Flugstreichungen und Airport-Chaos: Wie Sie trotzdem zum Kreuzfahrtschiff kommen

Angesichts Tausender abgesagter Flüge und stundenlanger Wartezeiten bei der Abfertigung am Flughafen fragen sich immer mehr Kreuzfahrt-Urlauber: Was passiert, wenn mein Flug gestrichen wird oder ich das Flugzeug verpasse? Eine einfache Lösung gibt es dafür nicht, aber ein paar Tipps …

Grundsätzlich gilt: Streicht eine Airline einen Flug, muss sie nur den bezahlten Flugpreis rückerstatten sowie bei kurzfristiger Absage meist auch eine pauschale Entschädigung leisten. Doch wer mit dem Flieger zu einer Kreuzfahrt wollte, dem nützt das wenig – denn der Einstiegshafen und das Schiff bleiben unerreichbar.

Die ausgefallene Kreuzfahrt muss die Airline nicht ersetzen und auch Reiserücktritt- oder Reiseabbruch-Versicherungen springen hier nicht ein. Mit Glück akzeptiert die Reederei eine kurzfristige Umbuchung, doch solche kulanten Regelungen aus den harten Pandemie-Zeiten gibt es kaum noch. Was also tun?

Kreuzfahrt und Flug im Pauschalpaket buchen

Zumindest finanziell abgesichert ist, wer Flug und Kreuzfahrt als Pauschalpaket bucht. Viele Reedereien, aber auch große Reiseveranstalter, bieten solche Pakete an. Fällt dann der Flug aus, ist die Reederei beziehungsweise der Reiseveranstalter dafür verantwortlich, einen trotzdem zum Schiff zu bringen. Geht das nicht, muss zumindest der komplette Reisepreis inklusive Kreuzfahrt erstattet werden.

Möglichst keine Umsteige-Verbindungen buchen

Versuchen Sie, zum Kreuzfahrtschiff einen Direkt- oder Non-Stopp-Flug zu buchen, also ohne Umsteige-Verbindung. Denn mit jeder Flugstrecke steigt das Risiko, dass zumindest eine der gebuchten Flüge gestrichen wird. Denn natürlich nützt es wenig, wenn Sie beispielsweise zwar von München nach Frankfurt fliegen können, der Anschlussflug nach Reykjavik dann aber gestrichen wird.

Vor allem für die Anreise zum Schiff ist diese Strategie gut. Denn wenn auf dem Heimweg etwas schiefgeht und Flüge abgesagt werden, ist das zwar ärgerlich, aber immerhin ist die Kreuzfahrt damit nicht ins Wasser gefallen.

In jedem Fall sollten Sie den Status Ihrer Flüge vor der Reise regelmäßig prüfen, damit man schnell mitbekommt, wenn ein Flug gestrichen wurde. Denn nicht immer informieren Airlines darüber zeitnah. Je früher Sie von der Absage wissen, desto größer sind die Chancen, noch eine Alternative zu finden.

Früher zum Abfahrtshafen anreisen

Wer es sich zeitlich und finanziell meisten kann oder will, reist – vor allem bei ferneren Zielen – zwei oder sogar drei Tage vor Abfahrt des Kreuzfahrtschiffs an. Wird er Flug gestrichen, steigen damit die Chancen, auf einen späteren Flug ausweichen und das Schiff doch noch erreichen zu können.

Prüfen Sie vor der Flugbuchungen, welche alternativen Flüge infrage kommen, falls Ihr Flug gestrichen wird. So können Sie abschätzen, ob dieser Trick überhaupt funktionieren würde. Und notieren Sie sich die genauen Daten von möglichen Ersatzflügen. Das bringt Sie in den Vorteil, dass Sie bei einer Absage sofort reagieren können und der Airline genau sagen können, auf welchen Flug Sie die Umbuchung erwarten. Ziehen Sie dabei auch kompliziertere Reiserouten mit ein oder zweimal Umsteigen in Erwägung.

