Den Restaurants, Bars und dem Entertainment an Bord der Star Princess widmen wir einen eigenen Beitrag – denn so groß das Kreuzfahrtschiff ist, so vielfältig ist auch das Angebot. Welche Spezialitätenrestaurants der Star Princess mir persönlich besonders gut gefallen und was das Magie-Event „Spellbound by Magic Castle“ so besonders macht, lesen Sie hier.
Über das Buffet-Restaurant auf Deck 9 und das Promenadendeck sowie über die eine oder andere Bar habe ich bereits etwas in ersten Beitrag „Star Princess: Moderne Premium-Kreuzfahrt mit klassischen Aspekten für 4.300 Passagiere“ geschrieben. Ebenso zu den Pool- und Außendecks, dem Schiff-im-Schiff-Konzept und das Sanctuary, die Kabinen und die Medallion-Technik.
Themen in in diesem Beitrag:
- Hauptrestaurants Aurora und Celestial
- Ungewöhnlich: Buffet-Restaurant unten am Promenadendeck
- American Diner
- Spezialitäten-Restaurants
- Show-Bar: Good Spirits at Sea
- Dezentrales Entertainment und neue Theater-Architektur der Princess Arena
- Deutlich größeres Nichtraucher-Spielkasino
- Nostalgisches Magie-Event „ Spellbound by Magic Castle“
- Mein persönliches Fazit zur Star Princess
- Fakten & Zahlen: Star Princess
Hauptrestaurants Aurora und Celestial
Mit über drei Ebenen verbundenen Restaurants hat Princess Cruise auf der Star Princess einen spektakulären Raum geschaffen. Der Aurora Dining Room auf Deck 6 (903 Sitzplätze) sowie der Celestial Dining Room auf Deck 7 (701 Sitzplätze) bilden das Hauptrestaurant der Star Princess, während die oberste Ebene auf Deck 8 das Sanctury Restaurant für die Passagiere in Kabinen der Sanctuary Collection“ darstellt.

Das Aurora ist dem „traditional dining“ gewidmet. Hier gibt’s also Reservierungen für die täglich selbe Zeit mit demselben Kellner. Das Celestial ist dagegen für flexible „my time“-Dinnerzeiten, also mit Reservierung (oder spontan) zu beliebigen Zeiten gedacht.

Bekommt man in einem der beiden Restaurants einen Platz im hinteren Bereich auf den Decks 6 oder 7, erinnert die Glasfront am Heck des Schiffs mehr an eine elegante Aussichtslounge als ein Restaurant. Allerdings gibt es nicht nur solche guten Plätze. Insofern sollte man bereits bei der Platzreservierung nach einem Platz in der Nähe der Fenster fragen oder bei der spontanen Platzzuweisung gezielt um einen solchen Tisch bitten.

Der Größe und Breite des Restaurants geschuldet, kann man auch mal an einem Tisch in einer düsteren Ecke oder an einer langen Tischreihe an einem Hauptdurchgang landen und das ist dann für ein mehrgängiges Dinner eher ungemütlich.
Positiv fällt dagegen der große Abstand zwischen den Tischen auf, sodass man eine gewisse Distanz zu den Nachbartischen hat und die Kellner sich nicht zwischen den Stühlen hindurchzwängen müssen.
Ungewöhnlich: Buffet-Restaurant unten am Promenadendeck
Eher ungewöhnlich für ein großes Kreuzfahrtschiff ist der Platz für das Buffet-Restaurant „The Eatery“ auf der Star Princess. Es liegt nämlich unten auf Deck 9, dem Promenadendeck. Ein Vorteil dieser Anordnung sind die vielen Plätze im Freien, seitlich auf der breiten Promenade.

Mit dieser Anordnung konzentriert Princess Cruises einen Großteil der im Reisepreis inkludierten Restaurants – Hauptrestaurants, Buffet und American Diner – im unteren Bereich des Schiffs am Heck. Wo auf anderen großen Schiffen das Buffet liegt, hat die Reederei auf der Star Princess Kabinen untergebracht.
American Diner
Eine Besonderheit der Star Princess ist auch das „American Diner“-Restaurant. Direkt ans Buffet anschließend, gibt es hier zum Frühstück und Lunch ein Buffet mit amerikanischem Fastfood auf sehr gutem Niveau. Zum Dinner gibt’s eine eigene American-Diner-Speisekarte und Bedienung am Platz. Wer also Lust auf einen guten, amerikanischen Burger, BBQ-Ribs, Hot Chicken Wings, einen New Orleans Shrimp Po’Boy (Sandwich) oder ähnliches hat, wird hier fündig.

