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Icon of the Seas in Miami

Icon of the Seas – größtes Kreuzfahrtschiff der Welt: Highlights, Neuheiten und Details

Die Icon of the Seas ist das weltgrößte Kreuzfahrtschiff, mit mehreren Rekorden und vielen Superlativen. Das Mega-Kreuzfahrtschiff hat zahlreiche neue Features wie etwa den Aquadome, einen Wasserpark mit sechs spektakulären Rutschen, ein Central Park mit über 30.000 Pflanzen und Bäumen, eine Hündin namens „Rover“ als Maskottchen an Bord. Wir waren für einige Tage an Bord und portraitieren die Icon of the Seas als neues Flaggschiff der Flotte von Royal Caribbean in (fast) allen Details.

Als 2009 die Oasis of the Seas in Dienst ging, schaute die Welt nach Miami. Sie war eine Sensation über die Kreuzfahrtwelt hinaus, schaffte es weltweit in die TV-Nachrichten. Dass es einmal ein Kreuzfahrtschiff geben könnte, das noch größer ist, hätten damals die wenigsten geglaubt – nun ist es so weit: Die Icon of the Seas ist das neue größte Kreuzfahrtschiff der Welt.

Icon of the Seas und Vision of the Seas in Coco Cay
Icon of the Seas und Vision of the Seas in Coco Cay

Rund zwei Milliarden Dollar sollen Planung und Bau der Icon of the Seas gekostet haben. Entstanden ist sie in Finnland, in der Werft Meyer Turku. Seit 27. Januar 2023 fährt sie von Miami aus zu den Bahamas und in die Karibik, bietet Platz für 5.610 Passagiere, maximal sogar 7.600, und 2.350 Crewmitglieder – annähernd 10.000 Menschen also.

Icon of the Seas im Überblick

In diesem ersten Beitrag geben wir einen Überblick über die Icon of the Seas, ihre Neuerungen, Highlights und Konzepte. Wir zeigen, was die Icon of the Seas besonders macht und was Passagiere an Bord insgesamt erwartet. In weiteren Beiträgen gehen wir dann ausführlicher auf die einzelnen Bereiche („Neighborhoods“) sowie die Kabinen und Suiten an Bord der Icon of the Seas ein.

Rover
Rover: Golden-Retriever-Hündin, „Chief Dog Officer“ und Liebling der Passagiere und Crew

Es ist ein riesiges Schiff, deshalb gibt es dazu enorm viele Details. Lesen Sie selektiv, orientieren Sie sich an unseren Inhaltsverzeichnissen und Zwischenüberschriften und picken Sie sich die Teile heraus die Sie am meisten interessieren. Für den ganz schnellen Überblick empfehlen wir unser Youtube-Video direkt unter dem Inhaltsverzeichnis hier. Noch mehr Informationen zur Icon of the Seas finden Sie auf cruisediary.de.

Ausführliche Beschreibungen der acht Neighbordhoods der Icon of the Seas finden Sie im zweiten Teil des Beitrags: Aquadome, Central Park, Royal Promenade, Surfside, The Hideaway, Thrill Island, Chill Island, Suite Neighborhood.

Icon of the Seas: Highlights und Überblick im Video

Was ist anders? Icon of the Seas im Vergleich zur Oasis Class

Vieles an der Icon of the Seas erinnert an die Schiffe der Oasis Class von Royal Caribbean. Sieht man genauer hin, unterscheiden sich die beiden Schiffsklassen jedoch deutlicher, als man zunächst denkt. Am auffälligsten sind dabei natürlich zunächst die großen Veränderungen im Aufbau des Schiffs, die wir hier kurz skizzieren:

Das Aquatheater ist vom Boardwalk auf Deck 6 am Heck ganz hinauf auf Deck 15 und nach vorne gewandert und im neuen Aquadome integriert und damit wettergeschützt im Innenraum statt im Freien.

Aquatheater im Aquadome
Aquatheater im Aquadome

Aus dem Boardwalk wird die neu benannte Neighborhood Surfside als Mischung aus bisherigem Boardwalk und Familien-Beachclub. Die große Trockenrutsche „The Ultimate Abyss“ gibt es hier nicht mehr. Der Bereich speziell für Familien mit kleineren Kindern bis etwa sechs Jahren.

Surfside
Surfside

Adventure Ocean, der Kids- und Teensbereich, bekommt unterhalb des Surfside einen neuen Platz. Auf den Oasis-Class-Schiffen war Adventure Ocean oben auf Deck 14, wo auf der Icon of the Seas nun Platz für den Aquadome und den Suiten-Sundeck-Bereich ist.

Adventure Ocean
Adventure-Ocean-Theater

Trotz der in der Mitte durch den Central Park geteilten Struktur haben die Pool- und Sonnendecks mit der Neighborhood Chill Island auf der Icon of the Seas einen ganz neuen Aufbau und eine asymmetrische Architektur.

Cove Pool, Chill Island
Cove Pool, Chill Island

Zum Heck hin entsteht auf der Icon of the Seas „The Hideaway“ als neuer Pool- und Sonnendeck-Bereich. Bisherige Elemente wie Minigolfplatz und Flow Rider werden integriert und auch die Wasserrutschen-Landschaft wandert vom Pooldeck hierher. Der Sportplatz wird hinauf nach Deck 17 verlegt.

