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"sponsored by Oceania Cruises" - was bedeutet das für cruisetricks.de?

Kreuzfahrt-Absagen wegen Iran-Krieg: Überblick und Updates

Der Iran-Krieg wirkt sich zunehmend auch auf die Frühjahrs- und Sommersaison aus. Die ersten Absagen für Mittelmeer-Kreuzfahrten im April 2026 gibt es bei TUI Cruises und Celestyal Cruises bereits. Denn nach wie vor sitzen sechs Kreuzfahrtschiffe im Persischen Golf fest, weil die Straße von Hormus unpassierbar ist. Sie liegen bei abgeschalteter AIS-Satellitenortung mutmaßlich weiterhin in den Häfen von Dubai, Doha oder Abu Dhabi.

Wir geben in diesem Beitrag einen Überblick zu den bereits offiziell erfolgten Absagen von Kreuzfahrten der Schiffe, die im Persischen Golf festsitzen und aktualisieren, sobald es Neuigkeiten gibt.

Zum Absage-Verhalten der Reedereien lesen Sie auch unseren Beitrag „Kreuzfahrtschiffe im Persischen Golf: Hätten die Reedereien es besser wissen müssen?

Absagen für Sommersaison 2026 bei TUI Cruises

Bei TUI Cruises sind inzwischen formell die Kreuzfahrten einschließlich Startdatum 6. Mai der Mein Schiff 4 und 1. Mai der Mein Schiff 5 abgesagt. Dazu zählen inzwischen auch erste Kreuzfahrten im Mittelmeer.

Buchbar sind derzeit noch Reisen der beiden Schiffe mit Beginn ab Mai. TUI Cruises informiert über den aktuellen Stand auf einer eigenen Seite im Web.

Absagen für Sommersaison 2026 bei MSC Cruises

Bei MSC Cruises gibt inzwischen ebenfalls erste Absagen für die Sommersaison mit Abfahrten ab Kiel und Kopenhagen. Abgesagt sind die Reisen mit Startterminen 9. und 16. Mai ab Kiel sowie 10. und 17. Mai ab Kopenhagen.

MSC Cruises hatte die ursprünglich geplante Fahrt der MSC Euribia vom Persischen Golf durch den Suez-Kanal zu ihrem Sommer-Basishafen Kiel bereits im September 2025 abgesagt und wollte die Passage ohne Passagiere an Bord durchführen, sodass es jetzt aktuell keine Trans-Reisen gibt, die abgesagt werden müssten. Allerdings sind auch die ersten Kiel-Abfahrten inzwischen gefährdet.  

Denn Fahrt rund um Afrika bis nach Kiel würde mindestens vier Wochen dauern. Sollte MSC die Route durchs Rote Meer und den Suez-Kanal wagen, wäre die Strecke dagegen wohl in gut zwei Wochen zu schaffen, aber diese Route erscheint eher unrealistisch.

Absagen für Sommersaison 2026 bei Celestyal Cruises

Celestyal Cruises, deren beide Kreuzfahrtschiffe Celestyal Journey und Celestyal Discovery den Persischen Golf derzeit ebenfalls nicht verlassen können, hat bereits erste Mittelmeer-Abfahrten abgesagt – offiziell bislang die Reisen der Celestyal Journey inklusive der Abfahrt am 2. Mai und der Celestyal Discovery inklusive der Abfahrt am 1. Mai.

Aber auch spätere April-Abfahrten erscheinen zunehmend unrealistisch, da auch diese Schiffe zunächst vom Persischen Golf ins Mittelmeer verlegt werden müssen.

Kreuzfahrten im Roten Meer bei Aroya Cruises noch planmäßig

Aroya Cruises hat bislang lediglich alle Kreuzfahrten im Persischen Golf der laufenden Saison abgesagt. Die erste derzeit buchbare Reise soll am 14. Mai in Jeddah starten – was allerdings voraussetzt, dass Aroya Cruises das Schiff rechtzeitig durch die Straße von Hormus ins Rote Meer verlegen kann.

Absagen für Orient-Reisen in der Wintersaison 2026/27 bei AIDA, Costa, Explora Journeys, MSC Cruises und TUI Cruises

AIDA Cruises und Costa haben die Orient-Saison 2026/27 am 3. März 2026 abgesagt, Explora Journeys am 25. März 2026.

