Vasco da Gama und Columbus vor Thailand (Bild: Transocean)

Kreuzfahrtschiffe auf der Suche nach einem Ausschiffungshafen

Auch noch viele Tage nach dem fast kompletten Shutdown der Kreuzfahrt haben es noch nicht alle Schiffe geschafft, ihre Passagiere auszuschiffen und nach Hause zu bringen. Einige fahren lange Strecken ohne Hafenstopp bis Europa durch, andere irren auf der Suche nach einem Ausschiffungshafen umher – mit bislang ungewissem Ausgang.

In einer dramatischen Lage sind derzeit die Passagiere der Zaandam von Holland America Line. Sie ist auf dem Weg von Südamerika nach Norden und soll den Panamakanal mit Ziel Fort Lauderdale passieren. Inzwischen ist die Rotterdam bei der Zaandam eingetroffen und hat Codiv-19-Testkits geliefert. Das Ergebnis: Es gibt Codiv-19-Infektionen an Bord der Zaandam, vier Menschen sind verstorben. Details dazu lesen Sie in unserem News-Beitrag „Passagiere und Crewmitglieder mit grippeähnlichen Symptomen auf der Zaandam“, den wir dort weiter aktualisieren werden.

Ziemlich unsicher war die Situation zeitweise auch für die Passagiere der Maasdam und der Norwegian Jewel. Zunächst lag die Maasdam vor Hilo, Hawaii Island. Eigentlich sollten die Passagiere dann am 20. März in Honolulu ausschiffen dürfen. Doch die hawaiianischen Behörden widerriefen diese Genehmigung. Lediglich sechs Hawaiianer unter den Passagieren sowie zwei medizinische Notfälle durften die Maasdam in Honolulu verlassen.

In der Nacht zum 21. März hat die Maasdam Honolulu nun mit Ziel San Diego verlassen. Da auch die Celebrity Eclipse, von Südamerika kommend, San Diego ansteuert, wird dort wahrscheinlich eine Ausschiffung möglich sein. Die USA hat derzeit eine 14tägige Ausnahmeregelung für die Ausschiffung nach Kreuzfahrten, die nach dem Kreuzfahrt-Shutdown in den USA von 15. März noch auf See waren.

Ohne klare Perspektive ist derzeit auch die MSC Magnifica, die sich auf ihrer Weltreise aktuell in Fremantle an der australischen Westküste befindet. Eine Ausschiffung ist dort nicht möglich und war auch nicht geplant. Die sollte eigentlich in Dubai stattfinden, doch dort stellen die Flughäfen den Betrieb nun komplett ein.

Ergänzung: Ein nicht ganz untypisches Problem schildert Leser FrankM in den Kommentaren unter diesem Beitrag. Einigen Schiffen gelang es in den vergangenen Tagen nicht mehr, alle Passagiere in nur einem Hafen auszuschiffen. Weil die meisten Länder – vor allem auch in Europa – die Einreise von Ausländern verweigern, konnten beispielsweise in Marseille nur französische Staatsbürger ausschiffen, in Italien nur Italiener. So hingen zeitweise beispielsweise Südafrikaner auf der Costa Luminosa in Savona fest. Deutsche und Südamerikaner auf der Costa Pacifica dürfen bislang in Civitavecchia nicht von Bord.

Schiffe mit positiv auf Codiv-19 getesteten Passagieren

Die Passagiere der Artania hätten in Sydney die Wahl gehabt, nach Hause zu fliegen oder sich mit Abfahrt 18. März knapp einen Monat lang auf den Seeweg zu begeben. 832 Passagiere entschieden sich für die Seereise, 199 flogen nach Hause. Für letztere stellte sich das einige Tage später als die gute Entscheidung heraus. Denn am 25. März wurden sieben Passagiere der Artania in Fremantle positiv auf Covid-19 getestet. Alle weiteren Infos dazu in unserem News-Beitrag „Coronavirus-Verdacht auf der Artania vor Fremantle in Australien bestätigt“. Dort gibt es auch Aktualisierungen, sobald uns neue Informationen dazu erreichen. Update: Phoenix Reisen plant Heimflüge für alle Passagiere am 29. März mit vier Charterflugzeugen von Condor.

Sehr schwierig war die Situation auch für die Silver Explorer (vor Anker in Puerto Montt, Chile) und Silver Shadow (vor Recife, Brasilien). Auf beiden Schiffen gab es positiv auf Covid-19 getestete Passagiere, sodass sie unter Quarantäne stehen und die Passagiere bis auf Weiteres an Bord bleiben mussten. Inzwischen konnten die Passagiere beider Schiffe aber ausschiffen und nach Hause fliegen, Silver Explorer am 18. März, Silver Shadow am 23. März.

Für die Braemar, bei der bereits seit 10. März einige Passygiere und Crew-Mitglieder positiv auf Covid-19 getestet worden waren, ging eine längere Irrfahrt schließlich am 18. März zu Ende: Kuba zeigte sich von seiner menschlichen Seite und gestattete die Ausschiffung und Heimreise der 692 Passagiere nach Großbritannien. Ursprünglich sollte die Reise eigentlich schon am 12. März in Barbados enden.

Lange Seereisen für Phoenix-Passagiere

Besonders lange müssen sich viele Passagiere bei Phoenix Reisen gedulden. Wegen gesperrter Häfen fährt die Amera von Manaus rund 18 Tage lang direkt nach Hamburg. Die Amadea wird, via Panama-Kanal fahrend, am 1. April in Bremerhaven zurückerwartet. Die Albatros fährt von Singapur 18 Tage lang direkt nach Bremerhaven. Die Artania hätte sogar etwa 28 Tage nach Bremerhaven gebraucht.

Die Albatros musste eine Weile sogar fürchten, in Singapur nicht einmal frische Lebensmittel an Bord nehmen zu müssen. Passagierberichten zufolge hatte die Crew auf der Albatros sogar schon damit begonnen, vorsorglich die Lebensmittel zu rationieren. Letztlich erlaubte Singapur dann doch, das Schiff zumindest zu beladen und zu betanken.

Bei der Amera sollte es zunächst eine Ausschiffungsmöglichkeit in Manaus am Amazonas geben, die dann aber von einer Order des Gouverneurs vereitelt wurde. Neue Passagiere und Crew durften nicht mehr an Bord gehen und mussten wieder nach Hause fliegen. Jetzt befindet sich das Schiff auf der Reise nach Europa und wird am 4. April in Hamburg erwartet. Bei Oliver Asmussens Cruissstart.de finden Sie mehr Details zu den Wirrungen der Amera.

Passagiertausch auf See bei Columbus und Vaco da Gama

Etwas abenteuerlich gestaltet sich auch die Heimreise für Passagiere der Vasco da Gama und der Columbus von Transocean/CMV. Beide Schiffe waren im Raum Südostasien unterwegs. Um die Passagiere nach Hause zu bringen, entschloss sich CMV, die Columbus via Suez-Kanal direkt nach Tilbury in Großbritannien zu schicken, die Vasco da Gama nach Australien.

