online

(aktualisiert - News vom 17.04.2017) von
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Skyroam: mit einem kleinen Gerät weltweit unkompliziert ins Internet
Skyroam: mit einem kleinen Gerät weltweit unkompliziert ins Internet

Internet ist selbst im Urlaub ist für viele selbstverständlich – trotz Trend zum „digital detox“. Mit Skyroam habe ich endlich einen Service gefunden und getestet, mit dem ich weltweit sehr unkompliziert und zu vernünftigen Kosten online gehen kann. Einzige Nachteil: Es funktioniert nur an Land, nicht auf hoher See.

Hinweis: Skyroam hat mir kostenlos ein Testgerät zur Verfügung gestellt. Auf mein Urteil und die Testergebnisse hat das keinen Einfluss.

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Wer wie ich beruflich auf eine zuverlässige Internet-Verbindung angewiesen ist oder privat nicht auf Facebook und Co. verzichten will, kennt das Problem: Das WLAN im Hotel ist unendlich langsam, bei Starbucks um die Ecke sind zwar alle anderen Gäste eingeloggt, man selbst bekommt aber partout keine Verbindung. Und eigentlich hat man auf Reisen wenig Zeit und noch weniger Lust, sich mit Verbindungsproblemen herumzuschlagen.

Highspeed-Flatrate für acht Dollar, egal wo auf der Welt

Das Versprechen von Skyroam klingt erst einmal großartig: Nahezu weltweit online gehen, ohne hohe Roaming-Gebühren, für eine Flatrate von 8 Dollar pro 24 Stunden. Einzige Voraussetzung ist ein Mobilfunk-Netz an Land. Am Kreuzfahrtschiff auf See funktioniert der Dienst also nicht – das wäre dann auch zu schön, um wahr zu sein.

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Das Ganze funktioniert so: Ein kleines, orange-schwarzes Kästchen stellt selbständig eine Mobilfunk-Datenverbindung her und dient als WLAN-Hotspot, über den man per Smartphone oder Laptop online geht.

Sichere Wlan-Verbindung, das Passwort wird am Display des Geräts angezeigt.
Sichere Wlan-Verbindung: Das Passwort wird am Display des Geräts angezeigt.

Um ins Internet zu kommen, muss man auf dem Skyroam-Gerät lediglich zweimal auf „ok“ tippen, um eine vorab gekaufte 24-Stunden-Flatrate zu aktivieren.

Die Wlan-Verbindung zwischen Smartphone/Laptop und dem Skyroam-Gerät ist verschlüsselt, das zugehörige Wlan-Passwort wird am Gerät angezeigt.

Skyroam hat ein paar Vorzüge, die im Alltag sehr hilfreich sind:

  • Weder die Menge der übertragenen Daten ist limitiert, noch die Übertragungsgeschwindigkeit. Letztere ist allein begrenzt durch das jeweilige Mobilfunknetz. Wo verfügbar surft man also mit voller LTE/4G-Geschwindigkeit. (Korrektur: nach 500 MByte Datennutzung innerhalb von 24 Stunden erfolgt Drosselung auf 2,5G, was etwa Edge-Geschwindigkeit entspricht).
  • Es gibt keine blockierten Dienste: Skype, Whats-App-Telefonie, Youtube oder Netflix – alles geht. Besonders für Business-User wichtig: Auch VPN-Verbindungen sind damit möglich, die vor allem bei der Internet-Verbindung auf Kreuzfahrtschiffen nahezu immer blockiert sind.
  • Bis zu fünf Endgeräte wie Smartphone, Tablet oder Laptop können die Verbindung gleichzeitig nutzen. Das heißt: Auch Kollegen, Freunde oder Familienmitglieder nutzen die Verbindung ohne Zusatzkosten einfach mit.
  • Die Preisstruktur ist klar und ohne Fußnoten: 24 Stunden kosten 8 Dollar (bei Geräte-Miete: 9,95 Dollar, siehe unten), egal wo auf der Welt.
  • Die 24-Stunden-Flatrate funktioniert länderübergreifend. Bei meinen Tests habe ich Skyroam beispielsweise in Marseille aktiviert und am nächsten Tag während einer Busfahrt nach Mailand weiter genutzt. Update: Auch in Indonesien hatte ich gute Datenverbindungen selbst in Regionen, bei denen Skyroam selbst angab, dort wahrscheinlich kein Netz zu haben.
  • Vorausbezahlte Tagespässe verfallen im Prinzip nicht. Sinnvoll ist aber eine Nutzung mindestens alle zwölf Monate. Überschreitet man diese Frist, wird dafür beim nächsten Einloggen ein Tagespass abgezogen. Die übrigen Tagespässe bleiben aber weiterhin bestehen und nutzbar.

