Komplizierte Tarife: mobil telefonieren am Kreuzfahrtschiff

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Handy-Netz mit Satelliten-Anbindung: Telefonieren am Kreuzfahrtschiff ist teuer

Handy-Netz mit Satelliten-Anbindung: Telefonieren am Kreuzfahrtschiff ist teuer

Auf Kreuzfahrt mit dem Handy telefonieren kann teurer werden – soweit ist das fast jedem klar. Stimmt aber nicht automatisch! Überraschenderweise sind die Roaming-Tarife in den Satelliten-basierten Mobilfunknetzen an Bord manchmal sogar relativ günstig. Meist ist es allerdings schwierig herauszufinden, wie viel die Telefongesellschaften pro Minute tatsächlich berechnen. Cruisetricks.de hat sich bei Reedereien und Mobilfunk-Anbietern die Tarife besorgt und eine kleine Übersicht zusammengestellt (siehe auch Tabelle am Ende des Beitrags).

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Vorweg: Am billigsten telefoniert es sich mit dem Handy auf Kreuzfahrt, wenn man nicht das GSM-Netz des Kreuzfahrtschiffs nutzt. Denn das Roaming über landbasierte, ausländische Mobilfunknetze ist eigentlich immer günstiger. Innerhalb Europas sind die Roaming-Tarife ohnehin gesetzlich gedeckelt, aber auch in den meisten anderen Ländern sind die Gebühren inzwischen relativ akzeptabel. Zudem bieten viele Mobilfunkprovider relativ günstige Auslandstarife an, die man teils als Option, teils als Minutenpaket buchen kann.

Ist das Schiff erst einmal auf hoher See, ist das Handy schnell außerhalb der Reichweite der Mobilfunkmasten an der Küste. Und dann gibt’s nur noch die Alternative zwischen Handy ausschalten oder ins Mobilfunknetz des Kreuzfahrtschiffs einloggen – und das vermittelt die Gespräche über teure Satelliten-Verbindungen. Als Alternative bleibt allerdings noch Skype über die WLAN-Internet-Verbindung an Bord: Die Minutenpreise für Internet sind mit 19 bis 59 Cent pro Minute deutlich günstiger als die Telefon-Roaming-Tarife. Die Bandbreite reicht aber nicht immer für eine störungsfreie Skype-Verbindung aus.

Daten-Roaming

Einige der Satelliten-gestützten GSM-Netze unterstützen inzwischen auch Daten-Roaming via GPRS. Wer also mit einem Smartphone unterwegs ist, sollte sicherstellen, dass Daten-Roaming deaktiviert ist, um nicht von einer hohen Rechnung überrascht zu werden, die beispielsweise durch das Synchronisieren von Kalender und E-Mail zustande kommt. Aber auch hier gibt es inzwischen bezahlbare Tarif-Optionen der Mobilfunk-Provider, beispielsweise das Reise-Paket Data Welt von Vodafone. Aber Daten-Roaming soll das Thema eines anderen Beitrags werden. Wir konzentrieren und hier erst einmal auf das die ohnehin schon kompliziert Sprachtelefonie.

Welche Handy-Tarife gelten am Kreuzfahrtschiff?

Um herauszufinden, welche Handy-Tarife im Satelliten-Netz eines Kreuzfahrtschiffs gelten, muss man drei Faktoren berücksichtigen:

  • Auf welchem Schiff will man mit dem Handy telefonieren?
  • Welcher Betreiber unterhält das Satelliten-Netz auf dem jeweiligen Kreuzfahrtschiff?
  • Und: Welches Roaming-Abkommen hat der eigene Mobilfunk-Anbieter mit diesem Satellitennetz-Betreiber?

