MSC Cruises verändert die Getränkepakete erneut: Preisobergrenzen werden abgeschafft und das Easy-Paket gilt nicht mehr auf den Privatinseln. Auf Getränke, die im Easy-Paket nicht explizit enthalten sind, gibt es künftig Rabatte zwischen 15 bis zumeist 50 Prozent statt der bisherigen Differenz-Zuzahlung. Erst im August 2025 hatte MSC das mittlere Getränkepaket „Easy Plus“ abgeschafft.
Selbst für die ohnehin schon hohe Änderungsfrequenz bei den MSC-Getränkepaketen kommt die neuerliche Anpassung überraschend. Erst vor zwei Monaten hat MSC Cruises das „Easy Plus“-Paket gestrichen. Für Kunden am US-Markt hatte MSC Cruises auch das „Easy“-Paket gestrichen. Nun gibt es erneut größere Veränderungen für die verbleibenden Getränkepakete.
Insbesondere verabschiedet sich MSC Cruises von dem Prinzip, dass bei den jeweiligen Paketen alle Getränke der Barkarte bis zu einem bestimmten Preis inklusive sind. Bei „Easy“ lag diese Grenze bei 7 Euro, beim „Premium Extra“ bei 14 Euro beziehungsweise 16 Dollar. Diese Preisgrenzen entfallen nun.
Stattdessen gibt es für das Easy-Paket nur noch eine abschließende Liste, die alle enthaltenen Getränke aufzählt. Enthalten sind darin wie auch bisher schon Softdrinks, Wasser (soweit Schiff mit „Aqua by MSC“-Spendern ausgestattet ist, nur von dort, ansonsten Flaschen), alkoholfreies Bier, Wein und Cocktails, Hausmarken bei Wein glasweise und Bier, und Classic-Cocktails mit Hausmarken.
Im „Premium Extra“ sind offenbar nahezu alle Getränke der Barkarte inklusive. Für Wein und Champagner in der Flasche gibt es 30 Prozent Rabatt.
Rabatte statt Preisobergrenze und Differenz-Zuzahlung
Damit entfällt vor allem auch die Möglichkeit, bei Getränken, die über der Preisgrenze liegen, lediglich die Differenz aufzuzahlen. Neu ist dafür, dass Inhaber des Easy-Pakets Rabatte von 15 bis 50 Prozent auf bestimmte Getränke an Bord erhalte, beispielsweise Wein flaschen- und glasweise (15 Prozent), Premium-Biere (50 Prozent) und Premium-Cocktails (50 Prozent).
Für das Easy-Paket gab es diese dedizierte Barkarte im Grunde bereits seit längerem, die enthaltenen Getränke waren aber faktisch identisch mit allen Getränken bis zur Preisgrenze und inoffiziell kommunizierte MSC diese Preisgrenze bisher auch. Damit ist nun Schluss.
Konkret bedeutet das im Easy-Paket beispielsweise …
… für ein Glas Wein mit einem Preis von 10 Euro plus 1,50 Euro Servicegebühr:
- bisher: Aufpreis 3 Euro plus 0,45 Euro = 3,45 Euro
- neu: 8,50 Euro plus 1,28 Euro = 9,78 Euro
… für Premium-Cocktail Ultimate Mai Tai mit einem Preis von 10 Euro plus 1,50 Euro Servicegebühr:
- bisher: Aufpreis 3 Euro plus 0,45 Euro = 3,45 Euro
- neu: 5 Euro plus 5,75 Euro
„Easy“ gilt nicht mehr auf den Privatinseln
Noch eine wesentliche Änderung gibt es für das „Easy“ sowie für das alkoholfreie Paket: Beide gelten nicht mehr auf den Privatinseln – Ocean Cay in den Bahamas und Sir Bani Yas Island in Abu Dhabi. Nur das „Premium Extra“ gilt dort auch weiterhin.
Auch das Kinder-Getränkepaket unterliegt den Einschränkungen des damit verbundenen Erwachsenen-Pakets: Haben die Eltern also das Easy-Paket, gilt auch das Kinder-Paket nicht auf den Privatinseln.
