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Schornstein MSC Seashore

MSC Cruises will CO2-Ausstoß bis 2050 auf null senken

 MSC Cruises und ihre geplante Luxusmarke Explora Journeys gehen eine Selbstverpflichtung ein, bis 2030 die ersten CO2-neutralen Kreuzfahrtschiffe in Dienst zu stellen und den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2050 komplett einzustellen. MSC schließt sich der „Getting to Zero“-Initiative des Global Maritime Forums an.

Nachdem MSC Cruises das schon für Anfang 2020 angekündigte Projekt zur vollständigen CO2-Kompensation ihrer Kreuzfahrtflotte nicht umgesetzt und letztlich aufgegeben hatte (siehe „Klimaziele der Kreuzfahrt-Reedereien“), startet die Reederei nun einen neuen Anlauf zum Klimaschutz. Der neue Ansatz hat zwar eine längere, zeitliche Perspektive, setzt dafür jedoch auf tatsächliche Vermeidung von Treibhausgasen statt lediglich eine Kompensation.

Die „Getting to Zero“-Initiative ist eine Koalition aus über 150 Unternehmen umfasst neben technischen Zielen wie die Inbetriebnahme von klimaneutralen Schiffen bis 2030 auch politische Forderungen und Lobby-Aktivitäten.

Die Selbstverpflichtung von MSC Cruises zur CO2-Neutralität bis 2050 geht deutlich über die von der IMO, Schifffahrtsorganisation der Vereinten Nationen, definierten Ziele hinaus, die Treibhausgas-Emissionen der Schifffahrt um 50 Prozent gegenüber dem Vergleichsjahr 2008 zu senken.

MSC Cruises gibt in einer Pressemitteilung an, mit einer jährlichen Effizienzsteigerung von zwei bis vier Prozent in der gesamten Flotte bis 2019 eine Effizienzsteigerung von 28 Prozent im Vergleich zu 2008 erreicht zu haben. Damit sei man am besten Weg, das IMO-Ziel von minus 40 Prozent bis 2030 zu erreichen.

Die CO2-Neutralität will MSC Cruises mit einigen Initiativen und Beteiligungen an Entwicklungs- und Forschungsprojekten vorantreiben. Mit dem Werftunternehmen Fincantieri und dem Energiekonzern Snam sollen die Bedingungen für die Konstruktion und den Bau des weltweit ersten hybriden, mit Wasserstoff und LNG betriebenen Kreuzfahrtschiffs eruiert werden.

2019 hat MSC Cruises gemeinsam mit der französischen Werft Chantiers de l’Atlantique das Projekt „Blue Horizon“ gestartet, das die Integration von Festoxid-Brennstoffzellen-Technik (SOFC) auf LNG-betriebenen Kreuzfahrtschiffen testen will.

In einem Konsortium mit GE Power Conversion, Lloyd’s Register und Ceres Power Holdings will MSC in einem von der britischen Regierung geförderten Projekt untersuchen, wie sich die Hindernisse für die Einführung von Brennstoffzellen auf großen Schiffen beseitigt lassen.

Ein von der EU gefördertes, dreijähriges Forschungsprojekt soll seit Juni 2021 die Möglichkeiten untersuchen, mit fortschrittlichen Energietechnologien und innovativem Schiffsdesign eine kohlenstoffarme Schifffahrt möglich zu machen. An diesem Projekt des CHEK-Konsortiums (deCarbonising sHipping by Enabling Key technology symbiosis on real vessels concept designs) sind unter anderem die Universität Vaasa, die World Maritime University, Wärtsilä, Cargill und Lloyds Register beteiligt.

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