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Heck der Norwegian Prima

Erste Details zur Norwegian Prima: Infinity-Pools, großzügiges Promenadendeck, neues Haven-Sonnendeck

Vor wenigen Tagen hat Norwegian Cruise Line den Namen des neuen Schiffs bekannt gegeben, Norwegian Prima. Nun folgen die ersten Details zum Konzept der neuen Schiffsklasse, mit der sich NCL weiter in den Premium-Markt hinein entwickelt.

NCL wirbt für die Norwegian Prima mit der größten Fläche an Außendecks und den größten Kabinen sowie dem besten Zahlenverhältnis von Crew-Mitgliedern und Fläche pro Passagier im Volumen- und Premium-Sektor. Die Schiffsarchitektur entstand aus einer Konzeptstudie der italienischen Fincantieri-Werft. Für das Innendesign setzt NCL unter anderem auf den italienischen Designer Piero Lissoni, Tillberg Design aus Schweden sowie Studio Dado aus Miami.

Die Norwegian Prima sei das erste NCL-Schiff, dass NCLHs President Frank Del Rio seit seinem Amtsantritt vor rund acht Jahren von Grund auf neu planen konnte, erklärte NCLs CEO Harry Sommer in einer Online-Konferenz. Man werde dem Schiff daher deutlich ansehen, dass NCL beim Design in eine ähnliche Richtung gehe wie die Luxus-Schiffe der Schwesterreedereien Oceania Cruises und Regent Seven Seas Cruises.

Kabinendesign (Kategorie O4/OA)
Design-Beispiel Kabinen (Kategorien O4-OA, Außenkabine)

Aktuell offenbart NCL vor allem das aus der „Waterfront“ der Breakaway-Class-Schiffe weiterentwickelte Promemadendeck „Ocean Boulevard“ und das neue Konzept für den Suiten-Komplex „The Haven“. Keine Details verrät NCL bislang dagegen beispielsweise zur Gestaltung des Pooldecks, vieler Innenbereiche sowie den Entertainment-Features.

Norwegian Prima (Bild: Norwegian Cruise Line)
Norwegian Prima (alle Bilder in diesem Beitrag: Norwegian Cruise Line)

Auffällig ist an der Norwegian Prima zunächst einmal die moderne Bugform mit einem negativen Steven, wie es auch schon auf früheren Computer-Renderings der neuen Schiffsklasse zu erkennen war. Noch etwas weiter als bisher treibt Norwegian Cruise Line es mit der Rumpfbemalung. Sie erstreckt sich nun vorne sogar bis hinauf unter die Brücke. Entworfen hat die Bemalung für die Norwegian Prima der in Venedig lebende Künstler Manuel Di Rita aka „Peeta“.

„Ocean Boulevard“ als Fortentwicklung der „Waterfront“

Die schon auf den ersten Blick auffälligste Neuerung auf der Norwegian Prima ist die großflächige gestaltete Promenade auf Deck 8.

Was auf den Breakaway-Class-Schiffen „The Waterfront“ heißt, hat sich für die Prima-Class-Schiffe zum „Ocean Boulevard“ weiterentwickelt. Knapp 4.000 Quadratmeter Außenfläche soll der Ocean Boulevard umfassen.

Heck der Norwegian Prima mit Ocean Boulevard sowie den seitlichen Infinity-Pools
Heck der Norwegian Prima mit Ocean Boulevard sowie den seitlichen Infinity-Pools

Diese Promenade läuft um das ganze Schiff herum und verbindet einen umfangreichen Restaurant-Bereich mit Innen- und Außenplätzen am Heck des Schiffs sowie weitere Restaurants (teils zuzahlungspflichtig) und eine neue Open-Air-Lounge namens „La Terraza“.

La Terraza
La Terraza

Hinzu kommen zwei Infinity-Pools am Infinity-Beach, …

Infinity-Pool am Ocean Boulevard
Infinity-Pool am Ocean Boulevard

… gläserne „Oceanwalk“-Brücken …

Oceanwalk am Ocean Boulevard
Oceanwalk am Ocean Boulevard

… und ein kleiner Skulpturenpark namens „The Concourse“ mit Werken des amerikanischen Künstlers Alexander Krivosheiw im Wert von rund zwei Millionen Dollar.

