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MSC Grandiosa in Palermo

MSC Cruises gerät zunehmend in Kritik wegen Umgang mit Covid-19-Fällen

Facebook-Gruppen und Online-Foren füllen sich seit Tagen mit Beschwerden von Passagiere über MSC Cruises. Im Fokus steht die Situation auf der MSC Grandiosa im Mittelmeer mit zahlreichen Covid-19-Fällen an Bord und mangelnder Informationspolitik der Reederei. Nun meldet sich in Italien auch die Verbraucherschutzorganisation Codici zu Wort und will Entschädigungszahlungen für Passagiere durchsetzen.

In der Kritik der Verbraucherschützer und Passagiere steht MSC Cruises allerdings weniger wegen der Covid-19-Fälle als solcher an Bord der MSC Grandiosa. In der Kritik steht vielmehr der Umgang der Reederei mit Hauptsitz in Genf mit der Situation, der mangelnden Kommunikation mit Kunden und Passagieren und einer starren Haltung bei den Passagieren zustehenden Reisepreis-Erstattungen beispielswiese für ausgefallene Hafenstopps.

Bei stark steigenden Infektionszahlen an Land sind auch Fälle an Bord von Kreuzfahrtschiffen nicht zu vermeiden – trotz Impfpflicht, Coronatests bei der Einschiffung und teils während der Reise sowie vielen weiteren Infektionsschutzmaßnahmen an Bord. Bei nahezu allen Kreuzfahrt-Reedereien treten derzeit vermehrt Covid-19-Fälle an Bord auf, allerdings typischerweise in viel geringerem Umfang als an Land. In den USA zeigt eine Tabelle der Gesundheitsbehörde CDC sogar an, dass es dort kein einziges komplett Covid-19-freies Kreuzfahrtschiff gibt.

Anders als MSC Cruises kommunizieren viele andere Reedereien jedoch offener mit Passagieren und der Öffentlichkeit, bieten großzügige Umbuchungsmöglichkeiten und legen teils sogar einzelne Schiffe vorübergehend still, weil die Omikron-Variante größere Probleme verursacht.

Schwerwiegende Kritik an MSC Cruises

Die Mallorca Zeitung berichtet beispielsweise, dass den Passagieren der MSC Grandiosa vor dem Anlauf des Schiffs in Palma de Mallorca verschwiegen wurde, dass es neue Positivfälle an Bord gab. Passagiere berichten, dass eine Durchsage an Bord erklärte, es habe keine weiteren Fälle gegeben, obwohl mindestens zwei neue Fälle bekannt gewesen seien.

Kritik üben Passagiere seit einiger Zeit auch an der Einhaltung beziehungsweise Durchsetzung der Corona-Regeln an Bord von MSC-Kreuzfahrtschiffen. Während manche von einer ganz passablen Einhaltung der Maskenpflicht berichten, überwiegen die Berichte, Maskenpflicht und Abstandsregeln würden von vielen Passagieren nicht ernst genommen und von der Crew nicht durchgesetzt – letzteres insbesondere auch in den USA, also etwa auf der MSC Seaview, wo es aktuell offenbar auch eine relativ hohe Zahl an Covid-19-Fällen gibt, wie Passagiere vor Bord berichten. Offizielle Information von MSC gibt es dazu nicht.

Verbraucherschützer wollen Passagier-Interessen bündeln

Die italienische Verbraucherschutzorganisation Codici schreibt daher nun mit Blick auf die MSC Grandiosa: „Wir haben beschlossen, eine Aktion zu starten, die all diejenigen betrifft, die für diesen Zeitraum eine Kreuzfahrt mit der MSC Grandiosa gebucht haben – und wir beziehen uns sowohl auf diejenigen, die sich entschieden haben, auf den Urlaub zu verzichten, weil sie um ihre Gesundheit fürchten, als auch auf diejenigen, die mitgereist sind, weil sie von den Zusicherungen des Unternehmens überzeugt waren.“ Und besonders deutlich: „Die Garantien für die Regelmäßigkeit der Kreuzfahrt kollidieren jedoch mit einer Realität, die unserer Meinung nach ganz anders ist als von MSC dargestellt, wie die Berichte der Menschen an Bord zeigen.“

MSC Cruises indes mauert in Hinblick auf konkrete Informationen und suggeriert „business as usual“, während andere, internationale Reedereien wie Norwegian Cruise Line oder Royal Caribbean International sogar schon einige Schiffe vorübergehend für zwei oder drei Wochen außer Dienst gestellt haben, ebenso wie die AIDAnova nach dem Reiseabbruch in Lissabon und bei TUI Cruises die Mein Schiff 6 in Dubai.

Die Stellungnahme von MSC Cruises in Genf zu den Vorgängen auf der MSC Grandiosa sind nicht geeignet, für mehr Klarheit zu sorgen, sondern wiegelt ab und lobt die Protokolle von MSC: „Durch die strikte Anwendung unseres Protokolls und wie es angesichts der jüngsten Entwicklung der Pandemie an Land in Europa und weltweit zu erwarten war, stellen wir weiterhin eine begrenzte Anzahl von Fällen unter Gästen und Besatzungsmitgliedern an Bord unserer Schiffe fest. Dies zeigt einmal mehr, dass unser Protokoll funktioniert.“

Von der MSC Seaview auf Karibik-Kreuzfahrt ab Miami erreichte cruisetricks.de die Nachricht eines deutschen Passagiers, der von chaotischen Zuständen beim Umgang mit Covid-19-positiven Passagieren berichtet. Der negativ getesteten Begleitperson aus der gleichen Kabine sei zunächst die Unterbringung im Quarantänehotel verwehrt worden; der für die Corona-Versicherung notwendige Nachweis über das positive Testergebnis sei verweigert worden, ebenso wie ein eigentlich üblicher Zweittest zur Verifizierung des Schnelltest-Ergebnisses. Die genauen Zusammenhänge vor Ort sind für cruisetricks.de freilich nicht nachprüfbar.

Die Mittelmer-Reise der MSC Grandiosa

Die MSC Grandiosa befindet sich in der Wintersaison 2021/22 auf einem Rundkurs im westlichen Mittelmeer, wo in jedem der angelaufenen Hafen Passagiere auf- und absteigen. Einen kompletten Passagieraustausch in nur einem Hafen gibt es auf dieser Fahrtroute nicht.

Die Zahl der Passagier an Bord ändert sich daher nach jedem Hafenstopp, wird für die besonders kritisierte Woche aber in mehreren Quellen mit knapp 5.000 angegeben, was einer für Coronazeiten sehr hohen Auslastung von mehr als 100 Prozent der Normalbelegung und knapp 78 Prozent der maximal möglichen Auslastung entspricht. Korrektur: An Bord waren zum Zeitpunkt des ausgefallenen Hafenstopps in Malta laut lokalen Medien offenbar 2.678 Passagiere und rund 1.400 Crewmitglieder, was einer Passagierauslastung von moderaten 55 Prozent entspricht.

Die Probleme begannen spätestens, als auf der MSC Grandiosa bei den vorgeschriebenen Coronatests vor der Einreise nach Italien und den Hafenstopp in Genua am 3. Januar 2022 zahlreiche positive Fälle offenkundig wurden. Mindestens 150 Passagier sollen betroffen gewesen sein, ungesicherte Quellen sprechen aber sogar von wesentlich mehr. Der ORF schreibt, MSC habe lediglich 45 Fälle bestätigt. Die Diskrepanz könnte erklärbar sein, wenn MSC lediglich von infizierten Personen spricht, die Berichte jedoch auch die engen Kontaktpersonen mitzählen, die ebenfalls ausgeschifft und in Quarantäne geschickt werden.

Passagiere berichten allerdings davon, dass auch schon davor in Marseille möglicherweise rund 100 Passagiere ausgeschifft und in ein Quarantänehotel gebracht beziehungsweise in häusliche Isolation entlassen worden seien.

Etwa 40 Personen mit Wohnort in Norditalien wurden in Genua ausgeschifft, ebenso Passagiere aus anderen Ländern. Mittel- und Süditaliener blieben in Isolierkabinen an Bord und wurden dann in Civitavecchia ausgeschifft, weitere in Palermo.

Malta wies die MSC Grandiosa am 6. Januar wegen der vielen Covid-19-Fälle an Bord komplett ab, sodass die MSC Grandiosa am 7. Januar einen ungeplanten Hafenstopp in Palma de Mallorca einlegte. Hier wurden der Mallorca Zeitung zufolge elf Crewmitglieder und vier Passagiere ausgeschifft.