The Hideaway
The Hideaway

Nach hinten wandern können die Wasserrutschen nach Thrill Island, weil die Suite Neighborhood nach vorne verlagert wurde. So kann Royal Caribbean insbesondere die beiden Rutschentürme weiter in die Höhe bauen sowie hier auch die Kletterwand „Adrenaline Peak“, zuvor unten am Aqua Theater, einfügen.

Thrill Island
Thrill Island, Wasserrutschen

Asymmetrisches Pooldeck, Orientierung zum Meer

Was schon bei neuen Kreuzfahrtschiffen anderer Marken der Royal Caribbean Group im Trend liegt, hält auch auf der Icon of the Seas Einzug: Das Meer rückt wieder stärker in den Fokus, die Architektur legt Wert auf den Blick nach draußen. Das zeigt sich mit großen Fensterfronten auf der Royal Promenade, aber auch beim Design der Pool- und Sonnendecks.

The Pearl, Royal Promenade
The Pearl, Royal Promenade

Die Schwesterreedereien Celebrity Cruises und Silversea Cruises haben es mit der Edge Class beziehungsweise der Silver Nova vorgemacht. Am Pool soll sich der Blick nicht mehr auf die Schiffsmitte richten, sondern zum Meer hin. Deshalb gibt es auf der Icon of the Seas Infinity-Pools zur Seite sowie den spektakulären Hideaway Pool am Heck.

Chill Island
Chill Island

Der Bereich um Chill Island löst sich durch asymmetrischen Deckaufbau und geschwungene Linienführung optisch in mehrere Ebenen auf. Statt wie sonst üblich ein Pooldeck und ein darüber rundum verlaufendes Sonnendeck gibt es nun jeweils ein halbes solches Sonnendeck auf Deck 16 auf der Backbordseite, auf Deck 17 auf der Steuerbordseite. Unterbrechungen in dem Bereich auf Deck 16 tragen zusätzlich dazu bei, dass sich die horizontale Deckaufteilung optisch auflöst.

Joggingbahn
Joggingbahn

Was erfreulicherweise erhalten bleibt ist die umlaufende Joggingbahn auf Deck 5, die am Heck auch weiterhin als Geheimtipp gelten kann, wenn man einmal wirklich alleine seine Ruhe haben und ins Kielwasser schauen will. Platz für Liegestühle ist dort allerdings nicht mehr.

Was es im Vergleich zur Oasis Class / Wonder of the Seas nicht mehr gibt:

  • Photo-Galerie / Picture This (nur noch als Abhol-Tresen für Foto-Bestellungen per Handy-App)
  • Solarium (ersetzt durch Aquadome)
  • King of the World / Außenbereich über der Brücke
  • The Ultimate Abyss (Trockenrutsche)
  • Zip Line (stattdessen „Crown’s Edge“, aber kostenpflichtig)
  • Wonderland (Event-Dining)
  • 150 Central Park (Fine Dining)
  • Johnny Rockets (Burger & Co)
  • Mason Jar (Südstaaten-Restaurant, war nur auf der Wonder of the Seas)
  • Rising Tide Bar
  • Bionic Bar

Für mich persönlich ein herber Verlust: Es gibt keinen unverglasten, freien Blick mehr nach vorne. Der Außenbereich über der Brücke und die offenen Bereiche des Solariums (mit Fenstern nach vorne, die sich öffnen lassen) wurde auf der Icon of the Seas vom komplett verglasten Aquadome übernommen.

Icon of the Seas in Miami
Nach vorne hin ist das Schiff komplett geschlossen, es gibt dort keinen Außenbereich mehr

Gerade auf einem so mächtigen Schiffen wie denen der Oasis Class ist dieser Platz im Freien so weit oben ein großartiger Ort, um das Meer zu genießen und die Größe des Schiffs zu fühlen und zu bestaunen. Allerdings ist die Glaskuppel des Aquadome derart riesig, dass sich von hier dennoch ein großartiger 220-Grad-Blick aufs Meer bietet – aber eben im geschlossenen Raum statt im Freien.

Weiterentwicklung des Neighborhood-Konzepts

Wer neu in der Kreuzfahrt ist oder bislang nur auf kleineren Schiffen gefahren ist, den erschreckt auf den ersten Blick die enorme Größe und die Passagierzahl von bis zu 7.600 Personen. Royal Caribbean hat jedoch schon für die Oasis Class ein Konzept entwickelt, mit dem sich die Passagiere auf erstaunliche Weise so gleichmäßig über das Schiff verteilen, dass man die große Passagierzahl selten wahrnimmt. Vielmehr fühlt es sich meist weniger voll an als auf einem eher klassisch konzipierten 3.000-Passagiere-Schiff.

Kern dieses dezentralen Konzepts sind die sogenannten Neighborhoods – zu Deutsch: Stadtviertel. Insgesamt acht sin des auf der Icon of the Seas. Aus der Erfahrung auf der Oasis Class heraus hat Royal Caribbean die Profile der unterschiedlichen Stadtviertel auf der Icon of the Seas noch einmal nachgeschärft.

