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Praxistest: Sicherer auf Reisen mit geschützter Internet-Verbindung per VPN

Mal schnell ins Flughafen-Wlan gehen und E-Mails checken. Oder „free Wifi“ eines Cafés nutzen, um die neuesten Facebook-Nachrichten zu lesen: Wer ein fremdes Wlan nutzt, macht es Hackern möglicherweise einfach, Daten oder Passwörter ausspionieren. Eine gesicherte Verbindung über ein sogenanntes VPN macht Internet unterwegs sehr viel sicherer. Wir haben einen bekannten VPN-Dienst exemplarisch einem Praxistest unterzogen: Surfshark.

Fremde Wlans am Flughafen, im Kreuzfahrt-Terminal, im Burger-Schnellrestaurant, in Cafés oder eben auch am Kreuzfahrtschiff sind nicht zwangsläufig gefährlich. Das Problem: Man weiß eben nicht, ob das jeweilige Wlan sicher konfiguriert ist. In einem schlecht abgesicherten Wlan ist es für einen Hacker ziemlich einfach, den kompletten Datenverkehr mitzulesen.

Was also wäre, wenn jemand zum Beispiel das Masterpasswort für meinen Passwort-Safe abfangen könnte und dadurch Zugriff auf meine sämtlichen Passwörter bekäme? Oder wenn er die Zugangsdaten für cruisetricks.de erbeuten und dort alles verändern oder löschen könnte?

Was hat mich – auch ganz persönlich – bislang davon abgehalten, wider besseren Wissens meine Internetverbindungen auf Reisen nicht per VPN abzusichern? Vor allem Bequemlichkeit und die Annahme, dass ein VPN kompliziert und die Verbindung langsam sei. Außerdem werden VPN-Verbindungen auf Kreuzfahrtschiffen oft blockiert – dachte ich. Dazu später mehr.

Hinweis zur Transparenz: Das Thema „VPN“ stand schon lange auf meine Themenliste. Surfshark hat mit dem Angebot eines kostenlosen Testzugangs nun den Anstoß gegeben, das Thema endlich umzusetzen. Meine redaktionelle Unabhängigkeit bleibt davon unberührt und ich habe früher rund 15 Jahre für Computer-Testzeitschriften gearbeitet, sodass ich ausreichend Erfahrung mit solchen Tests habe.

Wie funktioniert ein VPN?

Das Grundprinzip eines VPN ist so einfach wie wirkungsvoll: Die Software läuft unauffällig im Hintergrund und baut quasi einen verschlüsselten Datentunnel zwischen meinem PC oder Smartphone und den Servern des VPN-Anbieters. Was durch diesen Tunnel übertragen wird, bleibt verborgen.

Logge ich mich also beispielsweise über ein kostenloses Wlan am Flughafen ein, sind meine Daten für andere Benutzer und potenzielle Hacker in diesem Wlan nur als verschlüsselter Datensalat sichtbar. Ein potenzieller Hacker sieht nicht einmal, ob überhaupt ein Passwort übertragen wird, oder vielleicht nur Streaming-Daten eines Netflix-Films oder eine einfache Website.

Ein Virtual Private Network (kurz: VPN) leistet mehrere Dinge:

  • verschlüsselte Datenübertragung – für mich das entscheidende Feature auf Reisen;
  • relativ anonymes Surfen, weil die eigene IP-Adresse verborgen bleibt; Surfshark nutzt außerdem eigene DNS-Server;
  • Vorspiegeln eines anderen Herkunftslandes, um Ländersperren (Geoblocking) zu umgehen – praktisch bei gesperrten Websites, nach Herkunftsland automatisch umgeleiteten Websites oder auch bei Streaming-Diensten, die abhängig von bestimmten Ländercodes funktionieren.

Geschwindigkeit

Drei Dinge sind bei einem VPN entscheidend: Sicherheit, Benutzerfreundlichkeit und Kosten. Daneben ist die Geschwindigkeit der Datenübertragung nicht ganz nebensächlich – bei den größten, kommerziellen VPNs gibt es da durchaus Unterschiede, die sich in der Praxis aber nur dann ernsthaft auswirken, wenn man große Datenmengen übertragen oder Video streamen will.