(aktualisiert:) Wenig fundiert erscheint dagegen ein Aspekt der Kritik seitens der Vebraucherschutzorganisation Codici, in Palermo, Civitavecchia und Genua seien keine individuellen Landausflüge möglich gewesen. Das trifft zwar zu, ist aber eine Vorschrift in Italien, die seit Beginn der Pandemie gilt, daher eigentlich bekannt ist und nicht im Ermessen von MSC liegt.

39 Kommentare

39 Gedanken zu „MSC Cruises gerät zunehmend in Kritik wegen Umgang mit Covid-19-Fällen“

  1. Dass im Moment alle Reedereien Probleme haben, steht außer Frage. Wie man den internationalen Blogs und Foren entnehmen kann, sieht es bei RCI und NCL aber auch nicht besser aus – weder bzgl. der Situation an sich, noch der Kommunikation.
    Die singuläre Kritik an MSC kann ich daher nicht nachvollziehen. Auch zu den Zuständen auf der Nova könnte man einem sehr kritischen Artikel schreiben…
    Im Mittelmeer finden bei MSC ausschließlich Ausflüge in der Bubble statt, das dürfte bekannt sein. Insofern verstehe ich den Hinweis zu Palermo nicht. In Genua und Civi wurden mW nur die Ausflüge zu Fuß abgesagt, da kann ich aber auch falsch informiert sein.

  2. Und auch nicht nur die Reedereien sind schuld sondern oftmals auch die Passagiere, die einen noch auslachen wenn man auf Maske und Abstand hinweist. Die wenigsten halten sich an Hinweistafeln an Fahrstühlen oder anderen Einrichtungen.

  3. @Christian: Ich habe mit diesem Thema lange gezögert, weil die Lauge aktuell insgesamt nicht leicht einzuschätzen ist und man natürlich von vielen Schiffen Beschwerden hört und liest. Letztlich ist mein starker Eindruck, als Ergebnis ausführlicher Analysen der Berichte, ein qualitativer Unterschied zwischen MSC und den anderen Reedereien, der sich da deutlich abzeichnet. Es ist oft sehr schwierig zu unterscheiden zwischen substanzieller Kritik einerseits und persönlichen Befindlichkeiten, Falschverstehen der Situation, Kritik an Unabänderlichen und Zuschieben von Schuld an die Reederei, die selbst nur Opfer von Behördenauflagen ist sowie falschen Erwartungen.
    Ich denke, es ist in diesem Zusammenhang auch sehr wichtig zu unterscheiden zwischen nachlässigem Verhalten und schlichter Überforderung durch Situationen, die an der Grenze zur Unmöglichkeit liegen. Wenn jemand versucht, Dinge so gut wie möglich hinzukriegen, dabei Fehler macht oder schlicht an der Logistik (vgl. Flughafen Lissabon, AIDAnova) scheitert, ist das eine andere Dimension und letztlich den Umständen der Zeit geschuldet.
    US-Reedereien informieren an Bord übrigens sehr zeitnah und genau über die Zahl der Coronafälle an Bord und erklären das jeweils weitere Vorgehen. So habe ich das zumindest meinen Reisen mit Celebrity, Royal Caribbean und NCL erlebt.
    Danke für den Hinweis mit Palermo, ich hatte tatsächlich übersehen, dass in Italien weiterhin nur Bubble-Ausflüge gestattet sind, für alle Reedereien und das hat natürlich nichts mit MSC zu tun. Bzgl. Genua und Civitavecchia habe ich noch einmal geprüft und es ist tatsächlich nicht ganz klar, ob die Passagiere dort an Land gehen durften oder nicht; möglicherweise waren auch da individuelle Landgänge gemeint, die in Italien eben ohnehin nicht möglich sind. Ich habe den Absatz deshalb aus dem Beitrag entfernt.

    @Nicole: Keine Frage, in erster Linie sind es zunächst einmal die Passagiere, die sich nicht an die Regeln halten. Aber ich war in den vergangenen Monaten viel auf verschiedenen Kreuzfahrtschiffen unterwegs und habe dabei erlebt, dass man als Reederei/Crew großen Einfluss auf die Maskendisziplin hat, wenn man denn möchte. Aber – und das ist meine persönliche Erfahrung auf der MSC Seashore sowohl zunächst in Europa, dann auch in den USA – wenn nicht einmal der kleinste Versuch unternommen wird, die Maskenpflicht durchzusetzen, noch nicht einmal gelegentlich eine Erinnerungs-Durchsage gemacht wird; Partys im Atrium stattfinden, bei denen vorhersehbar ist, dass es dort eng zu geht und dann selbst dort nicht einmal auf die Maskenpflicht hingewiesen wird, ist es eben auch kein Wunder, dass viele Passagiere die Regeln nicht ernst nehmen. In Restaurants werden alle Passagiere in eine Ecke gesetzt, dicht an dicht, obwohl im Restaurant genug Platz wäre, um größere Abstände einzuhalten. Und einiges mehr.
    Ich denke auch, dass man natürlich etwas unternehmen könnte, wenn Passagiere einen auslachen, wenn man auf die Maskenpflicht hinweist. United Airlines hat da, finde ich, eine hervorragende Lösung gefunden (die am Schiff nicht 1:1 anwendbar ist, aber zeigt, dass man mit etwas Kreativität Lösungen finden kann): Die Flugbegleiter überreichen renitenten Passagieren wortlos ein Kärtchen, auf dem sinngemäß steht: „Wenn Sie sich noch einmal weigern, die Maske aufzusetzen, war die ihr letzter Flug mit United Airlines.“ Höflich, aber überdeutlich und jedenfalls konfliktfrei für das Crewmitglied.

  4. @Franz

    Danke für die Rückmeldung und die Korrektur. Es steht außer Frage, dass transparente Kommunikation definitiv keine Stärke von MSC ist (auch außerhalb von Corona und sicher auch getrieben von den Eigentümerstruktur). Allerdings gibt es auch Berichte von US-Reedereien, dass gemeldete Zahlen so nicht stimmen können. Man kann halt auch immer tricksen. So soll ein Kapitän von AIDA durchgesagt haben, dass „aktuell keine positiven Fälle“ an Bord seien. Nicht gesagt hat er, dass kurz vorher ein paar ausgeschifft wurden. Ähnlich könnte das bei den zwei zusätzlichen Fällen auf der Grandiosa gewesen sein.
    Die Maskenpflicht ist auch so ein Punkt. Ja, MSC setzt diese nicht auf allen Schiffen konsequent durch (ich habe beides erlebt). Aber die US-Reedereien hatten bis vor kurzem i.,d.R. überhaupt keine Pflicht. Die Tests waren bei MSC immer aktuell im Hafen, bei der Konkurrenz reicht oft noch heute ein zwei Tage alter Test….

    Diesen Absatz finde ich auch nicht gelungen:
    „Anders als MSC Cruises kommunizieren viele andere Reedereien jedoch offener mit Passagieren und der Öffentlichkeit, bieten großzügige Umbuchungsmöglichkeiten und legen teils sogar einzelne Schiffe vorübergehend still, weil die Omikron-Variante größere Probleme verursacht.“
    – Bei MSC kann man bis 14 Tage vorher vollkommen flexibel und kostenlos umbuchen. Es stimmt, dass dies bei RCI z. B. bis 48h vorher geht, andere sind aber unflexibler als MSC. Auf dem US-Markt geht es auch bei MSC bis 48h vorher – deswegen sind deren Schiffe da ja aktuell auch so leer… Hier sticht MSC also doch nicht negativ raus?!
    – auch MSC hat Schiffe still gelegt (Orchestra in Südafrika, die Schiffe in Brasilien, die Magnifica…). Natürlich teils auf politischen Druck hin, trotzdem vermittelt der Absatz den Eindruck, MSC fährt auf Teufel komm raus das Programm während andere Reedereien rein aus Gesundheitsschutz Schiffe still legen. Und das ist doch Quatsch.

    Nicht falsch verstehen: die Kritik an MSC ist teils gerechtfertigt. Und ich finde es gut, dass es hier auch kritische Artikel gibt.