So hat beispielsweise der Central Park einen etwas eleganteren Touch bekommen, inklusive einer neuen Champagner-Bar, einem Jazz- und Blues-Club und der nahegelegenen, ziemlich teuren und edlen Dinnerevent-Location Empire Supper Club.

Central Park
Central Park

Besonders deutlich wird diese Profilschärfung bei der Neighborhood „Surfside“, hervorgegangen aus dem „Boardwalk“. Hier am Heck des Schiffs ist eine kleine Welt für Familien mit (kleineren) Kindern entstanden. Wasserspielplatz, Karussell und Familien-Buffetrestaurant liegen hier, die umfangreiche Kinderbetreuung „Adventure Ocean“ findet sich durch eine Treppe direkt angebunden darunter. Und viele Kabinen der speziellen Familien-Kategorien sind ebenfalls rund um Surfside angeordnet.

Swim and Tonic Bar, Chill Island
Swim-up-Bar „Swim & Tonic Bar“, Chill Island

Die Sonnen- und Pooldeck erinnern auf der Icon of the Seas mehr an das Konzept der Bahamas-Privatinsel Coco Cay als das klassische Pooldeck eines Kreuzfahrtschiffs. Dazu gehören unter anderem mehrere Infinity-Pools, eine Swim-up-Bar und ein für Kreuzfahrtschiffe riesiger Wasserrutschen-Park. Auch die Namensgebung und Ausrichtung der Pool-Bereiche erinnern stark an Coco Cay: Chill Island, Thrill Island, Hideaway – Pool- und Action-Bereiche mit unterschiedlicher Ausrichtung von (halbwegs) ruhig und entspannt bis actionreich und trubelig.

Was uns auf der Icon of the Seas sonst noch aufgefallen ist …

Beeindruckend ist die großzügige Raumwirkung beispielsweise der Royal Promenade oder des Aquadome. Die Dimensionen dieses Schiffs kann man eigentlich erst richtig erfassen, wenn man es mit eigenen Auen sieht. Über Fotos ist das fast nicht vermittelbar.

The Hideaway
The Overlook

Überall am Schiff fallen abgerundete und geschwungene Formen auf: Laufwege sind nicht geradlinig angelegt, sondern verlaufen in sanften Kurven. Sonnendecks ebenso wie die obere Ebene der Royal Promenade sind geschwungen statt gerade. Die Aufzüge sind in einem Oval statt rechteckig angeordnet.

Royal Promenade
Royal Promenade

Selbst die Eiskunstlaufbahn „Absolute Zero“ – mit 256 Quadratmetern die bislang größte, längste und breiteste auf einem Kreuzfahrtschiff – hat eine ovale Form. Das ist nicht nur optisch hübsch, sondern hat für die Eiskunstläufer auch ganz pragmatische Vorteile im Vergleich zu einer rechteckigen Form der Eisfläche. Gegeben werden hier die beiden Shows „Starburst – Elemental Beauty“ und „Once Upon A Time – The King’s Royal Ball“ mit einem neuen Projektor-System, das sowohl die Eisfläche als auch zusätzlich den Bühnenhintergrund für Videoprojektionen nutzt.

Absolute Zero, Show Starbust
Absolute Zero, Show „Starbust“

Auf der Icon of the Seas hat Royal Caribbean auch die Trennung zwischen verschiedenen Bereichen etwas aufzulösen. Auf der Royal Promenade gibt es mehr Bars und Restaurants auf der oberen Ebene, die über zusätzliche Treppen und insbesondere „The Pearl“ viel besser miteinander verbunden sind, ohne das man den Umweg übers reguläre Treppenhaus nehmen muss. Selbst hinauf zum Central Park führt eine eigene Treppe.

Rolltreppen
Rolltreppen führen vom Casino und vom Gateway direkt auf die Royal Promenade

Zwar mit wenig Flair, dafür aber sehr effizient und praktisch ist die Rolltreppe direkt von der Royal Promenade hinunter ins Spielkasino sowie zur Ausschiffung bei Landgängen. Statt sich im Treppenhaus zu stauen, warten Passagiere nun in deutlich angenehmerer Atmosphäre auf der Promenade.

Computergesteuerte Aufzüge: Destination Elevators

Ein Randaspekt ist ein neues Konzept für die Aufzüge – letztlich aber dennoch wichtig, weil ständig in Benutzung. Neben der ovalen statt typischerweise rechteckigen Anordnung der Aufzüge führt Royal Caribbean auf der Icon of the Seas sogenannte „Destination Elevators“ ein. Das kennt man schon von Neubauten einiger anderer Reedereien.

Aufzüge
Aufzüge

Bei diesen Aufzügen drückt man nicht mehr den „auf“- oder „ab“-Rufknopf und wartet auf den nächsten Aufzug. Stattdessen tippt man auf dem Touchscreen das Deck an, zu dem man möchte und bekommt einen Aufzug zugewiesen, der einen dorthin bringen wird. Im Aufzug selbst gibt es keine Knöpfe mehr.

