Vasco da Gama in Bremerhaven

Mystic Invest ersteigert die Vasco da Gama

Das portugiesische Unternehmen Mystic Invest hat die Vasco da Gama für 9,5 Millionen Euro aus der Konkursmasse von Cruise & Maritime Voyages (CMV) ersteigert.

Das 1994 gebaute Kreuzfahrtschiff ist für den deutschen und britischen Markt vorgesehen, wie Mystic Invest inzwischen bestätigte. IN Deutschland wird das Schiff wohl von Nicko Cruises vermarktet werden. Die Vasco da Gama war bereits bei CMV/Transocean kurzzeitig am deutschen Markt unterwegs, steht seit Beginn der Covid-19-Krise still und hatte zunächst eine unsichere Zukunft, nachdem CMV Insolvenz angemeldet hatte.

Zu Ferreiras Unternehmensgruppe Mystic Invest gehören unter anderem die Werft Westsea Shipyard, das portugiesische Touristikunternehmen Douro Azul sowie Nicko Cruises und Atlas Ocean Voyages mit zahlreichen Flusskreuzfahrtschiffen und Expeditions-Kreuzfahrtschiffe wie die World Explorer und World Voyager. Mehrere weitere Hochseeschiff-Neubauten sind geplant.

1994 als Statendam für Holland America Line in Dienst gestellt, wurde die Vasco da Gama 2015 umfassend renoviert, als P&O Australia es übernahm und in Pacific Eden umtaufte. Im April 2019 hatte dann CMV das Kreuzfahrtschiff übernommen und am 9. Juni 2019 in Bremerhaven auf den neuen Namen Vasco da Gama getauft. Das Schiff bietet Platz für 1.150 Passagiere in 630 Kabinen. Besonders viele Kabinen, nämlich 100, sind Einzelnutzung vorgesehen. Balkone gibt es zu 149 Suiten und Kabinen.

Auktionen für fünf CMV-Schiffe

Fünf der Kreuzfahrtschiffe des insolventen, britischen Kreuzfahrtanbieters Cruise & Maritime Voyages (CMV), zu dem auch Transocean in Deutschland gehörte, standen oder stehen im Oktober zur Versteigerung an: Vasco Da Gama, Columbus, Astor, Magellan und Marco Polo. Lediglich die Astoria wird nicht versteigert, da das Schiff die Flotte ohnehin im kommenden Jahr verlassen sollte, weil der Chartervertrag ausläuft.

Die Bieterfrist für die Astor endet am 15. Oktober, für die Magellan am 19. Oktober und für die Marco Polo am 22. Oktober 2020. Die Columbus wurde bereits versteigert und soll für einen Betrag in der Region um 7 Millionen Euro an einen türkischen Käufer gegangen sein, der jedoch nicht plant, das Schiff tatsächlich zu betreiben. Das berichtet Cruise Industry News.

7 Kommentare

7 Kommentare zu “Mystic Invest ersteigert die Vasco da Gama

  1. … und warum kam die Buchung überhaupt zustande, wenn die Albatros doch ein “schwimmender Schrotthaufen” ist (wovon sie de facto bis zum letzten Einsatztag weit entfernt war)?

  2. Der Neffe vom Allgäuer Urviech, also der liebe Peter Zick hat den Geschäftsführer persönlich angerufen.
    Wir haben eine gute und beidseits faire Regelung gefunden.
    Mit der bin ich zufrieden und werde daher mit der Amera die Mittelmeertour vom 24.11.-14.12.2021 machen.
    Ist noch lange hin – und mit Corona ist bis dahin hoffentlich Schluß.
    Die Reisezeit ist natürlich nicht so der Hit, es sind aber 4 Tage mehr als gehabt – mit einem klar besseren Schiff.
    Die Amera fuhr in ihren jungen Jahren für die Topreederei Royal Viking Line und später als Prinsendam für Holland Amerika Linie.
    Ich freue mich über die gefundene Lösung, zu deren Inhalt ich aber nix sagen werde…
    …es wird dann die 90. Kreuzfahrt in meinem Leben

