Neue AIDAprima ab 2016 mit Basis-Hafen Hamburg

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AIDAprima
AIDAprima (alle Computer-Zeichnungen: AIDA)

Hamburg wird der Basis-Hafen der AIDAprima sein. Die AIDAprima ist das erste der beiden neuen AIDA-Kreuzfahrtschiffe, die derzeit in Japan gebaut werden. Damit bestätigt AIDA offiziell den ganzjährigen Basis-Hafen für die AIDAprima, über den schon länger spekuliert worden war. Bei der Präsentation der neuen Schiffsgeneration in Hamburg gab AIDA aber auch zahlreiche weitere Details zum künftigen Flagschiff der Flotte bekannt, das im März 2015 April 2016 in Dienst geht.

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Update: Die Auslieferung der AIDAprima war ursprünglich für 2015 vorgesehen, tatsächlich geht sie nun nach mehreren Verschiebungen aufgrund von Verzögerungen in der Wert offiziell am 30. April 2016 von Hamburg aus in Dienst.

Die optisch auffälligste Neuerung ist die Rumpf-Form der AIDAprima, insbesondere der Bug: Anders als alle aktuell fahrenden Kreuzfahrtschiffe werden die neuen AIDA-Schiffe einen vertikalen Bug haben, der Bugwulst schrumpft auf einen kleinen Stummel zusammen. Die Form des Bugs erinnert entfernt an den von Oceanlinern wie Lusitania, Ile de France oder Britannic.

AIDAprima
AIDAprima

Mit dieser jetzt wieder neu entdeckten und weiter entwickelten Bugform soll die Energie-Effizienz der Schiffe erheblich gesteigert und auf die inzwischen langsameren Reisegschwindigkeiten von 15 bis 17 Knoten optimiert werden, so AIDA. Erhalten bleibt am Bug aber die AIDA-typische Bemalung mit dem roten Kussmund.

Erstmals bei AIDA: Pod-Antrieb

Eine zweite, gravierende technische Neuerung für AIDA ist der Pod-Antrieb. Statt des Schraubenantriebs, wie er bislang auf allen AIDA-Kreuzfahrtschiffen zum Einsatz kommt, wird die AIDAprima mit der neuesten Generation der Pods von ABB angetrieben, dem Azipod XO.

Folien-Dom-Dächer

Beach Club
Beach Club

Damit die AIDAprima ganzjährig ab Hamburg fahren kann, ist sie als Allwetterschiff konzipiert, das die Attraktionen an Bord möglichst wetterunabhängig anbieten soll. Deshalb gibt es zwei mit einem Folien-Dom überdachte Bereiche mit einer Raumhöhe von bis zu zehn Metern, was den Eindruck eines Aufenthalts unter freiem Himmel vermitteln soll.

„4 Elements“ und „AIDA Beachclub“ werden diese beiden Dom-Bereiche der AIDAprima heißen. Die Dach-Folie wird durchlässig für UV-Licht sein, sodass echtes Beach-Feeling inklusive Sonnenbräune aufkommen soll. Zugleich wird der Dom aber auch als Projektionsfläche beispielsweise für Laser-Shows oder einen nächtliche Sternenhimmel-Simulation nutzbar sein.

Der Folien-Dom des „4 Elements“ wird bei warmen Wetter oben in der Mitte zu öffnen sein, der AIDA Beachclub verfügt über große Glastüren zum Außendeck, die ebenfalls bei schönen Wetter geöffnet werden können.

Wasser-Rutschen und Kinderbereiche

AIDAprima
AIDAprima

Im Bereich 4 Elements gibt es einen Klettergarten und mehrere Wasser-Rutschen, darunter auch zwei parallel laufende, schnelle Rutschen, den AIDA Racer und einen gemütlichen, „Lazy River“ genannten Rundkurs, in dem man sich in großen Reifen treiben lassen kann. Ebenfalls im 4 Elements angesiedelt sind Kinder-Pools und ein Baby-Pool. Außerhalb des 4 Elements gibt es außerdem Shuffleboard und – erstmals auf einem AIDA-Schiff – Minigolf.

Deutlich mehr wird es auf der AIDAprima auch für Kinder geben – neben einem großen Teens- und einem Kids-Club auch ein Bereich für Kleinkinder zwischen 6 Monate und 3 Jahre.

Größere Kabinen, neue Kabinen-Typen

Die Kabinen werden insgesamt deutlich größer, ebenso die Bäder und Balkone (6 Quadratmeter), letztere daher auf der AIDAprima „Veranda“ genannt werden und Platz für zwei richtige Liegestühle bieten.

