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MSC Seashore

MSC Seashore: New-York-Optik und viel Decksfläche im Freien

Die MSC Seashore ist das erste Schiff der Seaside-Evo-Klasse. Sie unterscheidet sich von ihren kleineren Schwestern MSC Seaview und MSC Seaside einerseits recht deutlich, andererseits ist das Grundkonzept gleich geblieben: viel Außenfläche, Orientierung zum Meer, für warme Fahrtgebiete optimiert. Wir waren ein paar Tage an Bord der MSC Seashore und haben uns die Unterschiede genau angesehen.

Zunächst einmal ist die MSC Seashore 16 Meter länger als ihre kleineren Schwestern. Das fällt nicht weiter auf. Aber sie hat dadurch 200 zusätzliche Kabinen für bis zu 758 mehr Passagiere. Insbesondere gibt es deutlich mehr Yacht-Club-Suiten mit einem zusätzlichen Halbdeck für den Yacht Club.

Wir konzentrieren uns in diesem Beitrag übrigens auf ein Schiffsportrait der MSC Seashore. Informationen zum aktuellen Stand (September 2021) der Corona-Infektionsschutzmaßnahmen an Bord finden Sie in unserem Beitrag „Update zum Infektionsschutz-Konzept bei MSC Cruises“.

interaktive Panorama-Bilder: MSC Seashore

verfügbare Bilder:
Bridge of Sighs
Infinity Pool
Infinity Bridge
Jungle Pool
Long Island Pool
Aquapark
Atrium
Casino & Times Square
Casino & MSC Foundation
Brooklyn Café
Le Cabaret Rouge
Familien-Balkonkabine 11080
Badezimmer der Kabine 11080
Vollbild-Modus empfehlenswert (Quadrat-Symbol links oben) – zum Ändern der Blickrichtung ins Bild klicken, Maustaste halten und Maus bewegen.

Thema des Schiffs: New York City

Der Thema der MSC Seashore ist New York City. Besonders deutlich wird das in einem Bereich rund um das Casino über drei Decks hinweg. Dort gibt es eine drei Meter hohe Nachbildung der Freiheitsstatue im Herzen des Casinos und einen großen, neu gestalteten Shoppingbereich, der mit Namen wie „Times Square“ und „Liberty Plaza“ bezeichnet ist.

Shopping-Bereich Liberty Plaza
Shopping-Bereich Liberty Plaza

Auf einer 8,5 Meter hohen LED-Wand findet sich die Projektion des Times Squares von Manhattan, die sich im Lauf des Tages an die jeweilige Tag- oder Nachstimmung anpasst.

Die wichtigste Änderungen und Neuerungen

Ganz neu für diese Schiffsklasse bei MSC ist eine Show-Lounge am Heck des Schiffs, die zwei Decks hohe Le Cabaret Rouge mit Zugang von Deck 7 aus. Den Pool am Heck des Schiff hat MSC daher ein Deck nach oben verlegt und zu einem Infinity-Pool gemacht, der sich über fast die gesamte Schiffsbreite zieht.

Infinity Pool
Infinity Pool

Weggefallen ist die auf der Seaside-Klasse eingeführte Neuerung eines zusätzlichen Buffet-Restaurants auf dem Promenadendeck 8. Deutlich größer ist daher das einzige verbliebene Buffet-Restaurant auf Deck 16. Den frei gewordenen Raum auf Deck 8 nutzt MSC auf der MSC Seashore für die Spezialitätenrestaurants wie etwa das Steakhaus Butcher’s oder das Seafood-Restaurant Ocean Cay.

Butcher's Cut, Außenbereich
Butcher’s Cut, Außenbereich

Der MSC Yacht Club, exklusiver Bereich für Suiten-Passagiere, wurde deutlich aufgestockt und hat ein zusätzliches Halbdeck mit Suiten bekommen, sodass das vergrößerte Sonnendeck des Yachtclubs von Deck 19 auf 20 verlegt wurde.

MSC Yacht Club, Sonnendeck & Pool
MSC Yacht Club, Sonnendeck & Pool

Ein auffälliges Feature der Seaside-Class-Schiffe fehlt dagegen auf der MSC Seashore: die Zip-Line. Auf den Schwesterschiffen führt die auf Deck 19 fast über die halbe Schiffslänge über den Aquapark und das hintere Pooldeck.

