MSC Grandiosa in Palermo

Italien-Dekret macht Kreuzfahrten weiterhin unmöglich, MSC und Costa verlängern Pause

Italien hat neue Ausgangsbeschränkungen in der Covid-19-Pandemie verhängt, die bis 15. Januar gelten. Das macht Kreuzfahrten bis zu diesem Termin unmöglich. MSC und Costa haben daher weitere Kreuzfahrten abgesagt und wollen die Reisen nun Ende Januar wieder aufnehmen.

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Neue Lockdown-Regeln in Italien lassen eine Anreise von Passagieren den Häfen nicht zu. In einem früheren Dekret waren Kreuzfahrten bis zum 6. Januar sogar explizit verboten worden. Die neuen Ausgangssperre-Regeln gelten bis 15. Januar, sodass mindestens bis zu diesem Termin Kreuzfahrten in Italien nicht möglich sind.

Die MSC Grandiosa soll ab 24. Januar von Genua aus wieder im westlichen Mittelmeer fahren. Die Abfahrten am 10. und 17. Januar hat MSC abgesagt, nachdem bereits zuvor einige Reisen seit 20. Dezember inklusive der Silvester- und Weihnachtskreuzfahrten nicht stattfinden konnten.

Die MSC Magnifica nimmt den Dienst am 14. Februar wieder auf. Das Schiff pausiert mit ihrer elftägigen Italien- und Griechenland-Route aufgrund der Reisebeschränkungen in Griechenland bereits seit 7. November. Sie sollte zunächst am 18. Dezember ihren Dienst wieder aufnehmen, musste dann aber absagen und die Pause nun bis Mitte Februar verlängern.

Costa hat die Reisen bis zum 31. Dezember abgesagt. Einen neuen Startversuch soll zunächst die Costa Deliziosa ab 31. Januar wagen. Sie fährt sowohl Sieben-Nächte-Routen als auch kürzere drei- und viertägige Kurzreisen. Wann die Costa Smeralda wieder fährt, ist noch nicht klar.

Zuletzt hatte Costa die Costa Smeralda in Betrieb, die ihre Reisen vor Weihnachten einstellen musste. Die Costa Deliziosa war wegen des Griechenland-Lockdowns bereits seit 7. November nicht mehr in Betrieb.

Weiterhin Kanaren-Kreuzfahrten von TUI Cruises und Hapag-Lloyd Cruises

Auf den Kanarischen Inseln laufen die Kreuzfahrten von TUI Cruises und Hapag-Lloyd Cruises dagegen weiter. Lediglich AIDA hat die Kanaren-Kreuzfahrten der AIDAmar und AIDAperla zunächst bis einschließlich dem Abfahrtstermin 17. Januar abgesagt. Grund dafür sind aber nicht Pandemie-Beschränkungen, sondern massive IT-Probleme im Unternehmen, die weiter anhalten. Lediglich Online-Buchungen sind inzwischen offenbar wieder möglich.

Zwar gelten die Kanaren als Risikogebiet, sodass Passagiere bei der Rückkehr nach Deutschland die Quarantäne- und Testvorschriften des jeweiligen Bundeslandes beachten müssen. Erlaubt sind die Reisen aber weiterhin. Schwierig gestaltet sich allerdings die Anreise zum Flughafen für Passagiere aus Gebieten mit einer Siebe-Tage-Inzidenz von über 200. Der eingeschränkte Bewegungsradius von 15 Kilometern, der für solche Gebiete verhängt werden kann, lässt die Anreise zum Flughafen sehr wahrscheinlich nicht zu, weil eine Urlaubsreise nicht als wichtiger Ausnahmegrund gilt. Hier sollten Betroffene sich an die Gesundheitsbehörden ihrer Kommune wenden, um Klarheit zu bekommen.

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