Surfshark vergleicht die Geschwindigkeit verschiedener seiner Server

Allerdings kann man davon ausgehen, dass eine VPN-Verbindung immer langsamer ist als die gleiche Verbindung ohne VPN. Wenn es einmal auf höchste Geschwindigkeit ankommt, bietet Surfshark einen eingebauten Test zum Vergleich unterschiedlicher Server an.

Die VPN-Verbindung herzustellen dauert typischerweise nur wenige als Sekunden. Nur wenn der später noch näher erklärte „Camouflage Mode“ zum Einsatz kommt, kann es auch mal 20 oder 30 Sekunden dauern.

Sicherheit und Privatsphäre

Sicherheit ist etwas, das man nur mit sehr viel Aufwand testen kann. Laut einschlägiger Testzeitschriften kann man bei den großen VPN-Anbietern wie Surfshark aber davon ausgehen, dass die Sicherheit gewährleistet ist und auf dem aktuellen Stand gehalten wird. Surfshark hat auch eine explizite „No-Log-Policy“, speichert also keinerlei Nutzerdaten.

Benutzerfreundlichkeit

Für den Alltag sehr wichtig ist die Benutzerfreundlichkeit. Ein VPN-Dienst soll seine Arbeit unauffällig im Hintergrund verrichten und dem User nicht im Weg sein, etwa durch lästige Pop-up-Fenster oder komplizierte Einstellungen. Denn sonst wird man den Aufwand schnell leid und nutzt das VPN nicht mehr.

So soll es sein: schnell und unkompliziert zu bedienen

Surfshark ist in dieser Hinsicht beeindruckend simpel: Keine komplizierten Menüs: einfach ein Button zum Verbindungsaufbau und wenn man möchte eine Auswahl an Länder-Servern, wenn man sich gezielt über ein bestimmtes Land ins Internet begeben will. Letzteres kann sinnvoll sein, weil beispielsweise Google die Suchergebnisse passend zum Aufenthaltsort des Users auswirft – was unpraktisch ist, wenn man deutsche Suchergebnisse haben will, aber gerade in Griechenland ist.

Aktiviert man in den Einstellungen die Option „automatisch verbinden“, bleibt Surfshark komplett im Hintergrund und verrichtet dort schweigend seinen Dienst.

Ein paar praktische Optionen von Surfshark

Vorgetäuschter Standort: Reykjavik
vorgetäuschter Standort: Reykjavik
  • Clean Web unterbindet beim Surfen Tracking, Malware und weitgehend auch Werbebanner.
  • Kill Switch stellt sicher, dass keine Daten außerhalb der VPN-Verbindung übertragen werden und blockiert notfalls die Internetverbindung.
  • Whitelister erlaubt es, bestimmte Apps oder Websites ohne VPN aufzurufen, falls man das aus irgendeinem Grund braucht.
  • Nur auf Android-Geräten: „GPS-Standort überschreiben“ suggeriert selbst gegenüber den Apps am Smartphone, dass man sich am Standort des VPN-Servers befindet – verschleiert also effektiv den tatsächlichen, physikalischen Standort.

Kosten

Surfshark gehört zu den kostengünstigsten Anbietern unter den kostenpflichtigen VPNs. Zugleich ist die Zahl der genutzten Geräte nicht begrenzt (bei anderen VPNs oft beispielsweise auf fünf), sodass die ganze Familie auf allen Geräten mit einem Surfshark-Account versorgt ist.

Und Surfshark funktioniert auf nahezu allen Geräten: Windows, Mac und Linux sowie am Smartphone und Tablet mit Android und Applegeräten und sogar auf Amazons Fire-TV-Stick.

Eine kostenlose Version zum Ausprobieren gibt es von Surfshark nicht, aber eine Geld-zurück-Garantie in den ersten 30 Tagen. Bei monatlicher Abrechnung ist Surfshark mit 11,01 Euro kein Schnäppchen, aber bei einem 24-Monate-Vertrag (50,81 Euro) sinkt der monatliche Preis auf sehr günstige 2,12 Euro. Diese Preise variieren etwas, da es immer wieder Sonderaktionen gibt.

