Balkonkabinen auf einem Kreuzfahrtschiff

Welche Kabinen Sie auf einem Kreuzfahrtschiff meiden sollten …

Auf Kreuzfahrtschiffen sind wirklich schlechte Kabinen die seltene Ausnahme – anders als in Hotels, wo man auch mal großes Pech haben kann. Wir zeigen, worauf Sie bei der Buchung achten und welche Kabinen Sie besser meiden sollten.

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Der Vorteil bei einer Kreuzfahrt ist, dass die Reedereien detaillierte Kabinen- und Deckpläne bereitstellen. Die Katalogen enthalten den Grundriss und Fotos jeder Kabinen-Kategorie. Und bei der Buchung wählen Sie in der Regel eine ganz konkrete Kabinennummer aus. Nur, wer eine Glückskabine oder den günstigsten Tarif ohne konkrete Kabinen-Reservierung bucht, muss sich von der Lage der Kabinen überraschen lassen.

Die meisten potenziellen Probleme einer Kabine lassen sich anhand der Deckpläne gut erkennen: Aufzüge und Treppenhäuser, öffentliche Bereiche und Wirtschaftsräume sowie ungünstig gelegene Balkone. In unserem Beitrag „Kabinen-Wahl: Innen, Außen, Balkon oder Suite?“ finden Sie übrigens weiter gehende Tipps zur Frage, ob Innen-, Außen-, Balkon-Kabine oder Suite, Kabinen für Familien und Alleinreisende.

1. ungünstig gelegene Balkone

Als besonders tückisch kann sich der Balkon einer Kabine erweisen. Prüfen Sie vor allem auf höheren Decks, ob die zwei bis drei darüber liegende Decks über Ihren Balkon hinaus ragen und Sie damit weder einen Blick nach oben in den Himmel haben, noch besonders viel Sonne abbekommen. Fotos des jeweiligen Schiff helfen ebenfalls herauszufinden, ob der Balkon einer Kabine womöglich unter einem weit überhängenden Deck verschwindet. In besonders warmen Fahrtgebieten wie der Karibik kann dieser Schatten allerdings durchaus ein Vorteil sein.

Das überhängende Deck beeinträchtigt den Blick von den obersten Balkonkabinen
Das überhängende Deck beeinträchtigt den Blick von den obersten Balkonkabinen

Nicht alle Balkone sind vor fremden Blicken geschützt. Auf vielen Schiffen verläuft die Front der Balkone nicht gerade, sondern hat Ausbuchtungen. Jeweils an den Übergängen haben die Balkone schräg verlaufende Brüstungen und sind von außen daher besonders gut einsehbar. Aber auch die nach innen versetzten, gerade verlaufenden Balkonfronten bieten zumindest von den schräg liegenden Balkonen aus einen gewissen Einblick.

seitliche Einblicke sind bei diesen Balkonen unvermeidlich
seitliche Einblicke sind bei diesen Balkonen unvermeidlich

Und natürlich sind die Balkone auf den Schiffen der Oasis-Class von Royal Caribbean International, die am Boardwalk und Central Park liegen, vom Pooldeck und den gegenüber liegenden Kabinen aus sehr gut einsehbar.

Boardwalk-Balkon auf der Oasis of the Seas: Frühstück in aller Öffentlichkeit ...
Boardwalk-Balkon auf der Oasis of the Seas: Frühstück in aller Öffentlichkeit …

Außerdem gibt es auf tiefer gelegenen Decks inzwischen oft Kabinen mit sehr großen, privaten Außenflächen (beispielsweise MSC Seaside, Norwegian Epic oder Carnival Vista), bei denen der Balkon weiter hinaus reicht als die Balkone der darüber liegenden Kabinen. Von oben haben andere Passagiere dann freien Blick zumindest auf einen Teil Ihres Balkons.

große, private Terrasse, aber freier Einblick von oben
große, private Terrasse, aber freier Einblick von oben

Oft nicht gänzlich vor fremden Blicken geschützt sind auch Balkone zum Heck und zum Bug des Schiffs hin, wo die Balkone nach unten hin stufenweise immer weiter nach außen versetzt sind.

abgestufte Balkon-Kabinen am Heck
abgestufte Balkon-Kabinen am Heck

Und prüfen Sie anhand von Schiffsfotos, welche Art von Balkonbrüstung Ihre Kabine hat. Selbst wenn die meisten Balkone auf moderneren Schiffen verglast sind, sind die Balkone ganz vorne und auf niedrigeren Decks oft mit einer stabileren Stahlbrüstung versehen. Vom Liegestuhl aus haben Sie dann keinen freien Blick aus Meer …

Balkonbrüstung aus Stahl statt Glas
Balkonbrüstung aus Stahl statt Glas

2. eingeschränkt nutzbare Balkone

So schön ein Balkon nach vorne oder auch zum Heck hin auf den ersten Blick erscheint: Überlegen Sie genau, ob Sie eine solche Balkonkabine tatsächlich buchen möchten – zumal diese Kabinen meist sogar deutlich teurer sind als vergleichbare zur Seite. Vor allem bei älteren Schiffen fällt je nach Wind und Wetterlage oft der Ruß des Schornsteins in mehr oder weniger großen Stücken auf die Heck-Balkone – das gilt vor allem dann, wenn die Balkone stufenweise angeordnet sind. Erkundigen Sie sich bei solchen Kabinen am besten vor der Buchung genau, ob das jeweilige Schiff ein solches Rußproblem hat.