Einer meiner Lieblingsplätze auf dieser Schiffsklasse ist der American Diner nicht nur deshalb, weil ich die Atmosphäre dieser Art von Restaurants persönlich sehr mag, sondern auch, weil die Gerichte sehr lecker zubereitet sind und damit weit über das sonst so oft anzutreffende, eher lieblos gemachte Fast Food hinausgeht und eben auch Spezialitäten wie den Shrimp-Po’Boy anbietet.
Spezialitäten-Restaurants
Eine Stärke der Star Princess sind ihre Spezialitäten-Restaurants. Allerdings haben die Preise inzwischen deutlich angezogen. Statt 45 Dollar wie noch vor einem Jahr liegt der Pauschalpreis bei allen Spezialitätenrestaurants (außer Chef’s Table: 149 Dollar) nun bei 60 Dollar (Kinder bis zwölf Jahre: 30 Dollar) zuzüglich 18 Prozent Servicegebühr. Da lohnt es sich, über das Premier-Package nachzudenken, in dem „Specialty Dining“ unbegrenzt inklusive ist.
Insgesamt acht Spezialitätenrestaurants gibt es auf der Star Princess: Sabatini’s Italian Trattoria, die beiden Steakhäuser „Crown Grill“ und „Butcher’s Block by Dario“, das Seafood-Restaurant „The Catch by Rudi“, Fine Dining im „Love by Britto“ sowie Umai Teppanyaki, Umai Hot Pot und das Sushi-Restaurant Makoto Ocean.
Deutlich günstiger geworden ist das Fine-Dining-Menü im „Love by Britto“, das zuvor 149 Dollar kostete und nun ebenfalls bei 60 Dollar liegt. Die „Casual Dining“-Restaurants Alfredo’s Pizzeria und das Essen im O’Malley’s Irish Pub kosten pauschal 14,99 Dollar (plus 18 Prozent Servicegebühr) für ein Menü mit Appetizer, Hauptgang (Pizza/Calzone beziehungsweise Burger, Pie, Fish & Chips) und Dessert. Bei Alfredo’s kann man auch a-la-carte essen (Antipasti 5,50 Euro, Pizza 8,50 bis 12 Dollar, Dessert 4 Dollar). Tipp: Die Pizza gehört zu den besten, die man auf einem Kreuzfahrtschiff bekommen kann.




Eigentlich hätte Princess Cruises es gar nicht nötig, aber um die Qualität beim Essen noch zu betonen, setzt die Reederei auf Kooperationen mit großen Namen. Eines der beiden Steakrestaurants wurde von Dario Cecchini entworfen, für Sushi gibt Makoto Okuwa seien Namen, das Seafood-Restaurant ist von Rudi Sodamin (inzwischen auch Head of Culinary Arts bei Princess Cruises), der gemeinsam mit Künstler Romero Britto auch das Top-Restaurant „Love“ konzipiert hat. Für Cocktails arbeitet Princess Cruises mit Rob Floyd zusammen, der auch gerade das Cocktail-Buch „Sip at Sea“ für Princess Cruises herausgebracht hat.
Love by Britto
In großartiger Lage, am Heck der Star Princess auf Deck 17 mit Panoramafenstern, ist das neueste Restaurant in der Princess-Flotte angesiedelt: Das Fine-Dining-Restaurant „Love by Britto“, das kulinarisch von Rudi Sodamin entwickelt wurde.

Nachdem ich auf der Sun Princess im vergangenen Jahr zu früh an Bord war, das „Love“ hatte noch nicht eröffnet, konnte ich es diesmal testen. Wobei Princess Cruises das Konzept ein wenig verändert hat: Statt einem siebengängigen 149-Dollar-Menü gibt es nun fünf Gänge für 60 Dollar. 20 zusätzliche Sitzplätze erweitern die Kapazität.

Bei Rudi Sodamin, da bin ich ehrlich, bin ich positiv voreingenommen. Ich bin mit Rudi seit vielen Jahren befreundet und schätze seine Kochkünste sehr. Er ist einer der besten Küchenchefs in der Kreuzfahrtbranche.

