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Norwegian Prima in der Fincantieri-Werft in Marghera

Werft-Besuch in Marghera: Fotos, Neues und Details von der Norwegian Prima

In Venedig hat Norwegian Cruise Line bei einem Event viele Details zu ihrer neuen Schiffklasse und insbesondere der Norwegian Prima vorgestellt, die 2022 in Dienst geht. Zu den Highlights gehören neue Restaurant-Konzepte und Kulinarik sowie die vielfältigen Kunstwerke an Bord und einiges mehr. Cruisetricks.de war dabei, stellt die Neuerungen und Besonderheiten vor und zeigt Bilder der Norwegian Prima aus der Werft, die man zumindest als Passagier sonst nicht zu sehen bekommt.

Wie vermittelt man das Ambiente, die Kunstwerke, das Essen und die neuen Restaurants auf einem Kreuzfahrtschiff, an dem in der Werft noch intensiv gearbeitet wird? Ein Schiff, das im Wesentlichen eine Großbaustelle aus Stahl, unverkleideten Decken und Wänden mit hunderten von Kilometern offen liegender Kabeln und Rohrleitungen ist? Rund 2.350 Arbeiter gleichzeitig bauen in der Fincantieri-Werft in Marghera bei Venedig an der Norwegian Prima, die in rund vier Monaten fertig sein soll.

NCL-CEO Harry Sommer vor der Norwegian Prima
NCL-CEO Harry Sommer vor der Norwegian Prima in der Werft in Marghera

Bei einem aufwendigen Event in Venedig und Besuch in der Fincantieri-Werft im nahegelegenen Marghera Anfang März 2022 hat Norwegian Cruise Line viele neue Details zur neuen Schiffsklasse vorgestellt, den Bildhauer der Skulpturen auf dem Promenadendeck und den Künstler der Rumpfbemalung eingeladen und ein lokales Catering-Unternehmen tagelang auf Beispiel-Gerichte einiger neuer Restaurants der Norwegian Prima geschult, um die Gerichte möglichst originalgetreu servieren zu können.

Hinweis: Alle Computer-Renderings des Schiffs sowie die Werkstattfotos der Skulpturen stammen von Norwegian Cruise Line, die Fotos aus der Werft von mir selbst – und sind entsprechend urheberrechtlich geschützt.

Rund sechs Millionen Dollar investiert NCL in Kunstwerke an Bord der Norwegian Prima. Dazu gehören etwa 750 Einzelwerke in den öffentlichen Bereichen des Schiffs, 200 in den Kabinengängen, sechs Großskulpturen am Promenadendeck, viele Originale in den Suiten sowie mehrere Motive für die Wandbemalung in den Kabinen. Die Werke stammen von 350 bis 400 Künstler, schätzt Kuratorin Sarah Hall, Director of Art bei Norwegian Cruise Line Holdings, die gemeinsam mit NCLHs Präsident und CEO Frank Del Rio die Werke für die Kunstsammlung auf der Norwegian Prima zusammenstellt.

Kuratorin Sarah Hall, Künstler Peeta, Bildhauer Alexander Krivosheiw – im Hintergrund ein Werk von Peeta

Und auch deshalb ist die Norwegian Prima für Kreuzfahrtschiffkenner spannend: Diese Schiffsklasse ist die erste neue, seit Frank Del Rio die Norwegian Cruise Line Holdings führt. Erstmals konnte er seine Ideen für die Schiffe als Premium-Marke im „Contemporary“-Markt, also modernen, gehobenen Markt mit großen Schiffen, von Anfang an selbst planen. Denn die Planung der Breakaway- und Breakaway-Plus-Klasse existierten bereits, als er sein Amt antrat.

Die Norwegian Prima ist etwas kleiner als die vorausgegangene Breakaway-Klasse und soll mehr individuellen Raum pro Passagier bieten, inklusive größerer Kabinen. Auch ein besseres Crew-Passagiere-Zahlenverhältnis plant NCL.

Der relativ neue, gehobene Anspruch an Ambiente, Entertainment und Kulinarik-Qualität bei NCL soll sich auf der Norwegian Prima auch in den Restaurants zeigen, insbesondere mit neuen Spezialitäten-Restaurants, zwei neu konzipierten Hauptrestaurants und einem ganz neuen Ansatz mit der „Indulge Food Hall“. Dazu später mehr.

