AIDA Club, neue Regeln ab 2023

AIDA Cruises reformiert das Kundentreue-Programm „AIDA Club“

„AIDA Cruises reformiert sein Kundentreue-Programm „AIDA Club“. Ab Mitte Januar 2023 gibt es vier statt fünf Status-Stufen. Anders als bisher sammeln Kunden auch „Seemeilen“-Punkte für Ausgaben im Spa, für Ausflüge, Getränkepakete und Ähnliches. Die Bonus-Leistungen für niedrigere Club-Stufen reduzieren sich jedoch weiter, der höchste Status „Kiss“ ist deutlich schwieriger zu erreichen.

Statt den Status-Stufen Blau, Rot, Gelb, Grün und Gold gibt es im AIDA Club künftig die Stufen Sun, Ocean, Smile und Kiss – mit teils deutlich höheren Mindest-Punktzahlen, bei AIDA „Seemeilen“ genannt. Immerhin ist der Aufstieg von der niedrigsten Stufe „Sun“ in die nächsthöhere Stufe „Ocean“ deutlich schneller möglich. Statt bisher 60.000 sind nun nur noch 30.000 Punkte für die zweite Stufe nötig.

Für „Smile“ sind 100.000 statt für „Gelb“ bisher 90.000 Seemeilen nötig. Um allerdings die höchste Stufe „Kiss“ zu erreichen, sind doppelt so viele Seemeilen nötig wie bisher für „Gold“. Der bislang noch dazwischen liegende Status „Grün“ (120.000-149.999 Seemeilen) entfällt quasi komplett.

Eine Vergleichsrechnung der neuen und der bisherigen Clubstufen von AIDA am Beispiel mehrere Varianten von Innen- über Balkon-Kabine bis Suite finden Sie in der Tabelle in unserem Beitrag „Status- und Stammkunden-Programme der Kreuzfahrt-Reedereien im Detail

Neu ist, dass Kunden je Kreuzfahrt mehr Seemeilen sammeln können. Künftig gibt es nämlich auch Punkte für andere Ausgaben in Zusammenhang mit der Kreuzfahrt, etwa für Spa-Anwendungen, Landausflüge, Getränkepakete, Spezialitätenrestaurants und Ähnliches. Fünf Seemeilen gibt es für jeden ausgegebenen Euro. AIDA Cruises fokussiert das Status-Programm damit stärker auf getätigte Umsätze – ganz ähnlich, wie Fluggesellschaften das zunehmend machen.

Alle Details gibt’s direkt auf der AIDA-Website zum neuen AIDA Club.

Seemeilen sammeln im neuen AIDA Club

Für das Seemeilen-Sammeln als solches ändert sich – mit Ausnahme der Berücksichtigung der zusätzlichen Ausgaben – ändert sich im neuen AIDA Club nichts.

  • Reisedauer 1 – 5 Tage: 1.000 Seemeilen
  • 6 – 9 Tage: 2.000 Seemeilen
  • 10 – 13 Tage: 3.000 Seemeilen
  • 14 – 17 Tage: 4.000 Seemeilen
  • 18 – 22 Tage: 5.500 Seemeilen
  • 23 – 28 Tage: 8.000 Seemeilen
  • 29 – 37 Tage: 10.000 Seemeilen
  • 38 – 52 Tage: 15.000 Seemeilen
  • 52 und mehr Tage: 15.000 Seemeilen plus 250 Seemeilen pro Kreuzfahrttag

Und auch die Multiplikation der Seemeilen je nach Kabinen- und Buchungskategorie von zweifach im Vario/Vario-AI-Tarif bis zu zehnfach für Suiten in der Kategorie Premium/Premium AI ändert sich nichts.

Die bisher gesammelten Seemeilen überträgt AIDA übrigens eine-zu-eins in das neue System. Für einige Blau-Statusinhaber könnte das einen Aufstieg in die zweite Stufe „Ocean“ bedeuten, wohingegen einige Gelb-Mitglieder zu „Ocean“ werden und auch einige Gold-Mitglieder ihren höchsten Status verlieren und nach „Smile“ rutschen.

Bonus-Leistungen für die verschiedenen Status-Stufen

Übewiegend gute Nachrichten bringt das neue System für die zwei höchsten Stufen „Smile“ und „Kiss“ – was im Wesentlichen den bisherigen Stufen Gelb, Grün und Gold entspricht: Für „Smile“ und „Kiss“-Kunden gibt es nämlich zehn Prozent ihrer Umsätze als Bordguthaben, das sogenannte „Gönn-Dir-Guthaben“. Darüber hinaus gibt es in diesen beiden Stufen weitere Leistungen wie Internet-Paket, Priority-Check-in, bevorzugter Gepäckservice und in der höchsten Stufe „Kiss“ das tägliche Club-Frühstück.

Ansonsten jedoch war der AIDA Club in Relation zur Zahl der Kreuzfahrten beziehungsweise getätigtem Umsatz im Vergleich zu den meisten internationalen, insbesondere amerikanischen Reedereien (siehe „Status- und Stammkunden-Programme der Kreuzfahrt-Reedereien im Detail„) schon bisher nicht übermäßig attraktiv. Und daran ändert auch der neue AIDA Club nichts. Die Seemeilen verfallen weiterhin nach fünf Jahren und wirklich geldwerte Leistungen gibt es erst in den schwer zu erreichenden und ebenso schwer zu erhaltenden, höchsten zwei Club-Stufen.

Bei den meisten internationalen Reedereien behalten die Passagiere ihren Status dagegen lebenslang, auch wenn sie eine Weile nicht auf Kreuzfahrt gehen. Bei anderen bleibt der Status und die Punkte zumindest dann vollständig erhalten, wenn der Passagier in einem vorgegebenen Zeitraum mindestens einmal eine Kreuzfahrt bucht.

Im Vergleich zur großen, deutschen Konkurrenz TUI Cruises steht der AIDA Club dagegen gut da. Denn TUI Cruises hat derzeit überhaupt kein formelles Kunden-Treueprogramm.

Ab wann gilt das neue AIDA-Club-System?

Die Status-Einstufung im neue AIDA Club wirkt sich je nach Schiff ab Mitte Februar bis Anfang März aus. Als Starttermine nenne AIDA:

  • 11.02.2023 AIDAblu, AIDAcosma, AIDAluna, AIDAnova, AIDAprima
  • 12.02.2023 AIDAdiva, AIDAsol
  • 16.02.2023 AIDAperla
  • 17.02.2023 AIDAstella
  • 20.02.2023 AIDAaura
  • 04.03.2023 AIDAmar
  • 05.03.2023 AIDAbella

3 Kommentare

3 Gedanken zu „AIDA Cruises reformiert das Kundentreue-Programm „AIDA Club““

  1. Was soll dieser Mumpitz? Den Stammgästen wird vor den Kopf gestoßen, nur weil einer in Rostock das Rad neu erfinden will. Altes und Gut bewertes zu ändern, macht keinen Sinn, es wird wohl Zeit, die Mitbewerber zu buchen, AIDA geht’s scheinbar zu gut….

  2. Ich ärgere mich über diese neue Regelung sehr. Den Stammgästen wird kräftig vor dem Kopf gestoßen. Leider muss ich meine gebuchte Reise im März antreten, aber danach ist Aida für mich tabu . Da wird wohl wieder einer eine Prämie für den Vorschlag bekommen haben. So vergrault man auch seine Stammgästen.

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