Neben diesen sehr wesentlichen Veränderungen gibt es auf der MSC Seashore aber auch viele weitere, kleinere Veränderungen, die ich nachfolgend Deck für Deck zusammenfasse.

Deck 5: MSC Foundation und „Danza del Mare“

Die MSC Foundation mit ihrem Merchandizing-Shop hat auf der MSC Seashore auf Deck 5 mehr Raum und einen attraktiven Platz bekommen. Von dort zieht sich das auffällige Glaskunstwerk „Danza del Mare“ der Glaskunst-Werkstatt Venini auf Murano über vier Decks nach oben. Die maritimen Motive sollen MSCs Einsatz für den Schutz der Meere symbolisieren.

Danza del Mare, Glas-Kunst von Venini
Danza del Mare, Glas-Kunst von Venini

Deck 6 und 7: Le Cabaret Rouge und Times Square

Am Heck von Deck 6 und 7 liegt die neue Lounge „Le Cabaret Rouge“. Auf den ersten Blick erwartet man hier eine Fortführung des Konzepts von der MSC Grandiosa, MSC Bellissima und MSC Meraviglia als Show-Theater, das MSC ursprünglich gemeinsam mit Cirque du Soleil entwickelt hatte.

Le Cabaret Rouge
Le Cabaret Rouge

Le Cabaret Rouge ist jedoch ein neues Format im Stil eines französischen Cabaret-Revue: ein eleganter Club, teils mit Live-Band und über den Abend verteilten, kurzen Show-Einlagen mit Gesang und Tanz. „Pop-up Performances“ nennt MSC diese Darbietungen. Aber es werden wohl auch ganze Shows und Konzerte anboten.

Anders als in den Cirque-du-Soleil-Theatern der drei schon genannten MSC-Schiffe gibt es hier zwar eine Bar, aber keine Dinner-Show und entsprechend sind auch keine Platzreservierungen nötig.

Shopping-Bereich Times Square

Die bisherige „Piazza Grande“ wird auf der MSC Seashore zum glitzernden und leuchtenden „Times Square“, umgeben von zahlreichen Shops: 75 Prozent mehr Ladenfläche als auf der MSC Seaside mit insgesamt elf statt bisher neun Läden und einer gesamten Show-Fläche von 971 Quadratmetern, verteilt auf drei Decks.

Times Square
Times Square

Deck 8: Infinity-Pool, Spezialitäten-Restaurants

Der Heck-Pool ist auf der MSC Seashore um ein Deck nach oben gewandert und bildet hier den Abschluß des breiten, insgesamt 540 Meter langen „Waterfront“-Promenadendecks. Auf der Seaview-Klasse führen Treppen von der Promenade hinunter zum Heck-Pool, auf der MSC Seashore liegt der Pool auf gleicher Höhe wie die Promenade.

Infinity Pool
Infinity Pool

Der breite Infinity-Pool ist mittig durch einen Laufsteg geteilt, der nach hinten bis an die Bordwand führt. Die über die Bordwand hinaus führende Ausbuchtung mit Fahnenmast ist nur für Crew zugänglich – dennoch ist der Platz sehr beliebt für Fotos mit Infinity-Pool und Meer im Hintergrund.

Infinity Pool
Infinity Pool

Über allem schwebt oben auf Deck 16 die Bridge of Sighs („Seufzerbrücke“) mit Glasboden und Glas-Balustrade mit einem besonders schönen Blick ins Kielwasser, aber auch senkrecht hinab auf den Infinity-Pool.

Bridge of Sighs
Blick auf die Bridge of Sighs vom Infinity Pool

Neue Infinity-Whirlpools

Neu sind auch zwei quadratische, langezoge Infinity-Whirlpools seitlich an der Promenade.

