MSC Cruises hat mit Wirkung zum 1. August 2025 das mittlere Getränkepaket „Easy Plus“ abgeschafft. Künftig gibt es nur noch „Easy“ und „Premium Extra“ sowie Alkoholfrei-Pakete für Erwachsene und Kinder. Zuletzt hatte MSC bereits das Easy- und Easy-Plus-Paket für den USA-Markt gestrichen.
Der Wegfall des Easy-Plus-Pakets soll die MSC-Angebote „noch übersichtlicher gestalten“, wie die Reederei einer Nachricht an Reisebüros mitteilt. Das „Easy Plus“ war eine Abstufung zwischen dem „Easy“-Paket mit Getränken bis 7 Euro Preis auf den Barkarten und dem „Premium Extra“ für Getränke bis 14 Dollar. Im Easy Plus galt eine Preisgrenze von 9 Euro.
Der Preisunterschied zwischen Easy und Easy Plus lag bei rund 14 Euro pro Tag. Nun kostet das nächst teurere Paket oberhalb des Easy etwa 35 Euro mehr. Allerdings sind im „Premium Extra“ auch wesentlich mehr Getränke enthalten als im jetzt abgeschafften „Easy Plus“.
Für eine kommende Kreuzfahrt bereits vor dem 1. August 2025 gebuchte Easy-Plus-Pakete behalten aber ihre Gültigkeit und können nach den bisherigen Bedingungen genutzt werden. Nur eine Neubuchung ist nicht mehr möglich.
Eine genaue Übersicht der Pakete und enthaltenen Getränke so die je nach Fahrtgebiet und Reisedauer variierenden Preise liefert unsere Übersicht „Getränkepakete bei MSC: Alkoholfrei, Easy oder Premium Extra?“
Für den amerikanischen Markt hatte MSC vor einigen Monaten bereits beide Easy-Pakete aus dem Programm genommen. Dort wird nur noch das „Premium Extra“ angeboten. Europäische Kunden können dagegen das Easy-Paket weiterhin auch für USA-Abfahrten buchen, allerdings nur noch vorab und nicht mehr direkt am Schiff – was aber wegen teils hoher Vorab-Rabatte ohnehin empfehlenswert ist.
MSC Cruises bleibt sich mit dieser erneuten Veränderungen bei den Getränkepaketen treu: Alle paar Monate verändert die Reederei ihr Getränkepaket-Angebot. Passagiere wie Reisebüros müssen sich immer wieder auf Neues einstellen. Und sowohl Crew als auch die Passagiere versuchen an Bord mit Varianten von Getränkepaketen zurechtzukommen.





Eine Vereinfachung? Ja für die Rederei. Die Frage für mich ist ein wenig folgende: Ich habe in den Letzen Jahren, alle Varianten von den Paketen genutzt. Je nach Schiff und Bar Angebot. BIs auf die World Classe, wo die vielen Bars ein Premium Paket Rechtfertigen und sich dies auch lohnt, haben wir nur immer das Easy oder Easy Plus gebucht. Die Letzen male, haben wir effektiv ein wenig gerechnet und die Zusatzkosten für einzelne Getränke beim Easy oder Easy Plus hätten die höhere Kategorie nicht gerechtfertigt. Nur auf dem World Europa, wo wir nun 3x mal waren Lohnt es sich für uns, da wir dort auch in der Regel 4-5x ein Spezialitäten Restaurant nutzen. Dort ist es ja nun so, dass wenn ich kein Premium habe die Getränke in den Spezialtäten Restaurant Zuzahlen muss. Das ganze ist auf Optimierung für die Rederei der Kosten und des Gewinnes. Wir müssen aber auch Realistisch bleiben. Wir Fahren nun seit 20 Jahren mit Kreuzfahrtschiffen. Wenn ich die Preisentwicklung ansehe, sind die Preise in den Letzen Jahren Gesunken, jedoch die Kosten sind für die Rederei in die Höhe geklettert. So wird nun dem Gerecht, dass günstige Kreuzfahrten, welche für viele Erschwinglich werden angeboten, was aber zur folge hat, dass die Gelder auf einem anderen Weg reinkommen müssen, damit dies Rentabel bleibt. So kann jeder Reisende die Reise nach seinen Bedürfnissen anpassen. Ob Kostengünstig minimal, Premium oder Yacht Club. Dies hat ein wenig ein Nasenschmucks von einer Klassen Gesellschaft. Wichtig ist, dass jeder nun Wirklich ansieht was er buchen möchte und was er für sein Geld bekommt. Sonst haben wir wieder nur das Gemotze (sorry für den Ausdruck, aber ich hab dies oft erlebte in den letzten Jahren)haben von den Gästen die MSC mit anderen Linien vergleichen und für den Guten, tiefen Preis eine Leistung erwarten welche im Premium Segment ist oder ein anderes Konzept beinhaltet wie Aida, Mein Schiff oder Ausländischen Redereien (vor allem Amerikanisch, welche) übrigens zu den Getränke Paket Preisen: Vergleicht diese mal mit der Carneval Gruppe oder anderen Redereien. Hier werdet ihr Feststellen, das MSC bis anhin sehr günstig war und nun einfach nur nachzieht.