  5. @Christian: Ich denke, es ist ein ganz wichtiger Unterschied, ob es von Anfang an keine Maskenpflicht gibt (dann weiß ich als Passagier, was auf mich zukommt und kann entscheiden, ob ich unter diesen Bedingungen buche) oder ob sich die Reederei mit strengen Regeln brüstet, die dann an Bord nicht annähernd durchgesetzt werden (viele Passagiere aber sehr wahrscheinlich genau wegen dieser strengen Regeln gebucht haben und sich jetzt an Bord mit einer massiven Gefährdung ihrer Gesundheit konfrontiert sehen und die einzige Fluchtmöglichkeit wäre, die ganze Reise in der Kabine zu bleiben oder Reise abzubrechen und sich hinterher mit der Reederei über Erstattungen vor Gericht zu streiten – was ja genau das ist, was Codici nun tun will).
    Und ja, ganz ehrlich, mein persönlicher Eindruck aus allem, was ich gerade beobachte, ist wirklich, dass MSC auf Teufel komm` raus durchzieht, bis ans absolut zulässige Limit geht und dabei deutlich über das hinausgeht, was viele andere auch versuchen, weil’s natürlich auch um viel Geld geht (und das ist an Land auch nicht anders, siehe z.B. die Diskussion um 2G+ in der Gastronomie). Aber MSC fährt halt auch jetzt noch mit einer Auslastung wie auf der besonders kritisierten Reise von womöglich um die 100 Prozent, während beispielsweise Royal Caribbean, die auch versucht haben, die Auslastung schrittweise deutlich hochzufahren, schon im Dezember die Reißleine gezogen haben und für viele Januar-Abfahrten keine Neubuchungen mehr angenommen haben.

  6. Ich verstehe deinen Punkt, auch wenn ich es teils anders sehe.
    Zur Auslastung: Diese lag auf der Grandiosa nicht bei 100%. Die 5000 „Passagiere“, die in vielen Quellen stehen, waren inklusive Crew. (Ein gutes Beispiel, dass MSC besser kommunizieren könnte).

    Letzte Woche waren es unter 3000 Pax, auf der Weihnachts- und Silvesterreise etwas mehr.

    https://www.maltatoday.com.mt/news/national/114217/cruise_ship_skips_valletta_stopover_28_passengers_to_be_flown_to_malta

  7. @Christian: na, dann korrigiere ich auch die Passagierzahl noch ;-) Danke für den Hinweis auf diese Quelle, die ich bei meiner Recherche nicht gefunden hatte (peinlich, aber wahr …).
    Wie Du sagst, die Kommunikation aus Richtung Hauptquartier in Genf lässt sehr zu wünschen übrig, selbst dann, wenn sie zum Vorteil von MSC wäre. Das macht auch die Berichterstattung ziemlich schwierig (was vermutlich die – fehlgeschlagende – Strategie hinter der Nicht-Kommunikation sein mag.)

  8. Es kommt nur auf die Wortwahl vom Kapitän am .. genau nach Ablegen des Schiffes alle negative an Bord .
    Wir waren betroffen und wurde in St. Maarten vom Schiff gebraucht .

  9. Ich war 11.21 mit der Seaview auf Trans Marseille-St. Marten. Übersichtliche Passagierzahl, Maske, wenn vergessen, aufzusetzen, freundlich erinnert-sowohl vom Personal als auch von den Mitpassagieren-. Ist auch mir passiert. Mir ist nicht bekannt, ob sich in den knapp 3 Wo jemand infiziert hat. Für mein Verständnis haben sich alle verantwortungsvoll verhalten. Ebenso im Mai 21 auf der Seaside (Italien). Ich hoffe, die Trans rückwärts – Philipsburg-Genua- kann stattfinden. Ich hab das gebucht, denn ich vertraue dem System und hoffe, daß ich wieder so verantwortsbewußte Mitreißende haben werde.
    LG Angelika

  10. Wir waren ab 22.10. 21 ab Valencia auf der Grandiosa, alle mit Maske, es wurde auch kontrolliert ob die Maske wirklich korrekt sitz. War für uns eine super schöne Kreuzfahrt!

  11. Nur zur Information für die neuen Gäste an Bord:

    Sind am Sonntag mit ca. 240 Corona Fällen von Bord gebracht worden, wie auf einen Viehtrieb!

    Sollen uns nach schlechter Informationslage von MSC noch bis Sonntag den 16.01.22 in den örtlichen Hotels auf St. Maarten weiter in Quarantäne verstecken.
    Die Seaview ist eine tickende Zeitbombe.

    Bisher schreibt weder die Presse noch MSC darüber, es wird alles totgeschwiegen.
    Passt auf Euch auf!!!

    Befinde mich selbst hier in ..Quarantäne Ich bin entsetzt sowas zu lesen ..Wir fliegen am 30.01..Unter diesen Umständen muß die Reederei doch diese Reisen einstellen..Das wäre doch Körperverletzung sowas zuzulassen..

  12. Ist das jetzt ein Erfahrungsbericht von dir oder copy&paste aus einer anderen Quelle? Bist du in Quarantäne oder fliegst du am 31.01. selbst hin?
    Dass es auf der Seaview diverse Fälle bei Passagieren und Crew gab, ist bekannt. Die Presse interessiert sich bisher nicht wirklich dafür, die Karibik ist einfach zu weit weg. Sofern 650€ für die Unterkunft in Rechnung gestellt werden könnte das wieder anders sein…

  13. Wir hatten ähnliches gehört… aber ist nur Hörensagen.
    Wir wurden leider nicht mitgenommen. Geld ist wohl weg.
    Hatten 6 Monate bereits Diskussionen bzgl. Kleinkind. MSC hat sich leider entweder gar nicht gemeldet oder nur mit Standardaussagen. Gehe nicht auf Details ein.
    Fakt ist: Wir konnten nicht fliegen. MSC war nicht erreichbar und hat keinerlei Unterstützung geliefert.
    Zu den normalen Geschäftszeiten kam dann die Aussage dass MSC für keine Unterstützung während der über MSC gebuchten Anreise Verantwortlich ist oder unterstützt.
    Die Reise gilt für MSC als nicht angetreten und sowohl Kulanz als auch Umbuchung ist nicht in ihrem Sinne.
    Exakt so wird mit allem umgegangen… keiner soll was mitkriegen… nur das Geld und nicht die Gäste zählen …
    Gemerkt hatten wie dies schon bei der letzten Reise. Das dies so extrem praktiziert wird hätten wir uns im schlimmsten Albtraum nicht ausgemalt…
    Frohes Überleben allen MSC Gästen…

  14. Also wir sind aktuell auf der seaview und bekommen es recht gut mit. Letzte Woche wurden wir von alle Häfen der geplanten Route abgewiesen….Ersatz war dann Puerto Plata und Tortola…..

    Am Sonntag wurden in der Tat ü
    Bet 200 Pax von Bord gebracht….nachts. Deshalb auch 5 Stunden verspätet in st Maarten abgelegt.

    Trotz all dieser Fälle lässt MSC am Sonntag 100e junge Leute in wildester Party Laune einer sehr zwielichtigen motivations-coaching Firma an Bord. Diese, meistens jung, scheren sich kein bisschen um Maske, Abstand und co. Da stehen diese laut singend im Aufzug ohne Maske oder rücken anderen auf die Pelle. Von den Offizieren zeigt niemand hier ein Eingreifen.

    Am Freitag stehen wieder Tests an…..es ist absehbar, wie die Ergebnisse sein werden und es stellt sich die Frage: wieviele Quarantäne Betten gibt es denn noch in st Maarten.

    Es liegen schon viele Beschwerden vor, gehandelt wird leider aber nicht.

    Ich verstehe, dass MSC ein wirtschaftliches Unternehmen ist……aber dann muss es sich auch gefallen lassen, dass die, die wegen nicht umgesetzter regeln in Quarantäne kommen, da die Party Meute, die das ganze Schiff überrannt hat, alle infiziert (ja, auf einmal stehen dann 10 von denen neben dir)…..