Aufzüge
Aufzüge

Das verhindert zum einen den Kinderstreich, einfach mal alle Decks anzutippen und den Aufzug damit auf jedem einzelnen Deck stoppen zu lassen. Zum anderen lassen sich die Aufzugfahrten über intelligente Computersteuerung optimal koordinieren und die Warte- und Fahrtzeiten damit verkürzen.

Crown Lounge, früher „Diamond Lounge“

Die Crown Lounge, exklusive Lounge und Bar für Stammkunden mit Statusstufe ab „Diamond“ im Crown & Anchor Club, findet sich auf der Icon of the Seas am vorderen Ende der Royal Promenade jenseits der Aufzüge. Es wirkt ein wenig, als wäre dort halt einfach noch Platz gewesen dafür.

Aber die Lage der Crown Lounge ist auch nicht mehr so wichtig wie früher. Denn die mit dem höheren Status verbundenen Freigetränke gibt es schon seit einiger Zeit nicht mehr nur hier in dieser Lounge, sondern an jeder beliebigen Bar. Einen wichtigen Grund, sich in der Crown Lounge länger aufzuhalten, gibt es als eigentlich eh nicht mehr. Und so ist diese Lounge vom einstigen Premium-Platz in der Viking Crown Lounge letztlich an diese unattraktive Stelle gewandert.

Übersicht: Restaurants auf der Icon of the Seas

Insgesamt 23 Restaurants und Food-Stände gibt es auf der Icon of the Seas. Zwölf davon sind kostenfrei oder teilweise kostenfrei sowie zwei für exklusiv für Suiten-Passagiere und kostenlos. Bei zehn Spezialitäten-Restaurants ist eine Zuzahlung fällig.

Main Dining Room
Main Dining Room

Was auffällt: Es gibt mehr Optionen für kleine Gerichte zwischendurch beziehungsweise legere Restaurants, wenn man sich fürs Essen nicht viel Zeil nehmen will oder wenig Hunger hat. Dazu gehört beispielsweise der neue Aquadome Market. Besonders attraktiv, wenn auch kostenpflichtig ist das Izumi in the Park, unter anderem mit Take-away-Sushi.

Die folgende Tabelle gibt einen schnellen Überblick zu den Restaurants an Bord:

Zuzahlungspflichtige Restaurants

  • Giovanni´s Italian Kitchen & Wine Bar (obere Ebene der Royal Promenade, Deck 6)
  • Playmakers Sports Bar & Arcade (obere Ebene der Royal Promenade, Deck 6)
  • neu: Pier 7 – ganztägig Brunch, leichte, kalifornische Küche (Surfside, Deck 7)
  • neu: Empire Supper Club – Event-Dinner mit Live-Musik (Deck 8)
  • Izumi Hibachi & Sushi – Japaner mit Sushi und Teppanaki (Central Park, Deck 8)
  • neu: Izumi in the Park – Take-away Sushi & Co. (Central Park, Deck 8)
  • Chops Grille – Steakhaus (Central Park, Deck 8)
  • Hooked Seafood – Fischrestaurant (Aquadome, Deck 15)
  • neu: Celebration Table – für private Feiern mit italienischen Menüs (Aquadome, Deck 15)

Teilweise zuzahlungspflichtige Restaurants

  • Vitality Cafe – gesunde Kleinigkeiten, zuzahlungspflichtig sind unter anderem die Smoothies (Spa, Deck 14)
  • neu: Aquadome Market – Food Court mit fünf Stationen, im Wesentlichen kostenfrei (Aquadome, Deck 15)
  • neu: Basecamp – kleine Gerichte wie Burger, Sandwiches, Crispy Shrimp Bao Buns; einige Gerichte mit Zuzahlung (Thrill Island, Deck 16)

Kostenfreie Restaurants

  • Main Dining Room – klassisches Hauptrestaurant (Decks 3, 4, 5)
  • Windjammer Marketplace – klassisches Buffet-Restaurant (Deck 15)
  • Sorrento´s – Pizzeria (Royal Promenade, Deck 5)
  • neu: Pearl Cafe – statt des bisherigen Promenade Café (obere Ebene der Royal Promenade, Deck 6)
  • neu: Surfside Eatery – Familien-Buffetrestaurant (Surfside, Deck 7)
  • neu: Surfside Bites – Take-away Hot Dogs, Burger & Co (Surfside, Deck 7)
  • Park Café – Sandwiches, Salate; neu: auch abends geöffnet (Central Park, Deck 8)
  • Sprinkles – Softeis (Chill Island, Deck 15, und Surfside, Deck 7)
  • El Loco Fresh – einfacher Mexikaner, auch Frühstück (Chill Island, Deck 15)

Suiten-Restaurants

  • Coastal Kitchen – Exklusiv-Restaurant für Suiten (Suite Neighborhood, Deck 16, 17)
  • neu: The Grove – mediterrane Küche (Suite Neighborhood Sundeck, Deck 18)

Im Vergleich zur Oasis-Class / Wonder of the Seas nicht mehr im Angebot:

