Deutschland

MS Deutschland an Callista Private Equity verkauft

Der Münchner Finanzinvestor Callista Private Equity hat die Mehrheit an der MS Deutschland Holding übernommen. Der bisherige Mehrheitseigner Aurelius hat sich damit nach gut drei Jahren wieder aus dem Geschäft mit Deutschlands „Traumschiff“ und der Reederei Peter Deilmann zurückgezogen. Auf den Kreuzfahrtbetrieb der Deutschland dürfte der Verkauf zunächst keine Auswirkungen haben.

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Der bisherige Sprecher der Geschäftsführung der MS Deutschland GmbH, Christophe Nolde, beteiligt sich auch persönlich und bleibt auch in Zukunft Geschäftsführer des Unternehmens. Nolde hatte die Position als Sprecher der Geschäftsführung erst kürzlich von Konstantin Bissias übernommen, der im September 2013 sein Ausscheiden aus dem Unternehmen zum Jahresende bekannt gegeben hatte.

Über den Kaufpreis für die Mehrheitsbeteiligung an der MS Deutschland Holding, zu der sowohl die Reederei Peter Deilmann als auch das Kreuzfahrtschiff MS Deutschland gehören, wurde nichts bekannt. Zuletzt wurde der Wert des Schiffs auf rund 100 Millionen geschätzt.

Callista Private Equity ist offenbar ein sehr junges Unternehmen, über das bislang wenig bekannt ist. Laut Website versteht sich Callista Private Equity selbst als Spezialist für „nachhaltige Sanierung defizitärer Unternehmen“. CEO Olaf Meier und COO Marc Zube sind ihrem Lebenslauf zufolge jedoch erfahrene Spezialisten für Unternehmensführung, Consulting und im Investmentbereich.

Der Mitteilung zur Übernahme der Mehrheit an der MS Deutschland Holding von Callista Private Equity zufolge will man die bisherige Strategie fortsetzen und „durch weitere operative Maßnahmen“ vorantreiben. Zudem plane man, zusätzliche Geld in das Unternehmen zu stecken, um dessen Eigenkapital zu stärken.

Zuletzt hatte bereits Aurelius noch einmal 10 Millionen Euro Kapital zugeschossen – wohl vor allem, um die Zinszahlungen für die 50-Millionen-Euro-Anleihe sicherzustellen, die Mitte Dezember für die im Dezember 2012 ausgegebene Anleihe fällig wurden, selbige übrigens mit einer erstrangigen Schiffshypothek gut gesichert ist. Trotzdem hatte laut FAZ erst kürzlich die Ratingagentur Scope von einer weiteren Bewertung der Schiffs- und Betreibergesellschaft komplett zurück gezogen, die mit BBB- und CCC+ ohnehin schon nicht besonders gut waren. Aurelius hatte Scope dafür heftig kritisiert.

Die Deutschland geht im November 2014 für umfangreicherer Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen ins Trockendock. Unter anderem bekommen bisherige Außenkabinen auf Deck 7 und 8 dann französische Balkone. Außerdem erhält das Schiff am Schornstein ein neu gestaltetes Logo.

1 Kommentar zu “MS Deutschland an Callista Private Equity verkauft

  1. S.g.D.u.H.,
    ich finde diesen Wechsel sehr schade.vielleicht und hoffentlich bringt dies etwas. Ich bin Alleinreisende und zahle immer noch
    zu viel bei Kreuzfahrten, Richtig wär bei Neuerungen bzw. Rep.
    sollte man ein einziges mal wirklich an Alleinreisende (manchmal
    aus priv. u. auch gesundh. Gründen)und dafür an Einzelkab. vornehmlich denken. Alle Alleinreisenden danken allen mit Sicher-
    heit. Danke.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ingeborg Runge, 79J., 01324 Dresdeen, Lahmannring 10
    gesundh. etwas angeschlagen aber fitt.

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