Eine Garantie gibt es freilich auch bei sehr frühzeitiger Anreise nicht. Denn Ersatzflüge sind in solchen Situationen dann natürlich ebenfalls schnell ausgebucht

Vorabend-Check-in

An vielen Flughäfen verursacht nicht nur der Mangel an Sicherheitspersonal für die Security-Kontrolle das Nadelöhr. Auch beim Check-in und der Gepäckabfertigung gibt es teils erhebliche Engpässe. Zur Security-Warteschlange kommt dann vorher noch die Warteschlange beim Check-in des Gepäcks hinzu.

Wo das angeboten wird und wo es mit der Anreise zum Flughafen sinnvoll umsetzbar ist, sollten Sie daher Angebote zum Vorabend-Check-in nutzen – allerdings sollte man sich auch hier auf lange Wartezeiten einstellen. Aber zumindest vermeiden damit die dann zeitkritische Warteschlange am Check-in am Abflugtag, die allein schon ein oder zwei Stunden Verzögerung verursachen kann. Condor bietet Vorabend-Check-in auf fast allen deutschen Flughäfen an, bei Lufthansa kann man das Gepäck an den größeren Flughäfen am Vorabend am Automaten einchecken.

Die schwierigsten Flughäfen möglichst vermeiden

Einige Flughäfen haben derzeit besonders große Probleme bei der Security und der Gepäckabfertigung, etwa Amsterdam-Schiphol oder London-Heathrow. Informieren Sie sich vor der Buchung über die Lage an den Flughäfen, die für Ihre Reise infrage kommen und weichen Sie, soweit möglich, auf andere Flughäfen aus – fahren Sie beispielsweise mit der Bahn zum nächsten Flughafen, der weniger Probleme hat.

Sehr frühzeitig zum Flughafen fahren

Egal ob Pauschalpaket oder individuell gebuchter Flug: Angesichts des aktuellen Chaos auf den meisten Flughäfen sollte man sehr frühzeitig zum Flughafen fahren. Eine pauschale Empfehlung, wie viele Stunden vor Abflug man dort sein sollte, gibt es nicht. Denn das Chaos ist je nach Flughafen unterschiedlich groß und hängt auch vom Reisetag ab.

Die Empfehlung lautet daher: Über die aktuelle Lage am Abflughafen informieren. Je nach Situation kann es angemessen sein, zwei, oder auch fünf Stunden vor Abflug dort zu sein. Und lieber ist man zu früh dort und wartet dann lange am Gate, als dass man von der Warteschlange an der Security aus das Flugzeug bereits abheben sieht.

Immerhin haben zurzeit viele Flugzeuge auch Verspätung, sodass bei langen Warteschlangen die Chancen steigen, den Flieger doch noch zu erreichen. Aber darauf kann man sich natürlich nicht verlassen.

Business- oder Status-Vorteile bei Check-in und Security nutzen

Falls Sie bei einer Airline einen Frequent-Flyer-Status haben (oder ein Business-Class-Ticket buchen), können Sie oft bei besonderen Check-in-Schaltern einchecken und so die langen Warteschlangen am normalen Check-in vermeiden. Ähnliches gilt für Fast Lanes bei der Security, sofern Ihr Status oder Ticket Sie dazu berechtigt.

Allerdings funktioniert das natürlich nur, wenn Sie ein Ticket der Airline haben, für die Ihr Status gilt. Security-Fast-Lanes für Status-Kunden gibt es beispielsweise bei Lufthansa in München und Frankfurt, sodass es sich lohnen kann, gezielt einen Flug mit dieser Airline und von einem dieser Flughäfen zu buchen. Die Airline-Websites geben Auskunft darüber, mit welchen Tickets beziehungsweise Status-Stufen man auf welchen Flughäfen die Fast Lane bei der Security nutzen kann.