Weitere Details aus meinen Tests

Nach dem Einschalten dauert es zwischen 20 Sekunden und zwei Minuten, bis Skyroam startklar ist und ein Funknetz gefunden hat.

Das Gerät verfügt über einen USB-Anschluss zum Aufladen oder für Netzbetrieb. Der Bildschirm ist ein Touch-Screen, Eingaben werden per Vibration bestätigt. Über eine Öse kann man auch eine Handschlaufe oder ähnliches befestigen, um das Gerät vor versehentlichem Verlust zu schützen.

Datenübertragung so schnell,wie des das jeweilige Mobilfunknetz hergibt
Datenübertragung so schnell,wie des das jeweilige Mobilfunknetz hergibt

Der Akku hält, je nach Nutzungsintensität und Qualität der Funkverbindung, zwischen sechs und acht Stunden. Mit einer Powerbank oder einer anderen, externen Stromversorgung per USB-Kabel lässt sich die Laufzeit entsprechend verlängern.

Das Gerät ist mit Abmessungen von 6 x 10,5 x 2 Zentimetern und einem Gewicht von 135 Gramm recht handlich und passt in die Jackentasche, Handtasche oder Außentasche im Rucksack.

Getestet habe ich Skyroam übrigens in Marseille, Barcelona, Savona und Mailand, Miami und Fort Lauderdale mit überall gleich gutem Ergebnis und hohen Geschwindigkeiten bei der Datenübertragung.

Zwei Varianten: Kauf oder Miete

Für Vielreisende bietet sich an, das Skyroam-Gerät für 79,99 Dollar zu kaufen. Wer Lufthansa-Meilen loswerden will: Im World Shop gibt’s Skyroam für 27.000 Bonus-Meilen (89 Euro). Drei Tagespässe im Kaufpreis bereits enthalten. Weitere 24-Stunden-Pässe bucht man online für je 8 Dollar dazu. Das funktioniert nach dem Prepay-Prinzip: Man lädt Tagespakete auf das Gerät, die man dann beliebig nutzen kann. (Skyroam ist erhältlich bei Amazon, Skyroam, Lufthansa World Shop).

Update: Inzwischen gibt es auch Skyroam Solis für 149 Dollar, das zusätzlich eine Powerbank integriert hat – zum Laden externer Geräte und/oder entsprechend längerer Laufzeit des Skyroam-Gerätes selbst.

Wer wenig reist oder die 99 Dollar nicht ausgeben will, kann sich das Gerät für die jeweilige Reise ausleihen und per Post zuschicken lassen. Bei diesem Verfahren bucht man dann eine bestimmte Anzahl von Tagen zu je 9,95 Dollar. Versandkosten fallen keine an und die Rücksendung erfolgt in einem mitgelieferten Freiumschlag (sagt jedenfalls Skyroam, denn den Lieferservice habe ich nicht getestet).

Mein Fazit

Für mich persönlich ist Skyroam jetzt schon fester Begleiter geworden. Im Test hat mich das kleine Gerät rundum überzeugt, weil es unkompliziert, zuverlässig und schnell ist.

Immer mein eigenes Wlan in der Hosentasche
Immer mein eigenes Wlan in der Hosentasche

Zwar sind Internet-Verbindungen im EU-Ausland inzwischen meist günstiger und auch kostenlose Wlans findet man an vielen Orten. Aber sobald ich irgendwo auf Verbindungsprobleme stoße, werde ich mich künftig nicht mehr lange herumärgern mit langsamen Verbindungen, überlasteten Wlans und nicht funktionierenden Passwörtern. Ich werde auch keinen teuren Cappuchino mehr bestellen, nur um eine halbe Stunde lang das „free Wlan“ eines Cafés nutzen zu dürfen.