Im Wesentlichen gibt es fünf Betreiber von Satelliten-gestützten GSM-Netzen, die auf Kreuzfahrtschiffen zum Einsatz kommen:

CellAtSea / MCP

  • Unternehmen: Maritine Communications Partner (MCP), eine Tochter der norwegischen Telenor
  • Reederei-Verträge: AIDA (AIDAsol, AIDAblu, AIDAstella, AIDAmar), Cunard, P&O Cruises, Fred Olsen, Princess Cruises, Color Line, Phoenix Reisen, Hurtigruten
  • Im Display des Handys wird meist „MCP”, „90112” oder „MCP Maritime Com“ als Mobilfunkprovider angezeigt.

cellular@SEA / WMS

  • Unternehmen: Wireless Maritime Services (WMS), ein Joint Venture von AT&T und MTN Satellite Comunications; erscheint in den Tarifübersichten gelegentlich auch unter den Namen “Cingular Maritime” oder “AT&T Maritime“
  • Reederei-Verträge: Carnival Cruise Line, Celebrity Cruises (ausser Solstice Class), Disney Cruise Line, Norwegian Cruise Line, Regent Seven Seas, Royal Caribbean International, Seabourn, AIDA (ausser AIDAsol, AIDAblu, AIDAmar, AIDAstella), TUI Cruises, Crystal Cruises, Silversea Cruises, Windstar Cruises, Paul Gauguin Cruises, The World
  • Im Display des Handys wird meist „Cellular@SEA“, „Telecom” oder „90118“ als Mobilfunkprovider angezeigt.

On Waves / Siminn

  • Unternehmen: Siminn, ein isländisches Telekom-Unternehmen
  • Reederei-Verträge: Pullmantur, Louis Cruise Lines, MSC, Celebrity Cruises (Solstice Class), Compagnie du Ponant, Quail/Happy Cruises, Star Clipper
  • Im Display des Handys wird meist „SIMINN” oder „OnWaves“ als Mobilfunkprovider angezeigt.

TIM Maritime

  • Unternehmen: Telecom Italia
  • Reederei-Verträge: Costa Crociere
  • Im Display des Handys wird meist „TIM Maritime“ als Mobilfunkprovider angezeigt.

OnAir

  • Unternehmen: On Air, eine Kooperation von SITA und Airbus, die hauptsächlich Flugzeuge mit GSM-Technik ausstatten
  • Reederei-Verträge: Hapag-Lloyd Kreuzfahrten
  • Im Display des Handys wird meist „OnAir“ als Mobilfunkprovider angezeigt.

Netzbetreiber identifizieren

Der erste Blick beim Einloggen in ein Bordnetz sollte dem Handy-Display gelten: In welchem Netz befindet man sich tatsächlich? in der Auflistung haben wir angegeben, unter welchen Bezeichnungen sich die Netze üblicherweise melden. Allerdings sind das nur Anhaltspunkte, in der Realität kann das Netz trotzdem anders heißen.

Manchmal schließen deutsche Mobilfunk-Provider nämlich auch Roaming-Abkommen mit anderen Providern, die selbst kein Satelliten-Netz betreiben. So wickelt Vodafone Telefonate im WMS-Netz beispielsweise über AT&T Wireless Services ab, O2 nutzt Siminn über den Anbieter OceanCell. Oft ist es also ohne intensive Recherche nahezu unmöglich, die tatsächlichen Gebühren zuverlässig zu ermitteln.

Hinzu kommt, dass nicht automatisch alle Schiffe einer Reederei mit der Technik desselben der genannten Anbieter ausgerüstet sind. Deshalb kann es auch unterschiedliche Telefongebühren auf Schiffen derselben Reederei geben – je nach Netzbetreiber. AIDA arbeitet beispielsweise auf der AIDAsol und AIDAblu mit CellAtSea, auf den anderen Schiffen mit cellular@SEA. Celebrity Cruises setzt auf den Solstice-Class-Schiffen auf On Waves, während die übrigen Schiffe mit einem Netz von cellular@SEA fahren.