Bahn und Auto statt Flugzeug, passende Kreuzfahrten auswählen

Der zuverlässigste Weg, Flugausfälle zu vermeiden und Warteschlangen zu umgehen ist, erst gar nicht das Flugzeug zur Anreise nutzen. Eine mehrstündige Bahn-Anreise oder Autofahrt, zum Beispiel durchaus auch von München nach Triest oder Frankfurt nach Hamburg, ist in diesen Tagen die zuverlässigere, wenn auch weniger bequeme Weise, um ans Ziel zu kommen.

Wer die Kreuzfahrt noch nicht gebucht hat und sich um Flugstreichungen sorgt, wählt schon bei der Buchung der Kreuzfahrt eine Route und einen Abfahrtshafen, der per Bahn oder Auto erreichbar ist und verzichtet von Anfang an auf die Fluganreise.

10 Kommentare

10 Gedanken zu „Flugstreichungen und Airport-Chaos: Wie Sie trotzdem zum Kreuzfahrtschiff kommen“

  1. Lieber Franz,
    Danke für diesen wichtigen & hochaktuellen Beitrag, den ich aber gerne noch mit einer Erfahrung aus dem engeren Freundeskreis an meinem (derzeit höchstproblematischen!) Heimatflughafen Düsseldorf anreichern möchte: Bitte bitte nicht auf den Vorabend Check-In verlassen!! Dieses „Angebot“ ist derzeit nur ein Feigenblatt für die Fluggesellschaften und den Airport um vom eigenen Versagen abzulenken. In Wahrheit ist es eine böse Falle. Sowohl bei Eurowings als auch bei Condor war da jeweils nur ein Schalter für Hunderte von erwartungsvollen Passagieren in unendlicher Schlange besetzt. Meine Freunde gaben in Anbetracht der Sinnlosigkeit dieses Unterfangens auf – zurecht, denn die zwischenzeitlich munter weiter anfallenden „Kurzparkgebühren“ am Flughafen tun ein übriges dazu. Berichten zufolge sollen Passagiere bis zu drei Stunden vergeblich bis nachts auf die Gepäckabgabe gewartet haben. Da half nur, in den sauren Apfel zu beißen, heimzufahren und frühmorgens wieder aufzukreuzen.
    Ich für meinen Teil (fliege am 24.8. mit EW nach Rom bzw. Civitavecchia, wo dann am 27.8. die Edge mit mir und hoffentlich meinem Gepäck ablegt) beobachte die Situation weiterhin genau, ob denn wohl die von Frau Faeser angeforderten Fachkräfte aus der Türkei Besserung bringen. Ich sehe das sehr kritisch, denn obwohl die Schulferien da vorbei sind, Mittwoch ist und mein Flug schon 7:50 geht, ist das bereits der 31. EW-Flug an diesem Morgen. Es müssen also an diesem Morgen alleine für diese Fluggesellschaft schon knapp 5.000 Passagiere und deren Gepäck abgefertigt sein, das ist bei der dünnen Personaldecke eine Mammutaufgabe an deren Gelingen ich derzeit nicht glauben will.
    Frühbucher bei EW haben für Abflüge bis einschließlich August die Möglichkeit, bis zu 7 Tage vor Abflug zurückzutreten und einen Voucher zu beziehen. Das überlege ich mir ernsthaft, alleine schon wegen der Ansteckungsgefahr am überfüllten Flughafen, und lote die Bahnverbindungen aus. Ein zweites Mal dieses Jahr bis Civitavecchia mit dem Auto fahren mag ich nicht wirklich.
    Herzliche Grüße
    Andreas