Stattdessen starte ich mein Skyroam und bin nach spätestens zwei Minuten online. Und das auch noch mit einer sicheren Verbindung. Denn statt über ein offenes Wlan ohne nennenswerten Schutz vor Hackern bin ich über eine sichere Mobilfunk-Verbindung online und muss mir keine Sorgen machen.

Anmerkung*: Skyroam hat für meine Tests ein Gerät sowie entsprechende Tagespässe kostenlos zur Verfügung gestellt.

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3 Kommentare zu Internet im Ausland: Mit Skyroam immer online

  1. Raoul Fiebig on April 21, 2017 at 12:17 am

    Das klingt durchaus interessant. Zur Drosselung der Geschwindigkeit sagt Skyroam selbst allerdings, daß nach mehr als 500 MB Verbrauch pro 24-Stunden-Pass eine Drosselung auf EDGE-Niveau erfolgt (http://support.skyroam.com/support/solutions/articles/6000153408-do-you-slow-my-data-connection-). Das würde gerade Streaming natürlich schon deutlich einschränken.

    Für mich würde es das – zumindest innerhalb Europas – dann doch wieder uninteressant machen, da die spanische Mundo SIM mit „Go Europe“-Option in diesem Fall mit € 1,- pro 100 MB Daten (nutzbar am aktuellen Kalendertag laut MEZ/MESZ) bei durchgehend 3G-Geschwindigkeit (LTE leider nur mit Tricks) am Ende doch günstiger bzw. praktischer ist.

  2. Franz Neumeier on April 21, 2017 at 7:17 am

    Okay, Streaming steht jetzt bei mir nicht wirklich auf der Wunschliste für Datenverbindungen im Ausland ;-)
    Ich denke, Skyroam ist vor allem für geschäftliche oder semi-professionelle private Nutzung als zuverlässige, unkomplizierte Datenverbindung an beliebigen Standorten attraktiv. Es wird an den meisten Orten irgend eine günstigere Lösung geben, die aber eben damit verbunden ist, dass ich separate SIM-Karten brauche, die ich im Smartphone austauschen muss, für jede Karte womöglich eine eigene Pin brauche, etc. In den USA kriege ich z.B. für 40-50 Dollar 3 GByte LTE für einen ganzen Monat. Aber dazu muss ich halt erst zu einer Verkaufsstelle für diese SIM-Karte, was oft einen Mietwagen voraussetzt, weil die günstigeren Anbieter keine Niederlassung am Flughafen haben. Auf den Seychellen habe ich fast zwei Stunden lang mehrere Telefon-Shops angeklappert, bis ich einen fand, wo die Sim-Karten nicht gerade ausverkauft waren. Kurz: es ist oft umständlich und zeitaufwändig.
    Der Reiz von Skyroam ist für mich vor allem: ein Gerät, ein Tarif, keine weiteren Gedanken. Ich stecke das orange Ding ein und weiß, dass ich sofort und unkompliziert Internet haben werde, wenn ich es brauche, egal wo.

  3. Raoul Fiebig on April 21, 2017 at 4:10 pm

    Ganz klar, eine bequeme Lösung und dafür auch günstig ist es ohne Zweifel. Da ich fast nur innerhalb Europas unterwegs bin, bleibe ich für’s erste allerdings bei „meiner Lösung“, denke ich, da ich damit bei geringem Verbrauch pro Tag deutlich günstiger fahre und bei Nutzung von mehr als 500 MB einen Geschwindigkeitsvorteil habe (und die Karte läuft in 30+ Ländern). Das ist allerdings in der Tat eher ein theoretischer Wert, den ich in der Praxis kaum erreichen werde. Ich nehme dafür immer ein separates Handy mit, die SIM erlaubt auch Tethering.

    Wenn man in aller Welt unterwegs ist und nicht ständig SIM-Karten wechseln oder neu kaufen will, ist Skyroam sicherlich eine sehr gute Lösung. Da wäre es für mich vermutlich auch erste Wahl.

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