TIPP 1: Sicherheitshalber sollte man sich von seinem eigenen Mobilfunkanbieter vor einer Kreuzfahrt eine komplette Liste der Roaming-Tarife für Kreuzfahrtschiffsnetze besorgen und vor Ort am Schiff prüfen, in welches Netz sich das Handy tatsächlich einwählt.

TIPP 2: Mailbox ausschalten oder eine absolute Rufumleitung einrichten. Durch die hohen Gebühren für eingehende Gespräche lauert hier sonst eine unangenehme Gebührenfalle.

Übersicht: Handy-Tarife am Kreuzfahrtschiff

Die folgende Tabelle soll Anhaltspunkte geben, ist aber nur eine Momentaufnahme der aktuellen Roaming-Tarife, die sich häufig ändern. Die Preise beziehen sich auf Kreuzfahrtschiffe, für Fähren gelten teils andere Tarife.

Minuten-Preis nach Deutschland Minute-Preis eingehende Gespräche SMS-Versand **
Siminn
Dt. Telekom 6,55 7,03 1,25
Dt. Telekom Xtra 5,49 5,49 0,89
Vodafone 5,12 1,53
(plus Netz-abhängige Gebühren ***)
0,46 *
O2 (via OceanCell) 6,55 6,55 1,04
E-Plus 6,38 6,38 1,02
CellAtSea / MCP
Dt. Telekom 3,13
(+ 0,18 pro Verbindung)
1,79 1,1
Dt. Telekom Xtra 1,99 1,99 0,89
Vodafone 5,12 1,53
(plus Netz-abhängige Gebühren ***)
0,46 *
O2 1,81 2,37 0,89
E-Plus 3,05
(+ 0,17 pro Verbindung)
2,99 0,87
cellular@SEA / WMS
Dt. Telekom 3,65 3,85 0,97
Dt. Telekom Xtra 3,49 3,49 0,89
Vodafone 5,12 1,53 0,46 *
O2 (kein Roaming-Vertrag)
E-Plus 3,76 2,61 0,78
TIM Maritime
Dt. Telekom 4,47
(+ 0,75 pro Verbindung)
5,36
(+ 0,75 pro Verbindung)
0,58
Dt. Telekom Xtra 5,49 5,49 0,89
Vodafone 5,12 1,53
(plus Netz-abhängige Gebühren ***)
0,46 *
O2 4,46
(+ 0,74 pro Verbindung)
4,46
(+ 0,74 pro Verbindung)
0,37
E-Plus 4,35
(+ 0,73 pro Verbindung)
4,35
(+ 0,73 pro Verbindung)
0,87
On Air
Dt. Telekom 2,68 2,12 0,95
Dt. Telekom Xtra 3,49 3,49 0,89
Vodafone 5,12 1,53
(plus Netz-abhängige Gebühren ***)
0,46 *
O2 2,68 1,79 0,74
E-Plus 2,61 1,74 0,73

* CallYa: 0,71 Euro pro SMS
** Empfang von SMS ist unseres Wisssens nach immer kostenfrei
*** es fallen zusätzlich Gebühren an, die abhängig vom jeweiligen Netz zwischen 1,39 und 4,71 Euro betragen

Bitte beachten: Wir übernehmen keinerlei Haftung für die Richtigkeit der Angaben bei der Zuordnung der Roaming-Partner zu den jeweiligen Reedereien/Schiffen oder der Tarife.

Roaming am Kreuzfahrtschiff: die Technik im Hintergrund

Technisch gesehen handelt es sich beim Telefonieren über das Schiffsnetz übrigens um ganz normale Mobilfunk-Telefonie wie an Land auch. Auf dem Kreuzfahrtschiff ist ein GSM-Mobilfunknetz installiert, das die Gespräche vermittelt. In der Regel werden diese Schiffs-GSM-Netze von denselben Unternehmen installiert, gewartet und betrieben, die auch die Satelliten-Verbindungen bereitstellen. Im Hintergrund laufen die Gespräche dann über diese relativ teure Satelliten-Verbindung. Abrechnungstechnisch muss also ein Roaming-Vertrag zwischen dem eigenen Mobilfunkprovider wie Vodafon, T-Mobile, O2 oder E-Plus mit dem Betreiber des Bord-GSM-Netzes bestehen und von diesem Roaming-Vertrag hängt die Höhe der Telefongebühren ab.