@Christian Zimmermann: Das ist eine sehr gute und realistische Sichtweise. In der Tat ist es einfach eine Binsenweisheit, dass Kreuzfahrt-Reedereien Wirtschaftsunternehmen und keine Wohlfahrtsverbände sind. Sprich: Sie wollen, müssen und dürfen Geld verdienen. Also bekommt man typischerweise nichts geschenkt. Auf die eine oder andere Weise bezahlt man eben die Leistungen, die man nutzt. Bei manchen Varianten kann man sich nur leichter einreden, dass es ein „Schnäppchen“ ist oder man etwas kostenlos bekommt – weil man es eben unauffällig an anderer Stelle bezahlt ;-)
Es ist wie immer – man muß sich das eigene Verhalten ansehen und kann dann überlegen, welche Extra-Leistungen man zusätzlich buchen möchte, weil es für einen entweder wirtschaftlich oder eben bequem ist.
Mir ist es zumindest erheblich lieber, wenn ich einmal den Grundpreis mit einer Grundleistung habe und dann selbst entscheiden kann: Nehme ich ein Paket, nehme ich Getränke einzeln, nehme ich ein höherwertiges Paket.
Es ist mir vor allem lieber, als die phasenweise „Zwangsbeglückung“ von NCL, die selbstverständlich nicht kostenlos war, sondern im Grundpreis eingepreist war mit Getränkepaketen. Nachdem ich den Gegenwert dort für mich nie gesehen habe, war ab diesem Zeitpunkt NCL für mich „gestorben“ (zumal bei Einzelbelegung der mindestens 100 % Zuschlag mich ja letztlich ein zweites Getränkepaket gekostet hätte).
Davon abgesehen – es kann wohl niemand ernsthaft annehmen, daß irgendeine Änderung an Bord dem Wohlergehen der Kunden dient – es geht grundsätzlich (und völlig legitim) darum, die Gewinnmarge zu steigern – entweder durch Kosteneinsparung (wie beispielsweise streichen von Turn Down Service etc.) oder durch kostenpflichtige Zusatzangebote. Da sind immer Versuchsballons dabei (manche Angebote sind zu Beginn auch kostenlos – werden sie dann gerne angenommen, beginnen sie zu kosten), die bei Nichtakzeptanz schnell gestrichen werden. Da sind auch durchaus interessante Angebote dabei.
Und immer ist die Balance: Wieviel ist der Gast bereit, für dieses Angebot zu zahlen. Daran wird stetig geschraubt. Bis zu dem Punkt, an dem der Gast nicht mehr bereit ist. Die Amerikaner machen es vor. Aber die Reedereien wissen auch, daß es große Unterschiede beim Reiseverhalten uns Ausgabeverhalten zwischen Europäern und Amerikanern gibt. Eine Reederei, die schwerpunktmäßig im europäischen Raum agiert, muß andere Schwerpunkte setzen als eine Reederei, die den Massenmarkt in der Karibik mit amerikanischen Gästen abdeckt.
Das fängt ja schon mit den „Ankerpreisen“ für bestimmte Getränke an. In den USA ist es wichtig, was Softdrinks kosten. Auf Schiffen mit vielen Deutschen ist immer noch der Bierpreis ein Thema, während auf italienischen Schiffen ein akzeptabler Wein zu einem vernünftigen Preis verfügbar sein muß.
Wer guckt, wie die Weinpreise sich zwischen Schiffen des gleichen Mutterkonzerns unterscheiden (Carnival – Costa-Schiffe und Carnival-Schiffe) kann das sehr deutlich sehen.
MSC richtet sich jetzt nach und nach mehr in die Richtung amerikanischer Markt aus und versucht da natürlich, flottenweit etwas zu vereinheitlichen, ohne dabei eine Kundengruppe völlig zu verprellen.
@Wendy: Danke für die super Einordnung. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen :-)
sonnenklar.tv verkauft jetzt eine Reise mit Easyplus :-)
Gut sonnenklar.tv ist sowieso unseriös
Zum easy Paket: auf manchen Schiffen gilt die 7€-Regel für alle Getränke. auf anderen Schiffen würde penetrant nach Bar Karte vorgegangen. Dort steht: „If a specific cocktail, preferred spirit, or favorite glass of wine isn’t
covered by your package, simply pay the difference between your
package threshold and the drink’s price to enjoy all drinks on the menu.“ Mein gewünschter Baileys war weder Cocktail noch Spirit noch Wein.