Neuregelung gültig für Sommer-Kreuzfahrten 2026, also ab April 2026
Die Neuregelung gilt für Buchungen seit 1. Oktober 2025 für Kreuzfahrten der Sommerkataloge 2026, also im Wesentlichen ab Kreuzfahrtbeginn 1. April 2026. Die Preise der Pakete bleiben offenbar gleich, sind aber seit der letzten Anpassung ohnehin variabel, sodass man kaum noch allgemeingültige Angaben zu den tatsächlichen Kosten für die Passagiere machen kann.
Immerhin gibt es die bisherigen Getränkepakete als solche weiterhin und auch unter den bisherigen Namen, nur eben mit neuen Regeln: „Easy“, „Premium Extra“, „Alkoholfrei“ sowie das Paket für Kinder. Auch den Kreuzfahrt-Tarif mit bereits inkludiertem „Easy“-Paket bietet MSC Cruises weiterhin an.
Was sich ebenfalls weiterhin lohnt: Getränkepakete sollte man bei MSC Cruises immer bereits vor der Reise online buchen. Denn dann sind sie teils deutlich günstiger. Für USA-Abfahrten sollte man das „Easy“-Paket auf jeden Fall vorab buchen, denn dort wird dieses Paket an Bord erst gar nicht angeboten – auch wenn die US-Website von MSC Cruises etwas anderes sagt.
Vor dem Stichtag gekaufte Getränkepakete behalten übrigens die bisherigen Regeln, auch für Kreuzfahrten auch nach dem 1. April 2026.





MSC wird immer mehr zum Abtörner und ich bin nach ca 15 Fahrten mit dieser Reederei am überlegen ob es noch viele weitere werden?
Wie kann man derart auf die Kundschaft sch… frage ich mich?
@Franz: Vielleicht bekommst du ja mal einen MSC Manager vors Mikrofon, der dir erklären kann welche Strategie man damit verfolgt, außer auch noch die letzten Stammkunden zu vergraulen?
@Wolfgang: Die Frage ist rhetorisch gemeint, oder? ;-) Denn natürlich wird man von (nahezu) keinem Manager in dieser Welt, egal bei welchen Unternehmen, auf eine solche Frage die echte Antwort bekommen. Die dürfte ganz trivial lauten: Gewinnoptimierung, Steigerung des Umsatzes. Und bei MSC halt noch mehr, weil die Reisepreise in Relation zur Konkurrenz sehr günstig sind, sodass der Profit aus anderen Quellen kommen muss, sprich: Zusatzeinnahmen wie Getränke/pakete etc.
Ja die war rhetorisch gemeint (wenngleich ich mir wünschen würde, dass man seitens MSC vielleicht doch mal Interesse zeigen würde, was die Kunden denken)…
Wirklich günstig finde ich MSC nicht mehr – oftmals liegt man mit Getränkepaket über den Preisen von TUI Cruises und dann ist das (für uns) ein no-brainer mit welcher Reederei ich dann fahre…
>“wenngleich ich mir wünschen würde, dass man seitens MSC
>vielleicht doch mal Interesse zeigen würde, was die Kunden denken.“
„Interesse zeigen“ ist ja nicht gleichbedeutend mit „ich mache alles, was die Kunden von mir wollen“. Diese Erwartungshaltung lese ich gerade wieder in den FB-Kommentaren zu den beiden Neubau-Ankündigungen für Intuition-Class-Schiffe bei TUI Cruises. Zuhören tun die Reedereien schon, aber Business-Entscheidungen sind getrieben von Profit/Umsatz und da spielen andere Faktoren dann oft eine so wichtige Rolle, sodass es den Anschein hat, als würden die Unternehmen „ihren Kunden nicht zuhören“. Ob es schlau ist, Kundenmeinungen allzu sehr zu ignorieren, egal wie triftig die Gründe dafür sein mögen, steht freilich auf einem anderen Blatt.