Indulge Food Hall, Außenbereich
Außenfläche des neuen Restaurantbereichs Indulge Food Hall am Heck der Norwegian Prima

Zu den Besonderheiten gehört aber auch, dass NCL eine andere Umwelt-Strategie fährt als viele andere Reedereien: Die neue Schiffsklasse – mit immerhin sechs Schiffen zwischen 2022 und 2027 – nutzt nicht das als Zwischentechnologie betrachtete LNG als Treibstoff, sondern setzt auf herkömmlichen Treibstoff bei Energieeffizienz des Schiffs und Filtertechnik, solange keine wirklich umweltfreundliche und klimaneutrale Antriebstechnik für Kreuzfahrtschiffe gibt. Das ist nicht ganz unumstritten, aber auch nicht grundsätzlich falsch.

Skulpturengarten „The Concourse“

Augenfällig ungewöhnlichste Neuerung der Norwegian Prima ist eine Open-Air-Kunstausstellung mit sechs großen Skulpturen des New Yorker Bildhauers Alexander Krivosheiw. In einem Bereich namens „The Concourse“ an Steuerbord mittschiffs auf der breiten Promenade auf Deck 8 stellt NCL seine Arbeiten aus Metall aus: ornamental, verschlungen, teils abstrakt, teils figürlich und eines davon auch mit LED-Beleuchtungseffekten in wechselnden Farben.

Sacred Trinity
„Sacred Trinity“ bei einem Licht-Test in der Werkstatt des Künstlers

Teils sind die Skulpturen für die Norwegian Prima bereits fertiggestellt, teils noch in Arbeit. Ohnehin können sie erst ganz zum Schluss am Schiff installiert werden, damit sie während der Bauarbeiten nicht beschädigt werden. Denn auf der Promenade sieht es in der Werft im Moment noch so aus:

Promenade, Deck 8
Promenade, Deck 8

Bilder aus Krivosheiws Werkstatt geben aber schon einen ersten Eindruck von den Skulpturen, die dort bald stehen werden:

Die sechs Skulpturen sind nicht die ersten Werke Krivosheiw auf einem Kreuzfahrtschiff. Bereits auf der Seven Seas Splendor der Schwesterreederei Regent Seven Seas Cruises steht im Spa-Bereich eine Bronze-Skulptur des Künstlers.

Spa
Krivosheiw-Skulptur im Spa der Seven Seas Slpendor

Auf die Frage nach dem Lieblingsstück des Künstlers bekommt man in solchen Situationen meist eine ausweichende Antwort. Nicht so bei Alexander Krivosheiw, denn mit der Skulptur „Scoops“, die einen Hundewelpen darstellt, verbindet ihn eine besondere Geschichte, die er bei dem Event in Venedig erzählt.

Scoops
Scoops

Bevor er als jetzt erfolgreicher Künstler anerkannt war, sei Geld immer knapp gewesen, selbst für Weihnachtgeschenke für seine Familie habe es oft nicht gereicht. Sein Agent habe ihm geraten, die Metallabfälle seiner Arbeiten aufzuheben. Schließlich habe er dann aus solchen Resten für seine Schwester eine kleine Hundeskulptur als Geschenk gefertigt. Und „Scoops“ für die Norwegian Prima ist entsprechend eine Art Reminiszenz daran.

Rumpfbemalung von „Peeta“ alias Manuel de Rita

Die dynamische, wellenförmige Rumpfbemalung der Norwegian Prima stammt von einem in Venedig lebenden Künstler mit Künstlernamen „Peeta“, bürgerlich: Manuel de Rita. Sein Stil ist geprägt von Dreidimensionalität und Anamorphismus, also Werken, die ihre Wirkung besonders unter einem ganz bestimmten Blickwinken entfalten.  

Blick auf die Rumpfbemalung der Norwegian Prima in der Werft
Blick auf die Rumpfbemalung der Norwegian Prima in der Werft

Eine große Herausforderung sei die Rumpfbemalung für ihn vor allem wegen der enormen Größe der zu bemalenden Fläche gewesen, sie das in diesen Dimensionen vorstellen zu können, beschreibt er seien Erfahrung mit diesem Projekt. Statt Dreidimensionalität auf einer zweidimensionalen Fläche umzusetzen, sei eine Herausforderung bei dem Kreuzfahrtschiff auch gewesen, bereits eine dreidimensionale Leinwand zu haben.

Rumpfbemalung der Norwegian Prima
Rumpfbemalung der Norwegian Prima

Auch die Rumpfbemalung des zweiten Schiffs der Baureihe, die Norwegian Viva, kommt von Peeta. Die Norwegian Viva entsteht derzeit in der Fincantieri-Werft in Marghera in Sichtweite zur Norwegian Prima.

