Zwischen Mittelmeer und Grönland: Arzt auf hoher See

Gastbeitrag von Christoph Assies
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Intensiv-Station der Mein Schiff 3 (Bild: Christoph Assies)

Intensiv-Station der Mein Schiff 3 (Bild: Christoph Assies)

Ein Urlaub auf einem Kreuzfahrtschiff kann auch Schattenseiten haben – wenn Passagiere auf hoher See plötzlich erkranken. Cruisetricks.de-Autor Christoph Assies hat einen Blick ins Bordhospital der Mein Schiff 3 geworfen und sich mit Schiffsarzt Stefan Osbahr unterhalten.

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Magenkrämpfe, Zahnschmerzen oder gar eine Herzattacke – gut, wenn dann an Bord eine moderne medizinische Versorgung an Bord verfügbar ist. Aufgrund des Flottenwachstums betreibt TUI Cruises die Bordkliniken seit März 2014 selbst. Ein deutsches medizinisches Bordpersonal kümmert sich von der ersten Minute des Unwohlseins um den Gast. Die Kliniken werden jeweils von zwei erfahrenen Ärzten mit Zusatzqualifikation in der Notfallmedizin geleitet, unterstützt von examinierten Krankenpflegern.

Bei den Ärzten handelt es sich um deutsche Fachärzte aus den Bereichen Allgemeinmedizin, Innere Medizin, Chirurgie und Anästhesie mit langjähriger Berufserfahrung und regelmäßigen Weiterbildungen in Rettungsmedizin, Strahlenschutz und Sicherheitstrainings auf See. Alle Gesundheits- und Krankenpfleger bringen mehrjährige Berufserfahrung und darüber hinaus ausgiebige intensivmedizinische Kenntnisse und Fähigkeiten mit. „Unsere Flotte wächst. 2015 wird die Mein Schiff 4 in Dienst gestellt. Dieses Wachstum macht es sinnvoll, die Bordkliniken künftig selber zu betreiben“, erklärt Richard Vogel, CEO von TUI Cruises (Anm.: bis Ende September 2014).

„Ausstattung einem Krankenhaus sehr ähnlich“

Schiffsarzt Stefan Osbahr (Bild: Christoph Assies)

Schiffsarzt Stefan Osbahr (Bild: Christoph Assies)

Einer der Schiffsärzte, die für TUI Cruises arbeiten ist Dr. Stefan Osbahr. Der Hamburger arbeitet im Bordhospital auf der neuen Mein Schiff 3. Der 48-Jährige hat cruisetricks.de seinen Arbeitsplatz auf Deck 3 gezeigt. Für die rund 2.500 Passagiere der Mein Schiff 3 steht im Krankheitsfall ein Operationssaal zur Verfügung, in dem auch kleinere Eingriffe, wie beispielsweise bei Blinddarmbeschwerden möglich sind. „Die Ausstattung ist der in einem Krankenhaus sehr ähnlich“, erklärt Osbahr. Zudem verfügt das Bordhospital über ein eigenes Labor. „Das gab es bisher auf Kreuzfahrtschiffen nicht. Bisher wurde eher mit Schnelltests eine Diagnose gestellt“, so der Mediziner. Die separate Intensivstation an Bord der „Mein Schiff 3“ steht Osbahr zufolge ebenfalls einem Krankenhaus an Land in nichts nach.

Operationssaal der Mein Schiff 3 (Bild: Christoph Assies)

Operationssaal der Mein Schiff 3 (Bild: Christoph Assies)

Osbahr arbeitet im Bordhospital mit einem weiteren Arzt und drei Krankenschwestern zusammen. Zudem gebe es eine spezielle Notfallgruppe, die aus Teilen der Crew bestehe. „Sie bringen Passagiere im Falle eines Falles mit einer Trage aus allen Bereichen des Schiffes ins Bordhospital und leisten eine Erstversorgung.“

Osbahr ist zum ersten Mal auf einem Kreuzfahrtschiff. Der Chirurg und ausgebildete Notarzt hat bisher an Bord von Forschungsschiffen für medizinische Hilfe gesorgt.  Seit drei Jahren ist Osbahr freiberuflich tätig. Er arbeitet abwechselnd in einer Hamburger Praxis, in der Notaufnahme der Sylter Nordseeklinik und an Bord von Kreuzfahrern oder Forschungsschiffen. Der 48-Jährige mag die Abwechslung, die mit seinem Beruf verbunden ist. „Auf einem Fischereiforschungsschiff habe ich beispielsweise auch mitgeholfen, die Fische auszunehmen“, erzählt er.

Als Schiffsarzt schätze er die besondere Verantwortung. „Das macht es einfach aus“, sagt Osbahr. Ein halbes Jahr ist er auf See. In diesem Jahr geht es für Osbahr von der Mein Schiff 3 auch noch auf ein Forschungsschiff nach Grönland.

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