  15. Wenn ich könnte würde ich keinen Stern…

    Wenn ich könnte würde ich keinen Stern geben! Wir reisten zu 4. 3Erwachsene und 1 Kind(14 Jahre) in einer Suit. Am 8.1.22 mussten alle an Board anwesenden einen PCR Test machen. Wir Erwachsene waren alle Negativ jedoch mein Sohn Positiv! Wir mussten alle in Quaratäne zusammen in einem Zimmer. Ein zweiter Test ( Spucktest) wurde durch geführt…auf diese Testergebnisse warteten wir über 6 Stunden. Dieses Test war auch Positiv bei meinem Sohn allso wurden wir getrennt und mussten uns in Getrennte Quarantäne Zimmer begeben. Ich und mein Sohn in ein Zimmer und mein Mann mit dem Erwachsenen Sohn zuasmmen! Informationen bekamen wir keine essen und trinken nach 50 mal durchschällen des Telefons und das noch sehr ungerne! Auf mein verlangen des Zertifikates(waren ja 3 Negativ) wurde mir das Telefon aufgelegt! Der Supperweiser der MSC versicherte mir mehrmals das wir alle nach Hause gehen können da wir alle zusammen in einem Zimmer wahren (sich mein Sohn in der Schweiz aber in die Quarantäne begeben muss) was auch völlig logisch ist! Nach meiner erneuter Frage mit Nachdruck nach den Zertifikaten (alle) wurde mir das Telefon erneut aufgelegt und 5 min.später hies es das mein Sohn in Italien in die Quarantäne gehen muss! Wir wurden von Board geschmissen im wahrsten Sinne des Wortes und bekamen ein Zertifikat von meinem Sohn( positiv) ausgehändigt! Dieses Testergebniss war vom 1. Test PCR jedoch der 2. Test wurde nie ausgewertet! Mein Sohn und mein Mann wuden in eine Quaratäne absteige gebracht und ich und mein 2 Sohn durften nach Hause fahren ohne Negatives Testergebnis! Essen und trinken bekamen sie nur unter Nachdruck! Der nächste PCR Test dürfen sie erst nächsten Samstag wieder machen warum auch immer!! Da unser Sohn auch geimpft ist und wir alle im selben Zimmer wahren und wir die Testergebnisse nicht ausgehändigt bekommen haben lauft da grundlegend etwas falsch!!! Unsere Vermutung….Test wurde nicht richtig durchgegührt!!!! Darum auch keine Zertifikate und den rausschmiss! Finger weg von MSC….ist ((Anm. der Red.: zwei Wörter aus juristischen Gründen gestrichen)) und völlig Menschenunwürdig!!!!! Anwalt muss eingeschalltet werden …..MSC will sich da draus winden einfach nur eine einzige Katastrophe! Quratänehotel ist wirklich kein Hotel sondern eine riesige Absteige…Kakerlaken sind nur das kleinste. Ist man nicht Krank wird man es ganz sicher!!!!
    Katasrophe!

  16. Das ist alles so unverständlich, meine Kreuzfahrt mit der Seaview im November war so schön und wir waren eine angenehme Gruppe, die gegenseitig Rücksicht nahm. Verstehe nicht, daß MSC solche Rowdies nicht sofort wieder ausschifft!

  17. Das Bestätigt mal wieder meinen Eindruck von MSC. Ich war im November mit meiner Tochter auf der MSC Grandiosa, es war die schlimmste Kreuzfahrt die ich je erlebt habe. Das Personal ist unfreundlich, auf dem Schiff geht geht es richtig Dreckig zu (z. B. ständige verschmutzte Kaffeetassen usw). Der tägliche Fiebertest fand vor dem SB Restaurant statt, wenn du das Personal ignoriert hast wurdest du (so wars bei mir) überhaupt nicht überprüft.
    Bei meiner Tochter war das Getränkepaket warum auch immer plötzlich storniert, trotz Vorlage von Rechnungen und allen möglichen Unterlagen stellte sich das personal von MSC auf stur und sie bekam keine Getränke. Nach drei Tagen haben wir dann das Reisebüro erreicht (Ehoi…genauso fürchterlich wie MSC) , die uns sagten wir sollen ein neues Paket kaufen und dann die Erstattung einreichen. Daraufhin sagte uns MSC dass das nicht mehr geht. Ein Mitarbeiter hat es dann doch noch auf die Reihe bekommen. Jedoch war die Erstattung (nach Androhung von rechtlichen Schritten) lediglich für die Tage , die noch verblieben. Die Tage an denen sie es nicht nutzen konnte hat sie das Paket umsonst bezahlt.
    Dass diese Reederei alles aussitzt und sich dreht und windet, wenn es um Erstattung geht, haben wir am eigenen Leib erfahren. Wir wollten aufgrund der Coronalage die Kreuzfahrt auch stornieren, da wir nicht individuell an Land durften und dies Bei Buchung nicht bekannt war. Das haben sie einfach ausgesessen …ich habe bis heute keine Antwort.
    Dies ist die allerletzte Reederei und arbeitet mit dem allerletzten Reisebüro zusammen. Für mich sind beide MSC sowie Ehoi für Buchungen nicht tragbar. Nie mehr MSC oder Ehoi.

  18. Das ganze bestätigt das ich keine Kreuzfahrt mache solange das mit Corona nicht erledigt oder vorbei ist.
    Urlaub dient der Erholung da brauche ich keinen Ärger oder Stress.
    Und unsere Wirtschaft und unser Tourismus hat sehr unter Corona gelitten und leidet noch immer darunter da bleibe ich lieber im Land dazu noch die Staatsschulden durch Corona die wir alle mal zurückzahlen müssen als eine Fahrt mit einer Italienisch – Schweizerischen oder amerikanischen ( Carnival) Reederei.
    Und wie sagte ein Freund von mir “ das ist ein Luxusproblem “ also unwichtig im Gegensatz zu anderen Problemen.

  19. Kommentar zu Kreuzfahrt vom 27.12.2021 bis 03.01.2022 auf der MSC Grandiosa.
    Das Schiff; das Positive:
    Sehr schöne Ausstattung und freundliches, zuvorkommendes Personal. Essen war super lecker. Sylvesterparty – hier wollten wir Abstand zu den anderen Mitreisenden haben; hatten wir in der Champagner-Bar mit nem Fläschen Moet-Ice.
    Unsere Balkonkabine – stets sauber gemacht worden mit ausreichendem Platzangebot
    – toller Kids-Club, jedoch leider ohne Covid Tests……hätten täglich stattfinden müssen – mehr später!
    Das Negative:
    – Extrem lange Wartezeiten beim Ein/Ausschiffen (zog sich über mehrere Std. hin) – Bildung von Hot-Spot’s (Menschenansammlungen von 2-300 auf einem Platz); das Ganze mit einer 5 jährigen Tochter……mehr muß ich an dieser Stelle nicht schreiben; Menschen wurden über 35 Min. bei strömenden Regen, vor den Bussen stehen gelassen (Genua)
    – trotz unseren eingehaltenen Abständen zu den Mitreisenden, sind wir 3 an der Omikron-Variante erkrankt.
    – merkwürdigerweise wurden wir auf dem Schiff „negativ“ getestet – Unterschriftsleistung vom Arzt vorhanden!
    Werden hier wohl rechtlichen Beistand hinzuziehen müssen! Das ist schlicht und einfach ausgedrückt „BETRUG“ am Kunden!
    – nach anschließendem PCR-Test in Deutschland kam das grausame Erwachen!!! Covid-positiv, trotz vollständigen Impfungen
    Fazit: massive finanzielle Einbußen, da wir uns für 14 Tage in Quarantäne befinden – bedingt durch die neue Variante auch nicht durch Tests zu verkürzen!
    Nie wieder eine Kreuzfahrt in einer Covid-Pandemie
    Nach Anschreiben an E-Hoi & MSC – bis jetzt keine Antwort.
    Allen denen es ähnlich erging oder geht, viel Erfolg uns bleibt gesund:-)
    Gez. Dr. Mahler

  20. Wir waren jetzt zweimal unter Pandemie-Bedingungen auf Kreuzfahrt – im Oktober 2020 auf der MS 6 und im Oktober 2021 auf der MSC Seashore. Leider deckt sich unsere Erfahrung mit den im Artikel beschriebenen Problemen. Während sich auf der MS 6 tatsächlich so gut wie alle Gäste sehr diszipliniert an die Schutz- und Hygienemaßnahmen gehalten haben und auch immer wieder an deren Einhaltung erinnert wurde, trugen bei MSC viele Mitreisende die Masken nur symbolisch unter der Nase oder dem Kinn (warum dann überhaupt???), Pools und Whirlpools waren weit über die Personenhöchstzahl belegt und in den Fahrstühlen haben sich die Menschen dicht an dicht gedrängelt. Die (ansonsten gewohnt freundliche und zuvorkommende) Crew war völlig untätig. Wir mögen die schönen MSC-Schiffe, den internationalen Gästemix, die tollen Bars und die quirlige Atmosphäre, aber würden unter diesen Umständen nicht noch einmal eine MSC- Kreuzfahrt buchen. Ende April steht aber als Ergebnis von mehreren Umbuchungen wegen Reisestornierungen noch eine Fahrt mit der besagten MSC Grandiosa an. Trotz Reise im „Yacht Club“ hält sich unsere Vorfreude gerade sehr in Grenzen und wir können nur darauf vertrauen, daß die Reederei vielleicht doch auf die Kritik ihres Corona-Managemenrs reagiert und das sich die Pandemielage vielleicht insgesamt entspannt. Die Hoffnung stirbt zuletzt!