Norwegian Prima im Bau im Trockendock
Norwegian Prima im Bau im Trockendock

Ein Blick in die Kabinen der Norwegian Prima

Eine der am weitesten im Bau fortgeschrittenen Bereiche auf der Norwegian Prima sind die Kabinen. Insgesamt 1.064 davon hat die Norwegian Prima. Im modernen Kreuzfahrtschiffbau werden die bei großen Schiffen in externem Fertigungsanlagen komplett gebaut und anschließend modulartig im Schiff installiert – bei Fincantieri in einer Kabinenfabrik etwa eine Stunde Autofahrt nördlich von Venedig.

Entsprechend waren einzelne Kabinen – eine Balkonkabine und eine Innenkabine – bereits zu besichtigen, wenn auch natürlich noch nicht vollständig ausgestattet. Auffällig ist die Größe der Kabinen, laut NCL die größten innerhalb der eigenen Flotte.

Eine weitere, bereits sichtbare Besonderheit ist die teilweise indirekte Beleuchtung sowie die Kunstwerke an der Wand: Fünf Motive im gleichen Stil wechseln sich von Kabine zu Kabine ab.

Restaurants und Essen

Für das Essen an Bord der Norwegian Prima verspricht NCL ein höhere als das bisher gewohnte Niveau – und demonstriert das auf dem Event in Venedig auch gleich mit einigen Beispielen aus den Menüs verschiedener Restaurants. Wie das letztlich an Bord tatsächlich aussehen wird, berichten wir natürlich, sobald wir im Sommer 2022 an Bord waren. Was wir jetzt bei dem Event in Venedig probieren konnten, erfüllte das Versprechen jedenfalls schon einmal. Die Bilder vom Sampling-Menü geben einen ersten Eindruck:

Weiterhin wird es auf der Norwegian Prima und Norwegian Viva die von NCL bekannten Restaurants wie beispielsweise Cagney’s Steakhaus, Le Bistro, Onda, Los Lobos und Food Republic geben. Und so sehen zwei der Restaurants aktuell in der Werft und später dann fertiggestellt aus:

Hudson’s und The Commodore Club

Neu ist das Konzept für die Hauptrestaurants: Das „Hudson’s“ ersetzt auf der Norwegian Prima den „Manhattan Room“ der Breakaway-Klasse und soll in dem runden Abschluss der Schiffsaufbauten am Heck einen mehr als 270-Grad-Rundumblick bieten. Die beiden Restaurants „Taste“ und „Savor“ der Breakaway-Klasse werden auf der Norwegian Prima durch „The Commodore Club“ als noch etwas gehobenere Variante eines Hauptrestaurants ersetzt wird.

Hudson's
Hudson’s

Vor allem aber werden Hudson’s und Commodore Club keine täglich wechselnden Speisekarten mehr haben, sondern ein dafür deutlich größeres, festes Speisenangebot, ähnlich einem Restaurant an Land. Dahinter steckt unter anderem der Gedanke, bei gleichbleibendem Menü höhere Qualität umsetzen zu können, weil die Köche nicht ständig wechselnde Gerichte kochen, sondern die gleichen Gerichte optimieren können.

The Commodore Club
The Commodore Club

Reizvoll auch: Es soll eine „Build your own Pasta“-Option für individuell zusammengestellte Nudelgerichte geben. Und auf den Karten der grundsätzlich kostenfreien Hauptrestaurants stehen künftig auch einzelne, zuzahlungspflichte Gerichte aus den Spezialitätenrestaurants stehen.

Bis 2023 soll dieses neue Hauptrestaurant-Konzept auf allen 17 NCL-Schiffen umgesetzt werden, auf der Norwegian Prima und Norwegian Viva von Anfang an.

Indulge Food Hall

Eine ganz neue Art des Restautants ist die „Indulge Food Hall“ der Norwegian Prima. Das Konzept erinnert ein wenig an Markthallen wie in Barcelona oder Rotterdam mit ihrer Vielfalt an Küchen und Speisen. Die Indulge Food Hall wird insgesamt elf unterschiedliche Küchen anbieten, von Indisch und Nudel-Station über Rotisserie und BBQ bis zum Dessert-Spezialisten Coco’s.

Indulge Food Hall
Indulge Food Hall

Anders als bei Markthallen an Land ist die Indulge Food Hall aber ein vollwertiges Restaurant mit Bedienung am Tisch: 255 Plätze innen und rund 100 im Freien. Wahlweise können die Passagiere aber auch an den einzelnen Food-Ständen bestellen und sich das Essen vom Kellner am Tisch servieren lassen oder es direkt selbst mit an den Tisch nehmen.