Im „Love by Britto“ konnte er seine Kochkünste kombinieren mit seiner Liebe zur perfekten Präsentation und so spielt das optische Design des Restaurants und de Gerichte denn im „Love by Britto“ auch eine besondere Rolle.

Selbst das Besteck hat Herzchen eingraviert beziehungsweise eingestanzt. Es gibt ein herzförmiges Glas für einen Cocktail, Herzformen überall in den Gerichten, kleinste Gemüse-Stückchen in Herzform und selbst die Butter zum leckeren Brioche kommt in „Love“-Form – und das alles gelingt liebevoll, ohne kitschig zu sein.













Das Wichtigste aber: Auch das Essen ist großartig. Der chilenische Seabass beispielsweise war perfekt gebraten, leicht glasig und in Top-Qualität. Die überraschend intensive Sauce gibt dem Gericht etwas Ungewöhnliches und Besonderes.
The Catch by Rudi
Ein zweites von Rudi Sodamin konzipiertes Restaurant, „The Catch by Rudi“, hatte ich bereits auf dem Schwesterschiff getestet – und wäre auch diesmal gerne wieder dorthin gegangen, wenn denn die Zeit gereicht hätte. Die Speisekarte ist nicht sonderlich umfangreich, aber letztlich fokussiert sich ohnehin alles auf den „Catch of the Day“, sprich: wirklich frische Fisch und wirklich eben den Fisch, den es gerade frisch gibt.

Von Rudi Sodamin ist man kompromisslose Qualität gewohnt und in diesem Restaurant wird man da auch nicht enttäuscht. Reizvoll sind aber auch die Details drumherum, wie die Wasserkaraffe in Fischform – witzig, aber zugleich stilvoll.
Ursprünglich als eine Art Pop-up-Restaurant im hinteren Teil des Buffets konzipiert, hat „The Catch by Rudi“ auf der Star Princess, ebenso wie nachträglich auf der Sun Princess übrigens, jetzt eine feste Location, nämlich auf Deck 7 nahe der Piazza.
Crown Grill
Der Crown Grill ist bei Princess Cruises das klassische Steakhaus und Grill-Restaurant, das auf einem amerikanischen Schiff nicht fehlen darf. Hier erwartet man die Klassiker und wird allenfalls von der Qualität überrascht – auf der Sun Princess durchaus positiv.

Sabatini’s Trattoria
Im Sabatini‘s fällt die Auswahl besonders schwer, denn die Speisekarte hält wirkliche italienische Spezialitäten bereit, nicht nur die sonst oft anzutreffenden, amerikanisierten Versionen. Im Angebot sind beispielsweise Arancini (mit Trüffel), die toskanische Fischsuppe Ribollita, Tomatensuppe mit Languste, Muscheln und Fisch, eine wunderbare, vegetarische Parmigiana di Melanzane und ein sehr gutes Tiramisu.

Umai Teppanyaki
Auf der Sun Princess erstmal bei Princess Cruises und nun auch auf der Star Princess ist der japanische Teppanyaki-Grill, den es bei anderen Reedereien schon seit vielen Jahren gibt. Wie dort steht beim Teppanyaki auch auf der Star Princess das Entertainment im Vordergrund. Es macht Spaß, aber wer es auf anderen Schiffen schon erlebt hat, wird nichts Neues oder Herausragendes erleben.




Wichtig aber, und ein Unterschied zu vielen anderen Teppanyaki-Dinnern bei anderen Reedereien: Sowohl meine Black Tiger Shrimp als auch das (aufpreispflichtige) Wagyu-Rind waren aber auf den Punkt gegart und das Essen insgesamt sehr gut. Insofern muss man den Besuch des Teppanyaki auf der Star Princess trotz des relativ hohen Preises auch aus kulinarischer Sicht nicht bereuen.
Sushi Bar „Makoto Ocean“
Ein Highlight ist die Sushi-Bar „Makoto Ocean“. Die sehr teuren 60 Dollar (plus 18 Prozent Servicegebühr) sind durch die exzellente Seafood-Qualität dennoch gerechtfertigt. Bessere Nigiri und Maki als auf der Sun Princess im vergangenen Jahr habe ich auf einem Kreuzfahrtschiff bislang nicht gegessen.

Auf der Star Princess habe ich mittags das Sushi-Bentobox-Menü für 35 Dollar (plus 18 Prozent Servicegebühr) mit ähnlich positiver Erfahrung ausprobiert.