Vasco da Gama und Columbus vor Thailand (Bild: transocean)

Zuvor aber mussten Passagiere und Gepäck entsprechend ihrer Heimat zwischen den beiden Kreuzfahrtschiffen getauscht werden. Eigentlich sollte das bei einem gemeinsamen Hafenanlauf im thailändischen Phuket stattfinden. Doch dann verweigerte Thailand den Anlauf. Also verlegte man den Passagiertausch, ebenso wie die Betankung und Nachschubversorgung in internationale Gewässer, zwölf Meile vor der thailändischen Küste.

239 Passagiere und über 500 Gepäckstücke wechselten so per Tenderboot von einem auf das andere Schiff. Jetzt sind Columbus und Vasco da Gama auf dem Weg nach Europa respektive Australien.

Die Columbus soll mit 907 Passagieren und 619 Besatzungsmitgliedern am 13. April in Tilbury ankommen. Für die Vasco da Gama mit 952 Passagieren und 552 Besatzungsmitgliedern ist die Ankunft in Freemantle bei Perth an der australischen Westküste am 27. März geplant. Update: Inzwischen ist klar, dass die Australier an Bord direkt nach der Ankunft für eine 14tägige Quarantänezeit auf die Ferieninsel Rottnest Island gebracht werden. Neuseeländische Passagiere werden zu ihren direkten Heimflügen eskortiert. Bis zu ihrem Flug müssen sie an Bord des Kreuzfahrtschiffs bleiben.

Die Vasco da Gama befand sich ursprünglich mit überwiegend australischen Gästen auf einer 49tägigen Reise von Singapur über Tilbury nach Kiel. Die Columbus war auf einer viermonatigen Weltreise.

Überblick: Kreuzfahrtschiffe auf dem Heimweg oder auf der Suche nach einem Ausschiffungshafen

Größere Schwierigkeiten, ihre Passagiere nach Hause zu bringen, haben beispielsweise auch Kreuzfahrtschiffe, die in Südamerika unterwegs waren. Für sie sind Häfen in den USA derzeit eine realistische Hoffnung.

Kreuzfahrtschiffe in der Region Südostasien, Neuseeland und Australien setzen ihre Hoffnungen auf die derzeitige Regelung in Australien: Australier dürfen ausschiffen und müssen sich für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben. Ausländer dürfen das Schiff verlassen, wenn sie direkt zum Flughafen eskortiert werden und dort ihren Heimflug antreten.

In der folgenden Liste habe ich alle Kreuzfahrtschiffe zusammengefasst, die meiner Recherche nach derzeit noch unterwegs sind. Mutmaßlich sind es noch mehr – ich aktualisiere, wenn ich weitere finde …