  21. Ich habe absolut kein Verständnis für Kreuzfahrtgäste, die partout in der Pandemie an ihren Urlaubswünschen festhalten müssen und sich anschließend darüber beklagen, dass auf dem Schiff andere Konditionen und eventuell gefährlichere Situationen herrschten als vor der Pandemie. Jeder Urlauber hat sich mit Buchung und Reiseantritt selbst für ein eventuelles Risiko entschieden.
    Ich war in den letzten 10 Monaten vier Mal mit der MSC Flotte im Mittelmeer unterwegs und auch an Bord der Grandiosa, die letzte Woche Malta nicht anlaufen durfte. Ja, die Leistung ist etwas runtergefahren worden, vermutlich weil sowohl personell als auch finanziell die Ressourcen endlich sind. Aber dass es statt 30 Gerichte nur noch 20 Gerichte gibt, die Theken nicht mehr rund um die Uhr geöffnet sind und man mal 5 Minuten länger auf sein Bier wartet, ist wirklich Jammern auf hohem Niveau. Wenn dieses Verständnis und die Akzeptanz für Unternehmer und Personal an Bord fehlen, für alle Arbeitenden, die sich für Urlaubswütige tagtäglich in ein Risiko begeben, um ihr Geld zu verdienen, dann bleibt man als intelligenter Mensch einfach gleich zu Hause statt nach Normalität zu lechzen, wo keine möglich ist.
    Dass keine generellen Durchsagen stattfinden, wieviele COVID Fälle zur Zeit an Bord sind, empfand ich als sinnvoll und nachvollziehbar. Die erneute Aufrüstung der Desinfektionshäufigkeit z. B. Bei Gästewechsel am Tisch oder Tresen und das Austeilen von FFP2 sprach für sich und Mitarbeiter haben uns auf Nachfrage mehrfach ehrlich gesagt, dass es sowohl unter Gästen als auch unter Mitarbeitern Fälle gibt, die isoliert sind. Zuviel Masseninformation kann doch auch Panik auslösen. Wie soll das Personal das denn schaffen, wenn nach solchen Durchsagen z. B. auch nur jeder Zwanzigste Gast mit Fragen und ängstlich auf die Rezeptionen zustürmt? Mal davon abgesehen, dass Chaos und Menschenmengen für noch mehr Ansteckungsgefahr sorgen.
    Dass kein Elan mehr unter Mitarbeitern herrscht, wenn sie statt 4 Monate 9 Monate am Stück arbeiten und von ihrer Familie getrennt sind, weil die Austauschbesatzung aus Südamerika in Europa nicht einreisen und Dienst nicht antreten darf, ist als Nebenerscheinung völlig verständlich – wenn man sich eben nicht nur dafür interessiert, warum man mal länger auf einen Kaffee wartet…
    Trotz immer schwieriger werdenden Bedingungen, haben wir von Reise zu Reise mehr Investition in das COVID Konzept festgestellt. Immer akribischere und häufigere Reinigung und Desinfektion, Maskenbereitstellung, Zusatztestangebote, 3-4 fache Impf- und Testnachweispflicht bei Einschiffung. Auf allen vier Reisen hat das Personal Maskenverweigerer und selbst „Unternaseträger“ umgehend auf korrektes Tragen hingewiesen, ebenso auf Benutzung der Desinfektionsspender.
    Hier stellt sich mir die Frage, ob solch akribische Regeln und Verfolgung in deutschen Schulen, Pflegeheimen und Berufsgruppen mit viel Kontakten nicht auch sinnvoll und machbar wäre. Dem Personal an Bord scheint sehr bewusst zu sein, dass man sich mit Einhaltung der Regeln und höflich bestimmtem Anhalten der Gäste den Arbeitsplatz sichert.
    Die stetige Ausschiffung der covid Positiven war zwar einerseits angsteinflössend. Viele Beobachter von Deck oder Balkonen werden sich gewünscht haben, sie hätten die Reise nie angetreten. Als Mensch mit medizinischer Ausbildung muss ich aber sehr deutlich sagen, dass die Abwicklung mit Schutzanzügen, eingeschweisstem Gepäck, Separierung in Rettungswägen und anderen KFZ trotz teils großer Anzahl auszuschiffender Personen am Schiff selbst sehr souverän und professionell organisiert war.
    Da man das von Deck und Balkonen tagsüber beobachten konnte, kann von Verheimlichung wegen fehlender Durchsagen keine Rede sein.
    Unter den ergriffen Maßnahmen, sogar mit MSC eigener Kontaktverfolgung per Tracking-Armband, finde ich es tatsächlich vorstellbar, dass sich an Bord der Grandiosa das Virus weniger verbreitet als im Alltag der Gäste zu Hause, wo auch Ungeimpfte mit nachlässig getragener Maske Schulter an Schulter nacheinander das Obst und Gemüse im Supermarkt ohne Handschuhe betatschen!
    Kritik von Menschen, die während der Pandemie nicht verreisen, finde ich als freie Meinungsäußerung völlig in Ordnung. Jeder hat die Möglichkeit nach eigenem Empfinden das Höchstmaß an Sicherheit auszuschöpfen.
    Wenn man aber während der Pandemie auf Urlaub besteht, dann die Ausnahmezustände und Folgen wie Kapazitätsengpässe als Einbußen für den eigenen Komforts aufs Schärfste kritisiert, finde ich das dekadent und heuchlerisch.
    Die Reisebranche wird sich nur erholen, wenn Geduld, Verständnis und Akzeptanz für höhere Preise in den nächsten Jahren bei den Reisenden überwiegen.

  22. Ich war vom 26.12.2021 bis 09.01.2022 auf der MSC Seaview in der Karibik.
    MSC hat dabei ein sehr schwaches Bild abgegeben, wie mit der Corona-Situation an Bord umgegangen wird. MSC hat aus meiner Sicht die Hauptverantwortung zu tragen, wie es und warum es zu den Problemen kam und wohl immer noch kommt.
    Es fing schon bei der Einschiffung in St. Maarten an. Laut Reiseunterlagen sollte dort, wie auch bisher bei anderen MSC-Reisen in den letzten 12 Monaten, ein Corona-Schnelltest durchgeführt werden. Dieser hat nicht stattgefunden. Dieser hat auch ein Tag später in Barbados, als weitere Gäste zugestiegen sind und eine Woche später als in St. Maarten neue Gäste hinzukamen, nicht stattgefunden.
    Zu der Zeit waren aber schon einige Crew-Mitglieder und Passagier positiv auf Corona getestet.
    Erste Reiseziele waren ab dem 4. Tag nur noch per MSC-Touren möglich, wobei ursprünglich laut Schreiben in der Kabine 4 von 5 Häfen/Inseln in der ersten Woche hätten individuell besucht werden können.
    MSC hat zusätzliche Landgänge als Touren angeboten, welche aber z. Teil deutlich teurer angeboten wurden, als wenn man sie kurz vorher auf dem Schiff gebucht hätte. Also wurde daraus auch noch ein Zusatzgeschäft gemacht.

    Laut MSC waren immer nur die örtlichen Behörden dafür verantwortlich, dass keine individuellen Landgänge mehr möglich waren, obwohl von anderen Reedereien die Gäste individuell von Bord gehen konnten. Da war für mich klar, dass es auf der Seaview ein gewaltiges Corona-Problem gibt, vor allem als nach dem wöchentlichen Coronatest viele Gäste ausgerufen wurden
    Als ich an der Rezeption, den Mitarbeiter, welcher für deutsche Gäste zuständig ist, konfrontiert habe, sagte dieser wörtlich, dass es auf der MSC Seaview keinen einzigen positiven Coronafall gibt! Also direkt gelogen. Das ist mal richtig kundenfreundlich!