Pluspunkt für die Sushi Bar der Star Princess ist auch die exzellente Lage auf Deck 8 an der Piazza, quasi in der Sphere mit großflächigem Blick aus Meer.
Show-Bar: Good Spirits at Sea
Bars mit kreativen, innovativen und gut gemixten Cocktails haben amerikanisch-internationalen Kreuzfahrtschiffen eine besondere Bedeutung, so auch auf der Star Princess. An jeder der Bars gibt es neben einem großen Standard-Repertoire auch Spezialitäten-Cocktails, die es jeweils nur an dieser einen Bar gibt.

Eine Bar ist auf der Star Princess aber noch etwas Besonderes, weshalb die „Good Spirits at Sea“ schon auf der Sun Princess zu meiner persönliche Lieblingsbar geworden ist, und nun auch wieder auf der Star Princess. Mit nur 40 Plätzen ist die „Good Spirits“ relativ klein und hat eine heimelige Atmosphäre.

In regelmäßigen Show-Einlagen stellen Bartender die einzelne Cocktails genauer vor und demonstrieren, ähnlich wie in einer Kochschule, ihre Zubereitung. So erfährt man auch ein wenig über deren Entstehung, die Ideen des Star-Mixologisten Rob Floyd hinter dem Cocktail und bekommt nebenbei auch die Rezepte dazu.
Was mir persönlich besonders gut an dieser Bar gefällt ist die Auswahl der Spezialitäten-Cocktails. Sie orientieren sich an verschiedenen Ländern oder Regionen der Welt und verwenden dafür jeweils lokal typische Alkoholika und Zutaten – von Barcelona über Tahiti bis St. Lucia.
Eine Übersicht der Getränkepreise bei Princess Cruises und an Bord der Star Princess sowie alle Infos zu den angebotenen Getränkepaketen finde Sie übrigens in unserem Beitrag „Getränkepreise und Getränkepakete bei Princess Cruises“.
Dezentrales Entertainment und neue Theater-Architektur der Princess Arena
Beim Entertainment setzt die Star Princess auf dezentrale Angebote. Es gibt nicht nur die großen Shows im Theater, sondern zusätzlich mehrere kleinere Angebote, die teils auch parallel laufen. Entsprechend gut verteilen sich die Passagiere übers Schiff – und das ist auch nötig, denn beispielsweise das Show-Theater oder auch das „Princess Live“ sind im Verhältnis zur hohen Passagierzahl eher klein.

Da gibt es beispielsweise Destinations-Präsentationen, Quizz-Games, klassische Konzerte oder Comedy im „Princess Live“ (gut 200 Plätze), Nachmittagsunterhaltung mit Spielen, Live-Musik und Tanz-Shows auf der Piazza (300 Plätze), Wellnessprogramm und Candlelight Concert im „Dome“ (250 Plätze) sowie im Kleinen den Event-Abend im „Spellbound by Magic Castle“ oder die Cocktail-Shows im „Good Spirits“ (40 Plätze), neben Livemusik in den Bars und Kino-Nachmittagen am Pooldeck.

Dennoch gibt es auch ein großes, architektonisch innovativ gestaltete Theater (rund 1.000) mit Einzelkünstlern und Production-Shows. Die Zuschauerränge sind nahezu rund um die Bühne angeordnet, mit absenkbarer Bühne in der Mitte, aber auch einer klassischen Bühne mit Video-Bühnenbild an der Rückseite. Das bringt die Akteure oft sehr nahe ans Publikum heran.

Die zwei neuen Shows der Star Princess, Meridian und Illuminate, konnte ich auf meiner Kurzreise nicht sehen, dafür aber die bewährte „Viva La Musica“ als Hommage an lateinamerikanische Musik und Tanz – eine exzellente Show, die mit der Qualität der ganz Großen der Branche gut mithalten kann.

Live-Musik ist auf der Star Princess besonders ausgeprägt und so spielt bei Production Shows und Auftritten von Einzelkünstler-Sängern eine acht- bis neunköpfige Live-Band – etwas, das es bei anderen Reedereien mit so großen Schiffen kaum noch gibt. Aber auch auf der Piazza kommt diese Band immer wieder zum Einsatz.
Deutlich größeres Nichtraucher-Spielkasino
Das Casino hat Princess deutlich vergrößert – ein allgemeiner Trend in der Branche. Im Vergleich zum Schwesterschiff ist nämlich ein großes Nichtraucher-Spielkasino hinzugekommen. Es liegt auf Deck 8 etwas hinter dem Hauptcasino an einer Stelle, wo es am Schwesterschiff noch Shops gibt.

