Rooftop Garden und Schornstein der Celebrity Edge

Werftbesuch bei der Celebrity Edge: Eindrücke, Bilder, Neuigkeiten

In Saint Nazaire bekommt die Celebrity Edge ihren letzten Schliff: Rund sechs Wochen vor ihrer offiziellen Fertigstellung hatte ich Gelegenheit, das Schiff in der Werft Chantiers de l’Atlantique in Saint Nazaire zu besichtigen. Mitgebracht habe ich erste Eindrücke, viele Bilder – inklusive interaktiver 360-Grad-Ansichten – und auch ein paar neue Details zum Schiff.

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Dramaturgisch passender geht es kaum: Als wir morgens zur Werft kommen, herrscht dichter Nebel. Die Celebrity Edge ist kaum zu erkennen, obwohl sie nur wenige Meter vor uns an der Ausrüstungspier liegt. Doch während Celebrity-Cruises-CEO Lisa Lutoff-Perlo, Werft-Chef Laurent Castaing und RCCL-CEO Richard Fain Details zum Bau des Schiffs präsentieren, lichtet sich der Nebel. Pünktlich zum Beginn der Besichtigungstour leuchtet die Celebrity Edge in der schönsten Morgensonne.

Zusammen mit anderen Journalisten besuche ich die Celebrity Edge 49 Tage vor dem geplanten Fertigstellungstermin. Natürlich wir überall noch gebaut. Wir tragen Helme und Schutzbrillen. Aber an manchen Stellen wird auch schon Messing auf Hochglanz poliert, fertig verlegte Teppiche sind mit Schutzfolien abgedeckt, Einrichtung und Wandverkleidung zum Schutz für Kratzern und Staub abgehängt.

Celebrity Edge in der Werft in Saint Nazaire
Celebrity Edge in der Werft in Saint Nazaire

Trotzdem kann man sich an vielen der wesentlichen Stellen an Bord der Celebrity Edge schon vorstellen, wir die Räume später einmal wirken werden. Die Kabinen sind schon zu 80 Prozent eingebaut und – bis auf das Bettzeug – komplett fertig.

Planung vollständig in 3D am Computer

Die Celebrity Edge ist laut Reederei das erste Schiff, das komplett in 3D am Computer konstruiert wurde. Das klingt nach ganz normalem, technischem Fortschritt, hat aber für die Schiffsarchitektur große Bedeutung. Am deutlichsten wird das an der Raumhöhe in vielen öffentlichen Bereichen der Celebrity Edge.

RCCL-CEO Richard Fain erklärt die Block-Bauweise der Werft
RCCL-CEO Richard Fain erklärt die Block-Bauweise der Werft

Zwar hat die Reederei ohnehin schon mehr Raumhöhe geplant und das Schiff dafür insgesamt höher gemacht. Aber die Planung am Computer spart auch viel Raum in den Zwischendecken ein. Statt vorsorglich Platz für Kabel und Rohre für Wasser und Klimaanlagentechnik freizuhalten, plant man all diese Elemente bereits fest mit ein und kann damit den Platzbedarf stark optimieren, erklärt RCCL-CEO Richard Fain während der Schiffsführung in der Werft.

am Computer geplante Zwischendecke spart viel Platz
am Computer geplante Zwischendecke spart viel Platz

Bis zu einem knappen Meter Raumhöhe habe man an manchen Stellen damit gewonnen. Auch sind die Decken nicht überall eben, sondern nutzen freien Raum im Zwischenraum zusätzlich für anders geformte Decken aus, was den optischen Raumeindruck noch erhöht.

Buffet-Restaurant mir enormer Deckenhöhe
Buffet-Restaurant mir enormer Deckenhöhe

Besonders auffällig ist die großzügige Deckenhöhe im Buffet-Restaurant Oceanview Café auf Deck 14, sowohl im Innen- als auch im Außenbereich am Heck. Unterstützt wird die Wirkung hier noch durch riesige Fensterfronten.

1:1-Modell der Grand Plaza

3D-Modelle und Virtual Reality können dennoch nicht alles Traditionelle ablösen. Das zeigt sich am Beispiel des großen „Grand Plaza“-Atriums, das sich über drei Eben von Deck 3 bis 5 erstreckt. Um sich genau vorstellen zu können, wie dieser Raum wirkt, hat die Werft für Celebrity Cruises in einer Bauhalle ein vollständiges Modell im Maßstab 1:1 gebaut – 30 x 30 x 30 Meter groß.