KreuzfahrtschiffRegion/HafenStatus
AlbatrosTransatlantikauf direktem Weg von Singapur nach Bremerhaven, avisierte Ankunft 7. April
Amadeaauf dem Weg nach Bremerhaven, erwartete Ankunft 1. April
AmeraTransatlantikauf direktem Weg von Manaus nach Bremerhaven, erwartete Ankunft 4. April
ArcadiaAtlantikAusschiffung in Kapstadt, Südafrika, verweigert; mit technischem Stopp in Durban auf dem Weg nach Southampton; Ankunft voraussichtlich 12. April
ArtaniaFremantle, Australienlag vor Fremantle, Australien, vor Anker und durfte am 26. März abends anlegen; sollte ursprünglich auf direktem Weg 28 Tage lang nach Bremerhaven fahren; am 25.3. wurden sieben Passagiere positiv auf Covid-19 getestet; nahezu Passagiere wurden am 29. März mit Vollcharter-Flugzeugen nach Deutschland ausgeflogen; 832 Passagiere und 515 Crewmitglieder an Bord, 199 Passagiere waren schon von Sydney aus nach Hause geflogen; weitere Details im Beitrag "Coronavirus-Verdacht auf der Artania vor Fremantle in Australien bestätigt"; das Schiff fährt nun nach Deutschland, 16 Passagiere sind auf eigenen Wunsch an Bord geblieben.
Astorauf direktem Weg von Durban nach Bremerhaven, Ankunft für 12. April erwartet
Costa DeliziosaIndischer Ozeanin Fremantle, Australien, durften am 16. März lediglich rund 100 Passagiere ausschiffen; am 24. März in Mauritius angekommen, lag dort vor Anker und wurde betankt; am 25. März legte sie in Reunion zum Nachladen von Lebensmitteln an, drei Einheimische durften das Schiff verlassen, mussten sich aber in Quarantäne begeben; 1.830 Passagiere und 899 Crewmitglieder an Bord; Costa sucht lt. einem offiziellen Statement einen italienischen Hafen, in dem die Ausschiffung von den Behörden zugelassen wird und sicher ist.
Costa VictoriaCivitavecchiakommt aus dem Oman, durfte nirgends anlegen; am 21. März wurde eine positiv auf Covid-19 getestete Passagierin ausgeschifft, die restlichen Passagiere dürfen Medienberichten zufolge ihre Kabinen nicht mehr verlassen; inzwischen ist das Schiff in Civitavecchia angekommen, nachdem zwischenzeitlich Passagierbericht zufolge ursprünglich eine Ausschiffung am oder nach dem 28. April in oder nahe Venedig avisiert war; in Civitavecchia wurden die letzten deutschen Passagiere am 29. März nach Hause geflogen; laut Corriere della Sera sind auch am30. März noch rund 200 Russen und Spanier an Bord.
Celebrity Eclipseauf dem Weg nach San Diego, USAin Punta Arenas am 10. März abgefahren, hat Valparaiso am 20. März nach einem Zwischenstopp zum Bunkern und Laden verlassen und wird am 30. März in San Diego erwartet, wo am 30. und 31. März die Ausschiffung für die meisten der rund 2.500 Passagiere erfolgt. Für 231 Passagiere ohne Einreiseberechtigung für die USA fährt die Celebrity Eclipse nach Puerto Vallarta in Mexiko weiter.
Columbusvia Suezkanal, Mittelmeerfährt direkt nach Tilbury, Großbritannien; geplante Ankunft 13. April
Coral PrincessAtlantik, auf dem Weg nach Fort Lauderdalesowohl in Uruguay (Montevideo) als auch in Argentinien (Buenos Aires) und Brasilien (Rio de Janeiro) haben die Behörden jeweils eine eigentlich schon genehmigte Ausschiffung trotz nachgewiesener Flugbuchungen verweigert; das Schiff ist auf dem Weg nach Fort Lauderdale, wo am 5. April die Ausschiffung möglich sein soll; 1.024 Passagiere an Bord; Zwischenstopp am 24. März in Rio de Janeiro mit Ausschiffung für Passagiere, die einen direkten Heimflug von dort haben.
Greg MortimerMontevideo, Uruguaykam aus der Antarktis liegt seit 27. März bei Montevideo, Uruguay, vor Anker; zwischenzeitlich gab es Erkältungssymptome bei einigen Passagieren und Crewmitgliedern, der Covid-19-Test war aber negativ; derzeit dürfen die Passagiere nicht von Bord, voraussichtlich bis alle 14 Tage lang fieberfrei waren; alle Passagiere sind Medienberichten zufolge seit 22. März in ihren Kabinen isoliert.
MSC FantasiaLissabonvon Santos, Brasilien. kommend; Stopp in Lissabon am 22. März angekommen, Die meisten der Passagiere wurden seit dem 23. März mit direktem Flughafentransfer ausgeschifft; vor allem einige Argentinier sind aber wohl immer noch an Bord.
MSC MagnificaAustralienauf Weltreise, inzwischen aber wohl ohne Hafenstopps; ist am 24. März in Fremantle an der australischen Westküste Betankung sowie Beladung mit Lebensmitteln; zunächst fuhr das Schiff Richtung Dubai, kehrte dann zunächst nach Fremantle zurück, nachdem die Behörden in Dubai die Genehmigung zur Ausschiffung zurückgezogen hatten; dann erneut Kurs auf Dubai, nun ist das Schiff wieder umgedreht und kreist erneut vor Fremantle; u.a. rund 600 deutsche Passagiere an Bord; 27. März: Das Schiff soll neuen Proviant und Treibstoff aufnehmen und dann (mit technischen Stopps zur Versorgung) direkt nach Europa fahren, Zielhafen noch unklar. Seit 29. März ist das Schiff wieder unterwegs, nächster technischer Stopp geplant am 6. April in Colombo, Sri Lanka
Ocean AtlanticMontevideo, Uruguayaus der Antarktis kommend; seit 24. März in Montevideo, Uruguay; Heimflug für die australischen Passagiere am 1. April.
Pacific PrincessAustralienwurde in Singapur, Thailand, Indonesien und Sri Lanka abgewiesen; ist am 21. März in Fremantle, Australien, angekommen; Ausschiffung mit direkter Eskorte zum Flughafen; 115 Passagiere die nicht fliegen können, bleiben an Bord; Zwischenstopp zu Bunkern und Laden von Lebensmitteln in Melbourne am 28. März; Ziel Los Angeles mit technischem Zwischenstopp in Honolulu Hawaii; erwartete Ankunft in Los Angeles ca. 18. April.
Queen Mary 2Indischer Ozeanhat die Weltreise abgebrochen und wohl die meisten Passagiere von Fremantle, Australien, nach Hause geflogen; jetzt auf dem Weg nach Southampton, wo sie am 11. April ankommen soll
RotterdamPanamawar bereits in Puerto Vallarta, Mexiko, ausgelegt; kam der Zaandam zu Hilfe und hat vor Panama gesunde Passagiere aufgenommen; die Rotterdam fährt am 30. März durch den Panamakanal mit Ziel Fort Lauderdale, Florida.
ZaandamPanamalag vom 20. bis 21. März vor Valparaiso vor Anker; zuvor war ihre die zunächst avisierte Ausschiffung am 14. März in Punta Arenas verweigert wurde. Am 21. März hat das Schiff Kurs auf den Panamakanal (Durchfahrt am 30. März) und Fort Lauderdale genommen; 1.243 Passagiere und 586 Besatzung an Bord; am 26. März wurden Covid-19-Infektionen diagnostiziert; weitere Details im Beitrag "Coronavirus-Verdacht auf der Zaandam bestätigt".
Ausschiffung inzwischen abgeschlossen:
Azamara PursuitMiami, USAseit 20. März von Valparaiso aus auf den Weg durch den Panamakanal nach Miami, Ankunft 29. März.
BritanniaSouthamptonam 23. März in Southampton angekommen und Passagiere ausgeschifft
Costa FavolosaSt. Maartenhat alle Passagiere auf Guadeloupe ausgeschifft, lag ab 21. März vor St. Maarten vor Anker; ist jetzt auf dem Weg nach Matanzas, Kuba.
Costa LuminosaSavonahatte Coronavirus-Fälle an Bord; nicht-italienischer Teil der Passagiere (639, davon 36 positiv getestet) durfte am 19./20. März in Marseille ausschiffen; verbleibende Italiener (718) sind in Savona ausgeschifft; italienischen Medien zufolge sind inzwischen alle Passagiere (und der größte Teil der Crew) ausgeschifft; 189 Passagiere, die mangels Flügen nicht nach Hause zurückkehren können, wurden demnach vorläufig in einer isolierten Unterkunft in der Toskana untergebracht.
Costa PacificaGenuaviele nicht-italienischen Passagiere durfte am 19./20. März in Marseille ausschiffen; Italiener sind in Genua ausgeschifft; Deutsche und Südafrikaner mussten bis Civitavecchia weiterfahren; alle Passagiere wurden bis zum 26. März ausgeschifft; seit 27. März liegt das Schiff in La Spezia.
L'AustralSüdamerikaAusschiffung in Valparaiso, Ushuaia und Montevideo verweigert; seit 22. März in Rio de Janeiro; Ausschiffung fand am 23. März statt
Le Boréal Südamerikalief am 22. März Montevideo an, mutmaßlich für einen technischen Stopp; Ankunft in Rio de Janeiro am 25. März; Ausschiffung am 26. März in Rio de Janeiro
Le SoléalTahitiist am 20. März Ausschiffung durfte offenbar direkt erfolgen, Passagiere sollten direkt zum Flughafen gebracht werden
MaasdamSan DiegoAusschiffung in Hawaii wurde verweigert, fuhr am 21. März morgens weiter nach San Diego, USA; Ankunft am 26. März; Ausschiffung am 27. und 28. März; 834 Passagiere waren an Bord.
MarinaMiamivon Chile kommend ist die Marina am 23. März in Miami angekommen; Ausschiffung der Passagiere erfolgt.
MSC SplendidaGenuavon Dubai, UAE, kommend; am 24. März in Marseille angekommen; bis zum 27. März waren alle Passaiere von Bord; deutsche Passagiere wurden hauptsächlich am 26. März mit Bussen nach München und Frankfurt gebracht; das Schiff ist seit 27. März in Genua.
Norwegian JewelHawaii, USAin Fiji, Neuseeland und Französisch Polynesien abgewiesen, am 23. März in Honolulu, Hawaii, angekommen; zunächst sollte hier nur Auftanken und Beladen erlaubt sein, dann fand aber am 23. und 24. März die Ausschiffung mit direktem Transfer zu gecharterten Maschinen am Flughafen statt. Ein Grund, warum die Norwegial Jewel die Passagiere ausschiffen darf ist, dass es offenbar ein mechanisches Problem am Schiffsantrieb gibt, das nur ohne Passagiere an Bord repariert werden kann; die Norwegian Jewel hatte knapp 1.700 Passagiere an Bord.
Norwegian SpiritSüdafrikain mehreren Häfen im Indischen Ozean abgewiesen ist die Norwegian Spirit am 20. März in Kapstadt angekommen; Passagiere wurden am 22. und 23. März ausgeschifft und direkt zum Flughafen gebracht; 1.759 Passagiere an Bord.
Queen VictoriaTransatlantikhat die Weltreise abgebrochen und wohl die meisten Passagiere nach Hause geflogen; jetzt auf dem Weg nach Southampton, Ankunft 26. März
Roald AmundsenFalklandinseln/Malvinasin Chile abgewiesen; seit Tagen sucht Hurtigruten eine Möglichkeit, die Passagiere auszuschiffen und nach Hause zu bringen; am 25. März erreichte sie Port Stanley, auf den Falklandinseln/Malvinas; alle 378 Passagiere wurden offenbar am 26. März ausgeschifft.
Scenic EclipseMontevideoaus der Antarktis kommend; in Ushuaia und Buenos Aires abgewiesen; Ausschiffung am 26. März in Montevideo, Uruguay
Silver ExplorerPuerto Montt, Chileliegt vor Puerto Montt, Chile, vor Anker. Am 18. März wurden lokalen Medien zufolge die 97 verbleibenden Passagiere in einer geheim gehaltenen Aktion nachts von Bord geholt und zum Flughafen gebracht, um Proteste und Blockaden im Hafen zu vermeiden.
Silver ShadowRecife, Brasiliensteht seit 12. März vor Recife, Brasilien, unter Quarantäne, nachdem es mindestens einen bestätigten Coronavirus-Fall an Bord gab; am 22. März konnten lokalen Medien zufolge die letzten 102 Passagiere das Schiff verlassen; das Schiff mit Crew steht vorerst weiter unter Quarantäne.
Silver SpiritIndischer Ozeanist seit 20. März auf dem Weg von Darwin, Australien, nach Kapstadt, Südafrika, mit prognostiziere Ankunft 11. April; alle Passagiere spätestens in Darwin ausgeschifft.
Vasco da GamaAustralienfuhr direkt nach Fremantle, Australien; Ankunft am 27. März; 798 Australier und 109 Neuseeländer an Bord; rund 200 Australier wurden am 30. März auf eine Ferieninsel vor Perth für 14 Tage unter Quarantäne gestellt, weitere 600 in einem Hotel in Perth; die Neuseeländer wurden am 29. März nach Hause geflogen; das Schiff soll nun mit 552 Crewmitgliedern an Bord nach Europa fahren.