Infinity-Whirlpool am Promenadendeck
Infinity-Whirlpool am Promenadendeck

Spezialitätenrestaurants am Chef’s Court

Anschließend an den Infinity-Pool hat eine der größten Veränderungen auf der MSC Seashore im Vergleich zu den Seaside-Class-Schiffen stattgefunden. Das dort neu eingeführte, zweite Buffet-Restaurant ist auf der MSC Seashore wieder verschwunden. Stattdessen hat MSC hier nun die Spezialitätenrestaurants angesiedelt, was zumindest dem Steakhaus Butcher’s Cut einen relativ großen Bereich unter freiem Himmel beschert.

Chef's Court, Empfangsbereich Spezialitätenrestaurants
Chef’s Court, Empfangsbereich Spezialitätenrestaurants

Zentrum der Spezialitätenrestaurants ist der Empfangsbereich Chef’s Court mit der größer und attraktiver gestalteten Cocktail-Bar – sehr zu empfehlen für Fans von Cocktails, die von einem Barkeeper gemixt werden, der sein Handwerk wirklich versteht. Die Cocktail-Karte ist hier besonders umfangreich und kreativ.

Direkt zum Chef’s Court gehören:

  • Kaito Sushi Bar
  • Kaito Teppanyaki
  • Butcher’s Cut (Steakhaus)
  • Ocean Cay (Seafood)

Butcher’s Cut

Teppanyaki

Anzumerken ist beim Teppanyaki die exzellente Zubereitung der Speisen. Bei anderen Reedereien leidet die Essensqualität häufig ein wenig zu Gunsten der Show, hier habe ich ein ausgewogen hohes Niveau bei beiden Aspekten, Show und Essen, erlebt.

Hola Tacos & Cantina

Anschließend an den Chef’s Court, aber bereits im Atrium liegt das neue, mexikanische Spezialitäten-Restaurant „Hola Tacos & Cantina“ hinzu. Anders als im Tapas-Restaurant „Hola by Ramon Freixa“ auf anderen MSC-Schiffen gibt es hier Mexikanisches: Tacos, Enchiladas, Tortillas, Buritos, Nachos oder Quesadillas – übrigens sehr lecker und definitiv kein Fast-Food. Kuriosität des Hola: Anders als in den anderen Spezialitäten-Restaurants gilt hier das Premium-Plus-Getränkepaket nicht.

Running Sushi

Besonderheit und Neuheit auf einem Kreuzfahrtschiff: Das Sushi-Restaurant ist ein „Running Sushi“, die fertigen Sushi-Portionen laufen also (mit durchsichtigen Hauben abgedeckt) auf einer Edelstahl-Theke magnetisch gesteuert an den Gästen des Restaurants vorbei, die sich die Tellerchen vom Band nehmen, die sie essen möchten.

Bezahlt wird hinterher anhand der gesammelten Teller, die je nach Farbe unterschiedliche Preise haben. Alternativ kann man aber auch von einer Sushi-Karte beim Kellner bestellen. Fürs Running Sushi gibt es außerdem regelmäßig den „All you can eat“-Aktionspreis (29 Euro).

Im Bereich des Chef’s Courts finden sich außerdem die Pianobar „Uptown Lounge” und die Weinbar The Wine Cellar” sowie direkt am Infinity-Pool eine Venchi-Eisdiele und die Infinity-Bar.

Café-Lounge mit neuem Namen „Brooklyn Café“

Was wegen des neuen Namens, „Brooklyn Café“, wie eine Neuerung wirkt, entspricht tatsächlich aber der Seaside beziehungsweise Seaview Lounge und Bar der kleineren Schwesterschiffe der MSC Seashore. Die Café-Lounge mit einer kleinen Bühne ist auf der MSC Seashore allerdings besonders liebevoll und detailreich mit beispielsweise mit historischen Telefonen oder Schreibmaschinen dekoriert.

Deck 16: Jungle Pool, Buffet und Seufzerbrücke

Decks 9 bis 15 sind reine Kabinendecks. Öffentliche Bereiche beginnen dann wieder ab Deck 16. Weil die Spezialitätenrestaurants nach unten auf Deck 8 gewandert sind, hat MSC den überdachten „Jungle Pool“ um ein Deck nach unten verlegt.

