Deutschland: Bald ohne Deilmann-Logo am Schornstein?

„Deutschland“ soll angeblich verkauft werden

Seit Monaten tauchen immer wieder Gerüchte über einen Verkauf der „Deutschland“ auf. Aktuell behauptet Bild.de, Deilmann verhandle mit der südkoreanischen Reederei Polaris Shipping über das „ZDF-Traumschiff“ Deutschland.

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Der Münchner Finanzinvestor Aurelius, Eigentümer der Reederei Peter Deilmann, dementiert Verkaufspläne. Es handle sich um Gerüchte, ein Verkauf sei nicht geplant.

Die Boulevard-Redaktion beruft sich in ihrem Bericht auf Deutschland-Kapitän Andreas Jungblut, der schon beim vor drei Monaten geplanten und später abgeblasenen Flaggen-Wechsel der Deutschland kein Blatt vor den Mund nahm und maßgeblich daran beteiligt war, dass die Deutschland nicht wie geplant unter die maltesische Flagge wechselte. Daraufhin hatten Mitte August mit Andreas Demel und Marcus Mayr zwei der drei Deilmann-Geschäftsführer gekündigt, weil sie die Entscheidung gegen den Registerwechsel der Deutschland nicht mittragen wollten.

Die als mögliche Käufer genannte Polaris Shipping ist eine große, koreanische Frachtreederei, die seit 2011 mit Harmony Cruises aber auch eine eigene Kreuzfahrtschiff-Tochter besitzt. Bislang einziges Schiff von Harmony Cruises ist das 1969 gebaute und 1988 zum Kreuzfahrtschiff umgebaute 760-Passagiere-Schiff „Club Harmony“, ehemals Costa Marina, die in südkoreanischen Busan stationiert ist.

Mitte September 2012 hatte die gewöhnlich gut informierte italienische Website Meetingpoint Cruises von einem möglichen Verkauf der Deutschland nach China berichtet und sich dabei auf einen Branchen-Insider berufen. Solche Verhandlungen bestätigte Kapitän Jungblut nun offenbar auch Bild.de gegenüber. Der Preis sei den nicht näher genannten chinesischen Investoren jedoch zu hoch gewesen.

Zuletzt soll Aurelius anderen Gerüchten zufolge rund 35 Millionen Euro für die Deutschland verlangt haben, nachdem im Frühjahr noch eine Zahl von 60 Millionen Euro im Gespräch gewesen sein soll – beide Zahlen stammen aus unbestätigten Gerüchten, sind also mit entsprechender Vorsicht zu genießen.

4 Kommentare zu “„Deutschland“ soll angeblich verkauft werden

  1. Die Bildzeitung ist ein Blatt mit schnellen Schlagzeilen, die dafür sorgen, Unruhe zu verbreiten. Das ist gewollt und die Leser glauben fast alles.
    Ich kenne Kapitän Jungblut aus meiner „BERLIN“-Zeit. Ein sehr erfahrener und freundlicher Kapitän. Wenn er sich äußert, dann ist das wohl überlegt. Irgendeiner wird also Verkaufsabsichten in Umlauf gebracht haben. Gerüchte sollten mit Vorsicht behandelt werden, hier fehlt es anscheinend mit der Verständigung bzw. Aufklärung zwischen Schiff und Reederei. Ordentliche Gespräche finden wahrscheinlich nicht statt. Damit ist auch der Umgang zwischen Geschäftsführung und Schiffsführung (Kapitän) gemeint. Mein Wunsch ist natürlich die „Deutschland“ weiter wie bis her zu betreiben.
    Ich bin der Meinung, die kleinen Reedereien sollten sich zusammen schließen. Deilmann, Transocean und Plantours würden z. Beisp. gut zusammen passen.
    Nebenbei kurz die Info: In der ARD läuft zur Zeit die neue Staffel „Verrückt nach Meer“ Brillante und tolle Schiffs- und Landschaftsaufnahmen. „Willkommen zu Hause“, wir sind eine große Familie. Trifft voll zu – mein Glückwunsch an Kapitän Morten Hansen und der „Albatros“. Hier lohnt sich das mitfahren.
    Tagesprogramme und weitere Infos unter „Phoenix.com“.
    Peter Stilbach, Wriedel
    Ein Gruß von mir an Herrn Neumeier für die ständig aktuelle und informative Berichterstattung.

  2. Ich glaube, das schildert die aktuelle Situation ziemlich gut, da ist wenig hinzuzufügen.

    Eine Zusammenschluss bzw. eine Art Einkaufsgemeinschaft deutscher Reedereien in Hinblick auf Treibstoff u.ä. ist ein sehr guter Gedanke, der wohl auch immer wiedermal diskutiert wird. Ganz bestimmt könnte das für viele die Kosten senken und die Wettbewerbsfähigkeit steigern. Wie realistische es allerdings ist, so etwas tatsächlich umzusetzen, wage ich nicht zu beurteilen …

  3. Hi Franz,

    wie Du ja sicher gelesen hast, spreche ich schon seit 3 Jahren von Zusammenschluss der „Kleinen“. Inzischen habe ich mit einigen gesprochen und erstaunlicher Weise finden viele die Idee gut. Warum passiert es dann nicht wäre die nächste Frage? Die Antwort ist… es gibt zu viele persönliche Diferenzen zwischen den Eignern. Hierbei spielen wirtschaftliche Interessen weniger eine Rolle. Ich wage mal zu behaupten, das der eine oder andere lieber wieder eine Insolvenz hinlegt bevor er sich mit dem gehassten Feind zusammen tut.

  4. Lieber Franz –

    die Gerüchteküche brodelt ja schon lange – und jetzt sind wir bzgl. der DEUTSCHLAND schon bei Windstärke 10.
    Meine Meinung: Stimmt der Preis – wird verkauft
    Was bleibt zum Schluß: „Gute Preise – gute Besserung !
    Bernd Brümmer

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