Roaming via Satellit nur auf See

Die Satelliten-basierten Netze der Kreuzfahrtschiffe schalten sich GPS-gesteuert automatisch ab, sobald das Kreuzfahrtschiff in Landnähe kommt. Ab welcher Distanz zur Küste das geschieht, hängt von der Gesetzgebung des jeweiligen Landes ab. In der EU dürfen die Satelliten-Netze nicht näher als zwei Seemeilen von der Küstenlinie betrieben werden, für den Bereich bis zwölf Meilen gelten technische Beschränkungen, die Störungen für landbasierte Handy-Netze verhindern sollen (2010/266/EU). Faktisch schalten die Satelliten-Systeme an Bord heutzutage meist bei Einfahren in die 12-Meilen-Zone ab. Trotzdem sollte man gerade in Küstennähe sicherheitshalber immer prüfen, in welches Netz sich das Handy gerade tatsächlich eingeloggt hat.

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26 Kommentare zu Komplizierte Tarife: mobil telefonieren am Kreuzfahrtschiff

  1. Konstantin Pfliegl on Juni 13, 2011 at 8:37 am

    Da habe ich auch noch einen guten Spartipp:
    Man kann im Urlaub auch einfach mal “abschalten”: Das gilt nicht nur für den Passagier selbst, sondern auch für lästige technische Geräte wie Mobiltelefone, Netbooks & Co. :-)

  2. Henning on Juni 13, 2011 at 11:34 am

    @ Konstantin: I like. :)

  3. Konstantin Pfliegl on Juni 14, 2011 at 7:12 am

    Ich habe aber auch noch was Konstruktives beizusteuern. :-)
    Soweit ich weiß, bieten US-amerikanische Mobilfunkbetreiber (AT&T, Verizon ?) Daten-Tarifoptionen an, die sich ohne Aufpreis auch auf Schiffen nutzen lassen. Das hatte eine Mitreisende auf einer unserer Reisen mal erwähnt.
    Vielleicht lässt sich so ein Datenpaket auch auf Prepaid-Karten laden? So könnte man sich eine solche Karte zum Beispiel in den USA vor einer Karibik-Kreuzfahrt kaufen.

  4. Franz Neumeier on Juni 20, 2011 at 9:26 am

    Das Thema “Daten” recherchiere ich gerade – ist nicht ganz unkompliziert, schon weil sich da ständig was ändert. Spannend sind jedenfalls die deutlichen Preisunterschiede auf den Schiffen: Die Preisspanne pro Minute geht da von 19 bis 69 Cent, je nach Reederei!

  5. Gast on Juni 28, 2011 at 3:57 pm

    Irgendwie geht in der Tabelle alles drunter und drüber. Welche Einheit ist denn eigentlich gemeint? Euro oder Cent pro Minute? Und in der Fußnote zur Tabelle: Ist da wirklich 0,71 Cent pro SMS gemeint? Oder Euro? Das Ganze ist völlig unverständlich.

  6. Carmen Winkler on Juni 28, 2011 at 7:00 pm

    Hallo,

    Sorry, bei den “0,71” in der Fußnote muss es Euro heißen und nicht Cent. In der Tabelle sind alle Angaben in Euro.

    Gruß

    Carmen

  7. Sascha on September 7, 2011 at 4:31 pm

    Hallo!