58 Kommentare

58 Kommentare zu “Kreuzfahrtschiffe auf der Suche nach einem Ausschiffungshafen

  1. Hallo Franz,

    vielen Dank für die interessanten Infos!

    Ich hatte kürzlich nen Bericht auf SWR gesehen, in dem eine Passagierin von ihrer Irrfahrt (dank Deiner Informationen vermutlich der Celebrity Eclipse) berichtet hatte.

    Sonnige Grüße

    Ruth

  2. Danke,
    für die kompetente uns sehr ausführliche Berichterstattung.
    Alle, die sich für Kreuzfahrten interessieren und/oder noch Freunde und Verwandte auf „gestrandeten“ Schiffen haben, schätzen dies sehr.

    Weiter so und bleiben Sie gesund.
    Mit maritimen Grüßen
    Martina

  3. Costa Mediterranea ist aktuell mit crew only von Mauritius nach Venedig oder Triest unterwegs. Im Suezkanal wird gepunkert. Man hofft, die Quarantäne etwas zu umgehen, indem jedes Crewmitglied eine Einzelkabine bekommen hat.

    Hat jemand Infos über Costa Deliziosa auf der aktuellen Weltreise?

  4. Guten Tag
    Unterwegs sind auch noch die MSC Fantasia und MSC Splendida.
    Die Fantasia durfte am Freitag auf Teneriffa Treibstoff bunkern.
    Heute macht sie einen Stop in Lissabon. Letzte Ausschiffung gemäss HP von MSC am 27. März in Marseille.
    Die Splendida fährt nächstens durch die Strasse von Messina, auf dem Weg nach Marseille.
    Ankunft dort gemäss Marine Traffic schon am 24.3.20 und nicht wie auf der HP von MSC geschrieben am 29.3.20

    Alles Gute aus der Schweiz
    Roland

  5. Bin auf der Costa Victoria seit dem Verlassen von Salalah sind wir ohne Anlandung nun unterwegs und schippern nun durch das Mittelmeer da wir frühstens am 28.3. in Venedig ausschiffen dürfen. Keiner will nach Italien.. Aber wohl der einzigste Hafen der uns noch reinlaesst. Keine Italiener an Bord nur Crew. Passagiere hauptsächlich Australier, Briten, Franzosen, Deutsche, Russen, Niederlande, Österreich. Crew Indien und Philippines. Bis jetzt alle gesund ob das nach der Ausschiffung so bleibt ist ungewiss. Sind seit dem 28.2. Mumbai an Bord.. Unsere Traumreise hatten wir uns anders vorgestellt (keine Malediven, kein Israel, Jordanien,..) von ursprünglich 13 Häfen wurden 4 insgesamt angelaufen (nur 3 aus ursprünglicherer Route)

  6. Die Celebrity Constellation ist möglicherweise auch noch mit Passagieren im östlichen Mittelmeer unterwegs.
    Letzter Halt im Hafen, war gemäss Marine Traffic am 10.3. in Mumbai.
    Vor Limassol war sie am 21.3. auf Reede.
    Nächster Halt am 24.3. in Piräus.

  7. @Nadine: Ich hatte angenommen, dass keine Passagiere mehr auf der Costa Victoria mehr sind. Das klingt nach eine sehr unangenhemen Situation. Vielen Dank für die Info. Alles Gute und viel Glück!

    @Olaf: Danke für die Info. Bzgl. Costa Deliziosa scheint es so zu sein, dass im letzten Hafen, Fremantle, Australien, rund 100 Passagiere ausschiffen durften; der Rest ist weiterhin an Bord; als nächstes Ziel wurde Mauritius avisiert, wo das Schiff am 24. März ankommen soll.

  8. @Roland: zur Celebrity Constellation finde ich leider keine verlässlichen Informationen, beobachte das aber jetzt mal genauer. Danke für den Hinweis auf die beiden MSC-Schiffe, das hatte ich irgendwie übersehen. Die Differenz zwischen AIS-Daten und offiziellen Angaben von MSC kann auch daran liegen, dass die eben erst für den späteren Termin eine Genehmigung zum Anlauf haben.