Der Charme dabei ist, dass man bei der Bestellung nicht auf ein einzelnes Restaurant beschränkt ist, sondern querbeet ordern kann. Der größere Teil der Angebote wird kostenfrei sein, ein Teil aber auch gegen Aufpreis wie etwa der Dessert-Stand Cocos, der ja auch schon von einigen anderen NCL-Schiffen bekannt ist.

Neue Spezialitäten-Restaurants: Palomar Seafood, Hasuki Hibachi, Nama Sushi

Bei den zuzahlungspflichtigen Spezialitätenrestaurants soll das mediterrane Seafood-Restaurant „Palomar“ ein neues Highlight werden. Es ist auf gehobene, mediterrane Küche mit einem Schwerpunkt auf Seafood spezialisiert und wird Tische sowohl im Innenbereich als auch unter freiem Himmel haben. Die eigentliche Besonderheit jedoch, insbesondere für ein Kreuzfahrtschiff dieser Größe: Das Palomar setzt auf frisches, nicht tiefgefrorenes Seafood und bekommt dazu zweimal wöchentlich frischen Fisch und Meeresfrüchte geliefert.

Neu auf der Norwegian Prima wird mit dem „Hasuki“ auch ein elegantes, japanisches Hibachi-Restaurant und das Sushi House „Nama.

Weitere Details der Norwegian Prima

Noch hat NCL nicht alle Details zur Norwegian Prima verraten, einige Bereiche sind am Deckplan immer noch weiße Niemandsland. Doch vieles ist schon bekannt und beim Werftbesuch konnten wir einiges davon sehen – auch wenn selbst in der letzten Bauphase oft noch sehr viel Vorstellungskraft nötig ist, um sich vorzustellen, wie diese Bereiche einmal aussehen werden, wenn das Schiff wirklich fertig ist. Computer-Renderings helfen dabei natürlich ungemein …

Flexibles Theater

Experimentierfreudig zeigt sich NCL im Theater mit insgesamt 760 Sitzplätzen: Die Anordnung der zwei Ränge entspricht dem eines klassischen Theaters an Land. Die ansteigenden Ebenen im Parkett mit 648 Sitzplätzen dagegen lassen sich flexibel uns pro Reihe Ziehharmonika-artig zurückfahren. Etwas ähnliches hat AIDA bereits im Studio X auf der AIDAnova umgesetzt, dort allerdings in kleineren Dimensionen.

Mit dieser Struktur lässt sich das Theater in maximal 30 Minuten Umbauzeit ganz flexibel gestalten und für Shows unterschiedlich konfigurieren, aber beispielsweise auch als Las-Vegas-Style-Nachtclub mit großer Tanzfläche nutzen. Über allem soll ein riesiger, ebenfalls beweglicher und unterschiedlich gestaltbarer Leuchter schweben.

Penrose Atrium

Das Atrium der Norwegian Prima wird erstmals auf einem NCL-Kreuzfahrtschiff ein Deck höher als gewohnt und erstreckt sich über die drei Decks 6, 7 und 8.

Wenn auch noch im Rohbau, ist doch schon beim Werftbesuch die ungewöhnliche Form des „Penrose Atrium“ erkennbar: asymmetrisch, mit geschwungenen Formen, auf den drei Decks unterschiedlich überhängende Ebenen und einer großen Panorama-Glasfront an der Seite, Starbucks-Cafe und Whiskey-Bar.

Kart-Rennstrecke auf drei Ebenen

Die schon von den Breakaway-Plus-Schiffen bekannte Kart-Rennstrecke hat NCL auf der Norwegian Prima noch weiter ausgebaut. Sie ist 22 Prozent länger als auf der Norwegian Encore und zieht sich rund um den Schornstein nun auf drei statt bisher zwei Ebenen.

Rutsche „The Rush“

Erstmals auf einem NCL-Schiff gibt es eine zehn Decks hohe Trockenrutschbahn, ähnlich wie auf Oasis-Class-Schiffen von Royal Caribbean International. Die Rutsche besteht aus zwei Röhren, in denen Passagiere auch gegeneinander antreten können, inklusive Zeitmessung.  

Infinity-Pools

Was offenbar auf keinem neuen Kreuzfahrtschiff mehr fehlen darf, sind Infinity-Pools. Die Norwegian Prima hat davon zwei recht große im hinteren Bereich der Promenade auf Deck 8 sowie einen Infinity-Pool im neu gestalteten „The Haven“ für Suiten-Passagiere am Heck.