So soll die Grand Plaza am fertigen Schiff aussehen ... (Bild: Celebrity Cruises)
So soll die Grand Plaza am fertigen Schiff aussehen … (Bild: Celebrity Cruises)
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Das habe sehr geholfen, sich diesen zentralen Platz des Schiff und seine optische Wirkung wirklich gut vorstellen zu können und um dann eben Details zu ändern und anzupassen, erzählt Richard Fain während der Schiffstour.

Runde Martinibar im Zentrum der Grand Plaza

Im Zentrum der Grand Plaza steht die große Martini Bar mit rundem Bartresen. Über ihr prangt eine enorme Lichtinstallation, deren Ausläufer sich über die gesamte Decke der Grand Plaza erstrecken und in unterschiedlichen Mustern leuchten.

... und so sieht die Grand Plaza aktuell in der Werft aus.
… und so sieht die Grand Plaza aktuell in der Werft aus.

Die Martini Bar liegt etwas höher als das Café und auf der gegenüber liegenden Seite führt eine noch etwas höhere Ebene zu den Treppen. Das gibt dem Raum Dynamik und verbindet Deck 2 und 3 optisch miteinander, weil kaum ein harter, optischer Bruch durch lange Treppen entsteht.

Rund um die Grand Plaza sind auf den beiden höheren Decks Spezialitäten-Restaurants angesiedelt wie das für Celebrity Cruises neue Steakhaus „Fine Cut“, das Sushi- und Seafood-Restaurant „Raw on Five“, das „Le Grand Bistro“ und das Café al Bacio. Neben der Martini Bar auf Deck 3 gibt es außerdem ein weiteres Café, „Grand Plaza Café“. Auffällig sind hier die sehr großflächigen Fenster in den Restaurants.

Wandverkleidungen aus Stoff dämpfen den Schall, Abluftgitter haben eine geschwungene Form bekommen, statt ganz profan viereckig zu sein. An vielen Stellen erkennt man bereits mitten in der Baustelle solche Details, die dem Schiff nicht nur an der Grand Plaza ein besonders Flair verleihen sollen.

Kabinen mit Infinite Veranda

Für die neuartigen Kabinen mit „Infinite Veranda“ hat Celebrity Cruises gemeinsam mit der Werft die gesamte Schiffsarchitektur umgekrempelt und die tragende Konstruktion ganz nach außen verlegt – das habe ich im Beitrag „Infinite Balcony wird Teil der Kabine“ bereits ausführlich beschrieben.

Kabine mit Infinite Veranda
Kabine mit Infinite Veranda

Auf den ersten Blick wirkt die Kabine gar nicht so ungewöhnlich. Der große Unterschied aber ist der zusätzliche Platz, den man jenseits der üblichen Schrank-Bett-Sofa-Anordnung hat. Denn hier folgt nicht dicht die Balkon-Schiebetür. Stattdessen sind die Falt-Glastüren seitlich weggeklappt, sodass hier viel mehr Platz ist. Erst, wenn man das Fenster über die ganze Kabinenbreite per Knopfdruck absenkt, entsteht quasi erst der Balkon – wahlweise offen zur Kabine oder mit den Falttüren abgetrennt. Das ist ungewohnt, aber viel flexibler als eine herkömmliche Balkonkabine. Und bietet auch bei kaltem und schlechtem Wetter einen dann voll verglasten Balkon.

Einen ungeahnten, positiven Nebeneffekt haben die Glasfronten der Infinite Verandas übrigens auch noch: Sie reduzieren im Vergleich zu offenen Balkonen den Windwiderstand des Schiffs und helfen damit in geringem Umfang, Treibstoff zu sparen – beziehungsweise den höheren Windwiderstand auszugleichen, der durch den Magic Carpet entsteht.

Magic Carpet: größer als erwartet

Über den Magic Carpet haben wir schon ausführlich und viel geschrieben. Auch ein 1:1-Modell hatte Celebrity Cruises bei der Präsentation der Celebrity Edge im Februar 2017 in Miami schon präsentiert. Dennoch ist die Idee so ungewöhnlich, dass man sich den Magic Carpet nur schwer vorstellen konnte.

Magic Carpet
Magic Carpet

Jetzt, in der Realität, fühlt sich der „fliegende Teppich“ an der Backbordseite des Schiffs viel größer an als erwartet und auch größer, als er von außen wirkt. Er ragt seitlich doppelt so weit über die Bordwand hinaus wie die Brücke und gewährt damit einen großartigen Blick seitlich aufs Schiff und hinab aufs Meer. Auf See dürfte das noch imposanter sein als in der Werft.