  • 150 Central Park
  • Wonderland – Fine Dining wird durch Empire Supper Club abgelöst
  • Solarium Bistro – wird vom neuen Konzept Aquadome Market abgelöst
  • Mason Jar (gibt es nur auf der Wonder of the Seas und demnächst auf der Utopia of the Seas)
  • Johnny Rocket’s

Übersicht: Bars auf der Icon of the Seas

Die Bars der Icon of the Seas folgen dem allgemeinen Trend auf großen Kreuzfahrtschiffen, den meisten Bars eine klare, eigene Identität. Das sind einerseits klar definierte Themenbars wie das neue „Bubbles“ im Central Park als legere Champagner-Bar, andererseits Spezial-Cocktails, teils aufwendig dekoriert oder in besonderen Gläsern, die es jeweils zum Thema der Umgebung nur an jeweils dieser Bar gibt.

Rye and Bean Bar
Coffee Boulevardier und Espresso Martini an der Rye & Bean Bar, Aquadome

Dazu zählen beispielsweise die Jazz- und Blues-Bar Lou’s mit typischen Cocktails der 1930er-Jahre in New York City oder die Swim and Tonic Bar oder auch bunte, mit Blüten dekorierte Drinks von der Overlook Bar im Aquadome oder ein Drink in einem Football-Helm-Design-Glas in der Playmakers Sportsbar.

Nicht mehr im Angebot ist übrigens die Bionic Bar an der Royal Promenade, in der auf den meisten Oasis- und Quantum-Class-Schiffen zwei Roboterarme die Cocktails mixen und servieren.

Die folgende Tabelle gibt einen schnellen Überblick zu den Bars auf der Icon of the Seas:

  • Music Hall (Deck 3, 4)
  • Casino Bar (Deck 4)
  • Spotlight Karaoke (Royal Promenade, Deck 5)
  • Starbucks (Royal Promenade, Deck 5)
  • neu: 1400 Lobby Bar, benannt nach der Neubaunummer in der Werft: NB-1400 (Royal Promenade, Deck 5)
  • Point & Feather- Pub (Royal Promenade, Deck 5)
  • Boleros – lateinamerikanische Bar (obere Ebene der Royal Promenade, Deck 6)
  • Schooner Bar – klassische Cocktailbar (obere Ebene der Royal Promenade, Deck 6)
  • neu: Duelling Piano Bar (Royal Promenade, Deck 6)
  • neu: The Lemon Post – Familienbar alkoholisch/nicht-alkoholisch (Surfside, Deck 7)
  • Trellis Bar (Central Park, Deck 8)
  • neu: Bubbles – Champagner Bar (Central Park, Deck 8)
  • neu: Lou´s Jazz ´n Blues (Central Park, Deck 8)
  • neu: Rye & Bean – Kaffee- und Cocktailbar (Deck 15)
  • The Lime and Coconut, insgesamt vier Bars, eine spezialisiert auf Frozen Drinks (Chill Island, Deck 15, 16, 17)
  • Cantina Fresca – Margaritas (Chill Island, Deck 15)
  • neu: The Hideaway Bar (Hideaway, Deck 15)
  • neu: Swim & Tonic – Swim-up-Bar (Chill Island, Deck 16)
  • neu: Basecamp Bar (Thrill Island, Deck 16)
  • neu: The Grove Bar (Suite Neighborhood, Deck 18)
  • neu: Desserted Milkshake Bar – mit und ohne Alkohol (Thrill Island, Deck 16)

Entertainment auf der Icon of the Seas – ein Überblick

Im Grunde ist die Icon of the Seas ein einziges, großes Entertainment-Resort. Von Wasserrutschen bis Eislaufbahn, vom Kids Club bis zum Beach Club, vom Sushi-Takeaway bis zum eleganten Supper Club findet man auf dem Mega-Kreuzfahrtschiff mehr Vielfalt als bei einer Städtereise oder in einem Strand-Resort an Land. Und große Shows im Royal Theater, unter anderem die Musical-Inszenierung Wizard of Oz, beeindruckende Aqua-Shows im Aquatheater und Eislauf-Shows im Absolute Zero.

Royal Theater, Musical Wizard of Oz
Royal Theater, Musical „Wizard of Oz“

Am umfangreichsten jedoch ist das Angebot an Live-Musik auf der Icon of the Seas. Kaum irgendwo kommt Musik aus der Konserve, fast alles wird live performt. Allein fast 50 Musiker gehören zum Entertainment-Team des Schiffs.

Darunter ist übrigens auch wieder der bei Passagieren besonders beliebte Stowaway Piano Player, der mal im Central Park, mal im Surfside oder auch mal – besonders beliebt – in den Aufzügen auftaucht und ein paar Songs spielt, bevor er weiterzieht. Und die Dixieland-Jazzband, die immer wiedermal auf der Surfside für gute Laune sorgt.

