Feuerwerk für die Vasco da Gama

Vasco da Gama: Tauf-Impressionen und erste Bilder zum Schiff

Transoceans neues Flaggschiff Vasco da Gama ist getauft. Die Sängerin Annett Louisan ließ am Sonntag, 9. Juni 2019, als Taufpatin eine Flasche Champagner am Bug des Schiffs zerschellen. Cruisetricks.de war in Bremerhaven dabei und hat Impressionen von der Taufe und vom Schiff selbst mitgebracht.

Taufe mitten auf der Weser: Für die Feierlichkeiten an Bord legte die Vasco da Gama am Abend in Bremerhaven ab und bezog Position auf dem Fluss etwa auf Höhe des Zoos am Meer und dem Klimahaus. Für Zaungäste übertrug Transocean die Feierlichkeiten auf große Leinwände am Ufer an der Seebäderkaje.

Taufpatin Annett Louisan
Taufpatin Annett Louisan

Nachdem Annett Louisan die Champagnerflasche am Bug zum Platzen brachte, gab’s ein Feuerwerk. Die musikanische Begleitung an Bord der Vasco da Gama kam von Kai Wingenfelder und Christof Steinschneider, der Band „Fury in the Slaughterhouse“, inklusive einem Überraschungs-Song der Band zusammen mit der Taufpatin Annett Louisan. Moderiert wurde die Tauffeier von Uwe Bahn.

Feuerwerk für die Vasco da Gama
Feuerwerk für die Vasco da Gama

Am Tag nach der Taufe bricht die Vasco da Gama zu ihrer Taufreise auf, die für zehn Tage in die Fjord-Landschaft Südnorwegens führt. Taufpatin Annett Louisan wird schon am 13. August 2019 wieder an Bord ihres Schiffs sein. Sie ist einer der Stars der fünftägigen Eventkreuzfahrt „Stars at the Sea“ mit Matthias Reim und Nico, die von Kiel Kopenhagen und Göteborg führt.

Fakten zur Vasco da Gama

Vasco da Gama in Bremerhaven
Vasco da Gama in Bremerhaven

Tonnage: 55.877 – Abmessungen: 219,21 Meter lang, 30,80 Meter breit, 7,72 Meter Tiefgang –Indienststellung: 1993 – Bauwerft: Fincantieri, Monfalcone – Flagge: Bahamas – Crew: 557 – Passagiere: max. 1.150 – Kabinen: 630 (davon 100 für Alleinreisende), 149 Suiten und Kabinen haben einen Balkon.

Die Vasco da Gama ist das sechste Schiff der Transocean/CMV-Flotte und wurde Anfang April 2019 in Singapur von P&O Cruises Australia übernommen. Gebaut wurde das Schiff für Holland America Line als Statendam, P&O Cruises übernahm es 2015 als Pacific Eden.

Der Neuzugang wird neben den CMV-Schiffen Columbus (1.400 Passagiere) und Magellan (1.300 Passagiere), Marco Polo (800 Passagiere), Astor (578 Passagiere) und Astoria (550 Passagiere) das sechste Schiff der CMV-/Transocean-Flotte.

Promenadendeck
Promenadendeck

Mit der Vasco da Gama will sich Transocean auch jüngeren Zielgruppe und speziell Familien erschließen: Kinder bis 11 Jahre fahren bei den Eltern kostenlos mit. Außerdem gibt es ein günstiges Getränkepakete für Kinder: Für sechs Euro pro Tag sind dabei heiße Schokolade, alle Softdrinks pro Glas sowie alkoholfreie Cocktails enthalten und es gibt 25 Prozent Rabatt im Eis-Shop. Kinder zwischen 11 und 17 zahlen für das Paket 11 Euro.

Teensclub-Aussenbereich
Teensclub-Aussenbereich

Der Name „Vasco da Gama“

Vasco da Gama war ein portugiesischer Seefahrer und lebte von 1490 bis 1550. Er ist der Entdecker des südlichen Seewegs um das Kap der Guten Hoffnung nach Indien und wurde später sogar Vizekönig von Portugiesisch-Indien. In Indien starb Vasco da Gama auch, nur drei Monate nach Ankunft bei seiner dritten Indien-Reise an einer Infektion.

Waterfront-Restaurant
Waterfront-Restaurant

Vasco da Gamas sterbliche Überreste liegen heute in einem Ehrengrab im Hieronymus-Kloster von Belem nahe Lissabon. Sein Grab liegt ganz in der Nähe der Gräber der Könige Manuel I. und Johann III., denen er zu Lebzeiten gedient hatte.