Magic Carpet
Magic Carpet

Die Glasverkleidung ist Wind-optimiert vorne hochgezogen, seitlich bei an den Restaurant-Tischen dann aber so niedrig, dass man auch im Sitzen über die Glasbrüstung blickt. Das Mittagessen am Magic Carpet auf Deck 14 nach der Schiffsführung hat definitiv Lust nach mehr gemacht.

Der Magic Carpet wechselt je nach Tageszeit und Verwendung seine Position zwischen Deck 14 (als Restaurant am Resort Deck), Deck 5 (Erweiterung des „Raw on Five“) und Deck 2 (Tender-Ausstieg „Destination Gateway“). Als Passagier mitfahren wird man übrigens bei den Positionswechseln nicht können.

Die einseitigen, knapp 90 Tonnen Gewicht des Magic Carpet gleicht die Celebrity Edge übrigen unter anderem durch eine veränderte Anordnung im Maschinenraum aus – eine der fünf Maschinen wurde weiter au die gegenüberliegende Seite versetzt.

Tenderboote: mehr Ausflugsschiffe als Rettungsboote

Über die Tender- und Rettungsboote verliere ich bei der Vorstellung eines neuen Kreuzfahrtschiffs typischerweise kein Wort. Sie sind eben da, erfüllen ihren Zweck zum Tendern und hoffentlich nie als Rettungsboote. Auf der Celebrity Edge gibt es neben herkömmlichen Rettungsbooten aber acht völlig neu konzipierte Boote, die als Tenderboote optimiert sind.

Tenderboot
Tenderboot
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Diese Tenderboote erinnern kaum noch an herkömmliche Rettungsboote. Sie sind bequeme, großzügig wirkende Ausflugsschiffe mit breitem Mittelgang und weichen Klappsesseln. Ausgestattet mit starken Motoren erreichen sich höhere Geschwindigkeiten als typischerweise bei Rettungsbooten und reduzieren so die Tenderzeiten. 132 Passagiere haben im Tenderbetrieb jeweils Platz, im Rettungsboot-Einsatz würden 223 Personen Platz finden.

Tenderboot
Tenderboot

Deutlich angenehmer wird das Tendern zusätzlich durch den Magic Carpet, der als Tenderplattform auf Deck 2 abgesenkt wird und ein sehr komfortables Einsteigen erlauben soll. Und auch Gedränge in engen Kabinen im Bauch des Schiffs vor dem Tendern wird es auf der Celebrity Edge wohl nicht mehr geben, denn der Raum vor der Tenderplattform – das sogenannte „Destination Gateway“ – ist sehr großzügig angelegt.

„Resort Deck“ statt Pooldeck

Noch deutlich Baustellen sind die Außenbereiche der Celebrity Edge. Für die Vorstellung, wie sie im fertigen Zustand aussehen werden, ist viel Fantasie gefragt. So auch das „Resort Deck“, das Celebrity Cruises nicht mehr „Pooldeck“ nennen will. Denn der Bereich mit dem Hauptpool ist nicht mehr auf den Pool in der Mitte fokussiert, sondern nach außen – also wie bei einem Strandressort an Land mit Blick aufs Meer.

Resort Deck - Pooldeck
Resort Deck – Pooldeck

Der Pool liegt mittig um etwas zwei Meter erhöht. Von dort ist das Deck terrassenartig zur Steuerbordseite hin abgestuft, sodass der Blick nach außen aufs Meer nirgendwo verstellt ist. Zum Meer hin schließt das Deck mit einer zwei Deck hohen Glasfront ab. Für den Pool hat die Celebrity Edge übrigens eine Anleihe bei den Neubauten der Schwester-Reederei TUI Cruises genommen: Er ist satte 25 Meter lang.

Statt Whirlpools erhöht seitlich an den Pool anzusetzen, hat Celebrity Cruises zwei Whirlpools in Martiniglas-Form bauen lassen, die zwei Decks über dem Pool schweben. Der Zugang zu den Whirlpools liegt auf Deck 16. Damit wirkt der eigentliche Poolbereich großzügiger und ist weniger verbaut.

Quasi die Rückseite des Poolszenarios bilden die riesigen Cabanas auf der Backbordseite, hinter denen sich der Zugang zum Magic Carpet verbirgt.