Mit dem zusätzlichen Nichtraucher-Casino hat die Reederei die Casino-Fläche auf der Star Princess um ein Drittel vergrößert, sprich: das neue Nichtraucher-Casino hat immerhin ein Drittel der Fläche des Hauptcasinos.

Wobei auch im Hauptcasino bei Princess Cruises die Spieltische ohnehin rauchfrei sind. Es gibt dort aber Bereiche bei den Slot-Maschinen, wo Rauchen erlaubt ist. Das neue Nichtraucher-Casino ist nun komplett rauchfrei, inklusive aller 68 zusätzlicher Slot-Maschinen.
Auch auf anderen Schiffen der Flotte verändert Princess derzeit die Casino-Situation nach und nach und führt komplett rauchfreie Casinos parallel zu den bisherigen Casinos mit gemischt Raucher- und Nichtraucherzonen ein.
Nostalgisches Magie-Event „ Spellbound by Magic Castle“
Anders als zu Beginn auf der Sun Princess ist das „Spellbound“-Event nicht mehr mit einem vorausgehenden Dinner verbunden. Entsprechend hat Princess Cruises auch den Preis deutlich gesenkt, was die Speakeasy-Bar und das Magie-Event noch attraktiver macht. „Spellbound by Magic Castle“ kostet nun erschwingliche 45 Dollar, statt zuvor mit Dinner 149 Dollar. Dafür sind an der Cardini-Bar zwei Cocktails inklusive, zuvor war das unbegrenzt.

Neu gestaltet hat Princess Cruises auch den Vorraum zum Theater, mit zahlreichen Memorabilia aus der Welt der Magie.

Erst zum zweiten Mal überhaupt außerhalb des original „Magic Castle“ in Hollywood gibt dieses Erlebnis auf der Star Princes, nachdem es zuvor schon auf dem Schwesterschiff debütierte. Das Besondere dabei: Im Original Magic Castle in Hollywood benötigt man eine persönliche Einladung eines der Magierinnen und Magier, die in diesem exklusiven Club Mitglieder sind. Auf der Star Princess kann man sich den Zugang nun erkaufen, auch ganz ohne Beziehungen.

Das Magie-Event beginnt in einer herrlich nostalgisch dekorierten Speakeasy-Bar, mit effektvollen Cocktails und auch schon ein wenig Close-up-Magie an der Bar. Das Peacock-Theater selbst ist sehr klein, damit man ganz nahe am Close-up-Magier sitzt. Nach der Show kann man solange in der Bar bleiben, wie man möchte, und die „magischen“ Cocktails mit allerlei Rauch- und sonstigen Effekten probieren.

Wirklich atemberaubend und absolute Weltklasse ist dann die eigentliche Magie-Show im Spellbound-Theater – in dem Foto- und Videoaufnahmen während der Tricks nicht (beziehungsweise für uns Journalisten ausnahmsweise eingeschränkt) erlaubt sind. Ich habe schon viele Magier und Close-up-Künstler erlebt, aber hier blieb mir bei so manchen Trick vor Staunen der Mund offenstehen – auf meiner Reise der großartige Victor Pina.

Es ist ein grandioser Abend, in dem man sich von der Nostalgie des Ambientes und der unglaublichen Tricks der Close-up-Magier im Spellbound buchstäblich verzaubern lassen kann. Die 45 Dollar pro Person ist Spellbound by Magic Castle absolut wert – sowohl, was das Gesamterlebnis und die wunderbare Atmosphäre in den Spellbound-Räumen angeht, als vor allem auch wegen der Weltklasse-Magie, die man hier erlebt.
Mein persönliches Fazit zur Star Princess
Nach dem vor allem auch an technischen Problem unfreiwillig gescheiterten Versuch auf dem ersten Schiff der Baureihe, die Reederei stärker für Premium-Familienurlaub auch mit kleineren Kindern zu positionieren, ist Princess Cruises mit der Star Princess zurück bei alten Tugenden: Modern-elegante Premium-Kreuzfahrtschiffe in einer Größe, die vielleicht am besten im Kreuzfahrtmarkt für den gediegenen Mehrgenerationen-Urlaub geeignet ist, also für Großeltern, Eltern und (Enkel-)Kinder gemeinsam. Zugleich steht „Familie“ aber nicht explizit im Vordergrund, sodass sich auch Paare und Alleinreisende ohne Kinder ungestört wohlfühlen können.