Bei MSC Cruises waren die ursprünglich geplanten Orient-Kreuzfahrten der MSC World Europa nicht mehr buchbar, am 30. März 2026 folgte dann die Absage der Orient-Saison 2026/27. Die MSC World Europa fährt stattdessen in der Karibik mit Einschiffungshäfen in Fort-de-France (Martinique), Pointe-à-Pitre (Guadeloupe) und Bridgetown (Barbados). Die MSC World Europa ersetzt dort die MSC Seaview, selbige wiederum nach Brasilien und Argentinien verlegt wird.

TUI Cruises hielt noch einige Wochen an den Kreuzfahrten der Mein Schiff Flow im Persischen Golf im Winter 2026/27 fest, sagte sie dann aber Mitte April ebenfalls ab. Die Mein Schiff Flow fährt stattdessen nun winterliche Nordland-Routen ab Hamburg und Kiel. Buchbar sollen die Reisen ab Ende April 2026 sein.

Bei Celestyal Cruises sind die Orient-Kreuzfahrten im Winter 2026/27 mit der Celestyal Journey und Celestyal Discovery nicht mehr buchbar, neue Routen sind aber noch nicht bekannt.

Aroya Cruises: In der Wintersaison 2026/27 ist die Aroya überwiegend für Reisen im Roten Meer eingeplant. Aber auch die Dubai-Abfahrten im Februar 2027 sind online aktuell noch buchbar.

11 Kommentare

Über den Autor: FRANZ NEUMEIER

Franz Neumeier
Über Kreuzfahrt-Themen schreibt Franz Neumeier als freier Reisejournalist schon seit 2009 für cruisetricks.de und einige namhafte Zeitungen und Zeitschriften. Sein Motto: Seriös recherchierte Fakten und Hintergründe statt schneller Schlagzeilen und Vorurteile, damit sich jeder seine eigene Meinung bilden kann. TV-Reportagen zitieren ihn als Kreuzfahrt-Experten und für seine journalistische Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet. Er wird regelmäßig in die Top 10 der „Reisejournalisten des Jahres“ gewählt und gewann mit cruisetricks.de mehrfach den „Reiseblog des Jahres“-Award.

11 Gedanken zu „Kreuzfahrt-Absagen wegen Iran-Krieg: Überblick und Updates“

  1. Moin Herr Neumeier,
    es stimmt nicht, das MSC von Anfang an keine Transreisen im Winter 25/26 ab Nahost geplant hatte. Es war ursprünglich eine Reise von Dubai (Abfahrt 4.4.26) nach Kiel via Suez geplant-abgesagt im September 25. Wir hatten diese Reise gebucht, das Risiko war auch nicht höher wie die vorhergehenden Fahrten im Persischen Golf-hatten wir dann als Ersatz gebucht-abgesagt im März 26 kurz vor Abfahrt. Warum die eine Reise mit einem halben Jahr Vorlauf abgesagt wird und die andere mit nur 2 Wochen Vorlauf ist nicht alleine mit Sicherheit zu begründen. AIDA hingegen hat alles richtig gemacht, frühzeitige Entscheidungen ohne wenn und aber. MSC agiert nicht besonders glücklich und hat uns als Kunden definitiv verloren. Ob die Euribia pünktlich zum Start der Sommersaison in Kiel sein kann, bleibt fraglich. Beste Grüsse von der Ostsee

  2. Guten Abend Hr.Neumeier, ich habe ab 2.5 die Kreuzfahrt mit der MSC Euribia ab Kiel gebucht, die ja leider noch in Dubai liegt. Ich habe bei meinen Reisebüro bereits schon zweimal eine Anfrage gestellt ob die Reise ab 2.5 stattfindet aber bis jetzt hat sich MSC noch nicht geäußert.In verschiedenen Foren wird diesbezüglich bereits diskutiert. Es gibt sogar von MSC in Genf ein Schreiben dass die Euribia Dubai erst Mitte April verlässt, zeitlich gesehen braucht sie ca einen Monat für die Passage über Afrika. Das würde bedeuten dass sie erst Mitte Mai in Kiel ist. Warum sagt die Reederei nicht die Kreuzfahrt jetzt schon ab, damit man als Kunde eine Planungssicherheit hat. Das ist für mich nicht begreifbar. Wie soll ich mich als Kunde verhalten haben sie evtl einen Tip. Danke
    VG Birgit Fornol

