Celestyal Cruises

Louis verkauft 60 Prozent von Celestyal Cruises an Finanzinvestor

Louis PLC verkauft die Mehrheit der Anteile an Celestyal Cruises an den internationalen Finanzinvestor Searchlight Capitol Partners. Die Kreuzfahrtgesellschaft gehört künftig einer neuen Holding, an der Searchlight mit 60 Prozent und Louis Hotels mit 40 Prozent beteiligt sein werden.

In ihren Pressemitteilungen gehen weder Celestyal Cruise und Louis PLC noch Searchlight Capitol Partners genauer auf die Details der Vereinbarung ein und sprechen von einer „Partnerschaft“ sowie einer „strategischen Investitionsvereinbarung“ zwischen der Louis Group und Searchlight Capitol Partners. Einer der Searchlight-Partner, Ralf Ackermann, wird mit den Worten zitiert, man wolle „die Position des Unternehmens als führender Kreuzfahrtanbieter im östlichen Mittelmeerraum stärken sowie die einzigartigen authentischen Erlebnisse und die operative Präsenz verbessern.“

In einer Börsennotiz an der zypriotischen Börde finden sich jedoch nähere Details, insbesondere die Anteilsverhältnisse zwischen Louis und Searchlight. Demnach wird Searchlight 60 Prozent an der neuen Holding übernehmen und schrittweise 70 Millionen Euro frisches Geld in das Unternehmen einbringen. Louis PLC wird über das Tochterunternehmen Louis Hotels Public Company Ltd. einen Anteil von 40 Prozent halten. Das aktuelle Management-Team von Celestyal Cruises soll im Amt bleiben, Searchlight wird aber die Mehrheit im Verwaltungsrat (Board of Directors) stellen.

Zuletzt hatte es vor einigen Wochen Gerüchte aus einer gewöhnlich gut informierten Quelle über eine drohende Insolvenz von Celestyal Cruises gegeben. Celestyal hatte das vehement bestritten und darauf verwiesen, dass man sogar schuldenfrei sei.

Pläne für Flottenerneuerung und -erweiterung

Zu den Plänen der neuen Holding, die in der Börsennotitz genannt werden, gehören eine Flottenerneuerung und eine Erweiterung der Flotte bei Celestyal Cruises. Neubaupläne gab es bei Celestyal Cruises in den vergangenen Jahren immer wieder, sie wurden jedoch nie realisiert.

Aktuell hat Celestyal Cruise zwei Kreuzfahrtschiffe: die Celestyal Olympia und die Celestyal Crystal. Die erst im Juli 2020 von Costa übernommende Costa Neoromantica mit dem dann neuen Namen Celestyal Experience kaum nie zum Einsatz und wurde im September 2021 wieder verkauft. Inzwischen ist dieses Schiff auf dem Weg zur Verschrottung.

Nach einem vorsichtigen Neustart im Juni 2021 während der Covid-19-Pandemie hatte Celestyal Cruises die restlichen Reisen von September bis Dezember 2021 wieder abgesagt und den Neubeginn auf nach der regulären Winterpause in den März 2022 verlegt.

1 Kommentar

1 Gedanke zu „Louis verkauft 60 Prozent von Celestyal Cruises an Finanzinvestor“

  1. Hallo liebe Kreuzfahrtgemeinde,
    an dieser Stelle möchte ich mich über die Celestyal Cruises äußern.
    Im März 2020 hatten wir eine zweiwöchige Kreuzfahrt geplant und den Reisepreis bereits vollständig bezahlt.
    Durch die covid 19 Pandemie wurde, wie überall die Reise durch die Cruises abgesagt. Wir bekamen einen Credit Gutschein, der bis Ende 2021 eingelöst werden kann. Danach würden wir, wenn es zu keiner Buchung kommt, den vollen bezahlen Reisepreis erstattet bekommen.
    Wir haben nun bereits mehrfach die Cruises gebeten, eine Rückerstattung zu veranlassen.
    Weder haben wir unser Geld zurück bekommen, noch hat sich in irgendeiner Weise jemand von der Cruises in dieser Angelegenheit bei und meldet.
    Das ist eine unschöne Sache und daher rate ich Kreuzfahrern erstmal ab, bei dieser Cruises zu buchen.
    Wir glauben auch an eine baldige Insolvenz.
    Mfg

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