    Im Laufe der Reise war aber der Beweis da, dass es viele Coronafälle an Bord gibt. Das wurde auch durch ein Schreiben des Kapitäns, aber erst nach 10 Tagen, also am 05.01.2022, bestätigt. Er sprach allerdings nur von einer Handvoll Gäste, die betroffen seien. Auch das ist eine Lüge!
    Viele Gäste und Crewmitglieder waren seit Tagen plötzlich verschwunden. Man hat die betroffenen Gäste in den vorderen Teil des Schiffes in Quarantäne gebracht. Dort konnte man diese auf den Balkonen sehen, bevor sie dann in St. Maarten und Barbados von Bord gebracht wurden. Auch auf den Fluren zu den vorderen Decks waren Quarantäne-Warnschilder aufgestellt. Wie mit diesen positiv getesteten Gästen umgegangen wurde, habe ich nur von Dritten erfahren. Wenn es wahr ist, war es häufig menschenverachtend. Ich kann nur Betroffene dazu ermuntern, darüber zu berichten, um mehr Details zu erfahren.

    Mein Vorwurf an MSC ist folgendes:
    – Keine Coronatest bei der Einschiffung im Hafen, entgegen der Ankündigung in den Reiseunterlagen.
    – Verstärkte Hygienemaßnahmen, wie regelmäßiges Reinigen der Türgriffe, Geländer, Aufzüge, etc. war erst nach rund einer Woche zu beobachten. Was auf anderen Schiffen die Regel auch ohne Corona ist, musste hier erst neu verstärkt werden.
    – Bewusste Desinformation der Gäste über mehrere Tage hinweg. Eine offene Kommunikation hätte die Gäste mehr sensibilisiert und das Vertrauen in das MSC Management gestärkt, dass alles Notwendige getan wird.
    – Es hätten keine weiteren Gäste in Barbados und St. Maarten an Bord gelassen werden dürfen. Das ist grob verlässig und grenzt an Körperverletzung für die zugestiegenen Personen, welche dann an Bord Corona bekommen.
    – MSC hätte auch ohne weiteres in Eigeninitiative die Coronatest für die Gäste pro Woche verdoppeln können, um Infizierte schneller zu erkennen und weitere Gefahren zu verhindern.
    – Der vorgesehene Abstand wurde im Dining-Room nicht eingehalten. Eigentlich freizuhaltende Plätze wurden zum Teil mit später kommenden Personen aufgefüllt.
    – Fiebermessungen wurden nur nachlässig durchgeführt. Hatte selbst mal 3 Tage ohne eine Fiebermessung an Bord verbracht, ohne kontaktiert zu werden.

    Jetzt die Fehler bei den Passagieren zu suchen, kann ich für diese Reise nicht gelten lassen. Die Gäste haben sich zum größten Teil an die Regeln gehalten. Wenige Ausnahmen gibt es immer, aber in den zwei Wochen als ich dort war, waren es nicht außergewöhnlich viele mit Fehlverhalten.

  23. Ich kann dem Kommentar vom Wolfgang nur beipflichten. Wir waren auf der gleichen Reise und sind seit dem 08.01.und dann in St. Maarten seit dem 09.01.2022 unter Quarantäne. Das alles nicht gut lief, insbesondere die Kommunikation muss ich nicht besonders erwähnen. Am 12.01.2022 gegen 22:00 Uhr wurden meine Frau und ich negativ getestest und warten seit dieser Zeit (aktuell 14.01.2022, 12:00 Uhr auf unsere schriftliche Bescheinigungen, so dass wir aus dem Zimmer dürfen und die Zimmerschlüssel bekommen. Wir sind regelrecht eingesperrt. MSC ist nicht in der Lage die Zerfikate zu übermitteln noch können sie uns die Flugnummer des geplanten Rückflugs mit der Condorchartermaschine am Sonntag mitteilen. Die Flugnummer wird für die Einreiseanmeldung nach Deutschland benötigt. Noch irgendwelche Fragen. Never MSC

  24. Auch ich kann den Kommentaren von Wolfgang und Bernhard nur zustimmen. Alleine die Schuld bei den Reisenden zu suchen, ist zu kurz gedacht. Es gibt sicher immer wieder Passagiere, die denken, sich nicht an Regeln halten zu müssen, die seit nunmehr seit 2 Jahren zum Alltag gehören. Die große Mehrheit aber hat sich vorsichtig verhalten.
    Unsere Kreuzfahrt begann am 19.12.2021 und sollte am 02.01.2022 enden. Wir waren zu dritt als Familie unterwegs.

    Im Vorfeld haben wir alles unternommen, was an Vorsorge und Vorbereitung notwendig ist. Wir sind vollständig geimpft, geboostert, haben uns regelmäßig getestet. 48 Stunden vor Einreise musste ein PCT Test gemacht werden. Was uns dann allerdings gewundert hat, dass bei der Einschiffung entgegen den Unterlagen kein neuer Abstrichtest gemacht wurde. Man muss auch sagen, dass auf den Flughäfen, beim Warten auf die Einschiffung und im Transferbus keine Abstände eingehalten wurden. Auf dem Schiff waren überall Desinfektionsspender aufgestellt. Auf die Abstände wurde aber nur selten geachtet. Und die Temperaturkontrolle war sehr inkonsequent. Man konnte sagen, dass man schon woanders gemessen wurde und dann kam man damit durch. Unsere Landausflüge haben wir direkt bei MSC gebucht. Am Ende konnte man sich aber frei bewegen und es gab auch Gäste, die sich selbst ein Taxi nahmen und auf eigene Faust etwas unternommen haben. Es hat uns sehr gewundert, dass das möglich war, weil hier letztlich keine Kontrolle mehr möglich war, wer eventuell das Virus einschleppt.

    Die Krönung war allerdings der Umgang, als wir selbst in Quarantäne mussten. Menschenverachtend ist der richtige Ausdruck. Ich wurde am 25.12. positiv auf Covid-19 getestet und wir wurden sofort isoliert und getrennt voneinander im vorderen Bereich der MSC Seaview untergebracht. Wir hatten eine halbe Stunde Zeit, völlig unter Schock unsere Sachen zu packen und wurden dann über den Personaltrakt in die neuen Kabinen geführt. Am 26.12. wurden wir in St. Maarten ausgeschifft wie Aussätzige. In Schutzanzug mit Handschuhen wurden wir aus dem Schiff geführt und in einen Krankenwagen gesetzt, vor dem Anblick der neu ankommenden Passagiere. Wir wurden anschließend ins Divi Little Bay Resort in Philipsburg gebracht. Was dann folgte, ist an Unwürdigkeit nicht mehr zu überbieten. Auf dem Schiff haben sie uns gesagt, wir sollen nicht traurig sein, wir können schließlich die Annehmlichkeiten des Hotels wie Pool nutzen. Wir dachten daher, es gibt einen extra Bereich für die Isolierten. Das stimmte aber nicht. Wir durften alle unsere Zimmer nicht verlassen. Immerhin wurde meine Familie, die negativ getestet waren, separat von mir untergebracht.

    Es gab keinerlei Informationen, wie es weitergehen sollte. Das Ausschiffungsschreiben enthielt eine lapidare Aussage, dass wir in das Hotel gebracht werden. Aber keine Infos, dass wir dort bleiben sollen, dass eine Quarantäne angeordnet wurde und wie lange diese dauert. Nichts. Auch im Hotel gab es keinerlei Ansprechpartner, den man hätte fragen können. Eine Telefonnummer des Hafenmeisters (Port Services) lag im Zimmer. Der wollte uns aber nicht helfen, sondern verwies immer wieder auf die Gesundheitsbehörden, die sich melden würden. Das taten sie aber nie. Nach zwei Tagen bin ich über Gäste im Nachbarzimmer (die waren mit AIDA dort gelandet) an die Handynummer eines Mitarbeiters des lokalen Gesundheitsamtes gekommen. Der hat mir nach zwei weiteren Tagen Bitten und Betteln und Androhung, dass ich die Deutsche Botschaft einschalte, ein paar Infos gegeben. Sie würden mit mir als positiv getesteter Person ein Interview führen und mir sagen, wie lange die Isolation dauert. Auf das Interview warte ich noch heute. Der Mitarbeiter hat mir aber auch gesagt, das vollständig geimpfte und negativ getestete Kontaktpersonen gar nicht in Quarantäne genommen werden. D.h. meine Familie hätte am 26.12. mit dem Charterflug nach Deutschland ausreisen können. Sie wurden also unrechtmäßig dort festgehalten auf Veranlassung von MSC Cruises!. Es dauerte einen weiteren Tag und die Androhung eines Polizeieinsatzes, bis sie Zimmerkarten ausgehändigt bekamen und ihr Zimmer verlassen durften.