An die unterste Ebene des Yacht Clubs ganz vorne schließt sich hier also bereits auf Deck 16 der Jungle Pool nebst großer Bar an. Nach hinten folgt direkt das Buffet-Restaurant. Es ist deutlich größer, da das zweite Buffet auf Deck 8 weggefallen ist.

Marketplace-Buffet
Marketplace-Buffet

Weil das Buffetrestaurant nach hinten mehr Platz benötigt, ist der Long Island Pool (auf der MSC Seaview: „Panorama Pool“) am Heck ein Deck nach oben nach 18 gewandert. Ein Deck mit der italienischen Unglückszahl 17 gibt es auf der MSC Seashore nicht.

Das beschert dem Buffet-Restaurant der MSC Seashore einen kleinen Außenbereich am Heck auf der Steuerbord-Seite und die hübsche Sky Bar an Backbord. Bar und Buffet-Außenbereich sind mit der Glasbrücke „Bridge of Sighs“ miteinander verbunden.

Panorama-Aufzüge führen von hier ganz nach unten auf Deck 8 zum Infinity Pool. Die Bridge of Sighs mit Glasboden und Glas-Balustrade liegt 22 Meter über dem Infinity-Pool – nichts für Passagiere mit Höhenangst.

Deck 18: Yacht Club, Kinder-Bereiche und Aquapark

Dem Yacht Club hat MSC auf der MSC Seashore 45 zusätzliche Suiten hinzugefügt. Insgesamt sind es jetzt 131. Deshalb wurde die obere Ebene der zweistöckigen Top Sail Lounge, auf der sich das Yacht-Club-Restaurant befindet, weiter nach vorrne gezogen und damit vergrößert, wohingegen die Top Sail Lounge auf Deck 16 gleich groß geblieben ist.

Yacht-Club-Restaurant
Yacht-Club-Restaurant

Das großzügige, offene Ambiente der Top Sail Lounge inklusive der Swarovski-Treppe nach oben zum Restaurant ist trotz der nach vorne gezogenen Restaurant-Ebene erhalten geblieben.

Top Sail Lounge
Top Sail Lounge

Kinder-Bereich und Pirates Cove Aquapark

Die Kids- und Teensbereiche sind im Vergleich zu den Seaside-Class-Schiffen von hinten nach vorne gewandert und liegen auf der MSC Seashore nun hinter der oberen Ebene des Jungle Pools. Besichtigen und fotografieren konnten wir die Kinderbereiche aufgrund der aktuell geltenden Corona-Regeln nicht.

Pirates Cove Aquaventure Park
Pirates Cove Aquaventure Park

Die Arcade-Spielhalle sowie den Formel-1-Simulator, 4D-Kino und einen neuen Paddelboot-Simulator namens „Run the River“ hat MSC zu einem eigenen, farbenfrohen Raum seitlich des Aquaparks zusammengefasst.

Neu im Aquapark ist eine Wasserrutsche, die man wahlweise mit einer VR-Brille rutschen kann. Statt der Rutschenröhre sieht man dann während des Rutschens in großen Doppelsitzer-Schwimmreifen Szenen wie in einem Piratenfilm und schwebt quasi zwischen den Segeln und Masten der Piratenschiffe hindurch.

Long Island Pool

Den Hauptpool „Long Island Pool“ hat MSC auf der MSC Seashore neu gestaltet. Zwei verschiedene Tiefen lassen die Wahl, ob man im Wasser lieber stehen oder schwimmen möchte. In die Mitte des Pooldecks hat MSC eine Art kreisrunde Insel als zusätzlichen Sonnenliegen-Bereich eingefügt.

Long Island Pool
Long Island Pool

Eine Bühne inklusive großem LED-Display zum Heck hin eignet sich zum Beispiel für Partys oder auch Fitness- und Tanz-Kurse.

Horizon Bar, Long Island Pool
Horizon Bar, Long Island Pool

Ein Deck höher bietet die über die ganze Schiffsbreite verlaufende Horizon-Bar (mit großem Raucherbereich auf der Steuerbord-Seite) einen weiten Blick über den Pool und aufs Meer.