Großer „The Haven“ am Heck

Den Suiten-Komplex „The Haven“ hat NCL auf der Norwegian Prima ans Heck verlegt. Für die Passagiere der insgesamt 105 Haven-Suiten gibt es dort unter anderem einen großen Außenbereich direkt am Heck des Schiffs inklusive einem Infinity-Pool. Eine Vorschau auf die neue, sehr optisch zurückgenommene Gestaltung des Havens geben einige Computer-Renderings.

Impressionen vom Werft-Besuch bei Fincantieri in Marghera

Stahlkappenschuhe, Schutzhelm – ohne diese Ausrüstung geht bei einem Werftbesuch nichts. Aktuell kommt noch die Maske hinzu. Es ist ein kleines Abenteuer, durch ein Kreuzfahrtschiff im Bau zu laufen, denn überall hängen Kabel aus der Decke, liegt Baumaterial als unbeabsichtigten Stolperschwellen am Boden, sind Elemente mit Farbe frisch gestrichen und klebrig, tropft Wasser von der Decke oder sprühen Funken von einer Schleifmaschine durch die Luft.

Werftbesuch in Marghera bei der Norwegian Prima
Werftbesuch in Marghera bei der Norwegian Prima

Wie in einem riesigen Ameisenhaufen arbeiten gleichzeitig rund 2.350 Arbeiter nach einem gut koordinierten Plan parallel an allen Bereichen, ziehen Kabel, verlegen Böden, befestigen Wandpaneele, bauen Theken und Gestaltungselemente ein.

Und wenn die Passagiere später wüssten, was so alles auf den Stahlwänden geschrieben und gezeichnet ist, die später von hübsch gestalteten Abdeckpaneelen unsichtbar gemacht werden. Von namentlich verewigten Arbeitern bis zu schnellen Konstruktionsskizzen findet sich hier alles.

Jetzt, rund 14 Wochen vor Fertigstellung der Norwegian Prima kann man sich kaum vorstellen, dass das Schiff – bereits seit mehr als zwei Jahre in Bau – so schnell fertig werden soll. Zwar werden an einigen Stellen schon Feinarbeiten erledigt oder der Boden verlegt. Aber an anderer Stelle sind außer blanken Stahlwänden und Kabelschächten noch nicht viel zu erkennen.

interaktive Panorama-Bilder: Norwegian Prima in der Fincantieri-Werft Marghera

verfügbare Bilder:
Norwegian Prima
Vollbild-Modus empfehlenswert (Quadrat-Symbol links oben) – zum Ändern der Blickrichtung ins Bild klicken, Maustaste halten und Maus bewegen.

Aber es wird kommen, wie es bei Kreuzfahrtschiffen immer kommt: Irgendwie ist zum Ablieferungstermin dennoch alles fertig – ist fast alles, mit ein paar kleinen Nacharbeiten. Dass ganze Bereiche dann noch Baustelle sind, kommt selten vor. Wie gut Fincantieri die Fertigstellung gelingt, wird sich bald zeigen – immerhin ist es das erste Kreuzfahrtschiff, dass die italienische Werft für Norwegian Cruise Line baut. Im August 2022 geht die Norwegian Prima mit Nordeuropa-Kreuzfahrten in Dienst, wenn alles wie geplant läuft.

Anmerkung*: Cruisetricks.de reiste zu dem dreitägigen Werftbesuch-Event in Venedig/Marghera auf Einladung von Norwegian Cruise Line.

Weitere Teile der Serie "Werft-Besuch in Marghera - Fotos, Neues und Details von der Norwegian Prima":

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3 Kommentare

3 Gedanken zu „Werft-Besuch in Marghera: Fotos, Neues und Details von der Norwegian Prima“

  1. Sehr geehrter Herr Neumeier
    Vielen Dank für den ausführlichen Bericht zum neuen Schiff, zur neuen Schiffsklasse meiner Lieblingsreederei NCL.
    Wie immer ganz tolle und ungewöhnliche Bilder. Ich kann es kaum erwarten die Norwegian Prima, Viva oder eines der nachfolgenden Schiffe persönlich kennen zu lernen und habe gaaaaanz viel Lust schon bald mitzufahren. Fand schon die Bliss ein eindrückliches Schiff und ich bin „Fan“ der Kartbahn!
    Herzliche Grüsse aus Zürich
    Christian Brunner

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