Spezialfall: VPN am Kreuzfahrtschiff

Zu Beginn habe ich es bereits angesprochen: Will man ein VPN am Kreuzfahrtschiff nutzen, stößt man eventuell auf Probleme. Surfshark hat dafür allerdings eine ziemlich gute Lösung, den „Camouflage Mode“.

Auch wenn man sich als Passagier in ein Wlan einloggt: Die Internetverbindung läuft auf Kreuzfahrtschiffen im Hintergrund dennoch über Satelliten – und das ist für die Reederei recht teuer. Deshalb werden beispielsweise Youtube oder Streaming-Dienste oft blockiert oder deren Nutzung nur bei teureren Internet-Pakete freigeschaltet.

Da sich nun bei einer VPN-Verbindung von außen nicht feststellen lässt, welche Art von Daten über den verschlüsselten Tunnel übertragen werden, blockieren Reedereien oft auch VPN-Verbindungen. Surfshark hat sich dagegen den „Camouflage Mode“ einfallen lassen, den die Software automatisch anwendet, wenn eine normale VPN-Verbindung nicht zustande kommt. Mit diesem Trick macht sich Surfshark gegenüber dem Netz quasi unsichtbar und versteckt den VPN-Datenverkehr in einem anderen, unverdächtigen Datenstrom.

Eine Garantie, dass das wirklich auf allen Kreuzfahrtschiffen funktioniert, gibt es natürlich nicht, aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch. In meinen Tests hatte ich keine Verbindungsprobleme bei Norwegian Cruise Line auf der Norwegian Jade, bei Costa auf der Costa Smeralda und bei Viva Cruises auf der Seaventure. Ich werde auf zukünftigen Kreuzfahrten weiter testen.

Fazit

Surfshark hat sich in meinem Test bewährt und ich werde, sobald mein kostenloser Zugang ausgelaufen ist, wohl zu einem bezahlten Account wechseln. Denn das Surfshark-VPN funktioniert einfach, schnörkellos und unaufdringlich. Es gibt mir für gerade einmal zwei Euro im Monat das gute Gefühl, nicht eines Tages in die Falle eines Hackers zu tappen, der mir das Leben zur Hölle macht, indem er meine Passwörter erbeutet, damit crusietricks.de, meine Facebook- und Instagram-Accounts, mein E-Mail-Postfach unter Kontrolle bringt und ich nicht mehr darauf zugreifen kann.

gesicherte Internet-Verbindung über das Surfshark-VPN

Was ich nach diesem Test nicht sagen kann: Der Aufwand, mehrere VPN-Dienstleister parallel zu testen, wäre zu hoch gewesen. Deshalb habe ich mich exemplarisch auf Surfshark konzentriert. Ich weiß also nicht, wie Surfshark im Vergleich etwa zu Nord VPN, Express VPN, Hotspot Shield oder ähnlichen Anbietern abschneidet.

Was ich nach diesem Test aber sagen kann: Surfshark hat problemlos funktioniert, mich beim Arbeiten am Smartphone oder Laptop nicht eingeschränkt oder behindert. Und es bietet angenehme Nebeneffekte, etwa dass ich beim Surfen im Web so tun kann, als sei ich in einem anderen Land – womit sich Ländersperren von Websites umgehen lassen, beispielsweise US-Websites, die für Europäer wegen der Datenschutzgesetze hier oft gesperrt sind.

Anmerkung*: Surfshark hat uns einen kostenlosen Test-Account zur Verfügung gestellt.
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Surfshark hat uns einen kostenlosen Test-Account zur Verfügung gestellt.

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Mehr Infos und Erläuterungen zu diesem Thema finden Sie im Beitrag "Transparent und ehrlich".

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1 Kommentar

1 Gedanke zu „Praxistest: Sicherer auf Reisen mit geschützter Internet-Verbindung per VPN“

  1. Nutze das Surfshark Tool auch schon länger und bin sehr zufrieden. Damit lässt sich auch vom Ausland aus auf die deutschen Streamingdienste oder Mediatheken zugreifen.

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