Skulptur,
Skulptur, „The Concourse“ am Ocean Boulevard

Indulge Food Hall

Neuartig für ein Kreuzfahrtschiff ist der Restaurant-Bereich am Heck der Norwegian Prima als Teil des Ocean Boulevards. Insgesamt elf verschiedene Gastro-Angebote gibt es hier, von Starbucks bis zum BBQ-Restaurant. Sitzplätze gibt es hier sowohl innen als auch außen in einer Kombination aus Selbstbedienung und Service am Tisch, sodass sich auch die Gerichte der verschiedenen Angebote bei einer Mahlzeit kombinieren lassen.

Frühstück und Mittagessen sind in der Indulge Food Hall übrigens kostenfrei, fürs Abendessen fällt eine Gebühr an. Auch mittags sollen manche Gerichte extra kosten. Ob die Food Hall in den Specialty Dining Packages enthalten ist, hat NCL noch nicht entschieden.

Diese „Indulge Food Hall“ beschreibt NCL als „upscale open-air marketplace”. Elf Angebote gibt es hier – die mit einem Sternchen * gekennzeichneten sind in dieser Form neu bei NCL:

  • Starbucks
  • Just Desserts: Desserts und Kuchen
  • Just Ice Cream: wie der Name sagt …
  • Coco’s: ein Café mit Eiscreme, Milch-Shakes und Crepes
  • Q Texas Smokehouse: amerikanische Südstatenküche
  • Seaside Rotisserie*: Gerichte vom Grillspieß
  • Nudls*: Nudelgerichte aus der ganzen Welt, von italienisch bis Thai
  • Tamara*: indische und vegetarische Küche
  • The Latin Quarter*: lateinamerikanische Gerichte „with a twist”
  • Tapas Food Truck*: südamerikanisch inspiriertes Street-Food
  • Garden Kitchen*: selbst zusammengestellte Salate

Die Indulge Food Hall liegt direkt am Heck des Schiffs. Nach vorne hin schließen sich die beiden Infinity-Pools sowie drei weitere Indoor-/Outdoor-Restaurants an, zwei davon Spezialitätenrestaurants:

  • Onda By Scarpetta: auf der Norwegian Encore eingeführter Edel-Italiener
  • Los Lobos: mexikanisches Spezialitätenrestaurant (neu seit der Norwegian Bliss)
  • The Local Bar & Grill: Cocktails und klassische, amerikanische Küche mit einem im Vergleich zu den bisherigen Schiffen aufgewerteten Konzept mit Beach-Club-Atmosphäre und Live-Musik.
The Local Bar & Grill
The Local Bar & Grill

Die Idee, mehr Restaurants weiter nach unten zu verlegen und damit mehr Bezug zum Meer herzustellen, ist auch schon auf MSCs Seaside-Class-Schiffen zu beobachten, wo eines von zwei Buffet-Restaurants am Promenadendeck angesiedelt ist. NCL geht dieses Konzept allerdings mit der Indulge Food Hall und den drei zusätzlichen Restaurants auf Deck 8 noch deutlich konsequenter an und gibt dem Food-Bereich ein exklusiveres Ambiente als in einem regulären Buffet-Restaurant.

Suitenbereich „The Haven“ neu konzipiert

Einige grundlegende Veränderungen hat Norwegian Cruise Line bei dem Suiten-Komplex „The Haven“ vorgenommen, der exklusiv den Passagieren der insgesamt 107 Haven Suites zur Verfügung steht. Dieses „Schiff im Schiff“ umfasst neben den Suiten auch ein eigenes Restaurant, eine Lounge & Bar und ein Sonnendeck inklusive Infinity-Pool.

The Haven Sundeck und Infinity-Pool
The Haven Sundeck und Infinity-Pool (darunter: Haven-Suiten)

Auf der Norwegian Prima verlegt die Reederei „The Haven“ von der Schiffsmitte ans Heck. Entsprechend gibt es auf der Norwegian Prima kein „Spice H2O“ in dieser Form mehr, das den Platz am Heck der Schiffe der Breakaway-Class eingenommen hatte.

Die Suiten erstrecken sich auf der Norwegian Prima über sieben Decks von Deck 10 bis 17. Exklusive Aufzüge verbinden den Suitenkomplex mit den tiefer liegenden Decks.