Deck 19: Mehr Yacht-Club-Suiten und neue Whirlpools

Weggefallen ist auf der MSC Seashore, wie bereits erwähnt, die Zip-Line im hinteren Teil von Deck 19. Hinzugekommen sind zwei große Whirlpools – einer am öffentlich zugänglichen Sonnendeck und einer am kostenpflichtigen beziehungsweise Passagieren der Aurea-Buchungskategorie zugänglichen „Top-19 Exclusive Sundeck“.

Sonnendeck, Deck 19
Sonnendeck, Deck 19

Am Top-19-Sundeck gibt neben Sonnenliegen und dem Whirlpool auch die Aurea-Bar mit einigen recht bequemen Sitzgruppen und Cabanas.

Das zuvor auf Deck 19 angesiedelte Yacht-Club-Sonnendeck wandert eins nach oben auf Deck 20. Stattdessen gibt es auf Deck 19 ein zusätzliches Halbdeck mit Yacht-Club-Suiten inklusive dreier großer Suiten am Bug. Zwei davon sind sehr große, neue Owner Suites – auf unserer Reise jedoch bewohnt, sodass sie nicht zu besichtigen waren. Insgesamt hat die MSC Seashore 131 Yacht-Club-Suiten, rund 50 Prozent mehr als auf den Seaside-Class-Schiffen.

Deck 20: größeres Yacht-Club-Sonnendeck

Das bereits angesprochene Sonnendeck exklusiv für Yacht-Club-Passagiere ist entsprechender der zusätzlichen Suiten größer geworden und umfasst nun laut MSC rund 2.000 Quadratmeter Fläche.

MSC Yacht Club, Sonnendeck & Pool
MSC Yacht Club, Sonnendeck & Pool

Auch der Yacht-Club-Pool ist größer geworden und nach vorne und etwas erhöht liegt der neue „Panorama“-Whirlpool.

MSC Yacht Club, Panorama-Whirlpool
MSC Yacht Club, Panorama-Whirlpool

Umweltschutz-Maßnahmen

Ein wichtiges Thema und daher erwähnenswert: Die MSC Seashore ist umwelttechnisch auf dem aktuellen Stand, der bei Einsatz von Schweröl möglich und überwiegend durch entsprechende Regularien auch nötig ist: SCR-Katalysatoren reduzieren die Stickoxide, Hybrid-Scrubber vermindern Schwefeloxide sowie Teile des Feinstaubs. Landstromanschluß ermöglicht die Aufnahme von Energie von Landseite im Hafen, soweit das dort jeweils verfügbar ist.

Schornstein
Schornstein der MSC Seashore

Die Abwasseraufbereitung entspricht dem aktuell strengsten Standard, dem „Baltic Standard“. Ein neu entwickeltes Luftreinigungssystem namens „Safe Air“ gibt den Passagieren vor allem in Corona-Zeiten ein sicheres Gefühl und arbeitet unter anderem mit einem Viren abtötenden UV-Licht-System.

Ein paar Beobachtungen und Bemerkungen

Im Wellness-Bereich des Spa sind aktuell (Stand: September 2021) einige Räume coronabedingt außer Betrieb, etwa Schneeraum und Dampfbäder. In Betrieb sind eine milde und eine finnische Sauna, Wärme- und Ruheliegen, die Kneipp-Duscheund der Salzraum.

Highlight ist der Außenbereich in einem vom öffentlichen Deck abgetrennten Bereich des Promenadendecks vorne mit viel Platz für Sonnenliegen und einem eigenen Whirlpool.

Positiv fällt mir im Spa auf: Die Qualität der Massage war deutlich besser, als ich das von früheren MSC-Reisen in Erinnerung hatte. Der unangenehme Versuch, dem Kunden im Anschluss an die Massage alle möglichen Pflegeprodukte zu verkaufen, entfiel komplett. Stattdessen gab es von der Masseurin gute, individuelle Tipps, wie ich an meinen Nackenverspannungen auch zu Hause weiter arbeiten kann.

Laute Musik im Fitness-Studio

Wer in dem sehr großen und gut ausgestatteten Fitness-Studio seine eigene Musik über Kopfhörer bevorzugt, hat auf der MSC Seashore Pech gehabt: Aus den Deckenlautsprechern kommt sehr laute, aggressiv-pushende Musik, die im Zuge der Fitness-Welle während der Pandemie vielleicht stärker in Mode gekommen ist, aber längst nicht jedermanns Sache ist.

