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Norwegian Cruise Line

Norwegian Cruise Line stellt erstes Hygiene-Konzept vor

Norwegian Cruise Line hat als eine der ersten Hochseekreuzfahrt-Reedereien ein Konzept mit konkreten Maßnahmen zu Hygiene und Infektionsschutz an Bord der NCL-Kreuzfahrtschiffe vorgestellt. Klimaanlagen-Filter, Buffets ohne Selbstbedienung, viel Desinfektion sowie „Social Distancing“ sind einige der wesentlichen Punkte des Plans. Im Detail ist vieles aber noch offen und soll gemeinsam mit den Gesundheitsbehörden genauer ausgearbeitet werden.

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Von Mund-Nasen-Schutz oder Einbahnstraßenregelungen für Kabinengänge ist in dem jetzt veröffentlichten Konzept übrigens nicht die Rede, anders als beispielsweise bei Flusskreuzfahrt-Reedereien in Deutschland – siehe unser Beitrag „Mundschutz und Einbahnstraßen: Wie eine Kreuzfahrt zu Corona-Zeiten aussehen könnte“.

Die Gesundheits-FAQ von NCL sagen an vielen Stellen aber auch deutlich, dass die Reederei in vielen Punkten noch in Abstimmung mit der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC und anderen Behörden ist, um die genauen Regeln und Abläufe zu definieren.

Folgende Punkte sind wichtige Ecksteine des Infektionsschutz-Konzepts, das Norwegian Cruise Line jetzt vorgestellt hat:

„Social Distancing“

Reduzierte Passagierzahl, beschränkte Zugang zu öffentlichen Räumen an Bord, aber Aufrechterhaltung alle Angebote an Bord. Bei der Einschiffung soll stärker auf Online-Check-in gesetzt und im Terminal Abstände eingehalten werden. Auch wird es feste Boarding-Zeiten je Passagier geben, um den Andrang bei der Einschiffung zu entzerren.

Buffets und Getränkestationen mit Bedienung

Buffets und Getränkestationen sollen mit ausreichen Personal ausgestattet werden, um die Bassagiere dort zu bedienen. Selbstbedienung wird es in den Restaurants vorerst nicht mehr geben.

Mehrfaches, kontaktloses Fiebermessen

Temperaturmessungen vor der Einschiffung sowie Ausschiffung, bei der Rückkehr von Landausflügen, vor allen Besuchen von Restaurants, Aktivitäten in öffentlichen Einrichtungen. Bei der Besatzung soll ebenfalls mehrmals täglich die Temperatur gemessen werden.

Für die Einschiffung prüft NCL derzeit, inwieweit Covid-19-Tests durchgeführt werden können.

Höherer Desinfektionsaufwand

Öffentliche Bereiche und Kabinen sollen häufiger gereinigt sowie mit HOCL-Spray (Hypochlorsäure, ein ungiftiges Oxidationsmittel) desinfiziert werden.

Es soll mehr Desinfektions-Stationen überall am Schiff geben, die Passagiere vor Betreten der Restaurants zum Händewaschen angehalten werden.

Neue Filter für die Klimaanlagen an Bord

Die bisherigen Filter der Klimaanlagen werden ersetzt durch Filter nach dem medizinischen Standard „H13 HEPA“, die Covid-19-Viren gegebenenfalls zuverlässig filtern. Es sollen dabei 99,95 Prozent aller Schwebstoffe mit einer Größe ab 0,1 Mikrometer gefiltert werden. Das Virus hat laut NCL eine Größe von 0,125 Mikrometer.

Ausstattung der medizinischen Einrichtungen

Das Bordhospital soll mit Testsets für Covid-19-Tests ausgestattet werden, außerdem – soweit verfügbar – mit Medikamenten zur Behandlung von Covid-19 sowie Beatmungsgeräten ausgestattet werden. Ein „Public Health Officer“, eine neu geschaffene Stelle, soll auf jedem Schiff die Maßnahmen zum Infektionsschutz und Reinigung überwachen und steuern.

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4 Kommentare

4 Gedanken zu „Norwegian Cruise Line stellt erstes Hygiene-Konzept vor“

  1. Naja…
    …social Distancing auf einer Kreuzfahrt?
    Was mache ich jetzt mit der deutlich jüngeren, geilen Spanierin, die mich auf der Horizon an der Bar – schon fast mit Gewalt – auf die Tanzfläche gezerrt hat, als das Trio Flamenco del Sur frühmorgens wieder mal loslegte?
    Una Sevilliana por favor…
    …seit 20 Jahren habe ich eine portugiesische Freundin – die Spanierin wäre aber auch nicht schlecht gewesen.
    Nur: wie geht das dann mit Social Distancing?
    Ich komm‘ nicht drauf…
    …P.S.: Pullman immer gerne wieder, preiswert, gut, Lebensfreude pur.
    Oberküchenchef der Reederei ist José Cruz Mas, immerhin 3 Sterne im Guide Michelin. der ist Katalane aus Barcelona.
    Vorgänger war Paco Roncero – immerhin 2 Sterne im Guide Michelin.
    Von diesen Kaliber gibt es in ganz Deutschland gerade mal 11 Leute – bei Phönix z. B. kocht eher der Dackel aus der Dorfkneipe.

  2. @Werner Wöhrle: Ich kann immer wieder nur die Gegenfrage stellen: Warum sollte das am Schiff anders sein als an Land? Hier wie da wird es auch Schwierigkeiten beim Social Distancing geben und ich sehe da einfach keinen Unterschied, der ein Infragestellen der Kreuzfahrt aus diesem Grund rechtfertigen würde. Es ist kein Kreuzfahrt-Thema, sondern ein gesamtgesellschaftliches.

  3. Ich frage mich eher wie das mit Fieber messen bei Aktivitäten in öffentlichen Einrichtungen gehen soll? Bei den meißten Schiffen sind die öffentlichen Bereiche,wo Aktivitäten statt finden, nicht klar getrennt. Je nach dem welchen Weg ich laufe,um von A nach B zu kommen,komme ich evtl. an mehreren Veranstaltungen vorbei.Muss ich mich dann jedes mal in eine Schlange stellen,um Fieber gemessen zu bekommen,obwohl ich ja nur durch will und nicht rein bzw. dabei bleiben?
    Ich kann mir das in der Praxis noch nicht so wirklich vorstellen.
    Der rest klingt ja praktikabel und durchdacht.

  4. @Martin: Es kommen gerade fast täglich Meldungen über neue Systeme, bei denen Temperatur automatisch mit Kamera-Systemen erfasst werden. Ansonsten hatte ich noch vor dem Shut-Down bei der Einreise nach Chile schon solche Temperaturmessungen und das geht selbst bei Einzelmessung individuell von Hand sehr schnell, etwa so, wie jetzt schon beispielsweise das Einlesen der Kabinenkarte beim Betreten des Theaters. Ich denke, das wird sich dann an Bord auch zeigen, ob da wirklich bei jedem Trivia-Spiel in der Pianobar Fieber gemessen wird, oder ob sich das nur auf größere Veranstaltungen wie Theater-Show, Bingo in einer großen Lounge o.ä. bezieht.

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