    Erst mal danke für die super Übersicht!
    Möchte nur anmerken, dass die 1,53 bei eingehenden Vodafone-Gesprächen nicht korrekt sind, hier kommen jeweils noch netzspezifische Gebühren hinzu (zwischen 1,39 und 4,71).

    Gruß,
    Sascha

  8. Franz Neumeier on September 11, 2011 at 9:06 am

    @Sascha: Vielen Dank für die Ergänzung. Das Kleingedruckte dazu habe ich tatsächlich übersehen und relativiert die vermeintlich günstigen Gebühren für eingehende Gespräche bei Vodafone deutlich. Ich hab’s gleich auch in der Tabelle selbst ergänzt :-)

  9. Holger Hoffmann on August 6, 2013 at 9:55 pm

    Sehr geehrter Herr Neumeier,
    ich habe ein Telefongespräch zur MSC Magnifica via Satellit (ca 4,5 min) geführt. Die Telefonnummer entnahm ich aus dem Hauptkatalog in der vorletzten Seite. Ich habe bei der Deutschen Telekom nachgefragt was dieses Gespräch kostet. Sie konnten es mir zunächst nicht sagen. Heute Morgen rief eine Kundenbetreuerin an und meinte, das ich für diese knappe 5 min. um die 1000,00 Euro kosten. Darauf hin wendete ich mich an den MSC Service-Hotline. Diese meinte, es seinen pro min. so um die 4,36 US Dollar. Dann rief ich wieder die Telekom an und ein anderer Kollege sagte mir ebenfalls zu, das pro sek. 2,38 Euro gar nicht möglich sei. Das wären ja 249 Euro pro min. Ich bat um eine schriftliche Bestätiging per Mail. Diese kam jedoch nicht, Auf erneuter Anfrage bei der Telekom meinte dann ein weiterer Mitarbeiter, er müsse sich erkundigen. Ich blieb ca. 45 min in der Warteschleife und dann meinte er, das eine Liste vorliegt und es tatsächlich 236,00 Euro pro min sind. Ich bin total geschockt. Im Internet habe ich soeben gegoogelt, auf der MSC Kreuzfahrtberater-Seite, das jedes MSC Schiff erreichbar ist, so auch die MSC Magnifica unter der Nummer: 00870/765046693
    für 4,60 ,- Euro pro min.
    Jetzt soll ich die Rechnung abwarten. Habe die Lust auf meine Reise veröoren.
    Können Sie mir weiter helfen, bzw. eine Auskunft geben wie es sich verhält?
    Vielen Dank im voraus.
    Mit freundlichen Grüssen
    Holger Hoffmann

  10. Franz Neumeier on August 7, 2013 at 7:31 am

    Hallo Herr Hoffmann,

    ich kann natürlich nicht zu Ihrem individuellen Telefonvertrag mit der Telekom sagen. Aber ganz allgemein gesprochen:

    00870-6 ist die Vorwahl für das Inmarsat-Satelliten-Telefonnetz Inmarsat-M. Die aktuelle Preisliste der Telekom weist dazu einen Preis von 4,713 Euro pro Minute aus.

    Mein Verdacht: Der Telekom-Mitarbeiter an der Hotline kann seine eigenen Tabellen nicht richtig lesen. Dort gibt es nämlich zwei Spalten: eine zeigt die Abrechnungs-Zeiteinheit an (hier: 0,8 Sekunden). Die zweite Spalte nennt einen Preis (hier: 4,713 Euro). Ich vermute, er hat die 4,713 Euro pro 0,8 Sekunden-Zeiteinheit errechnet. Hätte er den Begleittext zur Tabelle gelesen, hätte er dort gesehen, dass sich der genannte Preis nicht auf “pro Zeiteinheit”, sondern umgerechnet auf “pro Minute” bezieht.

