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AIDAprima

Landgänge in Frankreich bald nur noch mit Booster-Impfung

Frankreich ändert seine Definition für „vollständig geimpft“. Das bedeutet für Kreuzfahrt-Passagiere: Landgänge sind dort bald zumeist nur noch mit Booster-Impfung möglich. Für Passagiere ab 65 Jahren tritt das bereits zum 15. Dezember 2021 in Kraft, für jüngere ab 18 Jahren dann zum 15. Januar 2022.

Als vollständig geimpft gelten in Frankreich ab diesen Terminen nur noch Personen, die eine Booster-Impfung nachweisen können, die mindestens 14 Tage zurückliegt. Ersatzweise wäre ein Landgang wohl auch mit einem frischen Coronatest möglich, weniger als 48 Stunden alt. Das käme für alle nicht, ein- oder zweimal geimpfte Passagiere in Betracht. Ob die betroffenen Reedereien entsprechende Tests an Bord durchführen, ist nicht immer klar.

Betroffen sind von der neuen Impf-Vorschrift in Frankreich MSC Cruises (MSC Magnifica) und AIDA Cruise (AIDAprima) mit ihren Westeuropa-Metropolen-Kreuzfahrten. Ebenso beeinträchtigt sind Kreuzfahrten im westlichen Mittelmeer mit Hafenstopps in Marseille, etwa Reisen der MSC Grandiosa, MSC Fantasia, Costa Luminosa und AIDAblu.

Besonders problematisch ist diese Situation für MSC Cruises und Costa, weil die beiden Reedereien Marseille auch als Ein- und Ausschiffungshafen für französische Kunden nutzt und diesen Hafenstopp daher nicht ohne weiteres in ein anderes Land verlegen oder ausfallen lassen kann. Ein- und Ausschiffung ist zwar möglich, jedoch keine Landgänge für die übrigen Passagiere, wenn sie noch nicht über eine Booster-Impfung verfügen.

Update: MSC Cruises hat nun die Kreuzfahrten der MSC Magnifica bis einschließlich 15. Januar 2022 abgesagt, nachdem zusätzlich in den Niederlanden ein harter Lockdown bis 14. Januar 2022 beschlossen worden ist.

AIDA Cruises schreibt auf ihre Website, dass Landgänge in Frankreich ab den genannten Stichtagen nur noch mit Booster-Impfung möglich sein werden. Costa wird weiterhin Landgänge nach dem bisherigen Bubble-Konzept durchführen, wohl auch mit Tests an Bord, soweit nötig.

Weiterer Rückschlag für Westeuropa-Kreuzfahrten

Neben den verschärften Regelungen in Frankreich gibt es aktuell außerdem ein faktisches Landgangverbot in Großbritannien. Die dortigen Coronatest- und Quarantänevorschriften lassen Landgänge nicht zu.

AIDA hat daher vorläufig die Fahrroute der AIDAprima geändert und Southampton durch Cherbourg ersetzt hat. Nun sind aber auch die Landgänge in Cherbourg sowie beim regulären Hafenstopp in Le Havre für all diejenigen Passagiere bald nicht mehr möglich, die noch keine dritte Corona-Impfung erhalten haben.

Für die MSC Magnifica ist die Neuregelung in Frankreich ein weiterer Rückschlag. Denn anders als AIDA Cruises führt MSC Cruises sowohl in Southampton als auch in Le Havre Ein- und Ausschiffungen durch. Selbiges ist zwar auch nach den neuen Regeln möglich, nicht aber Landgänge für Passagiere, die in anderen Häfen zugestiegen sind und keine Booster-Impfung haben.

Das Ausweichen auf einen alternativen Hafen beispielsweise in Belgien oder in den Niederlanden ist daher für MSC Cruises mit der MSC Magnifica schwierig und wäre wahrscheinlich nur umsetzbar durch Kündigung der Reiseverträge mit Passagieren, die in diesen Häfen zusteigen wollten. Am Anlauf in Southampton hat MSC Cruises bislang trotz des dortigen Landgangverbots festgehalten. Ob MSC Cruises auch in Hinblick auf die französischen Häfen so verfahren wird, ist noch unklar.

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