  2. Lieber Andreas, ja, es ist ein Graus, was da gerade passiert. Ich denkt, man kann einfach nur alles Erdenkliche versuchen und hoffen, dass es gutgeht. Wenn die Option zum Umsteigen auf Bahn oder Auto gegeben ist, dürfte das sicherlich der sicherste Weg sein, auch wenn’s natürlich gerade auf so einer langen Strecke wie nach Civitavecchia wirklich keinen Spaß macht (und mit Auto natürlich auch nur geht, wenn man auch im gleichen Hafen wieder von Bord geht; denn One-Way-Mietwagen dürfte angesichts der ja auch drastisch gestiegenen Mietwagen-Preis unsinnig sein).
    Inzwischen gibt’s ja schon Leute, die sich einen zweiten, stornierbaren Flug als Backup buchen, falls der günstige, eigentlich gedachte Flug ausfallen sollte. Aber wenn das viele machen, verbessert das die Gesamtsituation im Flugverkehr auch nicht gerade … Und das Gepäck-/Security-Problem löst das auch nicht.
    Ich glaube, wenn man fliegen muss, ist die beste Option, ein, zwei Tage früher anzureisen und damit einen Flug-Tag außerhalb der Stoßzeiten zu wählen, also z.B. nicht zu Ferienbeginn am Samstag zu fliegen …

  3. Lieber Franz,
    um mich auf die Kreuzfahrt freuen zu können, bin ich nun zu 90% entschlossen, den EW-Flug ab DUS zu stornieren bzw. mir einen Voucher geben zu lassen. Obgleich gewisse Leistungen, die ich bereits bezahlt habe wie Sitzplatzreservierung und Priority Check-In (der laut aktueller Aussagen den Begriff nicht wert ist, da derzeit in DUS weder bei EW und Sicherheitskontrolle Personal dafür vorhanden ist) weg sind, der Voucher bezieht sich nur auf den reinen Flugpreis.
    Die Kreuzfahrt geht zum Glück ab und bis Civitavecchia, wenn also alle Stricke reißen sollten, kann man sich hier ins Auto setzen. Die horrenden Sprit- und Mautkosten werden etwas ausgeglichen durch die dort sehr niedrigen Parkplatzpreise (sind ab 30,- pro Woche zu haben).
    Aber falls es Mitlesern hier zufällig genau so wie mir gehen sollte, gebe ich gerne meinen Tipp weiter: ab Bozen fährt kurz vor 7:00 ein komfortabler „Italo“, der Roma Termini um halb 12 erreicht. Das beste; frühzeitig reserviert ist die Strecke ab 29,- one-way zu haben. Finde ich super. Leider sind Parkplätze in Bozen teuer, aber die Hotels für die Vorübernachtung lassen mit sich reden, wenn es darum geht, das Auto dort ein paar Tage stehen zu lassen.
    Übrigens: Die komplette Strecke fahre ich nicht mit dem Zug, insbesondere nachdem ein Geschäftsfreund berichtete, das ihm jüngst im ICE sein Rucksack und seine kleine Reisetasche aus der Ablage direkt über ihm gestohlen wurde während er mit Noise-Cancelling-Kopfhörern in seine Arbeit auf dem Notebook vertieft war…
    Herzliche Grüße
    Andreas

  4. So weit sind wir also schon, dass wir lieber in Italien als in Deutschland Zug fahren ;-) Nichts gegen den ICE, mit dem ich gerne fahre. Ich denke, die geschilderte Episode mit dem Diebstahl ist ein seltener Einzelfall (hoffe ich jedenfalls). Aber man muss tatsächlich sagen: Italien (und auch Spanien) haben ihre Züge und Strecken so enorm verbessert, dass das inzwischen eine echte Alternative ist. Dein Ansatz, teils Auto, teils Bahn zu fahren, finde ich eine hervorragende Idee.

