Blickt man von der Aussichtsterrasse des Linzer Schlosses über die Stadt, fallen vor allem die vielen Kirchtürme auf. Die sieht man nicht nur, man hört auch die Kirchenglocken aus allen Richtungen, denn wir sind an einem Sonntag hier. In den Gassen von Linz lockt das Café Jindrak mit seine Linzer Torte.
Auf unserem Programm steht ein Spaziergang durch Linz, hoch zum Schloss und eine der ältesten Kirchen Österreichs gleich nebenan, der Martinskirche – unscheinbar, aber eben sehr alt, genauer: aus dem Jahr 799, wenn nicht noch früher.







Aus den Kirchtürmen sticht der Turm des neugotischen Mariendoms besonders heraus. Und bei einem anderen Turm stellt sich heraus, dass er gar nicht zu einer Kirche gehört, sondern zum „Landhaus“, dem Sitz der Regierung von Oberösterreich. Das Gebäude stammt aus dem 16. Jahrhundert, der Turm wurde einst als Treppenturm gebaut.

Sehen muss man in Linz die Dreifaltigkeitssäule am barocken Hauptplatz in Sichtweite zur Donau und daneben das alte Rathaus mit einem kleinen Türmchen an einer Ecke.



Bei dem inzwischen in touristischen Orten fast unvermeidlichen Selfie-Schriftzug hat Linz das „I“ im Stadtnamen flachgelegt – wohl, um Touristen dazu zu bewegen, sich selbst an die Stelle des „I“ zu platzieren. Mir ist das ein wenig zu albern, aber auch die Dreifaltigkeitssäule passt mit der richtigen Perspektive gut an die Stelle des „I“.

Noch ein paar Kirchen gefällig? Der Alte Dom (Ignatiuskirche) beheimatet derzeit die ukrainische Gemeinde von Linz, und nur ein paar Meter entfernt steht die Ursulinenkirche.




Das Café Jindrak verleitet mich zur einzigen nicht-veganen „Sünde“ auf dieser ansonsten komplett veganen Donau-Kreuzfahrt: Hier soll die ursprüngliche Linzer Torte erfunden worden sein, und die muss ich im Original probieren. Das Café hat kein besonderes Flair, ist eher altbacken. Aber die Linzer Torte ist fein, und mit Blick auf die am Sonntagmorgen noch fast menschenleere Gasse wärmen wir uns für den zweiten Teil des Stadtspaziergangs wieder auf.



Auf die andere Donauseite gehen wir vor allem, weil wir den historischen Raddampfer Schönbrunn aus der Nähe sehen wollen, und weil auch etwas zusätzliche Bewegung bei dem vielen guten Essen an Bord der Joy Not tut. Vor vielen Jahren sind wir mit dem nostalgischen Schiff schon einmal von Passau aus gefahren – es ist also ein schönes Wiedersehen. Und es schließt auch den Kreis auf dieser Flusskreuzfahrt, die in Budapest ebenfalls mit dort sogar drei historischen Raddampfern begonnen hatte.



Genau genommen endet unsere Reise am darauffolgenden Tag in Wien, aber das ist dann nur noch der Abreisetag, mit dem Zug zurück nach München.




