Venedig: Verbot großer Kreuzfahrtschiffe bleibt

(aktualisiert - News vom 11.08.2014) von
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Kreuzfahrthafen Venedig (Bild: Carmen Winkler)
Kreuzfahrthafen Venedig (Bild: Carmen Winkler)

Es bleibt beim Verbot großer Kreuzfahrtschiffe in Venedig: Bei einem Treffen ranghoher Politiker und Verwaltungsbeamter wurde beschlossen, ein zwischenzeitlich ausgesetztes Dekret der italienischen Umweltministers wieder einzusetzen, dass von 1. Januar 2015 keine Fahrten von Kreuzfahrtschiffen mit einer Tonnage von mehr als 96.000 BRZ mehr durch den Giudecca-Kanal vorbei am Markusplatz in Venedig zulässt.

Update: Inzwischen wurde die Verordnung zum Verbot großer Kreuzfahrtschiffe in der Lagune von Venedig von einem Gericht aufgehoben, die Begrenzung gilt also aktuell (letzte Aktualisierung: Oktober 2015) nicht mehr.

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Faktisch ändert dieser Beschluss an der Realität wenig, denn die im Branchenverband CLIA zusammengeschlossenen Reedereien – das sind nahezu alle – halten sich ohnehin bereits freiwillig an die Regelung, haben ab 2015 die ganz großen Schiffe aus der Routenplanung für Venedig herausgenommen und durch kleinere Schiffe ersetzt. Für den Schadstoff-Ausstoß der Kreuzfahrtschiffe gibt es mit dem „Venice Blue Flag II“-Abkommen ohnehin schon sehr strikte Regeln, die bereits seit April 2013 gelten.

Hauptgrund für das hochrangige Treffen der vergangenen Woche war jedoch, das weitere Vorgehen für eine alternative Anfahrtsroute von Kreuzfahrtschiffe nach Venedig zu beschließen. Ergebnis: Die Behörden werden im Eiltempo eine Umweltverträglichkeitsprüfung für den Bau eines neuen Zufahrtskanals zum Kreuzfahrthafen durchführen, um den Bau der geschätzt rund 115 Millionen Euro teuren Fahrrinne möglichst schnell in Angriff nehmen zu können. Für das nötige Ausbaggern des Contorta-S.-Angelo-Kanal wird eine Bauzeit von rund 18 Monaten gerechnet.

Erst wenn diese alternative Zufahrt zum Kreuzfahrthafen von Venedig fertiggestellt und benutzbar ist, soll dann ein komplettes Verbot größerer Kreuzfahrtschiffe über 40.000 BRZ für den Giudecca-Kanal gelten – frühestens also in zwei Jahren.

Bis dahin gilt das Verbot von Schiffen größer als 96.000 BRZ sowie schon seit 1.Januar 2014 die Reduzierung der Durchfahrten von Schiffen mit einer Tonnage über 40.000 BRZ durch den Giudecca-Kanal pauschal um 20 Prozent. Dies ist bereits umgesetzt, betrifft aber hauptsächlich den Fähr-Verkehr und nur in sehr geringem Umfang die Kreuzfahrt.

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