Der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht… Sprich der Kunde lässt sich so lange auspressen bis er die Nase voll hat – dann ist es aber zu spät…
Getränke Pakete sind seit jeher ein schwieriges Thema, bei allen Redereien. Ich denke mass muss gleiches mit gleichem vergleichen und am Schluss den Preis für die Übernachtung pro Tag Rechnen mit Getränken. Ob aus See oder an Land. MSC nähert sich immer mehr an US Redereien an, welche Schon länger diese Preis Politik haben. Schlussendlich muss jeder für sich entscheiden was besser ist ob all in. oder einzeln Zahlen. Die Differenz Zahlung war bis anhin zugegeben eine sehr günstige Variante, welches ein Kauf eines höheren Getränkepaketes nicht lohnenswert machte. Was noch nicht bekannt ist, wie sich die Rabatte im Vorfeld für Premium entwickeln. Kurz nach Abschaffung plus, konnte ich das Premium mit 50% Rabatt buchen und bin auf dem Preis gewesen vom plus. @Franz hier wäre sicherlich interessant ein vergleich zu machen mit anderen Redereien. Ich weiss nicht ob es sowas gibt als Tabelle.
@Christian: Ein solcher Vergleich wäre sehr aufwendig und hätte bei den ständigen Veränderungen auch nur eine sehr kurze Lebenszeit. Vor allem aber kann man die MSC-Pakete im Grunde eh kaum vergleiche, weil sie ja keine festen Preise mehr haben. Welche Preise würde man da für einen Vergleich heranziehen. Und auch andere Reedereien haben inzwischen ja sehr dynamische Preise, weil es ständig Sonderaktionen, Frühbucherpreise u.ä. gibt.
Ich gehe einmal davon aus, dass MSC die Preisobergrenze gestrichen und jetzt explizite Karten heraus gegeben hat, weil die Praxis zeigt, dass viele Gäste damit überfordert sind, bzw. Diskussionen anfangen.
Wir sind im nächsten Jahr mit MSC in Südafrika unterwegs und für diese Route gibt es diese Getränkepakete gar nicht. Es gibt alholfreie „15-Karten“ für 32 Euro und „20 Karten“ für Alkohol für 58 Euro. Finde ich gut. Mir persönlich reicht aber auch das stille Wasser inklusive zum Essen und Cocktails und Wein nach Geschmack zahle ich gern extra.
@Franz:
Gewinnoptimierung (wie du oben schreibst) ist voll zutreffend.
Wir waren jetzt im September mit der MSC Preziosa unterwegs (Britische Inseln). Vor dieser Reise hätte ich aufgrund meiner letzten Erfahrung im November 2023 mit der MSC Fantasia gesagt, dass MSC und Mein Schiff gleich auf sind, was die Qualität des Essens und die Getränkeauswahl betrifft. Doch die Reise mit der Preziosa war ernüchternd. Das Essen hat zwar geschmeckt, ist jetzt aber weit von der Qualität von Mein Schiff entfernt. Die Getränkeauswahl war reichlich dezimiert und die Cocktails sehr wässrig. Wenn jetzt auch noch die Differenzzuzahlung entfällt, schreckt das noch mehr ab.
Was ich bei Mein Schiff nicht gut finde, ist die Preispolitik. Die Preise ändern sich stetig (meist nach oben). Ich habe schon festgestellt, dass Reisen trotz Frühbucher ca. 1.000 € mehr gekostet haben als noch einen Monat zuvor. Das ist auch eine Art Gewinnmaximierung.
Bei jeder Reederei wird man was finden. Ich hatte mir z.B. eine Kreuzfahrt um Kap Hoorn ausgesucht mit der Oosterdam. Habe dann paar Rezensionen zum Schiff durchgelesen und war total überrascht, dass in den Kabinen vorwiegend Badewannen (wahrscheinlich mit diesen schlapprigen Vorhängen) vorhanden sind. Nur wenige Kabinen hatten Duschen. Das hat mich bei dieser Reederei abgeschreckt.
@Gerd
Das Problem besteht eigentlich mit allen Reedereien, weil sie die Jahre der Zwangsschließung irgendwie wieder herein holen müssen.
Ich persönlich bevorzuge den Ansatz von Carnival und MSC, die Reisepreise weiter gering zu halten und die „Sonderwünsche“ zu verteuern, weil es in meiner Hand liegt, ob die Reise für mich signifikant teurer wird oder nicht.
Mittlerweile musste ich feststellen, dass das einfache Getränkepaket je nach Reiseziel ausreicht. Allerdings in der Caribik finde ich wiederum Frozen Cocktails reizvoll. Also werde ich mein getränkepaket dem Reiseziel anpassen.