  9. @Roland: Ich glaube, da lohnt sich genaues Lesen bis zum Ende des Beitrags. Dort steht nämlich auch: „None of these individuals suffer from any respiratory diseases or present any flu-like symptoms.“ Und die Zahl der Erkrankten bezieht sich möglicherweise eher aus die insgesamt während der (Welt-)Reise behandelten Passagiere, nicht auf den aktuellen Krankenstand. Scheint also erstmal nur eine künstlich gepushte Schlagzeilen-Story zu sein. Da lohnt es sich, gelassen abzuwarten, was wirklich Sache ist …

  10. Die letzten (100 deutschen) Passagiere der Costa Pacifica haben Probleme, nach Hause zu kommen. Das Schiff kam aus Südamerika, konnte noch alle geplanten Häfen in Brasilien anlaufen. Nach der Überquerung des Atlantiks wurden alle weiteren Häfen gestrichen. Das Schiff durfte am 21.3. in Marseille anlegen, aber nur die Franzosen durften absteigen. Am 22.3. Savona, die italienischen Gäste verließen das Schiff. Alle anderen Nationen sollten per Bus zum Flughafen nach Rom gebracht werden. Wurde nach Protesten geändert. Das Schiff legte am 23.3. In Civitavecchia an. Ein Teil der Passagiere (u. a. Die südamerikanischen Gäste) wurden zum Flughafen gebracht. Die deutschen Gäste dürfen/können am 24.3. fliegen.

  11. Die Costa Victoria fährt anscheinend doch nicht nach Venedig. Seit gestern ist sie mit neuem Kurs, in Richtung Civitavecchia unterwegs.
    @Nadine: Ich hoffe, ihr könnt von dort nach Hause fliegen. Viel Glück und alles Gute!

  12. @Jens Neuhof: Danke! Aber Fram und Midnatsol haben meines Wissens keine Passagiere mehr an Bord. Oder doch?

    Ansonsten habe ich mit solchen Quellen auch leider das Problem, dass ich überhaupt nicht verifizieren kann, woher die Informationen kommen. Denn leider stimmt längst nicht alles, was irgendwo im Internet steht ;-) Da bin ich lieber etwas zurückhaltend …

  13. Ob die Artania ihre lange Heimreise (mit Passagieren) noch fortsetzt, ist momentan wohl leider auch nicht mehr zu 100% sicher. Seit der Abreise aus Sydney gab es recht viele Erkrankungsfälle mit Fieber.
    Das Bespaßungsprogramm wurde eingestellt.
    Weiterhin hat die Artania Gas gegeben und ist jetzt nun schon kurz vor Fremantle, sollte eigentlich erst am 26. dort ankommen.
    Ob und wie es da nun weitergeht wird man in den nächsten Tagen sehen. Info ist vom Schiff (Passagier).

  14. Nochmal zur Costa Pacifica in Civitavecchia. Die deutschen Gäste sind immer noch nicht auf der Heimreise. Eigentlich sollte der Flug gegen 16.30 Uhr nach Frankfurt gehen. Grosse Hoffnung bei den Gästen. Dann haben die italienischen Behörden sie nicht vom Schiff gelassen. Meine Freunde, mit denen ich auf dem Schiff Kontakt habe, verzweifeln gerade und fühlen sich von Allen im Stich gelassen. Zumal eine Person im Rollstuhl sitzt und die andere Person als Diabetiker Sorge hat, das die Medikamente zu Ende gehen.
    Wie kann man denn da helfen?????

  15. @FrankM & Enno Buss: Vielen Dank für die Info, ich habe die Tabelle angepasst. Es ist wirklich völlig irre, dass Behörden gerade alle paar Stunden ihre Meinungen ändern und schon getroffene Vereinbarungen aufkündigen. Wie man da helfen kann? Ich glaube, überhaupt nicht von hier aus. Außer den Freuden an Bord Mut zusprechen und Geduld haben.

  16. Wir sind auf der MSC Magnifica und wollten gern Mal ein Update loswerden: Der Plan, nach Dubai zu fahren um von dort nach Deutschland zu fliegen ist heute Nacht geplatzt. Die Emirate haben ihre Zusage zurückgezogen und wir kreisen seit Stunden vor Freemantle. Eine neue Lösung soll in Arbeit sein, es wird aber noch nichts erzählt. Wir sind absolut Coronafrei, haben aufgetankt und Lebensmittel an Bord genommen. Viele der 600 Deutschen können nicht verstehen, warum wir stundenlang im Kreis fahren und Treibstoff verschwenden, statt uns auf den Weg ins Mittelmeer – das sollte Plan B sein – machen. Noch ist die Stimmung Recht gut, aber wie lange noch ….

  17. Hallo Wolfgang,
    viele Grüße aus Dresden auf die MSC Magnifica. Da meine Eltern auch an Bord sind, freue ich mich sehr über das aktuelle Update aus erster Hand, auch wenn es nicht sonderlich erfreulich ist…
    Denn leider gibt es von MSC null Informationen auf deren Website.
    Ich wünsche Euch die notwendige Geduld und -auf welchem Weg auch immer- eine gute Heimreise.

  18. Wir sind auf der Celebrity Eclipse und durften wie erwähnt in Chile nicht anlegen. Nach 5 Tagen kreisen und ankern haben wir Vorräte und Medikamente bekommen und sind jetzt auf dem Weg nach San Diego, wo alle Passagiere am 30.03. das Schiff verlassen und nach Hause geflogen werden sollen. Glücklicherweise sind wir alle gesund und der Kapitän samt Crew machen alles, damit es uns geht gut, tausend Dank dafür.

  19. Hallo, bin mit meiner Frau auf MSC Fantasia gewesen und in Lissabon am 24.03.2020 ausgeschifft worden. Leider stecken noch 50 Deutschen auf dem Schiff fest und können nicht weg. Standen halt nicht auf den Listen. Auf dem Schiff selbst füllt sich keiner verantwortlich und kompetent um das Problem zu lösen. Noch schlimmer war in Fraport. Obwohl wir auf dem Schiff mindestens einen Covid 19 Fall hatten (Test positiv und offiziell mitgeteilt) hat sich Niemand um uns gekümmert. Reisenden aus ganz Deutschland und aus der Schweiz sollten auf eigene Hand weiterreisen. Kein Fiebermessen, Gesundheitsamt Frankfurt war an Bord, zwei Personen haben Symptome gemeldet, dürften trotzdem weiterfahren. Da ich im Gesundheitswesen arbeite ist es für mich nicht nachvollziehbar. Ab Heute bin ich mit meiner Frau in einer Hausquarantäne nach dem ich das Gesundheitsamt über die Situation informiert habe. Das Schiff ist im livestream zu sehen, vor Ort befinden sich Journalisten und Kamerateams von tvi und lm tv Portugal.
    Mit freundlichen Grüßen

  20. @Marius Tadeus Beisert: Vielen Dank für die Infos und Details! Leider habe ich das schon mehrfach gehört, dass an den Flughäfen keinerlei Kontrollen bzgl. Covid-19 stattfinden, selbst bei Flügen aus Hochrisikogebiete wie Iran. Das ist wirklich schwer zu verstehen.