Die Star Princess ist einerseits frisch und modern gestaltet und hat ein sehr vielfältiges Entertainment, insbesondere auch mit Live-Musik inklusive einer großen Live-Band im Theater. Sie vereint damit aber zugleich klassische Elemente der Kreuzfahrt, wie man sie bei anderen Reedereien zunehmend vermisst – auch, was einen vor allem für diese Schiffsgröße recht persönlichen Service angeht.

Es gibt zwei unverglaste Decks mit Blick nach vorne, aber auch so vermeintliche Kleinigkeiten wie eine Selbstbedienungs-Wäschereien an Bord, was auf längeren Reisen sehr praktisch ist, auf Schiffen dieser Größe aber sonst kaum mehr zu finden ist.

Faszinierend und sehr praktisch zugleich ist die inzwischen ausgereifte Medallion-Technik, die vieles an Bord angenehmer, komfortabler und einfacher gestaltet. Dazu gehört nicht zuletzt auch der Internetzugang. Bei die meisten Reedereien ist es mitunter ein nerviger Prozess, bis man es endlich geschafft hat, sich mit dem Bord-Wlan zu verbinden. Bei Princess sind das nur zwei Schritte in der Smartphone-App und schon steht die Verbindung.

Bars und Restaurants, insbesondere auch die neuen Spezialitäten-Restaurants wie „The Catch by Rudi“ oder „Love by Britto“ überzeugen sehr und „Spellbound by Magic Castle“ ist ein großes Highlight im insgesamt ziemlich vielfältigen Unterhaltungsangebot.

Wer eine Reise auf der Star Princess buchen will, sollte sich tunlichst in einem Reisebüro beraten lassen, das sich mit Princess Cruises auskennt – oder direkt bei Interconnect, der deutschen Vertretung von Princess Cruises buchen. Denn Kabinenkategorien, Plus- und Premium-Pakete sowie Zusatzleistungen für bestimmte Kabinenkategorien sind zwar sehr durchdacht, aber auch recht kompliziert und facettenreich. Da muss man genau hinsehen, um für die eigenen Wünsch die optimale Kombination aus Kabinenkategorie und gegebenenfalls Princess-Plus- oder -Premier-Paket zusammenzustellen.
Fakten & Zahlen: Star Princess
Die Star Princess ist nach ihrer 2024 in Dienst gestellten Schwester das zweite Kreuzfahrtschiff der Sphere-Class. Planungen zu weiteren Schiffen dieser Baureihe sind bislang nicht bekannt. Auch wenn die Dimensionen und ein paar architektonische Besonderheiten vermuten lassen könnten, dass sie auf der gleichen Architekturplattform wie AIDAnova, Carnivals Mardi Gras & Co basiert: Die Sphere-Class ist tatsächlich eine eigene Schiffsklasse. Sun und Star Princess wurden bei Fincantieri gebaut, sie anderen Schiffe der Carnival-Marken bei Meyer in Papenburg oder Turku.

Die Sphere Class bei Princess Cruises ist also tatsächlich eine eigene Schiffsklasse und basiert nicht direkt auf der gleichen Architektur wie diese Schiffe der Schwesterreedereien bei Carnival Corp. In meinem Beitrag zum Werftbesuch auf der Sun Princess im Dezember 2023 habe ich das schon einmal ausführlicher beschrieben.
- Werft: Fincantieri, Monfalcone
- Indienststellung: September 2025
- Flagge: Bermudas
- Schiffsklasse: Sphere Class
- Tonnage: BRZ 177.882
- Länge: 345,5 Meter
- Breite: 42,5 Meter
- Höhe: 61 Meter
- Passagierdecks: 17
- Kabinen: 2.157, davon 80 Suiten, 51 behindertengerechte Kabinen
- Passagiere: 4.300 (bei Standardbelegung der Kabinen), maximal circa 4.900
- Crew: 1.622
Nach ihrer kurzen Herbstsaison nach Auslieferung Ende September 2025 fährt die Star Princess im Mittelmeer, dann über den Atlantik zur Wintersaison in der Karibik ab Fort Lauderdale. Im April 2026 wechselt sie dann durch den Panamakanal in ihr Sommerfahrtgebiet Alaska – dem Trend zu noch größeren Schiffen in Alaska folgend.

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