  3. @ Oliver Schmidt:
    Bin halt ein Gewohnheitstier, ein paarmal war ich ja drauf, auf der Artania auch 2 x.
    Schön waren immer die Nächte in der Casablanca Bar mit dem Duo Romantica und Rainer Ludwig.
    Ich war da meist der letzte, der noch gegangen ist, bekannt als lonely Wulf howling
    Die Klimaanlage hat schon 2016 nicht mehr funktioniert, die Hitze in der Kabine innen, unten, hinten unerträglich.
    Essen und Service auch nicht besonders, klar schlechter als z. B. auf der Artania.
    In meinem Leben war ich auf ca. 50 verschiedenen Schiffen, Wiederholer waren recht selten.
    Reisezeit ab Februar 1981 – Oktober 2019.
    Dieses Jahr wollte ich – u.a. – auf die Vasco da Gama, wurde aber nichts.
    Als Hochrisikopatient mit vielfältigen Krankheiten lasse ich das mit Buchungen kurzfristig mal.
    Die Reise Ende 2021 wird funktionieren – oder es gibt keine Kreuzfahrten mehr, weil die Anbieter dann alle kaputt sind.
    Carnival als weltgrößte Gesellschaft verliert derzeit z. B. 1 Milliarde US Dollar pro Monat.
    Die wollen jetzt von 104 Schiffen 18 verkaufen oder verschrotten.
    Sie haben noch 8 Milliarden Cash.
    Wenn da nicht in der zweiten Jahreshälfte 2021 was reinkommt – dann viel Spaß.
    Steuern haben sie in den USA nicht gezahlt, mit dem Klingelbeutel zur US Regierung wird nicht funktionieren – und die Bahamas oder wer auch der Flaggenstaat ist, die können das nicht auffangen oder unterstützen.
    Warten wir es ab – Spaß macht es derzeit nicht.

  4. “Der schwimmende Schrotthaufen Albatros ”
    Warum bucht man einen Schrotthaufen ? Um hinterher einen Nachlass zu bekommen ?
    Die Albatros warein klassisches ,kleines ,gemütliches, mit kleinen Macken und einem guten Service und freundlichem Personal ausgestattes ,Kreuzfahrtschiff.
    au.sgestattet.

  5. Die Albatros, die ich auf ihrer letzten Reise 50 Tage und Nächte lang erleben durfte (und dies nicht zum ersten Mal) war ein ehemaliger Luxusliner, der übrigens wie die Amera (siehe oben) in jungen Jahren für Royal Viking unterwegs war, dem man die Großzügigkeit eines 5-Sterne-Schiffes immer noch anmerkte. Hinzu kommen unglaublich hohe Investitionen von Phoenix (>100 Mio Euro in Summe) in den Oldie und eine Top-Qualität bei Service, Showprogramm und Küche. Phoenix hat hier gezeigt, welche Standards man mit solchen Schiffen erreichen kann, und obwohl ich auch die Mona Lisa sehr geschätzt habe (die bei ihrem Abgang aus den Markt noch drei Jahre jünger war), war das, was Phoenix hier geleistet und gezeigt hat, kaum zu vergleichen. Auch das Unternehmen selbst hat, obwohl im Hochseebereich immer noch ausschließlich Altschiffverwerter, in puncto Qualität einen beeindruckenden Aufstieg hingelegt. Selbst dann, wenn man die Amadea der ersten Jahre mit heute vergleicht. Nein, es gibt an der Albatros bis zum letzten Tag nichts auszusetzen, ich habe es selbst erlebt, bis auf das manchmal etwas schräge Publikum mit seinen Birkenstocklatschen am Gala-Abend, seinem Saft-Abfüllwahn am Frühstücksbuffet und dergleichen Aussetzern mehr.