  21. Lt. Phönix Reisen werden alle Gäste der Artania voraussichtlich am 28.03. mit Vollcharterflügen nach Frankfurt ausgeflogen. Keine der 7 infizierten Personen (5 Gäste/2 Crew) sind momentan in einem kritischen Zustand.
    Allerdings wurden auch nur 9 Tests gemacht von denen 7 positiv waren.
    Ich gehe davon aus das es an Bord noch weitere Fälle gibt. Ob die Australier nun das gesamte Schiff durch testen, da gibt es noch keine Information zu.
    Alle die hier in Frankfurt ankommen, werden dann aber sicher erst mal in Quarantäne müssen. Aber dann wäre man zumindest schon mal wieder in Deutschland.

    Ich hoffe das ihr oder eure Angehörigen sicher und gesund wieder nach Hause kommen

    https://www.phoenixreisen.com/coronavirus.html

  22. Azamara Journey hay es geschafft am 19. MÄRZ alle Gaeste in AKL an Land zu bringen. Das Schiff lag am 15. in Port Chalmers. Da sie sich aber seit dem 27. Februar in neuseelaendischen Gewaessern befand, hat NZ die Rueckhahrt nach AKL als Kuestenfahrt eingestuft und, da wir alle gesund waren, das Aussteigen aller Gaeste erlaubt, sogar ohne Zollfomalitaeten. Das Schiff lag bis zum 21. Maerz im Hafen und musste dann Platz ein anderes Schiff machen. Seitdem ankert es in der Umgebung vor AKL.

  23. Update vom der Magnifica am 26.3. 11:30 Wir cruisen auf der Magnifica seit 30 Stunden vor Perth und drehen Kreise mit ca 15 Knoten. Die Fahrt nach Dubai wurde abgesagt und der Australische Premierminister hat uns eine klare Absage erteilt, hier auszuschiffen. Jeder an Bord fragt sich daher, was machen wir hier eigentlich? Der Kapitän hüllt sich in Schweigen und die Crew (an der Rezeption) weiß angeblich nichts über die geheimen Pläne des Kapitäns.
    Die Stimmung an Bord wir merklich schlechter und teilweise aggressiv. Wie lange will man uns noch hinhalten und uns immer tiefer in die wildesten Spekulationen treiben?
    Warum kann MSC nicht, was Phoenix kann? (Wenn es stimmt????) Siehe Link:

    https://www.cruisestart.de/news/ms-artania-corona-tests-vor-australien/28099

  24. Update vom der Magnifica am 26.3. 11:30 Wir cruisen auf der Magnifica seit 30 Stunden vor Perth und drehen Kreise mit ca 15 Knoten. Die Fahrt nach Dubai wurde abgesagt und der Australische Premierminister hat uns eine klare Absage erteilt, hier auszuschiffen. Jeder an Bord fragt sich daher, was machen wir hier eigentlich? Der Kapitän hüllt sich in Schweigen und die Crew (an der Rezeption) weiß angeblich nichts über die geheimen Pläne des Kapitäns.
    Die Stimmung an Bord wir merklich schlechter und teilweise aggressiv. Wie lange will man uns noch hinhalten und uns immer tiefer in die wildesten Spekulationen treiben?
    Warum kann MSC nicht, was Phoenix kann? (Wenn es stimmt????)

  25. @Wolfgang Pinnow: Ja, Phoenix plant Charterflüge, um die Passagiere von Fremantle/Perth aus nach Hause zu fliegen (https://www.cruisetricks.de/coronavirus-verdacht-auf-der-artania-vor-fremantle-in-australien-bestaetigt/). Allerdings gibt es gleich drei wesentliche Unterschiede zwischen der Artania und der MSC Magnifica:
    a) Auf der Artania gibt es bestätigte Covid-19-Fälle, sodass es unmenschlich wäre, das Schiff auf eine lange Seereise zu schicken mit dem Risiko, dass man Menschen mit möglicherweise schweren Verlauf dann nicht helfen könnte.
    b) Die Artania hat gerademal 832 Passagiere, die MSC Magnifica mutmaßlich um die 2.500, also mehr als dreimal so viele. Auf Airbus A340 umgerechnet also mindestens 8 statt bei Phoenix 3 Maschinen (rein hypothetisch; ich weiß nicht, welche Flieger da zum Einsatz kommen).
    c) vermutlich das größte Problem: Auf der MSC Magnifica befinden sich nicht nur Passagiere aus einem einzigen Herkunftsland, sondern mutmaßlich aus einer großen Zahl verschiedener Länder. Flüge sind im Moment aber, wenn überhaupt, dann nur ins jeweilige Heimatland organisierbar. Der logistische und diplomatische Aufwand wäre bei der MSC Magnifica also um ein Vielfaches höher, wenn überhaupt machbar.
    Zu berücksichtigen ist bei alledem, dass der zuständige Gouverneur in Fremantle grundsätzlich eigentlich überhaupt niemanden an Land gehen lassen will.
    Und dass die Rezeption nichts zu den Plänen weiß, könnte gut auch daran liegen, dass es schlicht noch keine konkreten Pläne gibt. Die Situation ist weltweit derart verfahren, dass auch der Kapitän mutmaßlich (natürlich reine Spekulation) noch nicht genau weiß, wie es weitergeht und deshalb auch nichts kommunizieren kann.

  26. Moin!
    Weiss jemand, was mit der MS Europa ist? Sie sollte eigentlich die letzte Reise Auckland – San Francisco am 21..03. beenden. Sie ist aber nicht in den USA angekommen, sondern über Mexico auf dem Weg nach Süden. Ich vermute, sie will über den Panamakanal nach Deutschland. Auf den Hapag Lloyd Webseiten finde ich nur Werbung.

  27. Möglicherweise ist die Queen Mary 2, noch als letztes Kreuzfahrtschiff, auf der geplanten Weltreise Route und nach Fahrplan unterwegs.
    Nach ihrem Halt auf Reede, vor Port Louis/Mauritius, am 23.03. fährt sie nun südwärts Richtung Durban. Die Ankunft dort ist am 27.03. geplant. Anscheinend hat sich bei Cunard, doch nicht für die schnellste Route zurück nach Europa entschieden.

  28. Aktuelle Informationen zur Costa Pacifica. Die deutschen Gäste wurden gestern in ein Hotel mitten in Rom gefahren. Dort haben sie übernachtet. Essen wurde ihnen auf das Zimmer gebracht. Heute Mittag, gegen 12.00 Uhr soll sie ein Bus zum Flughafen fahren. Allerdings habe ich keine Informationen ob es noch Passagiere anderer Nationen betrifft, b.z.w. ob diese schon abgereist sind.