  5. Wirklich beeindruckend ist insbesondere der spanische AVE. So sehr, dass ich zweimal schon nach einer One-Way-Kreuzfahrt, die in Barcelona endete, mit ihm mit 300 km/h nach Madrid (für mich eine der schönsten weil gepflegtesten europäischen Großstädte) gesaust bin, um von dort aus heim zu fliegen. Sind übrigens Velaros von Siemens (entsprechen ungefähr unserem ICE 3), die dort wirklich zeigen können, was sie drauf haben (anstelle im Chaos der Deutschen Bahn schlecht zu performen). Besonders vorbildlich funktioniert bei AVE die zügige Abfertigung der Passagiere in den makellos gepflegten Bahnhöfen Sants (BCN) und Atocha (MAD). Eine Sicherheitskontrolle inklusive Koffer- und Körperscan, dann der Scan des namentlich ausgestellten Tickets ab einer spezifischen Einsteigezeit mit der obligatorischen Platzreservierung. Der weitere Weg aufs Gleis gleicht eher einem Boarding über verschiedene Gates bei dem freundliches Personal den Weg zum Halt des richtigen Wagen weist. Der Zug fährt ein und keine 5 Minuten später geht es los. Reisen wie im Traum, da kann kein Flug mithalten! Auch weil es anders als bei uns eine Art der von mir sehr geschätzten „Premium-Eco“ zwischen erster und zweiter Klasse gibt.

    Auch wenn es jetzt etwas Off-Topic wird: für mich hat diese Perfektion etwas mit dem Stolz der Mitarbeiter und Passagiere auf dieses Premium-Produkt zu tun. Dieser geht denjenigen der Deutschen Bahn leider völlig ab. Natürlich ist baulich bedingt im dichten Deutschland eine Umgestaltung der Bahnhöfe mit für den ICE abgetrennten, zugangsbeschränkten Gleisen kaum umsetzbar (und vermutlich auch politisch nicht gewollt). Aber eine einfache Sache ist machbar, und die erwarte ich von der Deutschen Bahn um die Reise im ICE einigermaßen genießen zu können: Einstieg in den Zug – immerhin nicht billig und das Paradestück der DB – nur mit obligatorischer Platzreservierung! Das bekommen die Franzosen im TGV (die vielerorts auch keine separaten Gleise für den Highspeed haben) seit Jahrzehnten mit Leichtigkeit hin.

  6. Wir haben dieses Jahr unsere Kreuzfahrten so ausgewählt, dass wir die Starthäfen mit dem Auto erreichen können (Kiel und Amsterdam). Dies war allerdings mehr wegen der einfacheren Rückreise im Fall einer Quarantäne geschuldet als dem jetzigem Chaos an den Flughäfen. Als wir gebucht haben war dieses Dilemma bei den Flugreisen noch nicht absehbar, jetzt sind wir mit unseren damaligen Entscheidungen sehr glücklich.

    Aus meiner Sicht wird die Verantwortung für den Personalmangel zu schnell den Veranstaltern, Airlines, Flughäfen etc. zugeschrieben.. Wenn man politisch aus pandemischen Gründen derartige Dinge von heute auf morgen untersagt oder stark einschränkt, ist das für diese Beschäftigten doch ein Zeichen wie labil doch eine Beschäftigung in einer derartigen Branche ist. Auch wenn jetzt schon für den Herbst gedroht wird ggf. wieder in den Lockdown zu gehen, wer ist denn da bereit in diesen Branchen arbeiten zu wollen?

  7. @Andre Liesenkötter: Klar liegt die Schuld nicht allein an den Airlines etc. Allerdings finde ich schon, dass man von diesen Unternehmen verlangen kann, nur ein Produkt anzubieten und zu verkaufen, dass sie dann auch liefern können. Wenn eine Airline weiß, dass sie nur 100 Piloten hat, dann darf sie nicht Flüge für 120 Flugzeuge verkaufen und irgendwann 20 Flüge wieder absagen (stark vereinfach dargestellt natürlich). Bei Metzger kaufe und bezahle ich ja auch nicht 10 kg Fleisch und der Metzger packt mir dann nur 5 kg ein, weil er halt nicht mehr da hat und das auch schon weiß, wenn er mir die 10 kg andreht und abkassiert … ;-)