Pooldeck der Celebrity Edge (Rendering: Celebrity Cruises)
Pooldeck der Celebrity Edge (Rendering: Celebrity Cruises)

Erinnerungen an TUI Crusies werden auch bei der Joggingbahn wach. Sie führt nicht mehr als Hürdenlauf an den Sonnenliegen vorbei, sondern hat eine eigene Streckenführung bekommen, mit gewisser Ähnlichkeit zur neuen Mein Schiff 1. Die dedizierte Joggingbahn führt nahe des Pools über einer Rampe von Deck 15 zum Deck 16 hinauf.

Solarium mit Foliendach

Zum Resort Deck gehört auch das Solarium, der überdachte Pool der Celebrity Edge. Ungewöhnlich ist hier vor allem das Dach: Es besteht aus ultraleichtem Folienmaterial, wie bislang nur von der AIDAperla, AIDAprima und AIDAnova bekannt.

Solarium
Solarium

Der Bereich unter dem darüber liegenden Deck ist ungewöhnlich hoch, die Glasfront reicht bis zum Boden und ist entsprechend großflächig.

Solarium
Solarium

Eden Lounge: fast gänzliche Auflösung der Deck-Struktur

Am schwersten fällt zum aktuellen Baufortschritt beim Werftbesuch noch die Vorstellung der Eden Lounge am Heck der Celebrity Edge. Denn angesichts der rohen Stahlkonstruktionen und hoher Stapel von Baumaterialien will sich das besondere Ambiente natürlich noch nicht einstellen, dass Celebrity Cruises hier erzeugen will.

So soll die Eden Loung aussehen ... (Rendering: Celebrity Cruises)
So soll die Eden Loung aussehen … (Rendering: Celebrity Cruises)

Dennoch: Mit etwas Fantasie bekommt man einen ersten, imposanten Eindruck des Raums. Die Grundidee stammt vom „two70“ der Quantum-Class-Schiffe von Royal Caribbean International. Anders als auf der Quantum Class ist die Eden Lounge aber nicht als Showbühne konzipiert, sondern gleicht eher einem belebten, modernen Dorfplatz mit unterschiedlichen Verwendungen mit Restaurant, Bar, für Events, Workshops, zum Relaxen und Genießen der Aussicht durch die enorme Glaskonstruktion am Heck, die rund 650 Quadratmeter Glasfläche hat.

... und so wirkt die Eden Lounge aktuell in der Werft.
… und so wirkt die Eden Lounge aktuell in der Werft.

Und auch ein weiteres, wesentliches Merkmal der Eden Lounge ist schon erkennbar: Die Aufteilung in verschiedene Decks löst sich nahezu vollständig auf. Die Lounge staffelt sich auf so viele Ebenen, dass die drei Decks hohe Lounge wie eine einzige, große Einheit wirkt.

Eden Lounge
Eden Lounge

Dazu trägt auch die Flanier-Rampe mit Sitzbänken entlang des Wegs bei, die entlang der wabenartigen Glasfront von Deck 5 hinauf auf Deck 6 führt.

Theater

Erst kürzlich hat Celebrity Cruises das Konzept fürs Theater der Celebrity Edge vorgestellt. Bei unserem Besuch in der Werft fehlen noch die riesigen Projektionsleinwände. Aber auch ohne diesen Aspekt wird deutlich, wie sich das Show-Entertainment auf diesem Schiff verändern wird.

Theater der Celebrity Edge (Bild: Celebrity Cruises)
Theater der Celebrity Edge (Bild: Celebrity Cruises)

Denn die runde Bühne mitten im Zuschauerraum bringt die Tänzer, Artisten und Sänger mitten hinein, das Publikum sitzt beinahe rund herum.

Theater
Theater

Rooftop Garden

Ein Bereich, der wie die Eden Lounge stark vom Ambiente, von den Menschen und vom Entertainment leben wird, ist der Rooftop Garden. Er ist eine Fortentwicklung der Lawn-Club-Idee der Solstics-Class-Schiffe.

Rooftop Garden
Rooftop Garden

Auf echten Rasen verzichtet die Celebrity Edge, dafür wird aber viel mit Echtholz gearbeitet, vom Boden bis zu großen, geschwungene Holzbänken, es soll echten Pflanzen geben, eine Videoleinwand und baumartige Skulpturen mit integrierten Mini-Bühnen für einzelne Musiker.

Rooftop Garden
Rooftop Garden

Was sonst noch auffällt …

Ein Aspekt fällt bei der Besichtigung in der Werft möglicherweise sogar mehr auf, als man es später als Passagier am fertig gestalteten Schiff bewusst wahrnehmen wird: An vielen Stellen sind die Decks auf mehreren, abgestuften Ebenen angelegt. Bei der Eden Lounge und der Grand Plaza habe ich das bereits angesprochen. Und auch am Resort Deck nutzt Celebrity Cruises diesen Ansatz, um die Orientierung zum Meer hin zu betonen.