    Ich hatte inzwischen die Situation über unser Reisebüro an MSC eskalieren lassen und mit Strafanzeige gedroht. Dann endlich, nach 5 Tagen (!!) erachtete man es bei MSC für nötig, mich telefonisch zu kontaktieren. Ich bekam dann eine lokale Kontaktperson als Ansprechpartnerin zur Verfügung gestellt, die sich um unsere Belange kümmerte. Nach zähem Ringen konnte meine Familie am 02.01. mit dem ursprünglich gebuchten Charterflug ausreisen. Ich durfte am 11. Tag, also am 05,01. zum PCR-Test. Nachdem dieser negativ war, durfte ich am 06.01. ebenfalls ausreisen. Den Flug musste ich mir aber selber organisieren. @Bernhard: Es gab nie eine schriftliche Bescheinigung, dass ich aus dem Zimmer darf. Die schieben sich dort gegenseitig die Verantwortung hin und her. Ich habe das Testergebnis der Kontaktperson geschickt, sie hat sich dann gekümmert. Deren Handynummer habe ich noch, falls du Hilfe brauchst.

    Im Übrigen wurde zu keiner Zeit eine medizinische Betreuung angeboten. Es hat keine Sau interessiert, wie es einem gesundheitlich geht. Trotz dreifacher Impfung hatte ich deutliche Symptome, starken Husten und die Lunge tat weh. Es gab nicht einmal die Möglichkeit zum Fiebermessen oder der Sauerstoffsättigung. Die Gäste von AIDA bekamen hingegen Fieberthermometer und Pulsoximeter gestellt. Bei MSC sollte man sich schämen!

    Das Hotel konnte man auch vergessen. Eigentlich ist das Divi Resort ein schönes Hotel, mit super Lage direkt am Strand. Aber das Personal war völlig überfordert mit etwa 10 Zimmern voller gestrandeter Kreuzfahrttoruisten (also eigentlich noch überschaubar). Das Essen wurde dreimal am Tag vor die Tür gestellt, es war lieblos zusammengeschmissen, ausgewogene Kost gab es nicht, kein Obst, keine Vitamine. Beim Ausschecken wurden nicht nachvollziehbare Bestellungen in Rechnung gestellt, Getränke, Essen, alles ohne Beleg und nicht überprüfbar. Es hieß, das Hotel würde vom Gesundheitsamt bezahlt, Essen ist inklusive und alkoholfreie Getränke auch. Wir haben weder Alkohol noch Essen aus dem Restaurant bestellt und sollten trotzdem für irgendwas bezahlen.

    Ich kann jeden nur warnen, solange die Pandemie noch läuft, mit MSC auf Kreuzfahrt zu gehen. Sie werben mit „Sorgenfrei auf Kreuzfahrt“ und deutschsprachigem Gästeservice. An Bord mag das zutreffen. Wir hatten dort wirklich schöne Tage. Aber wehe dem, man muss an Land in Isolation. Ohne Englischkenntnisse und Laptop oder Tablet ist man verloren. Auch alte Menschen, die immer wieder gerne cruisen, seien dringend davor gewarnt. So wie man im Hotel von MSC allein gelassen wird, kann das zu ernsten Problemen führen.

    An dieser Stelle muss ich auch sagen: Nie wieder MSC Cruises!

  25. Vom 26.12.2021 bis 09.01.2022 sollen angeblich ca. 1200 Gäste (weniger als 1/3 Volllast) an Bord gewesen sein.

  26. Vom 19.12.-02.01. sollen es etwa 1000 Passagiere und ca. 900 Besatzungsmitglieder gewesen sein, die an Bord waren.

  27. Lieber marco wüste!
    Uns ergieng es so in genua mit der msc fantasia
    Iich werde klage gegen msc einleiten wir wurden in ein zimmer gesteckt mit ameisen kakerlaken und dreck! Ich wünsch euch alles gute gesundheit und das die seelischen Wunden verheilen! Bei uns wird dies leider einige zeit andauern! Ich wurde in meinem leben noch nie so unwürdig behandelt!

  28. Wenn man die vorstehenden Berichte liest, kommt man leicht zu dem Eindruck, die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes vor Kreuzfahrten habe durchaus ihre Berechtigung. Und so ein Ende des Urlaubes wünscht man wirklich keinem. Ich selbst habe während der Pandemie bisher drei Kreuzfahrten unternommen, alle mit auch eigenständig bewußt vorgenommenen Einschränkungen bezüglich der Pandemie, aber ansonsten problemlos. MSC kam bei mir aber nie in Betracht, unabhängig von der Pandemie.

    Was mir allerdings in den Schilderungen etwas fehlt, sind getrennt von den verständlichen Emotionen Aussagen zum eigenen Verhalten bezüglich der folgenden Aspekte:

    Alle wissenschaftlichen Untersuchungen bisher zeigen, dass man mit Impfungen und konsequentem Tragen von FPP2 Masken in Innenräumen bzw. bei zu geringem Abstand auch draußen auch dann noch gut geschützt ist, wenn die Umgebung mit den Vorschriften erkennbar lasch umgeht. Die alte Reiseregel, dass man sein Verhalten immer den vorgefundenen Hygieneumständen anpassen sollte, gewinnt gerade heute besondere Bedeutung.

    Ich kenne die MSC Schiffe zu wenig, aber bei den geschilderten Umständen würde dies für mich bedeuten: Außerhalb der eigenen Kabine in Innenbereichen immer FPP2 Maske tragen, außen auch, wenn es zu eng wird ( und diese Bereiche meiden) und überlegen, ob man die Mahlzeiten eventuell auch in Außenbereichen einnehmen kann, falls in den Innenrestaurants der Abstand erkennbar zu eng wird. Klar, das ist nicht das übliche Kreuzfahrtfeeling, aber es sind auch nicht die üblichen Reisezeiten.

    Und einen Aspekt sollte man in der Reiseplanung besonders beachten: Sobald man das Schiff wegen Quarantäne verlassen muss, gerät man in die Zuständigkeit des jeweiligen Landes und verläßt die unmittelbare Zuständigkeit der jeweiligen Reederei. Dies gilt besonders für die Wahl der Quarantäneunterkünfte. Dies sollte man gerade in der jetzigen Zeit bei der Wahl der Destinationen berücksichtigen. Ein anderer Aspekt ist natürlich, wie gut sich die jeweilige Reederei auf diese Situation vorbereitet, da scheint es deutliche Unterschiede zu geben.

  29. Wichtige info !!!!!!für reiseversicherung bei covidfällen! Lest die unterlagen genau durch bei den bedingungen
    ihr braucht 2testergebnisse
    Schnelltest und pcr
    Beleg der quarantäneeinrichtung
    Ansonsten zahlt die versicherung nichts

  30. @Mike Achermann: Dem kann ich nur laut zustimmen. Die Versicherungsbedingungen sind teils sehr trickreich und längst nicht in allen Fällen zahlen die Versicherungen, selbst wenn man alle Nachweise beibringt. Da gibt’s tatsächlich Corona-Versicherungen, die nicht zahlen, wenn man in ein Land mit Reisewarnung reist – in Coronazeiten kann man da nur laut und genervt lachen, denn Reisewarnung/Hochrisikogebiet ist im Moment fast überall. Und gerade was Quarantänehotels angeht, ist die Kostenerstattung bei den meisten Versicherungen auf 1.000 Euro gedeckelt; da kommt man bei zehn Tagen Quarantäne schnell mal drüber.

  31. Lieber Mike Achermann,
    das, was ihr erlebt habt, ist wirklich schrecklich. Das wünscht man wirklich niemandem. Da haben wir es mit dem Hotel in Philipsburg noch gut getroffen. Ich wünsche euch wirklich, dass ihr das bald verarbeitet. Wollt ihr gegen MSC juristisch vorgehen? Habt ihr da Anhaltspunkte? Leicht wird das nicht werden, die werden versuchen, sich rauszuwinden, wo sie nur können. Im Grunde genommen hat man an Land auch den Regeln des jeweiligen Landes zu folgen. Aber die Umstände, die dazu führen, passieren ja auf Veranlassung von MSC; das ganze Informationschaos bei MSC und die gänzlich fehlende Betreuung würde ich auch gerne juristisch prüfen lassen.