  8. Lieber Herr Neumeier,

    gerade habe ich eine Mail von AIDA erhalten, dass sie DRINGEND EMPFEHLEN meinen Flug zu stornieren und auf Bahn oder Auto umzusteigen. Da ich alleine mit meiner kleinen Tochter fahre, kommt dies für mich nicht in Frage. Ich habe den Flug über das An- und Abreise-Paket bei Aida mitgebucht. Falls der Flug gestrichen wird, habe ich doch ein Anrecht darauf, dass mit der Reise- und Flugpreis erstattet wird. Sehe ich das richtig?

    Herzliche Grüße

  9. Liebe Anja,
    ich darf keine Rechtsberatung im konkreten Fall geben, das dürfen nur Anwälte und Verbraucherzentralen. Allgemein müsste man prüfen, ob das Flugpaket gemeinsam mit der Kreuzfahrt als eine einheitliche Pauschalreise zu werten ist (was ich fest annehme, aber nicht mit Sicherheit sagen kann). Wenn dem so ist, dann ist der Reiseveranstalter, also hier AIDA, für die Erbringung der Gesamtleistung verantwortlich und muss natürlich erstatten, wenn er die Leistung (aus welchem Grund auch immer) nicht erbringen kann. Inwieweit es später juristisch relevant werden könnte, dass AIDA jetzt dringend rät, anderweitig anzureisen, kann ich als Nicht-Jurist nicht zuverlässig beurteilen, nehme aber auch da an, dass es keine Rolle spielen dürfte; denn der ursprünglich abgeschlossene Vertrag ist ja nunmal inklusive Flug. Aber wie gesagt: Für den konkreten Fall darf ich dazu nichts sagen (und habe ehrlicherweise ohnehin keine juristisch wasserfeste Antwort parat, sondern nur die geschilderte, starke Vermutung).
    Ganz pragmatisch gesehen ist die AIDA-Empfehlung aber natürlich nicht ganz abwegig, denn Sie haben am Ende ja auch nichts davon, wenn Sie den Reisevertrag jetzt unverändert, also inkl. Flugpaket belassen, der Flug dann aber womöglich storniert wird, sodass die gesamte Reise ins Wasser fällt. Ich weiß natürlich nicht, wo Sie wohnen und wo der Abfahrtshafen ist, aber zuverlässiger dürfte die Bahnanreise aktuell sicherlich sein, wenn sich das irgendwie machen lässt …

  10. Hallo,
    leider bin ich auch nur recht reiseerfahren, aber kein Jurist. Und schon seit Jahren keine Erfahrung mehr mit AIDA.

    Wenn ich bei Hapag LLoyd das An- und Abreisepaket als Teil der Reise mitgebucht habe (mache ich bei Kreuzfahrten immer), erscheinen die Lufthansa-Flüge in meinem privaten Lufthansa-Account, aber immer mit dem Hinweis, dass der Flug nicht von mir selbst gebucht wurde und besonderen Bedingungen unterliegt. Vermutlich ist der eigentliche Besteller und Vertragspartner bei/von Lufthansa die Reederei Hapag Lloyd. Bei Reise-Absagen wurden die Flug-Stornierungen dann auch durch Hapag Lloyd ohne mein Zutun durchgeführt.

    Ich kenne die Regelungen bei AIDA nicht. Mir stellt sich die Frage, wo storniert werden soll, bei der Fluggesellschaft oder das An/Abreisepaket bei AIDA? Im letzteren Fall hätte ich persönlich Bedenken, ob man damit AIDA nicht unnötig aus der Verantwortung für die An/Abreise und damit die gesamte Reisedurchführung selbst (falls die ersatzweise selbsorganisierte Anreise nicht klappt) entlässt.

    Wie gesagt, auch keine juristische Beratung, sondern nur eine Schilderung, wie ich privat handeln würde,

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