Anders als auf den übrigen Schiffen der NCL-Flotte mit Haven-Bereich gibt es auf der Norwegian Prima nun ein großzügiges Sonnendeck mit Blick aufs Meer, inklusive Infinity-Pool. Auf den anderen Schiffen bietet der sogenannte Courtyard mit Pool keinen Meerblick und ist teils überdacht, teils unter freiem Himmel.

Haven Suite H3, Balkon
Haven Suite H3, Balkon

Zu dem neuen Haven-Sonnendeck gehört neben dem Infinity-Pool auch eine Art Outdoor-Spa mit Sauna mit großen Glasflächen zum Meer hin und einem Kälteraum.

Kabinen und Suiten

Einige Superlative verspricht NCL bei den Kabinen und Suiten: Mit 13 Suiten-Kategorien die angeblich größte Auswahl an Suiten auf See, die größten Drei-Zimmer-Suiten aller neuen Kreuzfahrtschiffe sowie in Bezug auf die NCL-Flotte die größten Innen-, Außen- und Balkonkabinen sowie die größten Badezimmer und Duschen in den Standard-Kabinenkategorien der NCL-Flotte. Die Computer-Renderings geben einen ersten Eindruck von den Kabinen und Suiten auf der Norwegian Prima:

Schiffsdaten Norwegian Prima

  • Werft: Fincantieri (Marghera)
  • Tonnage: BRZ 142.500
  • Länge: 294 Meter
  • Passagiere: 3.215 (bei Doppelbelegung der Kabinen)
  • Kosten: ca. 1 Mrd. Dollar

Beim Antrieb setzt Norwegian Cruise Line bei der Norwegian Prima auf konventionelle Technik mit Scrubbern und SCR-Katalysatoren zur Abgasreinigung. Man habe die Effizienz des Schiffs deutlich erhöht und senke damit den Treibstoffverbrauch, sagt NCLs CEO Harry Sommer. Für den Einsatz von LNG reiche die Infrastruktur zur Treibstoffversorgung noch nicht aus, um bei der Routengestaltung für die Norwegian Prima ausreichend flexibel zu sein. Die Bauaufträge für die ersten vier Prima-Class-Schiffe wurden bereits 2017 unterschrieben.

Norwegian Prima (Bild: Norwegian Cruise Line)
Norwegian Prima (Bild: Norwegian Cruise Line)

3 Kommentare

3 Gedanken zu „Erste Details zur Norwegian Prima: Infinity-Pools, großzügiges Promenadendeck, neues Haven-Sonnendeck“

  1. Vielen Dank für diesen tollen ersten Preview Bericht über die neue Schiffsklasse von NCL. Ich als Alleinreisender fühle mich auf den NCL Schiffen immer sehr wohl und gut aufgehoben. Das machen sicherlich auch die Studio Solokabinen, welche speziell für Alleinreisende konzipiert sind, aus. In der Studio Lounge trifft man meistens auf Gleichgesinnte welche auch alleine Unterwegs sind. Nur schade, dass bei der neuen Schiffsklasse es wiederum keine Studio Kabinen mit Balkon gibt. Darauf warte ich noch bei NCL. RCI hat ebensolche auf den neueren Schiffen aber in sehr sehr kleiner Anzahl.
    Das Konzept der neuen Schiffsklasse von NCL ist toll. Näher zum Meer, mehr Aussenflächen und etwas kleinere Schiffe als die Vorgänger Encore, Joy und Bliss. Freue mich schon auf die weiteren Details insbesondere das Entertainment Programm. Bin gespannt ob das „Musical“ Konzept weitergeführt wird oder ob es in Richtung Zirkus (Cirque du Soleil bei MSC) oder Artistik (Two 70 bei RCI) geht.

  2. Grüezi und guten Tag !

    Sieht schon aus, die „Prima“ :-)
    Ist schon bekannt, ob sie zusätzlich über einen klassischen Hauptpool verfügt?

    Gruess
    Dani

  3. @Dani Freund: Im Moment ist nur bekannt, was in dem Beitrag oben steht. Aber ich habe ein Bild gesehen, auf dem mehrere kleinere Pools auf dem Pooldeck abgebildet sind. Die Infinity-Pools werden also wohl nicht die einzigen Pools sein.

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