    Genießen Sie Ihren Urlaub.
    Franz Neumeier

  11. Holger Hoffmann on August 7, 2013 at 8:55 am

    Hallo Herr Neumeier,

    vielen Dank für ihre Antwort!!! Beruhigt mich schon sehr.
    Ich habe bei der Deutschen Telekom das Paket: “Call & Surf Comfort (4) Standard. Ich habe soeben einen Mitarbeiter von der Telekom gesprochen und ihm den Auszug von ihnen geschildert. Dann hat er es auch so gesehen und meinte es sei tatsächlich 4,713 pro min. Ich bat um eine schriftliche Bestätigung per Mail, was der Kollege mir auch zugesagt hat.
    Sollte ich jetzt erst einmal abwarten, was meinen Sie?

    Danke noch einmal für diese Hilfe von Ihnen!!!

    Viele Grüsse Holger Hoffmann

  12. Franz Neumeier on August 7, 2013 at 9:06 am

    Die Entscheidung kann ich Ihnen nicht abnehmen ;-) Aber immerhin handelt es sich bei dem PDF-Dokument ja um eine offizielle Preisliste der Telekom …

  13. Holger Hoffmann on August 7, 2013 at 9:25 am

    Hallo Herr Neumeier,

    ich habe mir jetzt auch mal die Liste angeschaut. Da ich die Nr.
    00870-76…. gewählt habe steht da in der Liste Zeiteinheit sek. 1,0 und rechts 3,770. Das wäre doch pro sek???
    Ich finde keinen Begleittext.Aber Sie haben es mir ja geschrieben. Bin sehr aufgeregt und würde mich sehr über eine letzte Antwort von Ihnen freuen!!!

    Besten Gruss H. Hoffmann

  14. Franz Neumeier on August 7, 2013 at 9:28 am

    Der Begleittext steht eine Seite davor, über der Tabelle. Typisch Telekom, aber es steht eindeutig im Text, wenn man es schafft, dieses Bürokratie-Deutsch zu verstehen …

  15. Holger Hoffmann on August 7, 2013 at 9:57 am

    Lieber Herr Neumeier,

    hätte ich von Ihnen nicht die hilfreiche Info bekommen……
    Dank, Danke für die schnelle Antwort!!!!
    Ich habe soeben von der Telekom eine Mail erhalten, mit der Aussage, dass bei dieses Sonderrufnummern nicht in sek. , sondern in min. abgerechnet wird (3,77..) Dann wären es jetzt um die 20,- Euro. Das hört sich doch schon ganz anders an. Ich musste den Mitarbeiter jedoch erst den von Ihnen mir mitgeteilten Link ansagen und Ihren Hinweis auf den Begeleittext.
    Das hat mir 2 unruhige Nächte gekostet ;-) Dank Ihrer Hilfe bin ich jetzt beruhigt. Danke nochmals !!

    Gruss H.Hoffmann

  16. Franz Neumeier on August 7, 2013 at 10:04 am

    Gerne.

  17. Günter Ober on Februar 4, 2014 at 7:22 pm

    Hallo,
    möchte über Hapag Lloyd und O2 das On Air Roaming nutzen.
    Wie sieht das eigentlich mit E-Mail Downloads zum Beispiel vom GMX-Account aus? Hier gelten dann wahrscheinlich die Telefongebührenkosten /Minute von 2.68 EUR, oder sehe ich das falsch?

    MfG
    G.Ober

  18. Franz Neumeier on Februar 5, 2014 at 8:20 am

    Hallo Herr Ober,

    ich würde Ihnen dringend empfehlen, das (Daten-)Roaming Ihres Handys/Tablets an Bord abzuschalten, denn dass ist die denkbar teuerste Methode, um ins Internet zu gelangen bzw. E-Mails abzurufen. Falls bei “On Air” Datenroaming möglich ist (was ich ehrlich gesagt nicht weiß), würden die dort üblichen Tarife für Daten-Roaming anfallen, die in der Regel pro Megabyte und nicht pro Verbindungsminute abgerechnet werden. Die 2,68 Euro pro Minute beziehen sich auf Telefonie/Sprach-Verbindungen, nicht auf Daten.