Schornstein in X-Form

Grandios ist die Idee, die CEO Lisa Lutoff-Perlo zugeschrieben wird, den Schornstein in X-Form zu gestalten und damit Bezug zu nehmen auf die Herkunft der Reederei von der griechischen Chandris Line. Auf den bisherigen Celebrity-Schiffen prangt ein großes, weißes „X“ seitlich an den Schornsteinen.

Rooftop Garden
Rooftop Garden

Reizvolle Details

Reizvolle Details sollen sich überall am Schiff finden – viele davon sind jetzt in der Werft so noch nicht zu erkennen. Ein solcher versteckter Gag ist eine Stelle in einem Gang nahe der Grand Plaza, an der sich die Wandverkleidung öffnet.

Gang mit offener Wand
Gang mit offener Wand

Die Wandpanele sind hier einfach ein wenig verdreht, sodass sie den Blick frei geben auf die rohe Stahlkonstruktion des Schiffs dahinter.

Celebrity Edge in der Werft in interaktiven 360-Grad-Bildern

Noch besser als einzelne Fotos geben die Panorama-Bilder einen Eindruck von der Celebrity Edge. Die Werft weist zum Zeitpunkt der Bilder einen Baufortschritt von über 95 Prozent aus. Was noch fehlt sind einige Kabinen und vor allem das Meiste, was an Design das eigentliche Ambiente des Schiffs ausmachen wird.

(Vollbild-Modus lässt sich mit dem Button rechts unten aktivieren/deaktivieren.)

Fazit: Ein Schiff, das sich weniger wie ein Kreuzfahrtschiff anfühlen wird

An vielen Stellen entsprechen Design und Raumeindruck auf die Celebrity Edge nicht dem eines Kreuzfahrtschiffs, sondern erinnern mehr an Strukturen in großen Luxus-Hotels oder einer eleganten, ressortartigen Wohnanlage an Land. Zugleich öffnet sich das Schiff sehr stark zum Meer hin, sodass das Seereise-Gefühl trotz der Schiffsgröße stärker in den Vordergrund rückt.

Celebrity Edge in der Werft in Saint Nazaire
Celebrity Edge in der Werft in Saint Nazaire

Das Konzept, mit renommierten Architekten zu arbeiten, die – wie etwa Jouin Manku – teils noch nie zuvor in der Kreuzfahrt aktiv waren, ist offenbar sehr gut aufgegangen. Jetzt sind wir gespannt darauf, wie die fertige Celebrity Edge sich präsentieren wird. Im November fährt sie direkt nach Fort Landerdale, wo sei von der Menschenrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai getauft wird. Für die Sommersaison kommt sie aber zurück nach Europa und fährt Routen im Mittelmeer.

Anmerkung*: Cruisetricks reiste zur Celebrity Edge in der Werft in Saint Nazaire auf Einladung von Celebrity Cruises.

Weitere Teile der Serie " Werftbesuch bei der Celebrity Edge: Eindrücke, Bilder, Neuigkeiten ":

3 Kommentare zu “Werftbesuch bei der Celebrity Edge: Eindrücke, Bilder, Neuigkeiten

  1. Franz Du Glücklicher, dieses Schiff schon mal vorab zu begutachten. Das wird wieder der absolute Hammer. Waren seinerzeit auf der inauguration mit der Solstice unterwegs und schon tief beeindruckt. Der einzige Wehmutstropfen ist die Tatsache, dass Celebrity die Preise für die Edge doch drastisch anhebt!

  2. Naja, in der Werft braucht es schon noch sehr viel Vorstellungskraft, um da einen guten Eindruck zu bekommen. Es ist halt wirklich noch Baustelle; 2.000 Arbeiter unterwegs; überall hängen Kabel aus der Decke, liegt Baumaterial am Boden. Aber sehr spannend ist es natürlich trotzdem, vor allem, wenn man eine Führung von Richard Fain und vom Wert-Chef persönlich bekommt :-)

  3. Doch, die Celebrity Edge fährt tatsächlich direkt von der Werft leer über den Atlantik und geht erst von Fort Lauderdale aus in den regulären Passagierbetrieb. Zumindest ist das mein aktueller Stand und die Transatlantik-Passage wurde auch nirgendwo zur Buchung angeboten.

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