  6. Naja, die Mona Lisa und auch die Lili Marleen waren zwei desolate Schrotthaufen, ich war zwar da nicht drauf, kenne aber den Kreuzfahrtdirektor, der mittlerweile bei Nicko fährt und damals bei Holiday war, davor als Bordmusiker auf der Deutschland, noch zu Deilmann Zeiten.
    Der hat mir selber erzählt, daß er vor dem einschlafen auf der Mona Lisa seine persönlichen Sachen griffbereit herlegte, sowie die Schwimmweste, er hielt den Kahn für absolut unsicher.
    Wer bei Holiday oder Lord Nelson regulär gebucht hat, dem war ja nicht zu helfen…die sind schließlich gerne so 4 Wochen vor Abreise mit absoluten Dumpingpreisen um die Ecke gekommen…konnte man drauf spekulieren…allerdings nicht ich, da damals noch in der Pharmaindustrie im Außendienst tätig.
    Da macht man eine Jahresplanung und hat viele Termine liegen.
    Auf der Artania würde ich schon von gutem Essen sprechen, da war ich zweimal drauf.
    Die Albatros liegt da klar drunter, auch in Sachen Service.
    Auf der ersten Reise mit ihr waren Essen und Service sogar miserabel, gebucht hatte ich sie da nicht, sondern als Alternative für die eigentlich gebuchte Delfin bekommen, die ja auch kurzfristig aus dem Betrieb genommen wurde.
    Von Rainer in der Casablanca Bar hatte ich damals erfahren, daß Besserung naht, da der Caterer gewechselt wird.
    Es war dann unter Sea Chefs auch deutlich besser.
    Daß die Albatros mal als Royal Viking Sea fuhr, das weiß ich, fahre schließlich schon seit 1981 – und das bisher 89 mal.
    Jetzt ist sie noch mit 1179 Punkten im Berlitz geratet, das ist mittleres 3-Sterne Niveau.
    Beim Essen waren halt in der Vergangenheit Celebrity und Cunard sehr gut, Celebrity allerdings zu Zeiten von Michel Roux, der hatte 3 Sterne im Guide Michelin, da hat von den Albatros Köchen keiner auch nur ansatzweise so eine Qualität, beim Roux war es halt noch die klassische, französische Küche.
    Auch gut gefallen hat mir Pullman, Küchenchef Paco Roncero kommt auf 2 Sterne im Guide Michelin, der letzte Küchenchef José Cruiz Mas auf deren 3.
    Von dem Kaliber gibt es in ganz Deutschland noch nicht mal ein Dutzend Leute.
    Pullman ist zwar im Moment in Konkurs, muß aber so nicht bleiben, schließlich steht Royal Caribbean dahinter und die haben Alttonnage genug zum abgeben und wieder auf dem spanischen Markt angreifen.
    Ich weiß auch jetzt schon, wer dann garantiert wieder einbucht.
    Das waren immer lange Nächte, die Disco Luz da Luna (Mondlicht) macht ja erst um 23 Uhr auf – und zu wenn keiner mehr Lust hat…also im Morgengrauen.
    Auf der Zenith haben im Musiksaal wechselweise eine lateinarmerikanische Band gespielt, sowie das Trio Flamenco del Sur, immer so eine halbe Stunde, dann wieder Tausch.
    Temperamentvoll bis in den frühen Morgen, ich saß da immer auf dem Barhocker, jedenfalls so lange, bis mich mal eine junge Spanierin am Kragen gepackt und auf die Tanzfläche gezerrt hat. Konnte das Tempo aber nur kurz durchhalten…
    …es ist aber dennoch eine Freude, von einer weit jüngeren Frau geschnappt zu werden…
    …meine portugiesische Freundin, die ich schon über 20 Jahre habe, ist auch deutlich jünger, könnte fast mein Kind sein…
    …ich habe sie zufällig in einer Arztpraxis kennengelernt und dann bei meinem Arbeitgeber vermittelt, Diplomchemikerin, 7 Sprachen in Wort und Schrift perfekt, u. a. auch japanisch.
    Bei Phönix ist fas Schiff ja schon um 23 Uhr in der Regel fast tot, da sind die Spanier noch nicht mit der 2. Sitzung Abendessen fertig – und dann gehen die nicht in’s Bett.
    Schön war auch das umfassende all inclusive Konzept.
    Warten wir es ab, erst muß halt mal Corona in den Griff kommen…dann sieht man weiter.
    Gebucht habe ich derzeit nur 1 Reise, Ende 2021, auf der Amera, bis dahin funktioniert das wieder – oder man kann die Branche knicken.
    Carnival ist ja der weltgrößte Anbieter mit 9 Marken, u.a. Aida, Costa, Cunard, HAL, Princess…und weitere.
    Die melden als AG ja jedes Quartal.
    Derzeit sieht es so aus, daß sie im Monat 1 Milliarde US Dollar verlieren – und noch deren 8 Cash haben.
    Spätestens im 2. Halbjahr 2021 müssen also mal wieder vernünftig Einnahmen reinkommen…sonst sieht das schlecht aus.
    Kleinere Anbieter sind teilweise ja schon kaputt (Pullman, CMV…) oder haben aufgegeben (FTI mit der Berlin)
    MSC vertickt derzeit die Innenkabinen die Woche für 199 Euro, Außen 249, Balkon 299…
    …Costa fährt auf der Deliziosa derzeit mit 250 Gästen, das sind nicht mal 10 % der eigentlichen Kapazität…
    …da kann nichts verdient sein…
    …bin mal gespannt, wie das noch weitergeht – oder endet.

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