    Für E-Mail und Internet würde ich Ihnen immer die separat von der Reederei angebotenen Internet-Zugänge per WLAN an Bord empfehlen (und/oder evtl. Datenverbindung per Mobilfunk-Roaming in Land-Netzen im jeweiligen Land). Bei Hapag-Lloyd Kreuzfahrten kotet die Internet-Nutzung auf diesem Weg 19 Euro-Cent pro Minute – siehe: http://www.cruisetricks.de/internet-gebuehren-am-kreuzfahrtschiff/

    Bei Hapag-Lloyd Kreuzfahrten ist das Abrufen und Versenden von E-Mails über die E-Mail-Adresse kostenlos, die Sie für die Zeit Ihres Aufenthalts an Bord von der Reederei bekommen (Dateianhänge werden dabei nicht übermittelt bzw. nur, wenn sie relativ klein sind).

    Aber: Sie können natürlich unmittelbar vor Ihrer Abreise bei Ihrem GMX-Account eine Weiterleitung auf Ihre E-Mail-Adresse an Bord einrichten, dann können Sie auch diese Mails kostenlos empfangen und von Bord aus beantworten.

  19. Günter Ober on Februar 5, 2014 at 9:03 am

    Hallo Herr Neumeier,

    Danke für die sehr hilfreichen und schnellen Infos.
    Toller Service, schöne Seite!

  20. F. Klaproth on August 4, 2014 at 3:43 pm

    Sehr geehrter Herr Neumeier,

    ich hatte für meine Norwegen-Kreuzfahrt mit Aidaluna das ALDItalk EU-Sprachpaket und EU-Datenpaket gebucht, das Flatrates beinhaltet und auch in Norwegen gilt.
    Für Telefonate und auch nicht zustande gekommene Telefonate an Seetagen sind mir zusätzliche Telefonkosten berechnet worden, nicht jedoch an Tagen, an denen das Schiff in Landnähe fuhr. Mir war damals nicht bekannt, dass die Gespräche auf See über die Sat-Verbindung von Aida laufen; ich nahm an, es geht auf See garnicht.
    Meine Frage:
    Gibt es eine Möglichkeit, am Handy (z.B. Samsung S4) einerseits die Nutzung über das Aida-Netz zu verhindern, anderseits aber Gespräche (z.B. auch auf Mailbox) und Datensynchronisationen nur dann zuzulassen, wenn dieses (in Landnähe) kostenfrei über die Auslandspakete erfolgt (Datenroaming muss m.E. aktiviert sein).

  21. Franz Neumeier on August 4, 2014 at 7:44 pm

    Hallo Herr Klaproth, so wie ich das einschätze gibt es keine Möglichkeit, das automatisch zu machen. Vielleicht gibt es eine App, die das kann, bezweifle ich aber. Sie werden dafür also leider immer manuell nachsehen müssen, in welches Netz sich ihr Handy einloggt und Datenroaming nur dann manuell aktivieren, wenn es ein Netz ist, in dem Ihr Tarif gilt.

  22. Alen Foglar on Dezember 17, 2014 at 3:21 pm

    Hallo an alle Nutzer, bin gerade vom Mein Schiff 3 zurückgekommen. Auf dem hohen See zwischen Kanaren und Marokko sowie auf den Passagen zwischen Lanzarote und Gran Canaria habe ich ein Netz “NOR” gehabt. Am Anfang habe ich die Nachrist bekommen: “Willkommen in den USA! Für Anrufe nach D zahlen Sie 1,69 Euro /Min., für ankommende Anrufe 79 ct/min SMS sende sie für 49 ct/min…”. Habe zwar nicht ausprobiert, aber die Preise sind deutlich niedriger als oben angegeben. Zwar immer noch zu hoch für ein Pläuschchen, aber im Notfall sicherlich in Ordnung!