Neben dem Kreuzfahrtschiff sind auch noch einige andere Bauwerke und Orte nach Vasco da Gama benannt: eine Stadt in Indien, ein Krater am Mond, eine Brücke, ein Einkaufzentrum und ein Hochhaus in Lissabon, mehrere Fußballvereine weltweit und auch eines der größten Saugbagger-Schiffe, das unter anderem bei Bau der Palminsel in Dubai zum Einsatz kam.

Fahrtgebiete der Vasco da Gama

Im Sommer fährt die Vasco da Gama von Bremerhaven und Kiel aus Routen im Nordland bis nach Island und Spitzbergen, nach Großbritannien und Irland sowie in die Ostsee. Für die Winter-Saison 2019/20 macht sie dann eine lange Reise nach Australien, wo sie von Dezember bis März im Wesentlichen ab Freemantle und Adelaide fährt, um im Frühjahr wieder zurück nach Europa zu kommen.

Anmerkung*: Cruisetricks.de war auf der Taufe der Vasco da Gama auf Einladung von Transocean.
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2 Kommentare zu “Vasco da Gama: Tauf-Impressionen und erste Bilder zum Schiff

  1. Das sieht ja richtig klasse aus.
    Hier habe ich gerade einen Bericht gesehen, da sieht es hinter den Kulissen im Crew Bereich aber nicht so schön aus. Das ist schon traurig, wenn es zwei so unterschiedliche Welten auf einem Schiff gibt.
    Mir ist es schon klar, das der Bereich für die Crew nicht so Luxuriös und schön ist wie der Bereich für die Passagiere, aber etwas bessere Zustände hat die Crew schon verdient. Schließlich leben und arbeiten sie mehrere Monate am Stück auf so einem Schiff.

    http://crew-center.com/cruise-ship-hell

  2. Solche Berichte lassen sich leider sehr schwer bis gar nicht verifizieren. Ich will keine inhaltliche Aussage dazu treffen, weil man’s eben nicht verifizieren kann, aber ein paar Relativierungen machen, um so etwas besser einschätzen zu können. Meiner journalistischen Erfahrung über sehr viele Jahre hinweg haben mich immer wieder gelehrt, dass man Dinge nachprüfen muss, bevor man sie für bare Münze nimmt. Zu oft gibt es eine „hidden agenda“ hinter solchen Berichten: Sei es, dass ein Crew-Mitglied, das sie ungerecht behandelt fühlt, seinem Ex-Arbeitgeber eines auswischen will und entsprechend übertreibt oder sogar Dinge erfindet; sei es, dass ein Medium aus Eigenmotivation ein Thema falsch oder zumindest fahrlässig falsch darstellt; selbst gezielte Fälschungen kommen durchaus vor – also z.B., dass die Fotos gar nicht von diesem Schiff stammen. All das lässt sich hier leider nicht nachprüfen. Was nicht heißen soll, dass solche Eventualitäten hier zutreffen, das will ich damit keinesfalls unterstellen; sondern lediglich aufzeigen, dass es auch anders sein *kann* und man nicht automatisch davon ausgehen kann, dass es stimmt, was da steht. Insofern hat der Bericht leider wenig faktische Aussagekraft.

    Skeptisch sollte man bei solchen Berichten aber auch aus einem anderen Grund sein: Am Arbeitmarkt für Crew-Mitglieder herrscht seit einiger Zeit extremer Mangel, die Reedereien finden kam noch qualifizierte Crew. Wer solche Bedingungen anbietet, würde seine Crew regelmäßig sehr schnell verlieren, weil die Leute einfach woanders anheuert, wo die Bedingungen besser sind. Insofern ist es interessant, mal die Fluktuation bei der Crew zu beobachten, soweit das möglich ist. Das ist ein ganz guter Indikator. Wenn man also relativ viele Crew-Mitglieder trifft, die schon seit längerem bei der Reederei bzw. auf dem Schiff arbeiten (also mehr als eine Vertragsdauer), wäre das eher ein Indiz dafür, dass das Geschilderte falsch oder übertriebene Einzelbefindlichkeit ist. Aber wie gesagt: Das alles theoretisch und allgemein gesprochen, weil es im konkreten Fall erst einmal nicht nachprüfbar ist.

    Völlig einige sind wir uns inhaltlich, dass die Crew zumindest akzeptable Bedingungen verdient und dass das Geschilderte, wenn es denn zutrifft, ganz sicher nicht akzeptabel ist.

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