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Cumbre Vieja

Cumbre Viejo: Das schlafende Monster auf La Palma

Hält der Vulkan auf La Palma nur ein Nickerchen oder ist er – wie die Einheimischen inständig hoffen – fest eingeschlafen? Mit dem öffentlichen Bus sind wir über die Insel gefahren und haben uns die rauchenden Berge von Cumbre Viejo selbst angesehen.

Spuren des Vulkanausbruchs sind überall auf der Inseln zu sehen: Schwarze, sandartige Asche, die sich in allen Ritzen, Rinnen und Kanten sammelt. Die Menschen hier sind ständig damit beschäftigt, diese Asche wegzukehren und in den besonders vom Aschregen betroffenen Ortschaften rund um Cumbre Viejo liegt die Asche auch schonmal knöcheltief am Wegrand.

Seit einigen Tagen haben die seismischen Aktivitäten deutlich nachgelassen, ebenso die Gasemissionen des Vulkans im Cumbre-Viejo-Gebirgszug auf La Palma. Wir fahren mit dem Bus Nr. 300 in rund einer dreiviertel Stunde von Santa Cruz in den Ort Tajuya, dessen Kirchenvorplatz seit Beginn des Vulkanausbruchs im September 2021 weltweit bekannt ist. Ein Stück die Straße hinunter kommt man an eine Straßensperre der Polizei. Näher an das Lavafeld darf immer noch niemand heran.

Cumbre Vieja
Straßensperre in Tajuya nahe dem Lavafeld des Cumbre Vieja

Von dem Kirchplatz in in Tajuya bietet sich ein weiter Blick über die Vulkankrater und das Lavafeld bis hinunter zum Meer, TV-Teams haben ihre Kameras dort aufgebaut, um zu berichten. Auch als wir nach Tajuya kommen, sind zwei TV-Teams vor Ort und sind vor allem eines: gelangweilt, weil nichts mehr passiert. Für die Einheimischen ist es freilich ein Segen, dass das Feuer und Asche speiende Monster vor ihrer Haustür vorerst eingeschlafen ist.

Ob es ein dauerhafter Frieden oder nur eine Verschnaufpause ist, wird sich noch zeigen. Immer noch liegt Schwefelgeruch in der Luft. Noch vor wenigen Tagen konnte man wegen des Ascheausstoßes des Vulkans hier angeblich nur mit Schutzbrille vor die Tür gehen. An vielen Stellen qualmt es aus dem Lavafeld und – wie wir vermuten und später bestätigt bekommen – gab es auch wieder schweflige Gasfontänen.

Cumbre Vieja
Cumbre Vieja

Es ist ein schaurig-faszinierender Anblick zu sehen, wie die Lavaströme sich ihren Weg über Dörfer bis hinunter zum Meer gebahnt haben. Skurrilerweise gibt es mitten im Lavastrom quasi Inseln, die verschont geblieben sind, wie etwa eine kleine, grüne Oase mit Palmen mitten im schwarzen Lavafeld.

Cumbre Vieja
Cumbre Vieja

Santa Cruz de La Palma und ein leckerer Barraquito

Am Nachmittag machen wir noch einen Spaziergang durch Santa Cruz de La Palma. Die Altstadt ist vom Kreuzfahrthafen, wo die Sea Cloud Spirit liegt, schnell zu Fuß ereichbar. Wir schlendern durch die Gassen, und entlang der Häuser am Meeresufer mit den berühmten Blumenbalkonen.

In Wirklichkeit ist der Stadtspaziergang aber nur eine Ausrede: Wir wollen vor allem einen Barraquito trinken, die Kaffee-Spezialität, die so typisch auf den Kanarischen Inseln ist: geschichtet aus süßer Kondensmilch, Kaffee, Licor 43, Milchschaum, Zimt und Zitronenschale.

Barraquito
Barraquito

Einen exzellenten – und mit 1,5 Euro sehr günstigen – Barraquito gibt es in Santa Cruz an dem hübschen Kiosk direkt auf der Calle San Francisco. Ob es der beste Barraquito in Santa Cruz ist, weiß ich natürlich nicht wirklich, aber ich behaupte es jetzt einfach einmal.

Anmerkung*: Cruisetricks.de fährt auf der Sea Cloud Spirit auf Einladung von Sea Cloud Cruises.
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