In den Komfort-Veranda-Kabinen stehen neu entwickelte Sofa-Betten, die nachts zu einem vollwertigen dritten Bett umgebaut werden können. Einige Kabinen sind auch für 4er-Belegung vorgesehen, das vierte Bett ist dann ein Pullman-Bett.

Bereits im März hatte AIDA neue Kabinen-Typen für die Schiffe vorgestellt, darunter Panorama-Kabinen mit exklusivem Courtyard-Bereich sowie Lanai-Kabinen mit eigenem Wintergarten und Veranda-Balkon.


Bekannte AIDA-Features bleiben

Von den schon auf anderen Schiffen vorhandenen Features sind auch auf der AIDAprima viele wieder vorhanden, etwa das Brauhaus und das Theatrium. Auch Restaurants wie das Steakhaus, das Rossini, Belladonna-, East- und Markt-Restaurant wird es wieder geben.

Restaurants und Bars

Insgesamt 13 Restaurants, eine Kochschule und 18 Bars wird die AIDAprima haben. Ganz neu bei den Restaurants: Es wird auf der AIDAprima in vielen Restaurants möglich sein, Platzreservierungen vorzunehmen – nicht aber natürlich in den Buffet-Restaurants. An neuen Spezialitätenrestaurants kommen unter anderem das „French Kiss“ mit französischen und das „Casa Nova“ mit italienischen Spezialitäten hinzu. Damit wird es auch mehr (teils im Reisepreis inkludierte) Bedien-Restaurants an Bord der AIDAprima geben als auf den bisherigen AIDA-Schiffen. Außerdem gibt es mit dem „Fuego“ ein zusätzliches Buffetrestaurant speziell für Familien.


Umweltschutz

AIDAprima
AIDAprima

Die AIDAprima soll rund 20 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen als das aktuell sparsamste Schiff der Flotte, die AIDAstella. Das soll unter anderem durch die neue Bugform, Podantrieb, MALS-Technik (Mitsubishi Air Lubrication System) und weitere Verbesserungen erzielt werden.

AIDA rüstet seine neuen Kreuzfahrtschiffe mit einem System zur Filterung von Stick- und Schwefeloxiden sowie Partikel (Ruß) aus. Für die Filterung von Stickoxiden (NOx) sorgt ein Katalysator, Russpartikel und andere feste Brennstoff-Rückstände sollen in einem Filter ausgefällt werden und Schwefeloxide (SOx) werden in einem Wäscher ohne den Einsatz von Chemikalien gefiltert.

Die Japan-Schiffe sollen auch die ersten Kreuzfahrtschiffe der AIDA-Flotte werden, deren Dual-Fuel-Motoren während der Hafenliegezeiten LNG als Treibstoff verbrennen können und so neben der schon durch das Filtersystem erreichte Schadstoff-Reduzierung auch den CO2-Ausstoß um rund 30 Prozent senken.

Fakten und Zahlen

Michael Ungerer, Presdent AIDA Cruises, präsentiert Details zum neuen Kreuzfahrtschiff AIDAprima in Hamburg
Michael Ungerer, President AIDA Cruises, präsentiert Details zum neuen Kreuzfahrtschiff AIDAprima in Hamburg

Die beiden neuen Kreuzfahrtschiffe von AIDA sollen im März 2015 beziehungsweise März 2016 in Dienst gestellt werden. Kiellegung für das erste der beiden Schiffe war am 30. Juni 2013 in der Werft von Mitsubishi Heavy Industries in Nagasaki. Die Jungfernfahrt der AIDAprima führt auf einer 86-Tage-Reise vom 22. März bis 26. Juni 2015 vom japanischen Yokohama (Tokyo) nach Deutschland. Im ersten Jahr fährt die AIDAprima dann von Hamburg aus jeweils samstags auf einer 7-Nächte-Route zu den Metropolen Westeuropas: Southampton, Le Havre, Zeebrügge, Rotterdam.

AIDAprima Skywalk, gläserner Aufzug
AIDAprima Skywalk, gläserner Aufzug

Die beiden neuen Schiffe werden deutlich größer als die größten bisherigen AIDA-Schiffe: Sie sollen eine Tonnage von 124.500 BRZ haben, 300 Meter lang und 37,60 Meter breit werden und sollen Platz für rund 3.300 Passagiere (1.634 Kabinen) bieten. Zum Vergleich: Die bislang größten AIDA-Schiffe (interner Projektname: erweiterte Sphinx-Klasse) wie etwa die AIDAstella weisen eine Bruttoraumzahl von 71.304 auf, sind 253 Meter lang, 32,2 Meter breit und bieten Platz für 2.194 Passagiere (Doppelbelegung bei 1.097 Kabinen).

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