Die folgende Liste gibt einen schnellen Überblick zu den Entertainment-Angeboten auf der Icon of the Seas:

  • Music Hall (Decks 3, 4)
  • Casino Royale – Spielkasino und Sportsbar (Deck 4)
  • Royal Theater mit Musical „Wizard of Oz“ und Big-Band-Show „Showband – Live Music Now” mit 16köpfiger Band (Decks 4, 5)
  • Absolute Zero – Eislaufbahn mit Shows „Starburst – Elemental Beauty“ und „Once Upon A Time – The King’s Royal Ball“ sowie Lasertag (Deck 5)
  • Spotlight Karaoke (Royal Promenade, Deck 5)
  • The Attic – Comedy Club (Royal Promemade, Deck 6)
  • Escape Room (Deck 6)
  • neu: Dinner-Event „Empire Supper Club” (Deck 8)
  • neu: Musikkneipe „Lou’s Jazz ’n Blues“ (Central Park, Deck 8)
  • Aquatheater (Aquadome, Deck 15)

Auf der Icon of the Seas hat Royal Caribbean die Neighborhood „Entertainment Place“ der Oasis Class aufgelöst und die dort angesiedelten Angebote an anderer Stelle integriert: Eislaufbahn, Comedy Club, Jazz Club und Crown Lounge.

Empire Supper Club

Besondere Erwähnung verdient der neue „Empire Supper Club“, der sowohl das Fine-Dining-Restaurant „150 Central Park“ als auch das Eventdinner „Wonderland“ ablöst. Maximal 38 Gäste haben in dem neuen Restaurant Platz. Das Design des neuen – und ziemlich teuren – Event-Restaurants „Empire Supper Club“ ist eine Reminiszenz an das New York City der 1930er-Jahre.

Empire Supper Club
Empire Supper Club

Mit Anfangszeiten um 18 Uhr und 20:30 Uhr wird zweimal am Abend ein derzeit sechsgängiges Fine-Dining-Menü der gehobenen, amerikanischen Küche serviert, unter anderem mit Kaviar und Wagyu-Beef. Zu jedem Gang gibt es einen darauf abgestimmten Cocktail. Und die musikalische Begleitung mit einer dreiköpfigen Live-Band ist passend zum jeweiligen Gang ausgewählt.

Dieses exklusive Dinner im Empire Supper Club hat allerdings auch einen stolzen Preis. Es ist das bislang teuerste Spezialitäten-Restaurant bei Royal Caribbean: 200 Dollar pro Person werden für das Menü fällig. Für Passagiere mit Unlimited Dining Package wird ein Aufpreis von 130 Dollar fällig. Jeweils zuzüglich 18 Prozent Servicegebühr.

Testen konnten wir den Empire Supper Club auf unserer kurzen Reise übrigens nicht. Ob der hohe Preis gerechtfertigt ist, müssen wir bei einer anderen Gelegenheit herausfinden oder auf Feedback von Passagieren der ersten Reisen des Schiffs abwarten.

Technik, Umwelt- und Klimaschutz

Die Icon of the Seas kommt zu einer Zeit auf dem Markt, in der Umwelttechnik und Klimaschutz in der Kreuzfahrt im Umbruch sind – aber noch nicht an dem Punkt, an dem es wirklich gute Lösungen gibt. Unter diesem Gesichtspunkt ist die Icon of the Seas mit der modernsten Technik ausgestattet, die es derzeit für Schiffe dieser Größe gibt.

Die Icon of the Seas ist das erste Kreuzfahrtschiff der Flotte von Royal Caribbean International, das mit dem umweltfreundlichen Kraftstoff LNG, flüssigem Erdgas, fährt. Die Icon-Class die erste Schiffsklasse der Reederei ist, die zu einer Zeit geplant wurde, zu der LNG bereits zuverlässig planbar war.

Icon of the Seas in Miami
Icon of the Seas in Miami

Eine technische Neuheit in der Kreuzfahrtbranche insgesamt ist ein Müllkraftwerk in größerer Dimension, das an Bord anfallenden Müll zur Energiegewinnung nutzt. Zum Einsatz kommt dabei ein System mit Microwave-assisted Pyrolysis (MAP). Einen Einblick in die Funktionsweise gibt die Website des französischen Technologieunternehmens Sairem. Bei Royal Caribbean kommt Technik des norwegischen Unternehmens Scanship zum Einsatz.

Seit viele Jahren bei Kreuzfahrtschiffen bewährt ist Air Lubrication, bei der feine Luftbläschen unter dem Rumpf den Reibungswiderstand des Schiffs im Wasser reduziert und damit den Treibstoffverbrauch reduziert. Und auf für Landstrom ist die Icon of the Seas ausgerüstet, auch wenn auf den derzeit geplanten Fahrtrouten in keinem Hafen Landstrom zur Verfügung steht.

Ursprünglich sollte die Icon of the Seas bereits in kleinem Umfang mit Brennstoffzellen ausgestattet werden. Die technische Entwicklung ist aber offenbar noch nicht weit genug. Die Nachrüstung mit Brennstoffzellen ist auf der Icon of the Seas aber bereits eingeplant und vorgesehen.

Innerhalb der Royal Caribbean Group ist Silversea Cruises mit der Silver Nova bei dieser Technik der Vorreiter – aber auch hier mit Verzögerungen wegen technischer Rückschläge. Zu erwarten ist wohl, dass eines der folgenden Icon-Class-Schiff Brennstoffzellen bekommen wird, sobald die Technik auf der Silver Nova erfolgreich erprobt ist und dann auf die Dimensionen eines Icon-Class-Schiffs skaliert werden kann.