    @Gerd Habersack
    Es ist völlig richtig, dass man nach der Ausschiffung den Zuständigkeiten des Landes unterliegt, in dem man sich befindet. Und genau deswegen ist bei uns erst die beschriebene Situation für meine Familie entstanden. Und das hätte MSC verhindern können/müssen.
    Was die Zuweisung der Unterkünfte betrifft, haben zumindest einige Reedereien direkt Verträge mit den Quarantänehotels abgeschlossen. So ist es zumindest bei AIDA. Ob das MSC Cruises auch hat, habe ich nicht herausgefunden. Immerhin mussten wir für die Unterkunft im Hotel nichts bezahlen, nach Angaben von MSC trägt die Kosten das Gesundheitsamt in St. Maarten. Ich habe auch grundsätzlich kein Problem damit, dass es passieren kann, auch bei einer Schiffsreise in Quarantäne zu müssen. Das ist nichts anderes wie zu Hause oder bei einer anderen Reise. Was ich anprangere ist der Umgang der Reederei mit den betroffenen Gästen, das geht gar nicht. Und nach außen hin wird so getan, als ist alles in bester Ordnung. Ich bin mal gespannt, was ab morgen wieder zu lesen ist, wenn die MSC Seaview heute sich in St. Maarten wieder ihrer Coronafälle entledigt.

  32. Ich habe mir das aktuelle Video vom Matthias Morr angeschaut und bin schockiert.
    Aida ist ja noch schleissiger als MSC , laut Matthias bei Aida an Bord keine FPP2 Maskenpflicht sondern nur eine Empfehlung.

  33. @Marco Wüste
    Was gerade auf MSC Schiffen speziell passiert, kann ich nicht wirklich beurteilen. Was mir aber schon seit Beginn der Pandemie 2020 in Berichten aufgefallen ist, MSC erscheint in diesen Berichten auch damals schon nicht gerade als besonders transparent und kundenorientiert, wenn es mal abseits der Werbewirklichkeit läuft. Bei den von mir bevorzugten Reedereien (nicht im sogenannten Massenmarkt) bin ich da anderes gewohnt, obwohl auch diese momentan nicht von Quarantänefällen verschont sind.

    Mir ist aus Ihrer Beschreibung nicht ganz klar, wie genau die Reederei die beschriebene Situation der Ausschiffung bei der eingetretenen Infektion hätte verhindern können/müssen. Bei Krankheiten, die potentiell schnell innerhalb von Stunden in lebensbedrohliche Zustände abtriften können (was zumindest bei den Varianten vor Omikron der Fall war), ist eine weiterfgeführte Quarantäne auf dem Schiff auf See nicht möglich, dazu sind Schiffe medizinisch nicht ausgerüstet. Momentan wird wohl kein Schiffsarzt die Entscheidung treffen, mit Covid-Infizierten Passagieren wieder den Hafen zu verlassen und auf See zu gehen.

    Ob momentan Kreuzfahrten in Gebieten stattfinden, in denen die medizinische Situation in den nächstgelegenen Häfen auch nicht besser ist, ist eine andere Frage. Da sollte man als Reisender bei der Wahl der Destination schon im Vorfeld genauer hinschauen, ist zumindest meine persönliche Meinung.

    Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte MSC keinesfalls in Schutz nehmen, Mir fehlt nur in vielen der hier geschriebenen Beiträge eine vollständige sachliche Information, um mir tatsächlich ein Bild machen zu können. Die Problematik ist halt äußerst vielschichtig.

    Zumindest hoffe und wünsche ich nach Ihrer Schilderung, dass Sie die Infektion unterdessen ohne Nachwirkungen überstanden haben, das ist gerade bei Covid wichtiger als aller Ärger mit einer Urlaubsreise.

  34. @Marco Wüste & Gerd Habersack: Spätestens sobald ein Covid-19-Fall durch PCR-Test bestätigt ist, hat die Reederei das weitere Geschehen nur noch sehr begrenzt in der Hand. Zumeist liegt es gar nicht in der Entscheidung, ob ein Passagier an Bord bleibt, oder an Land gebracht wird – wobei an Bord lassen in fast keiner Situation eine ernsthafte Option ist. Auch in welchem Quarantänehotel man untergebracht wird, bestimmt in vielen Ländern nicht die Reederei, sondern die dortigen Gesundheitsbehörden. Da sich die Regeln dafür auch ständig ändern, ist kaum vorhersehbar, in welchen Ländern was und wie passieren wird und ggfs. hängt es zusätzlich von der momentanen Situation an Land ab.
    Insofern stimme ich @Gerd Habersack zu: Für das Verfahren als solches kann man die Reederei nur sehr eingeschränkt verantwortlich machen; sehr wohl aber für den Umgang mit ihren Kunden, die Betreuung vor Ort und vor allem umfassende Informationen. Denn auch eine schlechte, teure Unterkunft ist viel leichter zu ertragen, wenn man weiß, was gerade passiert, wie es weitergeht und wenn man sich beachtet und halbwegs gut aufgehoben fühlt.

  35. Um mal ein positives Beispiel von Kommunikation in Covidzeiten zu erwähnen:

    Bei Phoenix kann man über die Homepage den jeweiligen Ort des Schiffes und auch das Tagesprogramm an Bord jeweils online abrufen. Die MS Amadea hat gestern auf dem Atlantik Kurs Richtung Karibik ihren Kurs in Gegenrichtung wegen Covidfällen geändert, um Las Palmas anzulaufen (wird laut heutigem Tagesprogramm in 3 Tagen erreicht). Das Tagesprogramm mit den Änderungen wird bisher weiterhin veröffentlicht, so was nenne ich ein positives Beispiel von Transparenz und Kundenorientierung (vor allem auch gegenüber dem Kundenstamm, den man in Zukunft auch weiterhin an Bord begrüßen möchte).

    Phoenix-Reisen gehört auch zu den Veranstaltern, die bei abgesagten Reisen seit Beginn der Pandemie anstandslos den Reisepreis gemäß deutschem Reiserecht zurückgezahlt haben, wenn keines der angebotenen Alternativ-Reisen mit Rabattangeboten gepasst hat.

    Habe mal gerade auf der Homepage von MSC geschnuppert (möglicherweise nicht alles gesehen), da finde ich bezüglich Reiseabsagen durch MSC nur Hinweise bezüglich Gutscheinen (und Zusatzgutschriften), aber keinen zumindest augenfällig (ich habe überhaupt keinen gefunden) platzierten Hinweis, dass man selbstverständlich auch den Reisepreis erstattet bekommt, falls man keine neuen Reise buchen möchte.

    Schon 2020 war mir aufgefallen, dass MSC anfangs die Pflicht zur Annahme von Reisegutscheinen statt Rückzahlung als neue in Pandemiezeiten die bisherige deutsche (übrigens auch 2022 immer noch gültige) Rechtslage aufhebende Rechtlage zu kommunizieren versuchte.

    Zwar haben sich viele Anbieter 2020 extrem schwer damit getan, die gesetzlich gültigen Rückzahlungsfristen einzuhalten (vermutlich hätte das in manchen Fällen die Zahlungsunfähigkeit und sofortige Insolvenz bedeutet), aber zu Beginn der Pandemie so offen geltendes Recht als nicht mehr gültig zu postulieren, ist mir nur bei MSC aufgefallen.

    Wie gesagt, was aktuell bei MSC passiert, erscheint extrem vielschichtig, aber von außen betrachtet scheinen alte Muster sichtbar zu werden.

    Sofern eine juristische Abklärung gesucht wird, muss man die Vielschichtigkeit beachten, vor Gericht muss man berechtige Emotionen außen vor lassen. Für Betroffene ist dann besonders wichtig, nicht für alle erlittenen Unbilden nur eine Ursache zu suchen.

  36. Hallo, ich möchte rechtliche Schritte gegen MSC unternehmen, frage mich allerdings, welcher Fachanwalt, der richtige ist, a) der unrechtmäßige Arrest unter Quarantäne – Strafrecht
    b) Entschädigungszahlung durch die Versicherung – Versicherungsrecht
    c) Reisemängel – Reiserecht

    Hat jemand schon Erfahrung oder kann einen Tipp geben?

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