  29. @Roland: Die Stopps der QM2 sind nur noch technischer Natur, sprich: Proviant laden und Treibstoff bunkern. Landgänge können nicht stattfinden. Insofern ist die Route wohl eher taktisch gewählt, um in sinnvollen Abständen eben Proviant und Treibstoff aufzunehmen, unter Berücksichtigung der Restriktionen (und Verfügbarkeit von Lebensmitteln), die für die meisten Häfen gelten.

  30. Im öffentliche Facebook-Profil von „Uwe Dulias“ (ein bekannter Journalist, der auf der Weltreise dabei ist), gibt es aktuelle Infos zur Magnifica. Demnach soll in den nächsten Tagen ein MSC-Frachschiff die für eine direkte Fahrt ins Mittelmeer notwendige Fracht (?) bringen. Abenteurlich! Was immer das genau sein soll. So viel weiter ist der direkte Weg auch nicht als bis Dubai?!

  31. @Christian. Klingt in der Tat abenteuerlich; aber wenn’s der Kapitän so sagt, wird’s schon stimmen. In diesen Tagen gibt es nichts, was es nicht gibt. Seltsam bleibt aber nach wie vor, warum das Schiff mit 15 Knoten stur im Kreis fährt. Da gibt’s sicherlich einen plausiblen Grund dafür, aber mir fällt keiner ein …

  32. @Christian: Da kann man nur abwarten. Nachdem sie Proviant aufnehmen soll, das per Frachtschiff geliefert werden soll, kännte es sein, dass sie zum Beladen kurzzeitig anlegen darf.

  33. Update zur Magnifica: Wir dürfen noch einmal in den Hafen von Freemantle einfahren um dort auf Reede Proviant für die lange Rückfahrt ins Mittelmeer aufzunehmen bevor wir uns heute Nacht auf den Weg machen. Die meisten von uns sind mit dieser Lösung sehr zufrieden. Was wir erst kurz vor der Ankunft dort erfahren ist, welcher Hafen uns ausschiffen lässt. Wahrscheinlich ist Marseille; es wird aber auch Lissabon gemunkelt.

  34. Costa Mediterranea Mauritius bis Venedig.
    Danke an Costa.
    Wir konnten am Samstag 14.03.2020 an Bord. Nach der geplanten ersten Übernachtung in Mauritius sollte es am Sonntag um 17.00 los gehen.
    Um 18.15 wurden die Gäste informiert, dass die Kreuzfahrt abgebrochen werden muss.
    Ausschiffung, Transfers, Übernachtung im Hotel, Transfers und Rückflüge für alle Gäste wurde innert kürzester Zeit organisiert
    und durchgeführt. Danke

  35. Hallo zusammen
    Ich bin mit meinem Mann auf der Celebrity Eclipse. Wir sollten am 30. März in San Diego eintreffen. Wir haben das Glück, dass niemand krank ist und wir uns ganz normal bewegen können. Captain Leo und die ganze Crew sind fantastisch, besser kann man so eine blöde Situation echt nicht managen.
    Amerikaner, Australier und Neuseeländer haben nun bereits Informationen zu ihren Flügen ab San Diego bekommen, für alle anderen arbeitet das Celebrity Flight Team noch auf Hochtouren.

  36. Ich verstehe nicht wie jemand mitte März noch von irgendwo auf eine Cruise gehen möchte! Das ist doch sich selber gegenüber unverantwortlich oder anders ausgedrückt, total bescheuert. Von dem Bericht der Artania : „In Sydney erfolgte am 13. März die Einschiffung von 618 neuen Passagiere. Am 15. März wurde klar, dass die Artania auf der weiteren Reise keine Häfen mehr würde anlaufen können“ … Unbegreiflich!

  37. @Ron: Ich denke, da spielen zwei Aspekte eine Rolle. Aus heutiger Sicht stellt sich das alles so scheinbar offensichtlich dar. Aber zu dem Zeitpunkt war das Bewusstsein für die Dramatik, mit der sich Covid-19 um die ganz Welt verbreitet, noch nicht so gegeben. Wenn die Einschiffung am 13. März stattfand, sind die Leute ja schon ein, zwei vielleicht auch noch mehr Tage davor in Deutschland losgeflogen. Die ersten Kreuzfahrten wurden (z.B. bei AIDA) am 13. März abgesagt. Und zu dem Zeitpunkt waren die Länder auf der restlichen Fahrtroute der Artania auch noch Coronavirus-frei. Die Häfen beispielsweise in der Südsee, später aber auch überall anders auf der Welt, haben alle ohne jede Vorwarnung von einer Stunde auf die andere geschlossen, das war zu diesem Zeitpunkt nicht absehbar.
    Der andere Punkt ist sicherlich bis zu einem gewissen Grad auch Geld: Wenn die Reise nicht vom Veranstalter abgesagt ist, kostet einen das eigenmächtige Storno so kurz vorher 90 bis 100 Prozent des Reisepreises und das ist auf so langen Reisen auch kein Pappenstiel. In Zusammenspiel mit der Tatsache, dass zu diesem Zeitpunkt auf der kommenden Fahrtroute Corona noch nirgends relevant war, ist glaube ich schon bis zu einem gewissen Grad verständlich, warum die Leute die Reise angetreten haben.

  38. Mein Vater ist auf der Costa Deliziosa und er schreibt gerade folgendes:

    „Die aktuelle Durchsage des Kapitäns sagt, dass wir am 2. und 3. April in Muskat/Oman sind, abseits von der direkten Route (technischer Stopp) tanken und beladen, wir dürfen nicht an Land. Danach weiter Richtung Suez Kanal, Ankunft dort 10./11. April, Ankunft in Venedig am 26.April , wie geplant. Bis dahin keine Landgänge, dh von Australien bis Europa (Venedig) sechs Wochen auf dem Schiff ohne an Land zu kommen.

    Für mich sieht nach einer beabsichtigten Verzögerung unserer Ankunft in Venedig aus.
    Vermutlicher Hintergrund : Costa will keinen „Abbruch“, um nicht zu haften.

    Wir wären dann 6 Wochen ohne Landgang!

    Stattdessen könnten wie schnellstmöglich nach Venedig segeln und dort einen Verbleib auf dem Schiff oder freiwilligen Ausstieg bieten.
    Das wäre kein Abbruch.“

    In dieser Situation sollte das Interesse doch sein, auf direktem Weg in einen sicheren Heimathafen zu fahren und alle Passagiere auszuschiffen. Ich hoffe mal nicht, dass hier wirtschaftliche Interessen seitens Costa im Vordergrund stehen, die dem Sicherheitsbedürfnis der Passagiere so entgegenlaufen.