Daten und Fakten: Icon of the Seas, größtes Kreuzfahrtschiff der Welt

  • Werft: Meyer Turku, Finnland
  • formelle Kiellegung: 28. Januar 2020
  • Übergabe an Reederei: 28. November 2023
  • Taufe: 23. Januar 2024 in Miami, Taufpate und „Icon of Icon“: Lionel Messi
  • erste Reise mit zahlenden Passagieren: 27. Januar 2024
  • Flagge: Bahamas
  • BRZ: 248.663
  • Länge (Loa): 364,75 Meter
  • Breite: 48,47 Meter
  • Tiefgang: 9,25 Meter
  • Kabinen: 2.805
  • Passagiere: 5.610 (bei Doppelbelegung der Kabinen), max. 7.600
  • Crew: 2.350
  • Passagier-Decks: 15
  • Antrieb: Azipods; Dual-Fuel-Maschinen von Wärtsilä für LNG und HFO/MDO

Offiziell Teil der Royal-Caribbean-Flotte und damit größtes Kreuzfahrtschiff der Welt ist die Icon of the Seas schon seit 28. November 2023. An dem Tag hat die Werft Meyer Turku das Schiff an Royal Caribbean ausgeliefert. Vorausgegangen waren Das waren rund sieben Jahre Planung und Bau, die physische Konstruktion der Icon of the Seas begann vor rund 900 Tagen.

Icon of the Seas in der Werft Meyer Turku im November 2023 (Bild: Royal Caribbean International)
Icon of the Seas in der Werft Meyer Turku im November 2023 (Bild: Royal Caribbean International)

Erstmal mit zahlenden Passagieren und damit zu ihrer ersten regulären Kreuzfahrt stach die Icon of the Seas in Miami am 27. Januar 2024 in See. Nach der Übergabe in der Werft hatte sie zunächst einige Wochen im spanischen Cadiz verbracht, wo unter anderem der Central Park bepflanzt wurde. Nach einem Zwischenstopp in Puerto Rico traf sie am 9. Januar 2024 in Miami ein und absolvierte vor ihrem offiziellen Start eine Reihe kurzer Probefahrten. Zu Beginn der letzten dieser Reisen, am 23. Januar 2024, wurde sie von Lionel Messi getauft.

5.610 bis 7.600 Passagiere und 2.350 Crew

Die Icon of the Seas bietet Platz für 5.610 Passagiere bei Standardbelegung der Kabinen und bis zu 7.600 Passagiere bei Vollauslastung. Die Crewstärke beträgt 2.350. Das Schiff ist 365 Meter lang und hat eine Tonnage von BRZ 248.663. Damit ist die noch vor den Schiffen der Oasis Class, ebenfalls von Royal Caribbean, das nun größte Kreuzfahrtschiff der Welt.

Die Tonnage der Icon of the Seas liegt knapp neun Prozent über der des jüngsten Oasis-Class-Schiffs Wonder of the Seas. Die Kabinenzahl ist zwar etwas geringer, die Maximalbelegung aber höher, weil die Icon of the Seas mehr Kabinen für Familien mit zusätzlichen Betten hat.  Aber 82 Prozent der Kabinen haben laut Reederei zusätzliche Betten, im Gegensatz zu nur rund 25 Prozent bei Oasis-Class-Schiffen. Bei Maximalbelegung hat die Icon of the Seas also mehr Betten für insgesamt bis zu 7.600 Passagiere.

Warum ist die Icon of the Seas noch größer als die Schiffe der Oasis Class?

Vor allem ein Faktor ist bei Royal Caribbean bei der Größenfrage immer entscheidend: Wie groß muss das Schiff sein, um die Innovationen und neuen Feature-Ideen umzusetzen? Bei der Icon of the Seas spielt aber noch ein technischer Faktor mit. Das Schiff nutzt das relativ umweltfreundliche Flüssigerdgas (LNG) als Treibstoff – und die LNG-Tanks brauchen mehr Platz.

Anmerkung*: Cruisetricks.de fuhr auf der Icon of the Seas auf Einladung von Royal Caribbean International.
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Cruisetricks.de fuhr auf der Icon of the Seas auf Einladung von Royal Caribbean International.

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2 Kommentare

Über den Autor: FRANZ NEUMEIER

Franz Neumeier
Über Kreuzfahrt-Themen schreibt Franz Neumeier als freier Reisejournalist schon seit 2009 für cruisetricks.de und einige namhafte Zeitungen und Zeitschriften. Sein Motto: Seriös recherchierte Fakten und Hintergründe statt schneller Schlagzeilen und Vorurteile, damit sich jeder seine eigene Meinung bilden kann. TV-Reportagen zitieren ihn als Kreuzfahrt-Experten und für seine journalistische Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet. Er wird regelmäßig in die Top 10 der „Reisejournalisten des Jahres“ gewählt und gewann mit cruisetricks.de mehrfach den „Reiseblog des Jahres“-Award.

