Die Eintrittsgebühr für Venedig in Höhe von zehn Euro fällt im Jahr 2026 an mehr Tagen als noch im Vorjahr an. Fünf Euro, oder bei kurzfristiger Buchung zehn Euro müssen Tagesbesucher der Stadt an diesen besonders stark frequentierten Tagen von April bis Juli dann bezahlen. 2025 wurde die Eintrittsgebühr an 54 Tagen im Jahr erhoben, 2026 nun an 60 Tagen.
Günstiger ist der Venedig-Eintritt, wenn man das Ticket bereits spätestens vier Tage vor dem Besuch plant. Dann kostet es nur fünf Euro, ab dem dritten Tag vor dem Besuch jedoch die vollen zehn Euro. Auf der Website zur Buchung der Tickets sind die eintrittspflichtigen Tage aufgelistet, übersichtlicher ist die Darstellung jedoch einer Mitteilung der Gemeinde „Contributo di accesso 2026“.
Die Eintrittsgebühr muss wie auch bisher schon vorab online entrichtet und bei Kontrollen mit dem dabei ausgestellten QR-Code nachgewiesen werden. Reisende, die in Venedig im Hotel übernachten, sind von der Gebühr ausgenommen, ebenso wie Kinder unter 14 Jahren. Wer die Stadt vor 8:30 Uhr morgens verlässt oder nachmittags erst ab 16:00 Uhr kommt, muss kein Ticket lösen.
Nich fällig wird die Gebühr auch, wenn man die Altstadt nicht betritt, also lediglich im Transit zum Beispiel zum Kreuzfahrtschiff in Marghera oder Fusina ist. Ausgenommen sind also die Bereiche um die Ponte della Libertà, Piazzale Roma, Bahnhof Santa Lucia, die Kreuzfahrt-Terminals San Basilio und Stazione Marittima und Isola Nova del Tronchetto.
Nach mehrmaliger Verschiebung, nicht nur bedingt durch die Pandemie, hatte Venedig erstmals im Jahr 2023 eine Eintrittsgebühr für Tagestouristen eingeführt. Seitdem gilt die Eintrittsgebühr als „Experiment“ und soll weiterhin in ihrer Wirkung beobachtet und jedes Jahr von neuem beschlossen und gegebenenfalls angepasst werden.
Auch wenn Venedig nur noch von wenigen, sehr kleinen Kreuzfahrtschiffen direkt angelaufen werden darf, bleibt die Lagunenstadt doch ein beliebtes Ziel auch für Kreuzfahrer in der Adria. Viele Schiffe legen ihre Hafenstopps in Fusina oder Marghera am nahe gelegenen Festland ein, aber auch die weiter entfernten Häfen von Ravenna oder Triest dienen bei Kreuzfahrt-Reedereien als Ausgangspunkt für Landausflüge nach Venedig.
Schon seit August 2021 dürften größer und große Kreuzfahrtschiffe die Kreuzfahrtterminals der Stazione Marittima direkt in Venedig mit Zufahrt vorbei am Markusplatz und durch den Giudecca-Kanal nicht mehr anlaufen. Nur noch kleine Schiffe mit einer Tonnage von unter 25.000 BRZ sowie Segelschiffe sind von dem Verbot ausgenommen. Große Schiffe legen daher überwiegend am Festland in Marghera an, wickeln die Einschiffungsformalitäten und Gepäckabgabe aber weiterhin über die Terminals in Venedig ab.