Fitness-Studio
Fitness-Studio

Schneller Service im Hauptrestaurant

Positiv anzumerken ist der schnelle Service im Hauptrestaurant, insbesondere beim Frühstück. Auf großen Kreuzfahrtschiffen ist das Hauptrestaurant zum Frühstück oft keine Alternative zum Buffet, weil die Wartezeit nach der Bestellung unkalkulierbar lang ist. Auf der MSC Seashore ging das sehr flott. Selbst bei bevorstehendem Landausflug ist das also eine gute Alternative zum schnell mal überfüllten Buffetrestaurant.

Umfassende und gute „MSC for Me“-App

Die App „MSC for Me“ bietet inzwischen viele nützliche Features und funktioniert reibungslos. Die App kann allerdings so viel kann, dass es gelegentlich schon ein wenig schwierig wird, die einzelnen Features und Informationen zu finden.

Gut organisiert und optisch übersichtlich gestaltet ist beispielsweise das Tagesprogramm, aus dem man sehr einfach Punkte auch in den persönlichen Kalender übernehmen kann. An diese Termine erinnert die App dann automatisch. Bei den Spezialitäten-Restaurants gibt es eine Suchfunktion nach aktuell geöffneten Restaurants, freien Plätzen und eine Reservierungsfunktion.

Restaurant- und Bar-Karten per QR-COde
Restaurant- und Bar-Karten per QR-Code

Die Restaurant- und Bar-Karten stellt MSC als PDF-Dateien zum Download bereit, Zugriff bekommt man darauf über QR-Codes. Alle Restaurants und Bars halten auf Wunsch aber auch Karten auf Papier bereit.

Fazit und ein persönlicher Tipp

Die Stärken der MSC Seashore sind, wie schon der beiden ersten Seaside-Class-Schiffe, die vielen Außenflächen und Sonnendecks. Der neue Infinity-Pool und die die Infinity-Whirlpools werten das breite Promenadendeck weiter auf.

Um das zweite Buffet-Restaurant auf Deck 8 ist es zwar schade, aber die Spezialitäten-Restaurants profitieren von der neuen Lage. Insbesondere schaffen die Tische des Steakhauses im Freien – zumindest bei passendem Wetter – ein romantisches Ambiente für ein feines Candle-Light-Dinner.

Butcher's Cut, Außenbereich
Butcher’s Cut, Außenbereich

Mir persönlich gefällt die an vielen Stellen sehr stilvolle und farblich gediegen-zurückhaltende Inneneinrichtung des Schiffs, beispielsweise in den insgesamt fünf Hauptrestaurants oder im Brooklyn Café.

Central-Park-Hauptrestaurant
Central-Park-Hauptrestaurant

Auf die große Swarovski-Treppe im Atrium müssen MSC-Fans aber dennoch nicht verzichten und auch ein wenig Kitsch wie die Freiheitsstatue im Casino fehlt nicht.

Atrium
Atrium

Der Yacht Club verliert dagegen durch seine inzwischen enorme Größe ein wenig an Exklusivität, das Platzangebot in der Top Sail Lounge ist in Relation zur Suiten-Passagierzahl kleiner geworden. Dafür macht das erweiterte Sonnendeck einen sehr komfortablen und großzügigen Eindruck, soweit sich das im Rahmen einer kurzen Besichtigung beurteilen lässt.

Mein Tipp für die MSC Seashore

Die Kombination der teils sehr günstigen Kabinenpreise mit den Premium-Angeboten an Bord ergibt ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Spezialitäten-Restaurants sind ganz ausgezeichnet und müssen sich selbst vor Restaurants auf Luxusschiffen nicht verstecken, ebenso das exzellente Eis von Venchi. Auch ein Dinner an der Champagner-Bar mit feinen Meeresfrüchten hat durchaus Luxus-Niveau.

