Neues, Besonderes und mein Fazit

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Neben den großen und auffälligen Neuerungen bietet die AIDAprima auch zahlreiche Veränderungen zur bestehenden Flotte im Detail. Im letzten Teil der AIDAprima-Serie werfen wir einen Blick auf einige interessante Details und Neuerungen.

Promenadendeck vorm Theatrium
Promenadendeck vorm Theatrium

Viel Neues gibt es beim Entertainment. Das Theatrium hat neue Technik bekommen. Die Monitore in den Sitzgruppen und an den Bars rund um das Theatrium sind nun mit Glasfaser verkabelt, sodass es keinen zeitlichen Versatz mehr zwischen dem Ton von der Bühne und dem Bild am Monitor gibt. Wer also keinen Platz in der ersten Reihe des Theatriums ergattert hat oder es sich ohnehin lieber mit Freunden an der Bar gemütlich macht, kann die Shows von dort gut verfolgen.

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Neu ist auch eine riesige Kugel, die aus der Decke des Theatriums herabschwebt und über unzählige, kleine LED-Leuchten beispielsweise Videos zeigt und über eine eingebaute Kamera sogar interaktiv auf das Publikum reagieren kann.

Bildergalerie: Theatrium

Das Theatrium ist auf der AIDAprima aber nicht mehr der einzige Ort mit Show-Programm am Abend. Alternativ dazu gibt es den für Erwachsene reservierte Nachtclub Nightfly, über den ich schon berichtet habe.

Ein Blick aufs Theatrium der AIDAprima von der Bühne aus als interaktives 360-Grad-Panorama:

Empfehlenswert ist für die Panoramen der Vollbild-Modus’ (das Symbol mit den vier Pfeilen ganz rechts).

New-York-Show im Nightfly
New-York-Show im Nightfly

Nebenbei bemerkt: Die Sänger, Tänzer und Artisten, die ich auf meiner Vorabreise von Limassol nach Cadiz bei den Proben gesehen und gehört habe, sind erstklassig. Vorbei sind die Zeiten, in denen man wehmütig an die perfekte Entertainment-Qualität bei großen, amerikanischen Reedereien dachte – AIDA ist da inzwischen ziemlich gleichauf.

Aufgestockt hat AIDA die Band im Brauhaus: Fünf Mann sorgen hier nun für zünftige Bierzelt-Stimmung. Neu ist hier auch ein Rotationsgrill für Hähnchen und Enten.

Kleiner Gag am Rande: Zwei der hinteren Aufzüge sind mit einem interaktiven Boden ausgestattet, auf dem Lichteffekte den Füßen der Passagiere folgen. Am besten zeigt diesen Effekt unser kurzes Video (Danke für die Tanz-Einlage, Paul!):

Video Thumbnail

Plaza: Shopping und Street Life

Neu für ein AIDA-Schiff ist die sogenannte Plaza.

Plaza und Kunstwerk "The Last Dancer"
Plaza und Kunstwerk „The Last Dancer“Plaza und Shops

Das zweistöckige Atrium mit seiner markanten Licht-Skulptur „The Last Dancer“ (liebevoll-inoffizieller Spitzname: „Murmelbahn“) ist Heimat für die Shops an Bord inklusive eines Juweliers, ist aber auch Anlaufpunkt für Nachtschwärmer aus der Disco oder dem Nightfly.

Denn hier gibt es Currywurst an der „Scharfen Ecke“ und leckere Kleinigkeiten in der Tapas-Bar. Auf der oberen Ebene ist der erste dauerhafte Pop-up-Store von Magnum, bei dem man sich für 3,50 Euro sein individuelles Magnum-Eis inklusive extravaganter Toppings zusammenstellen lassen kann.


Das Plaza-Atrium eignet sich mit seiner stufenartigen Tribüne aber auch als spontane Bühne für Flash-Mob-Performances oder Straßenmusiker, die hier gelegentlich auftreten.


Neues gibt es auch im Kids-Club: Dort bietet AIDA nämlich in dem neuen „Mini-Club“ erstmals auch Kleinkindbetreuung an. Kinder zwischen sechs Monate und drei Jahren werden hier von ausgebildeten Erzieherinnen gegen Gebühr betreut (10 Euro pro Stunde) und auch einen Buggy-Verleih bietet AIDA hier an (Reservierung vor der Reise empfiehlt sich).