  23. Franz on Dezember 17, 2014 at 6:26 pm

    @Alen Foglar: Das klingt wie das Satelliten-Netz eines anderen Schiffs und auf die in der SMS genannten Gebühren würde ich mich nicht verlassen. Nicht alle deutsche Mobilfunk-Anbieter haben direkte Roaming-Verträge mit den Satelliten-Anbietern auf Schiffen, sondern gehen den Umweg über ihre Roaming-Partner in den USA, die wiederum Verträge mit den Satelliten-Netzen haben. Die SMS kommt vom deutschen Mobilfunkanbieter, der aber gar nicht mitbekommt, dass das Telefon nicht bei dem US-Roaming-Partner sondern im Schiffsnetz eingeloggt ist und zeigt daher die regulären Telefon-Tarife für die USA an. Sehr wahrscheinlich würde auf der Telefonabrechnung aber ein sehr viel höherer Betrag stehen. Ausprobiert haben ich das (wegen des hohen Kosten-Risikos) allerdings auch noch nicht …

  24. Werner Flott on Februar 22, 2015 at 1:06 pm

    Das ist schon ein großes Wirrwwar mit den Telefontarifen, Roaminggebühren etc pp. Ich hatte letzthin im Mittelmeer gleich 2 Geräte dabei (Iphon und Samsung-Tablett) Nachdem oft lange keine mail ankam, habe ich dann doch vorübergehend Daten-Roaming aktiviert, allerdings mit ungutem Gefühl. Konnte dann aber meist mehrere Mails auf einen Schlag empfangen. Zuhause nun habe ich inzwischen beide Rechnungen bekommen. Beim Tablett O2 to go, waren es statt üblicherweise 9 – 14 € nun 35,– und bei M-Net (O2) statt üblicherweise ca. 5O,- deshalb € 75,–. Ich war auf mehr gefasst und kann mich nun beruhigen. Trotzdem: Alle in Allem sollte es Tarife geben, mit denen man nicht auf den Leim gehen kann und jeder Reinfall ausgeschlossen werden kann.
    mfg
    W.Flott

  25. Carsten krüger on Juni 15, 2015 at 11:17 am

    Hallo,
    ich war mit einem Schiff der Costa Flotte im Baltikum unterwegs.
    Bei meinem Provider hatte ich vorher einen EU Tarif fürs Internet und Telefon gebucht. der beinhaltet 100 Gesprächsminuten und 100 MB Datenverkehr innerhalb der EU.
    Da wir oft in Landnähe waren, habe ich das Smartphone angelassen, weil ich oft ein Netz meines Providers hatte. Leider hat sich auch die Sattelitenverbindung des Schiffes in mein Handy eingeloggt und meist Nachts Kosten verursacht. Darf sich denn das fremde Netz einfach ungefragt in mein Smartphone einloggen? Beim Datenroaming an Land wird man doch auch vorher durch eine SMS gefragt und muss dann den Tarif ebenfalls durch eine SMS bestellen.

  26. Franz Neumeier on Juni 15, 2015 at 11:31 am

    @Carsten Krüger: Technisch gesehen ist es leider genau umgekehrt. Das Smartphone loggt sich in das fremde Netz ein. Wenn die Einstellungen im Handy so sind, dass Datenroaming zugelassen wird, dann kann das leider passieren. Wie das bei Ihren individuellen Tarif genau ist kann ich natürlich nicht sagen bzgl. Genehmigungs-SMS, da müssten Sie bei Ihrem Provider nachfragen.

    Generell würde ich immer empfehlen, Telefon- und Daten-Roaming am Schiff abzuschalten und nur dann gezielt vorübergehend zu aktivieren, wenn man es tatsächlich benutzen will und die Kontrolle darüber hat, in welches Netz sich das Handy tatsächlich einloggt.

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