Erstaunlich viele Raketen knallen trotz starkem Wind und eisiger Kälte in den Nachthimmeln rund um den Handelskai in Wien, an dem die Joy für die Silvesternacht festgemacht hat. Der Wind peitscht sogar im geschützten Hafenbereich Wellen auf die Donau, aber das nehmen wir nur durch die Panoramafenster der Joy war, wir sitzen gemütlich im Warmen, oder tanzen in den Abend hinein.
Der Silvesterabend startet mit einem veganen Gala-Dinner, einschließlich Baked-Alaska-Parade. Die Lounge wurde kurzerhand von „Weihnachten“ auf „Gutes Neues Jahr“ umdekoriert. Mit ein paar Cocktails, Prosecco und Musik ist das Jahr 2026 schnell da. Fürs Feuerwerk hält es uns nur kurz auf dem Sonnendeck, denn der Wind ist nach wie vor beißend kalt.













Am nächsten Morgen ist der Wind dann buchstäblich wie weggeblasen. Knapp über null Grad fühlen sich bei Sonne und blauem Himmel viel besser an, als gestern um Mitternacht bibbernd und mit erfrorenen Fingern das Feuerwerk zu beobachten.

Es war, wie sich herausstellen sollte, eine gute Entscheidung, gleich vormittags mit der U-Bahn zum Schloss Schönbrunn zu fahren und dort einen sonnigen Neujahrsspaziergang zu machen. Denn als wir zwei Stunden später zurück in die Stadt fahren, kommen und Touristenmassen entgegen, die wir um diese Jahreszeit hier nicht erwartet hätten. Und der Weihnachtsmarkt vor dem Schloss, der noch bis 6. Januar geöffnet hat, ist schon mittags gut besucht.













Vormittags können wir die Zeit im Schlosspark von Schönbrunn also noch geruhsam genießen, am Neptunbrunnen vorbei bis hinauf zur Gloriette spazieren, mit weitem Blick über Wien bis hinüber zu den Hochhäusern gegenüber dem Handelskai, wo die Joy liegt.
Abseits der Hauptlaufwege der Touristengruppen ist es so ruhig, dass wir an einer Futterstelle einen Buntspecht beobachten können. Der „Fischbassin“-Brunnen ist als einziger auch im Winter in Betrieb, zur Freude einiger Enten.


Den Zwischenstopp in der Wiener Innenstadt hätten wir uns dagegen besser erspart. An manchen Stellen ist vor Touristengruppen kaum noch ein Durchkommen. Vor dem Stephansdom wird das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker übertragen. Auch hier stehen die Menschen dicht gedrängt.


An einen Besuch im Café Sacher oder bei Demel ist nicht zu denken, die Warteschlangen lassen vermuten, dass man dort vor in zwei oder drei Stunden keinen Platz bekäme.

Also nehmen wir die U-Bahn zurĂĽck zur Joy und erholen uns von der Silvesternacht an Bord. Dort warten schon Sandwiches und Kuchen zum Afternoon Tea.






Als Wiener hätte ich dir den Tipp gegeben das Neujahrskonzert beim Weihnachtsmarkt beim Riesenrad anzuhören.
Nicht weit von der Anlegstelle entfernt ;-)
@Hans: Das Konzert war gar nicht unser Ziel, wir sind da zufällig am Stephansdom reingeraten ;-)
Apropos Kaffeehaus : ich hätte euch empfohlen das Café Hawelka im 1. Bezirk zu besuchen
Wir sind auch keine Liebhaber klassischer Musik aber das Neujahrskonzert gehört für uns zur Tradition und der Dirigent in diesem Jahr war Spitze.
Danke, das merke ich mir fürs nächste Mal! Denn nach Wien kommt man ja doch immer wiedermal :-)