Deckenleuchter im Hauptrestaurant "Compass Rose"

Restaurants

Besonders glänzt die Seven Seas Explorer mit ihren Restaurants – und dem Essen dort. Ziel beim Design der Restaurants war es laut Reederei, es mit jedem Sterne-Restaurant an Land aufnehmen zu können.

Für die Designer war das vor allem deshalb eine Herausforderung, weil die Deckenhöhe auf der Seven Seas Explorer zwar höher ist als auf anderen Kreuzfahrtschiffen. Aber so viel Luft wie auf der Europa 2 und erst Recht nicht so viel wie in Hotels und Restaurants an Land hatten sie dennoch nicht. Mit allerlei optischen Tricks ist es dennoch gelungen, die Räume optisch höher wirken zu lassen, als sie tatsächlich sind.

Alle Restaurants, auch Hauptrestaurant Compass Rose und Buffet La Veranda sind großzügig gestaltet, zwischen den einzelnen Tischen ist sehr viel Platz, sodass sich die Kellner frei bewegen können, ohne sich zwischen den Passagieren hindurch zwängen zu müssen, wie das auf Massenmarktschiffen oft der Fall ist.

Aus kulinarischer Sicht: Jedes Restaurant hat seine eigene Galley mit eigenem Küchenchef, um das jeweilige Konzept perfekt umsetzen zu können. Die Küchenchefs sind folgerichtig laut RSSC die Besatzungsmitglieder mit dem höchsten Gehalt an Bord.

Alle Restaurants der Seven Seas Explorer sind übrigens im Reisepreis inklusive – so wie bei Regent Seven Seas Cruises überhaupt nahezu alles: beispielsweise Getränke inklusive Cocktails und hervorragender Weine, Trinkgelder und sogar die meisten Landausflüge, Vorübernachtung im Hotel und oft sogar Flüge.

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Die Spezialitätenrestaurants haben abends geöffnet und mindestens eines davon auch mittags. Daneben gibt es das Hauptrestaurant und ein Buffet-Restaurant sowie den Pool-Grill mit einfacheren Gerichten wie Hotdogs und Hamburger. Das Buffet-Restaurant wird abends zum Italiener “Sette Mari”. Room Service gibt es Tag und Nacht, während der Öffnungszeiten des Hauptrestaurants kann man sich die Speisen von der Menükarte des Compass Rose auch direkt in der Suite servieren lassen. Für die Top-Suiten gibt es außerdem einen privaten Dining-Room für bis zu zwölf Gäste, zwischen Prime 7 und Chartreuse gelegen.

Hauptrestaurant Compass Rose

Compass Rose
Compass Rose

Zum Compass Rose führt eine mit weißem Marmor ausgekleidete Lobby, Kristalllüster zieren die Decke. Die riesige Beleuchtung aus blauem Kristallglas des renommierten, tschechischen Glasproduzenten Preciosa dominiert das Zentrum des Restaurants und soll als Allegorie für das Meer stehen. Die Leuchten über den Tischen zu den Fenstern hin symbolisieren See-Igel. Im Gegensatz zu den Leuchten wirkt das übrige Design des Compass Rose relativ zurückhaltend, auch wenn die Säulen beispielsweise aufwändig mit Perlmutt verkleidet sind.

Die Menükarte ist beeindruckend umfangreich. Neben einer großen Auswahl täglich wechselnder Gerichte bietet das Compass Rose auch viele „all time favorites“ inklusive der Möglichkeit, sich sein Hauptgericht aus zwölf Fisch- und Fleischarten sowie vieler Beilagen und Saucen selbst zusammenzustellen. Zu den angebotenen Speisen zählen beispielsweise auch Maine Lobster, Black Angus Filet Mignon und Foie Gras in jeweils exzellenter Qualität.

Chartreuse

Chartreuse
Chartreuse

Mein persönliches Lieblingsrestaurant auf der Seven Seas Explorer ist das französische Chartreuse. Ich habe dort einmal abends sowie zweimal mittags gegessen. Jedes einzelne Gericht war perfekt und ein Hochgenuss. Auch der Service war bereits wenige Tage, nachdem die Crew das Schiff übernommen hatte, absolut makellos. Das i-Tüpfelchen dabei: Die meisten Kellner, Sommeliers, der Restaurantleiter und natürlich auch der Küchenchef des Chartreuse (Jérôme Toumelin, der unter anderem bei Alain Ducasse gelernt hat) sind Franzosen. Das verleiht diesem wunderbaren, französischen Restaurant zusätzlichen Charme und Authentizität.

