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Blick vom Teide

Am Teide auf Teneriffa: einen Moment lang über allem stehen

Über allem stehen und die ganze Welt unter sich lassen: In 3.555 Metern Höhe auf dem Vulkan Teide fällt es leicht, für eine Weile alles Unangenehme zu vergessen und den grandiosen Rundblick über Teneriffa und die Nachbarinseln, das Meer und die Wolken unter sich zu genießen.

Einzig die Maske im Gesicht erinnert einen an die Sorgen unten im Tal. Doch das ist sehr weit weg, fast unwirklich. Von oben auf Wolken zu schauen, erlebt man sonst nur im Flugzeug. In drei riesige, ineinander übergehende  Krater des Teide von oben zu blicken, vermittelt besonders plastisch die Dimensionen des Vulkans.

Von Meereshöhe Null sind wir am Morgen eines warmen Dezembertages von der Europa 2 im Hafen von Santa Cruz de Tenerife mit dem Kleinbus gestartet. Der Himmel ist bewölkt, es sah nach einem regnerischen Tag aus. Aber das täuscht auf Teneriffa oft. Am Nachmittag wird es auch unten in Santa Cruz sonnig.

Blick auf den Teide
Blick durchs Busfenster auf Teneriffa und den Teide

Erst geht die Fahrt durch Kiefernwälder. Die Bäume mit buschigen, langen Nadeln erinnern mich ein wenig an den Gamsbart auf Trachtenhüten in meiner bayerischen Heimat. Oberhalb der Baumgrenze finden wir uns in einer Karstlandschaft mit Lava- und Bimsstein-Feldern wieder, einer Mondlandschaft nicht unähnlich, durchsetzt nur mit Ginsterbüschen.

Auf unserem rund 90minütigen Weg zum Teide durchbrechen wir die Wolkendecke, während sich der Bus auf den steilen, gewundenen Straßen immer weiter hinaufarbeitet. Bei einem Fotostopp nahe der Sternwarte am Berg Izaña sehen wir Gleitschirmflieger, die den prächtigen Tag für einen Flug vorbei am Teide und über die Wolken nutzen. Alle paar Minuten starten ein Tandemflug-Paar und segelt knapp an unserem Standort vorbei.

Gleitschirmflieger am Teide
Gleitschirmflieger am Teide

An der der Talstation der Teide-Seilbahn auf 2.356 Metern Höhe angekommen, wechseln wir in die Seilbahn, die uns in acht Minuten hinauf auf 3.555 Meter bringt. Der Vulkan Teide ist die höchste Erhebung im Atlantik und der höchster Berg Spaniens. Die Temperatur liegt hier oben nicht viel über Null Grad, aber es ist sonnig und nur leicht windig – kurz: perfekt. Das ist nicht immer so, denn starker Wind macht die Gondelfahrt oft unmöglich.

Zu normalen Zeiten geht hier ohne frühzeitige Online-Ticketreservierung nicht viel, zu groß ist der Andrang. Jetzt zu Coronazeiten bekommt man selbst spontan sofort ein Ticket. Nur ganz wenige Besucher kommen hierher. In den Gondeln steht während der Fahrt zur Lüftung die Dachluke offen und statt 44 fahren höchstens 22 Passagiere mit.

am Teide - zu Coronazeiten eben mit Maske ...
am Teide – zu Coronazeiten eben mit Maske …

Vor jeder Fahrt wird akribisch desinfiziert. Maskenpflicht herrscht ohnehin auf der ganzen Inseln, auch im Freien, auch oben am Teide – zumindest, wenn anderen Menschen in der Nähe sind.

So hoch oben war ich – außer im Flugzeug – noch nie: knapp 3.600 Meter über dem Meeresspiegel. Letzteres ist hier auf Teneriffa sogar buchstäblich zu sehen, denn die Tour an der Europa 2 im Hafen startet wirklich auf Meereshöhe.

Blick vom Teide
Blick vom Teide

Die Luft ist hier oben deutlich dünner, der Puls schnellt schon bei nur normalem Spazierengehen in die Höhe, man gerät sofort außer Atem. Schon lange habe ich mich nicht mehr so unbeschwert, so frei so nah der Natur, gefühlt wie hier oben am Teide.

Blick vom Teide, Pico Viejo
Blick vom Teide, Pico Viejo

Wir machen einen Spaziergang hinüber zum Aussichtspunkt auf die Südseite Teneriffas und auf den Krater des Nebenvulkans Pico Viejo.

Der Blick schweift über die Wolkendecke. Die Berggipfel von Gran Canaria auf der einen Seite, von La Palma auf der anderen Seite ragen aus den Wolken hervor. Diesen Ort wieder zu verlassen, fällt sogar dann sehr schwer, wenn man zurück zu einem so schönen Schiff wie der Europa 2 fährt …

Anmerkung*: cruisetricks.de fuhr auf der Europa 2 auf Einladung von Hapag-Lloyd Cruises.
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