2 Gedanken zu „Icon of the Seas – größtes Kreuzfahrtschiff der Welt: Highlights, Neuheiten und Details“

  1. LNG ist kein klimafreundlicher Schiffskraftstoff
    LNG (liquefied natural gas), also verflüssigtes Erdgas (und nicht flüssiges Erdgas !), ist leider nicht ein das Klima schonender Kraftstoff. Bei seiner Verbrennung entstehen zwar im Vergleich zu Diesel oder Schweröl bis zu 85 % weniger Stickoxide (NOx), bis zu 95 % weniger Feinstaub und Null % Schwefelverbindungen und macht damit LNG zu einem sauberen Kraftstoff, der die Umwelt schont, aber nicht das Klima. Denn der Ausstoß des Klimagases CO2 wird – theoretisch – lediglich um max. 25 % reduziert. Dazu kommt, dass ein kleiner Teil Methan, das zu etwa 90 % im LNG enthalten ist, trotz aller Bemühungen der Motorenindustrie unverbrannt in die Umgebung gelangt („Methanschlupf“). Methan, aggressivstes Treibhausgas, hat einen 86-mal stärkeren Effekt auf das Klima als die gleiche Menge CO2. Dadurch verschwindet der Vorteil der gegenüber kohlebasierten Flüssigkraftstoffen um ca. 25 % geringeren CO2-Emissionen fast ganz. Hinzu kommt, dass die Verflüssigung des Erdgases, die Kühlung beim Transport und der Lagerung, der Transport selbst und die Regasifizierung an Bord äußerst energieaufwändig ist. Ein Meilenstein zur Eindämmung der Erderwärmung ist die Verwendung von LNG auf dem Kreuzfahrtschiff von Royal Caribean – und auf vielen anderen Schiffen – ganz und gar nicht, zumal in den Dual-Fuel-Motoren alternativ auch Dieselöl bzw. Schweröl verbrannt werden kann.
    Man darf nur hoffen, dass es nicht mehr zu lange dauert, bis echte klimafreundliche Kraftstoffe für große Schiffe zur Verfügung stehen.
    Horst Köhler, Friedberg
    http://www.klimawandel-report.com

  2. „LNG ist kein klimafreundlicher Schiffskraftstoff“ -> Das habe ich in meinem Text auch nicht behauptet; aber ich denke, das wollten Sie mir auch nicht unterstellen, lieber Herr Köhler. Und inhaltlich kann ich Ihnen nur zustimmen: LNG ist keine Lösung für das Problem. Einen kleinen Meilenstein sehe ich aber dennoch: Solange es die klimafreundlichen Alternativ-Kraftstoffe noch nicht (bezahlbar und in ausreichenden Mengen) gibt, ist LNG zumindest in Sachen umwelt- und gesundheitsschädlicher Schadstoff-Emissionen wesentlich besser als Schweröl und Marinediesel, so wie Sie das ja auch schildern.

    Was nicht aber zunehmend irritiert ist etwas anderes: Warum wird dieses Thema bei jedem einzelnen, neuen Schiff wieder zum Hauptthema erklärt? Warum dreht sich bei jedem einzelnen neuen Schiff die Diskussion wieder um dieses Thema?

    Es wird doch auch nicht bei jedem neuen Hotel angeprangert, dass es seiner Energie aus dem deutschen Kohle-Erdgas-Mix bezieht, das zweifelsohne eine miese Klimabilanz hat. Es wird doch auch nicht bei jedem neuen PKW-Modell wieder und wieder darauf herumgehackt, dass es mit Diesel oder Benzin fährt – obwohl es da mit Elektroautos sogar eine echte und bezahlbare Alternative bereits gibt. Es steht doch auch nicht jeden Tag erneut auf der Titelseite der Zeitungen, wie fatal es eigentlich ist, dass wir „immer noch“ unsere Energie in Deutschland so sehr aus Kohle und Erdgas beziehen – das ist der fatale Status-Quo, der sich aber eben nicht von heute auf morgen ändern lässt, so wie auch in der Kreuzfahrt nicht.

    Solange es keine besseren Antriebsmöglichkeiten für Kreuzfahrtschiffe gibt, ist LNG (und immerhin ist die Icon of the Seas ja auch für Brennstoffzellen in größerem Umfang vorbereitet, kann/soll nachgerüstet werden) die beste der schlechten Option, die eben nunmal aktuell zur Verfügung stehen.

    Diese Tatsache jedem einzelnen neuen Kreuzfahrtschiff wieder so prominent anzulasten, obwohl es ein gesamtgesellschaftliches Problem ist, das die Kreuzfahrt (die Fracht- und Containerschifffahrt nicht zu vergessen!) überhaupt nicht alleine lösen kann, verzerrt die Realität und suggeriert, dass wir nur die böse Kreuzfahrt verbieten müssten und schon wäre ein wesentlicher Teil unsere Klimaprobleme gelöst. Es zeigt eine einfache Lösung auf, die es nicht gibt und bietet eine bequeme Ausrede, sich mit dem Kern des Problems Klima weniger zu befassen, als es sinnvoll wäre.

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