  3. Hallo Frau Fornol, vorausgeschickt: Ich bin kein Jurist, deshalb darf ich schon von Gesetzes wegen keine Rechtsberatung erteilen. Aber ich kann es auch nicht, weil ich leider nicht mehr weil als Sie auch und daher nur spekulieren kann. MSC Cruises hatte ursprünglich geplant, die MSC Euribia durch den Suezkanal nach Europa zu bringen; ob das noch aktuell und nach den jüngsten Angriffen er Huthis auf Israel noch realistisch ist, kann ich nicht beurteilen. Das Schreiben, dass Sie erwähnen, ist mir nicht bekannt, und stammt entweder noch von vor dem Krieg, als die Suezkanal-Route geplant war, oder es nur und würde darauf hindeuten, dass MSC eben tatsächlich weiter mit dem Suezkanal planen würde.
    Denn würde MSC den Weg durchs Rote Meer und den Suezkanal nehmen, wäre eine Kiel-Abfahrt Anfang Mai durchaus noch realistisch, die Fahrtzeit auf dieser Route von Dubai nach Kiel würde wohl etwa zwei Wochen betragen. Ich kann nur spekuliere, wie schon erwähnt, aber denn MSC nach wie vor mit dieser Option plant, ist ja durchaus denkbar, dass ihre Reise tatsächlich stattfinden kann. Ich fürchte, Ihnen bleibt da nicht viel übrig als weiter abzuwarten. Ich drücke Ihnen und allen anderen Passagieren die Daumen.

  4. Hallo Herr Neumaier!

    Die zwei Millionen Dollar für die Durchfahrt zu zahlen, ist wohl eine bessere Option für TUI Cruises, als die komplette Saison für ein Viertel der Flotte zu stornieren.

    Lg, Olaf

  5. @Olaf: Ich bin mir sicher, dass TUI Cruises, genau wie die anderen drei betroffenen Reedereien, jede Möglichkeit nutzen werden, ihre Schiffe dort rauszukriegen und einen Krisenstab aus Experten und externen Beratern, Unterstützung vom Auswärtigen Amt haben, um das Problem zu lösen. Geld dürfte da sicherlich die geringste Rolle spielen. Meines Wissens sagt Iran bislang, dass für diese Art von Lösegeldzahlung aber ohnehin nur Schiffe aus Ländern überhaupt in Frage kommen, die nicht den USA oder Israel nahestehen.

  6. Hallo,
    die Reise der MSC Euribia ab 2. Mai ab Kiel ist schon seit Dienstag nicht mehr buchbar und laut des Euribia- Forums auf Facebook gibt es bereits bestätigte Absagen für die Reise.

  7. Hallo,
    wissen Sie schon etwas, über die 2 Kreuzfahrt von Kiel mit der Euribia am 09.05..?
    Man sitzt komplett in der Schwebe. Also das ist ein ganz schlechtes Verhalten, von der MSC.

  8. @Jens: Nein, ich poste alles, was ich zu diesem Thema sofort hier. Zur Verteidigung von MSC: Die Situation ist halt nicht nur für die Passagiere, sondern auch für MSC in der Schwebe. Niemand kann wissen, ob oder wann es weitergeht, und ob die aktuelle Waffenruhe vielleicht die Chance ist, das Schiff dort rauszubekommen. Es ist ja auch so: Zwischen Passagier und Reederei gibt es einen Reisevertrag, der beide Seiten verpflichtet, wie bei jedem Vertrag. Würde MSC den einfach kündigen, könnte man der Reederei womöglich durchaus zurecht vorwerfen, sie würden sich nicht an gültige Verträge halten. Was wäre, wenn sie die Reisen stornieren, das Schiff aber in den kommenden Tagen freikommt und die Reisen durchaus hätten stattfinden können? Dann müssen sie sich den Vorwurf anhören, den Urlaub von Tausenden von Menschen ruiniert zu haben. Die aktuelle Situation lässt sich halt von niemandem kontrollieren (außer natürlich den beteiligten Kriegsparteien), da gibt es keine „gute“ oder „schlechte“ Lösung, es ist einfach, wie es ist, so unangenehm und schlimm das auch sein mag.

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