Crewmitglied der Norwegian Pearl in Honduras erschossen

Ein Crewmitglied der Norwegian Pearl ist am Sonntag, 6. April, bei einem Landgang auf Roatan, Honduras, erschossen worden. Lokalen Medien zufolge war das Opfer unweit des Kreuzfahrtschiffs zu Fuß unterwegs. Offenbar handelt es sich um einen Raubmord, bei dem der Täter dem Crewmitglied sein Tablet-PC raubte.

ANZEIGE

Die Tat ereignete sich auf einer Hauptstraße nahe des Kreuzfahrthafens und nur wenige hundert Meter vom Amtssitz des Bürgermeisters von Roatan entfernt. Bei dem getöteten handelt es sich um einen von den Philippinen stammenden, 27jährigen Koch der Norwegian Pearl. Er wurde laut Augenzeugenberichten zunächst angeschossen und dann am Boden liegend mit einem Kopfschuss getötet.

Update: Norwegian Cruise Line hat als Reaktion auf den Raubmordord die bevorstehende Hafenstopps der Norwegian Pearl und Norwegian Dawn in dieser Woche in Roatan abzusagen. Carnival Cruise Lines hat angekündigt, Passagiere künftig mit einem Informationsblatt über die Sicherheitslage in Roatan zu informieren und gibt die Empfehlung, sich außerhalb des direkt an das Mahogany Bay Cruise Center angrenzenden Shopping- und Strandbereichs nur im Rahmen von am Schiff gebuchten Landausflügen aufzuhalten.

Die örtlichen Behörden in Honduras reagierten auf den Mord mit der Aussetzung einer Prämie von knapp 5.000 Dollar für Hinweise auf den Täter. Die Ermittlungen hat eine Spezialeinheit namens Fuerza Nacional de Seguridad Interinstitucional (Fusina) übernommen, die erst kürzlich vom honduranischen Präsidenten ins Leben gerufen wurde, um die Gewaltkriminalität in dem mittelamerikanischen Land effektiver zu bekänpfen.

Der Bürgermeister von Roatan betonte, man verfolge eine Null-Toleranz-Politik bei Gewalttaten. Honduras sei vom Tourismus abhängig und man werde alles tun, um den Täter zu fassen. Laut der Zeitung La Tribuna ist Honduras eines der am meisten von Gewaltkriminalität betroffenen Länder der Welt, im laufenden Jahre habe es durchschnittlich 14 Morde täglich gegeben.

Gewaltkriminalität in mittelamerikanischen und karibischen Häfen hat in den vergangenen Monaten immer wieder Schlagzeilen gemacht. Zuletzt hatte ebenfalls Roatan Schlagzeilen gemacht, nachdem Passagiere der Carnival Conquest im Januar 204 auf einer allerdings abseits gelegenen Landstraße überfallen worden waren – verletzt wurde bei diesem Zwischenfall niemand. Im Februar war ein deutscher Kreuzfahrt-Tourist auf der Isla Margarita in Venezuela erschossen worden. Zur allgemeinen Sicherheitslage in karibischen Häfen, lesen Sie auch unseren Beitrag „Wie sicher sind Karibik-Kreuzfahrten?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.