Das Design des Chartreuse stammt von Icrave und sollte eigentlich das bei Regent etablierte “Signature”-Restaurant werden. Der Entwurf und der Projektname Chartreuse gefiel der Reederei aber so gut, dass ein neues Restaurant entstand, das nun bei den nächsten Trockendock-Aufenthalten auch auf der Seven Seas Voyager (Oktober 2016) und Seven Seas Mariner (März und April 2017) das Signature ersetzt.

Der Eingangsbereich des Chartreuse will an einen romantischen Spaziergang durch das regnerische Paris erinnern. Wie detailliert solche Konzept-Ideen auf der Seven Seas Explorer umgesetzt wurden, zeigt der Bodenbelag an Eingang zum Restaurant Chartreuse: Der dunkle Stein ist dort teils glänzend, teils matt bearbeitet, um regennasses Kopfsteinpflaster zu imitieren. Echtmetall-Design an der Bar ähnelt dem des Eiffelturms, was sich in den Strukturen an der Wand und an der Decke fortsetzt.

Romantisches Dinner im Chartreuse
Romantisches Dinner im Chartreuse

Die Wände und Decken des Chartreuse sind mit Blattgold, Blattsilber, Mosaiken, teuren Stoffen und farbigen Glasflächen gestaltet. Die Wandleuchten sind aus Murano-Glas, die Säulen mit Leder verkleidet. Durch den langgestreckten Grundriss können die Passagiere von den meisten Plätzen den Blick aufs Meer durch die bodentiefen Fenster genießen. Gleiches gilt übrigens für das Steakhaus Prime 7.

Prime 7

Steakhaus Prime 7
Steakhaus Prime 7

Das Steakhaus „Prime 7“ hat einen – wie die Designer es nennen – maskulinen Charakter, ist aber längst nicht so dunkel gehalten wie beispielsweise das Steakhaus auf der Seven Seas Navigator. Als Vorbild für das Prime 7 haben den Designern von Icrave die „members only“-Clubs aus dem London der vorigen Jahrhundertwende gedient.

Serviert werden im Prime 7 amerikanische Steakhaus-Klassiker wie beispielsweise Surf & Turf (mit Hummer aus Maine), Alaskan King Crab Legs und natürlich Steaks bis hin zum 32-Unzen-Porterhouse für zwei Personen (rund 900g). Die Qualität ist ausgezeichnet, eine Sensation ist aber der Key Lime Pie als Nachtisch – einen besseren habe ich noch nie gegessen. Auch der Ultimate Chocolate Cake mit 14 Schichten ist ein Traum.

Pacific Rim

Pacific Rim
Pacific Rim

Aus ganz Asien stammen die Gerichte auf der Menükarte des Pacific Rim. Hier gibt es alles von Sushi und Dim Sum bis zu grünem Thai-Curry, chinesischen BBQ-Ribs und Pink Tiger Prawns. Lohnenswert ist auch, den exzellenten Sake zu probieren, für den es eine eigene Karte gibt.

Gestaltet hat das Pacific Rim das Architekturbüro Callison RTKL, das auch die „Silk Harvest“-Restaurants auf einigen der Solstice-Class-Schiffen von Celebrity Cruises entworfen hat. Das Pacific Rim beeindruckt schon, bevor man es betritt. Im Vorraum befindet sich nämlich eine riesige tibetanische Gebetsmühle aus Bronzeguss, 2,7 Tonnen schwer und speziell für die Seven Seas Explorer in Australien gefertigt.

Der Eingang des Restaurants liegt etwas erhöht, sodass man von hier aus den gesamten Raum überblickt und über eine mit dunklem Stein belegte Rampe nach unten läuft. Auch hier lohnt sich wieder ein Blick auf die Details wie etwa die Bilder an den Innenseiten der großen Lampenschirme.

Culinary Arts Kitchen

Culinary Arts Kitchen
Culinary Arts Kitchen

Wer gerne einmal selbst kocht, wird die Culinary Arts Kitchen mögen: In dieser Kochschule mit 18 voll ausgestatteten Kochplätzen lehren Chefs des Culinary Institute of America – in unserem Fall sogar Regent Seven Seas Cruises’ Executive Director of Culinary Enrichment Kathryn Kelly persönlich.

Die Kochkurse in der Culinary Arts Kitchen sind ausnahmsweise einmal nicht im Reisepreis enthalten und kosten 89 Dollar pro Person – meinem Erlebnis nach ist das Geld aber sehr gut angelegt, weil hier nicht nur ein wenig oberflächlich geköchelt, sondern ernsthaftes Koch-Handwerk gelehrt wird.

Anmerkung*: Cruisetricks.de reist auf der Seven Seas Explorer auf Einladung von Regent Seven Seas Cruises.
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