RFID-Technik und „Seamless Check-in“

Türschloss mit RFID-Technik
Türschloss mit RFID-Technik

Schon vor Betreten des Schiffs fällt ein neuer Ablauf beim Check-in auf: Wer bereits vorab online eingecheckt hat, lässt lediglich bei einem mobilen Mitarbeiter mit Tablet-PC das obligatorische Security-Foto machen und schon ist der Weg frei aufs Schiff. Wer’s lieber traditionell möchte, für den gibt es aber weiterhin die vertrauten Check-in-Schalter.

Die Kabinenkarte – mit RFID-Technik statt Magnetstreifen – findet sich in der Kabine und dort wartet noch etwas Neues: ein RFID-Armband, das alternativ zur Kabinenkarte benutzt werden kann. Das ist besonders bequem beispielsweise am Pool oder in der Sauna, wo man gewöhnlich nicht so recht weiß wohin mit der Kabinenkarte.

Dank RFID-Technik öffnet sich die Kabinentür berührungslos, aber auch beispielsweise in den Bars bezahlt der Passagier damit direkt am Platz, die Kellner haben mobile RFID-Lesegeräte.

Automatisierte Uniform-Verwaltung für die Crew
Automatisierte Uniform-Verwaltung für die Crew

Noch an ganz anderen Stellen kommt RFID-Technik zum Einsatz: Sämtliche 150.000 Wäschestücke und 9.000 Uniformen an Bord sind mit einem RFID-Tag markiert, sodass bei den Uniformen die Zuordnung zu den Offizieren, bei der Wäsche die Logistik und das Aussortieren von alten Wäschestücken deutlich einfacher wird. Selbst bei der Uniform-Ausgabe für die Crew kennt das System bereits die Kleidergröße jedes Crew-Mitglieds und kann das jeweils passende Uniform-Stück automatisch auswählen.

Besonders behindertengerecht

Blindenschrift-Markierungen an den Handläufen der Treppengeländer
Blindenschrift-Markierungen an den Handläufen der Treppengeländer

Auffällig sind die vielen Features auf der AIDAprima, um Rollstuhlfahrern, Blinden und Hörbehinderten das Leben leichter zu machen. 22 Kabinen sind besonders umfangreich für Rollstuhlfahrer ausgebaut, beispielsweise mit höhenverstellbarem Waschbecken und einem sensorgesteuerten System zum Öffnen der Kabinentür.

Blindenschrift an den Treppengeländern und an vielen anderen Stellen helfen bei der Orientierung. für Blinde besonders hilfreich sind die umfassenden, akustischen Ansagen in den Aufzügen: „Die Türen sind geöffnet“, „Aufzug fährt nach oben/unten“, „Die Türen schließen“, „Deck 10“.


Im Detail sollten sich Rollstuhlfahrer und Passagiere mit besonderen Anforderungen immer vor eine Buchung ausführlich informieren und beraten lassen, aber auf der AIDAprima ist die Chance besonders hoch, das in dieser Hinsicht keine unüberwindlichen Barrieren auftauchen.

Mein Fazit

Die AIDAprima entspricht in Vielen so gar nicht mehr dem AIDA-Klischee und ist auch für Kreuzfahrer, die AIDA bislang vielleicht gemieden haben, einen genaueren Blick wert – allein schon wegen der faszinierenden Bereiche unterm Foliendach, quasi im Freien aber doch wind- und wettergeschützt.

Kulinarisch mein persönliches Highlight der AIDAprima: das Rossini von Franz Schned
Kulinarisch mein persönliches Highlight der AIDAprima: das Rossini von Franz Schned

Kulinarisch bietet die AIDAprima eine große Vielfalt und hält sehr feine Alternativen für Passagiere bereit, die sich vor allem abends mit Essen vom Buffet nicht anfreunden können. Das Entertainment ist auf sehr hohem Niveau angekommen und bietet Alternativen zum großen Theatrium.

Die AIDAprima hat außerdem einige Plätze, die es durchaus in meine Top-10-Plätze auf Kreuzfahrtschiffen schaffen könnten, würde ich eine solche Liste aufstellen: die großartige Lanai-Bar, der atemberaubende Skywalk und allen voran der Außenbereich am Bug vor der Spray Bar.

Nach meiner Reise auf der AIDAprima von Limassol nach Cadiz bin ich nun sehr gespannt auf die ersten Berichte von Passagieren auf den ersten regulären Kreuzfahrten auf der Westeuropa-Route. Das Schiff ist perfekt auf die See- und Wetterbedingungen dieser Route optimiert, aber wie sich beispielsweise der Beach Club bei warmen Sonnenwetter, ebenso wie bei stürmischer Winterstimmung tatsächlich anfühlt, lässt sich erst im Passagierbetrieb beurteilen.

Anmerkung*: Cruisetricks.de reist auf der AIDAprima auf Einladung von AIDA Cruises.

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