Champagne Bar, Atrium
Champagne Bar, Atrium

Ähnliches gilt für die Cocktail-Bar am Chef’s Court, die ganz exzellent und dennoch nicht überlaufen ist. Und wer auch am Sonnendeck ein ruhigeres, weniger trubeliges Erlebnis sucht, kauft sich in das Top-19-Sundeck ein.

Cocktail Bar
Cocktail Bar

Das mit 55 Euro pro Tag im Vergleich zu anderen internationalen Reedereien relativ günstige Premium-Plus-Getränkepaket enthält neben den Premium-Cocktails der Cocktail-Bar selbst den 18-Euro-pro-Glas-Champagner an der Champagner Bar. Und Spezialitäten-Restaurants werden deutlich günstiger über die angebotenen Restaurant-Pakete. Auf diese Weise kann man sich, wenn man möchte, eine Kreuzfahrt mit einem Massenmarkt-Schiff recht preisgünstig zu einer Premium-Reise upgraden.

Schiffsdaten: MSC Seashore

Die MSC Seashore ist das erste Schiff der Seaside-Evo-Klasse und das insgesamt 19. Schiff der MSC-Cruises-Flotte. Ein weiteres Schiff der Evo-Klasse ist für 2023 geplant. Die beiden kleineren Schwestern MSC Seaside und MSC Seaview sind bereits seit 2017 beziehungsweise 2018 in Dienst.

MSC Seashore
MSC Seashore

Ihre erste Sommer- und Herbst-Saison verbringt die MSC Seashore im westlichen Mittelmeer und wechselt für den Winter 2021/22 in die Karibik, wo sie mit Basishafen Miami ab 20. November 2021 unterwegs ist.

  • Werft: Fincantieri, Monfalcone
  • Indienststellung: August 2021
  • Tonnage: BRZ 170.412
  • Flagge: Malta
  • Länge: 339 Meter
  • Breite: 41 Meter
  • Höhe: 74 Meter
  • Crew: 1.648
  • Passagiere: 4.540, max. 5.877
  • Personen an Bord max. 7.525
MSC Seashore
MSC Seashore

Die MSC Seashore ist bei Indienststellung das weltweit zwölftgrößte Kreuzfahrtschiff. Bei MSC Cruises gehört sie zur drittgrößten Schiffsklasse, wobei sie länger ist als die MSC Grandiosa (und MSC Virtuosa, ab November 2021) sowie MSC Meraviglia und MSC Bellissima, in der Tonnage aber geringfügig kleiner und bei der Passagierzahl sogar deutlich kleiner als die MSC Grandiosa/Virtuosa, jedoch etwas größer als die MSC Meraviglia/Bellissima.

Anmerkung*: Cruisetricks.de fuhr mit der MSC Seashore auf Einladung von MSC Cruises.

Weitere Teile der Serie " MSC Seashore: New-York-Optik und viel Deckfläche im Freien ":

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4 Kommentare

4 Gedanken zu „MSC Seashore: New-York-Optik und viel Decksfläche im Freien“

  1. Also unser Schiff wird die Seashore nicht. Sie hat uns nicht so sehr gefallen. Die schönen Außenflächen bleiben am Abend fast ungenutzt, wodurch es nur wenige Sitzmöglichkeiten im Freien gibt. Das ist einfach schade. Die Shows bedurften doch einer erheblichen Toleranzschwelle. Kein Vergleich mit Circque du Soleil. Die Angestellten im Sushi Restaurant sind fast vor Langeweile gestorben. Es war nahezu nie jemand dort. Die Läden orientieren sich preislich doch stark nach oben im Vergleich zu anderen MSC-Schiffen. Demzufolge war der Laden mit den Luxusuhren auch fast immer leer. Irgendwie passt bei diesem Schiff das gewünschte Konzept nicht richtig zum MSC-fahrenden Publikum. Es sind ja nicht nur Yacht-Club Gäste an Bord…

  2. Toller Bericht mit, wie immer, super Fotos. Wir kamen vor drei Wochen von der Seaview und sehen natürlich die Unterschiede schon bei den Bildern. Die angesprochene Leere in manchen Bereichen ist sicherlich der nicht vollen Auslastung geschuldet. Es wäre mal interessant, dieses Schiff bei Volllast einzuschätzen…

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