Ambassador Cruise Line ist der Käufer der Sirena von Oceania Cruises: Ab 2028 soll sie als „Ambella“ in Deutschland von „Ambassador Kreuzfahrten“ vermarket werden. Die britische Kreuzfahrt-Reederei schafft sich mit dem 1999 gebauten R-Class-Schiff nach dem britischen und französischen Markt nun auch ein Standbein in Deutschland.
Im Juli hatte Oceania Cruises bereits den Verkauf der Sirena mit Wirkung zum Frühjahr 2028 angekündigt, dabei aber den Käufer nicht genannt – der steht mit Ambassador nun fest. Die „Ambella“ soll in der Sommersaison mit einem „adults only“-Konzept für Ambassador Kreuzfahrten fahren. Für den Winter geht sie dann jeweils von September bis April an Semester at Sea – ein ähnliches Modell also, wie es bislang die Deutschland bei Phoenix Reisen hatte.
Buchbar sollen die Reisen mit der Ambella bei Ambassador Kreuzfahrten bereits ab November 2026 sein. Als Sirena fährt das Schiff für Oceania Cruises noch bis Anfang 2028, bevor es dann als Ambella zu Ambassador wechselt.
Die Sirena ist 1999 als R Four für Renaissance Cruises in Dienst gegangen. Das 670-Passagiere-Schiff ist eines von insgesamt acht Kreuzfahrtschiffen dieser Baureihe, die zwischen 1998 und 2001 bei Chantiers de l’Atlantique im französischen Saint-Nazaire gebaut wurden.
Im Januar 2025 hatte sich Ambassador Cruise Line mit Übernahme der Compagnie Française de Croisières (CFC) bereits in den französischen Markt eingekauft, die sie kürzlich in „Ambassador Croisières“ umbenannte.
Ambassador Cruise Line war 2021 indirekt aus der insolventen Cruise & Maritime Voyages hervorgegangen, zu der auch die deutsche Transocean gehörte. In der Unternehmensführung finden sich mehrere ehemalige Manager von CMV, insbesondere Ambassadors CEO Christian Verhounig.
Die Reederei hat bislang drei Kreuzfahrtschiffe in der Flotte, die Ambience (gebaut 1991, ex Regal Princess, Pacific Dawn, Satoshi) und die Ambition (1999, ex Mistral, Grand Mistral, Costa Neoriviera, AIDAmira) sowie die mit CFC übernommene Renaissance (1992, ex Maasdam und während der Pandemie kurzzeitig bei Seajets als Aegean Myth).
Oceanias Flottenmodernisierung setzt sich fort
Mit dem Verkauf der Sirena setzt Oceania Cruises die Flottenmodernisierung fort: 2027 bis 2035 folgen nach aktuellem Stand vier Neubauten der Sonata Class, beginnend mit der Oceania Sonata im August 2027. Die Schiffe der R-Class mustert die US-Reederei dagegen nach und nach aus.
Zuletzt hat die Oceania die Regatta langfristig an den australischen Veranstalter My Cruises verchartert, die seit dem 1. September 2026 unter der Marke „Explorations by Norwegian“ auf Weltreise ist.
Die Insignia sollte eigentlich Ende 2027 langfristig an Crescent Seas verchartert werden, die das Schiff als Residenzschiff nutzen wollten, sich dann aber doch andere entschieden hat und stattdessen auf Neubauten für diesen Zweck setzen will. Die Insignia, die 2012 bis 2014 übrigens als „Columbus 2“ auch eine Zeit lang für Hapag-Lloyd Cruises im Einsatz war, steht also vorerst weiter zum Verkauf.
Die Nautica renoviert Oceania Cruises dagegen 2027 umfassend und setzt sie danach unter dem neuen Namen „Oceania Aurelia“ ein.





Das klingt ja demnach auch so, dass Semester at sea dann auch die Deutschland/World Oddyssee ausmustern wird.
Das lese ich auch so. Aber das hatte Semester at Sea, soweit ich mich erinnerr, auch schon früher gesagt.