  39. Das Problem dürfte eher sein, dass im Moment und auf absehbare Zeit kein Hafen bereit ist, eine Ausschiffung vorzunehmen. Es besteht offensichtlich die Hoffnung, dass sich das bis Ende April ändert… So lange das Schiff frei von Corona ist und es genug zu essen und trinken gibt, ist das doch keine schlechte Variante…

  40. @Christian: Du meinst, dass selbst im Heimathafen keine Ausschiffung möglich sein wird? Wie geht das mit dem Dekret des italienischen Verkehrsministeriums vom 20.03. zusammen? (https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/italiensicherheit/211322)

    Soeben erreicht mich ein neues Update: „Wir fahren jetzt mit erhöhter Geschwindigkeit zu den Seychellen. Es gibt einen medizinischen Notfall an Bord ( ein Crewmitglied). Hat nichts mit dem Coronavirus zu tun!!“

  41. @Robert: Wie Christian schon kurz geschrieben hat: Die Situation ist im Moment weltweit extrem komplex und nahezu kein Hafen lässt Kreuzfahrtschiffe überhaupt noch anlegen. Lediglich Auftanken und Lebensmittel nachladen wird gelegentlich noch gestattet. An einen Hafen zur Ausschiffung ist im größeren Umkreis der Costa Deliziosa im Moment gar nicht zu denken. Landgänge sind ohnehin vollkommen undenkbar.
    Einem offiziellen Statement von Costa zufolge läuft die Suche nach einem Hafen in Italien (wo man sich sicherlich wegen der italienischen Flagge die besten Chancen ausrechnet), in dem Ausschiffung und Heimreise der Passagiere auf sichere Weise möglich ist. Aber auch in Italien sind formell alle Häfen geschlossen. Kompromisse einzugehen, würde da auch keinen Sinn ergeben, denn die Deliziosa hat keine Covid-19-Infektionen an Bord und ist von daher erst einmal der sicherste Ort für die Passagiere. Und eine absichtliche Verzögerung aus wirtschaftlichen Gründen schließe ich in der aktuelle, dramatischen Situation weltweit definitiv aus; das wäre vollkommen absurd.

  42. @Franz: Das widerspricht dem Dekret des italienischen Verkehrsministeriums (http://www.mit.gov.it/comunicazione/news/coronavirus-trasporto-marittimo-navigazione/coronavirus-mit-ferma-navi), wonach alle italienischen Schiffe sämtliche Passagiere ausschiffen sollen. Die Schließung der italienischen Häfen gilt explizit nur für unter ausländischer Flagge fahrende Schiffe – die Costa Deliziosa fährt unter italienischer Flagge und darf dem Dekret zufolge nicht nur jeden italienischen Hafen ansteuern, nein, sie wird dazu aufgefordert.

    Dennoch fährt das Schiff nicht auf direktem Weg nach Italien. Ich sehe keinen Grund dafür. Vor dem Hintergrund des Dekrets erst recht nicht.

  43. Ich denke, solange nicht klar ist, wo die Passagiere ausgeschifft werden können, ist es nicht sonderlich sinnvoll mit hoher Geschwindigkeit irgendwo hinzufahren. Ich gehe davon aus, dass Costa, solange eben nunmal alles offen und nichts klar ist, sich die eine oder andere Option offen halten will. Das sind keine normalen Zeiten und Behörden ändern überall auf der Welt ständig willkürlich und unerwartet ihre Meinungen. Und das Dekret hilft halt herzlich wenig, wenn Häfen schlicht „nein“ sagen. Einen Jahre dauernden Rechtsweg, um sein Recht aufgrund des Dekrets zu pochen, kann Costa ja schlecht beschreiten. Es ist halt, wie es ist und wenn man sich anschaut, wie schwierig es für MSC und Costa war, die Passagiere von Schiffen im Mittelmeer nach Hause zu bringen, Marseille nur Franzosen von Bord gehen ließ, Genua und Savona erst einmal nur Italiener, dann nach Verhandel doch auch andere, aber nur unter bestimmten Bedingungen, dann zeigt das einfach, dass die Situation absolut außergewöhnlich und sehr, sehr schwierig ist …

  44. @Franz: Natürlich sind es besondere Zeiten, aber wenn selbst kerngesunde Unternehmen pauschal Mietzahlungen einstellen, dann kann man wirtschaftliche Gründe für unternehmerische Handlungen selbst in diesen Zeiten niemals kategorisch ausschließen.

    Die Aussage des Kapitäns war, dass man planmäßig am 26.04. in Venedig eintreffen wird. Das hört sich für mich nicht so an, als ob Bedenken bestünden, den Hafen nicht ansteuern zu können oder dass man großartige Bemühungen anstellt, vorzeitig eine Alternative zu finden.

    Und da die Häfen in Italien ebenfalls an das Dekret gebunden sind (das kommt ja nicht von irgendwem), denke ich nicht, dass irgendein italienischer Hafen einem italienischen Schiff die Zufahrt verweigern wird. Bei so einer abschlägigen Entscheidung möchte ich im Nachgang zu dieser Katastrophe nicht in der Haut des Entscheidungsträgers stecken.

    Zurück zur Costa Deliziosa: ich finde auch, dass ein coronafreies Kreuzfahrtschiff nicht der schlechteste Ort ist, wo man in dieser Krise sein kann – nur ein nicht unerheblicher Teil der ca. 250 deutschen Passagiere an Bord sieht das gerade halt etwas anders… Vielleicht fehlt uns hier aber auch das Vorstellungsvermögen, wenn ältere Menschen sich in einem goldenen Luxuskäfig ohne richtige Informationen, ohne Abwechslung und gefühlt ohne Ziel gefangen fühlen.

  45. Wir sitzen noch auf der Victoria in Civitavecchia fest. Deutsche, alle Australier über 230!, Briten, Russen, Skandinavier, und Crew. Aussage von Costa eine Lüge!
    29.03.2020 8 Uhr

  46. Wir sitzen noch auf der Victoria in Civitavecchia fest. Deutsche, alle Australier über 230!, Briten, Russen, Skandinavier, und Crew. Aussage von Costa ist eine Lüge! Seit 3 Tagen jeden Tag fertig für Charterflug und im letzten Moment immer wieder abgesagt. Heute wieder das selbe Spiel von vorne. Von Bord sind Österreicher, Schweizer und Ungaren am 26.3. Franzosen am 27.3.
    29.03.2020 8 Uhr

  47. Für die verbleibenden deutschen Passagiere geht es wohl heute, 29.3. nach Hause. Nach allen, was ich weiß und sehe, gibt sich Costa unglaubliche Mühe, die Situation zu lösen, ist aber halt von den Unwägbarkeiten des aktuellen Corona-Irrsinns abhängig und kann halt auch nicht zaubern. Wenn der Bürgermeister (mit Nachname übrigens Tedesco = „Deutsch“) mauert, dann geht halt nichts, bis man ihn überzeugt, überredet oder eine andere Lösung findet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.