Balkone nach vorne
Balkone nach vorne

Balkone nach vorne bieten zwar eine herrliche Aussicht. Der Fahrtwind kann es aber auch unmöglich machen, den Balkon während der Fahrt zu betreten. 16 bis 21 Knoten Fahrtgeschwindigkeit des Schiffs (circa 30 bis 40 km/h) plus eventuell herrschender Wind können sehr unangenehm werden.

Für Nichtraucher relevant: Schließt an den Balkon seitlich ein öffentliches Deck an, wie das beispielsweise bei der AIDAprima und AIDAperla auf Deck 16 bei einigen Kabinen der Fall ist, dann könnte sich dort eine beliebte Raucher-Ecke befinden – und der Rauch zieht zu den nahe gelegenen Balkonen weiter. Schlafen bei offenem Fenster oder gar die ungestörte Nutzung des Balkons sind damit stark eingeschränkt. Allerdings kann einem das auch auf jedem beliebigen Schiff in jeder beliebigen Balkonkabine passieren, wenn der Kabinennachbar unerlaubterweise auf seinem Balkon raucht.

3. Kabinen unter öffentlichen Bereichen

Relativ laut kann es in Kabinen werden, die direkt unter einem öffentlichen Bereich, einem Restaurant oder einer Galley (Küche) des Schiffs liegen. So beginnt die Crew beispielsweise in den Restaurants bereits früh morgens mit den Vorbereitungen. Da rattert dann schonmal um 5 Uhr früh ein schwerer Geschirrwagen über den Fliesenboden – wer seine Kabine direkt darunter hat, wird kaum noch gut schlafen können. Ähnliches gilt für Kabinen, die nahe der Disko oder über dem Theater liegen, unter der Joggingbahn oder dem Basketballplatz und an ähnlichen Stellen. Auch das Aufbauen der Liegestühle am Pooldeck früh morgens kann sehr unangenehm sein, wenn die eigene Kabine direkt darunter liegt.

Wer hier drunter wohnt, hat zumindest tagsüber wenig Ruhe
Wer hier drunter wohnt, hat zumindest tagsüber wenig Ruhe
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Galleys, in denen es auch zu nachtschlafenden Zeiten laut zugehen kann, erkennt man auf den Deckplänen an weißen Flächen nahe der Restaurants – also überall dort, wo keine Passagier-Bereiche eingezeichnet sind. Aber keine Panik: Längst nicht in allen weißen Bereiche auf dem Deckplan entstehen automatisch auch laute Geräusche.

4. Kabinen nahe des Treppenhauses und der Aufzüge

Von Schiff zu Schiff sehr unterschiedlich ist die Schallisolierung der Kabinen und Kabinentüren. Eine Kabine nahe an den Aufzügen und zum Treppenhaus kann wegen der kürzeren Laufwege durchaus sehr attraktiv sein – wenn man weiß, dass die Kabinen gut schallisoliert sind. Auf den Oasis-Class -Schiffen von RCI beispielsweise hört man selbst in den Kabinen, die weniger als zehn Meter vom Dazzles Nightclub entfernt liegen, kaum etwas von der Musik und spät heimkehrenden Nachtschwärmern.

die Nähe zum Treppenhaus hat Vorteile, kann aber auch unangenehm sein
die Nähe zum Treppenhaus hat Vorteile, kann aber auch unangenehm sein

Wer sich unsicher ist oder weiß, dass die Kabinen auf einem Schiff eher hellhörig sind, vermeidet dagegen Kabinen im Umfeld der Aufzüge und Treppenhäuser. Denn dort ist immer viel Publikumsverkehr. Immer wieder kommt es vor, dass eine Gruppe reichlich angetrunkener Passagiere erst um 2 Uhr morgens lachend und lärmend den Weg zu ihrer Kabine sucht. Je weiter man vom Treppenaus entfernt ist, desto geringer ist das Risiko, auf diese Weise geweckt zu werden.

Problematisch, aber vorher oft kaum feststellbar, sind laut schlagende Türen insbesondere am Pool- und Promenadendeck, die zu den öffentlichen Außenbereichen des Schiffs führen. Bei Kabinen am Promenadendeck insbesondere auf kleineren Schiffen sollte man daher darauf achten, erst die dritte oder vierte Kabine in Kabinengängen zu buchen, die an solche Außentüren angrenzen, wenn man auf Nummer sicher gehen will.

Türen aus den Kabinengängen auf öffentliche Decks
Türen aus den Kabinengängen auf öffentliche Decks

Manche Schiffe haben ein außen liegendes Treppenhaus am Heck des Schiffs – und eine Tür dort hinaus von jedem Kabinengang aus. Das ist beispielsweise auf den meisten Schiffen von MSC, beispielsweise der MSC Fantasia, sowie der R-Class von Holland America Line wie etwa der Zaandam so. So wunderbar es ist, dort schnell an die frische Luft zu gelangen, so laut kann doch das Schlagen der Türe dort recht störend sein.

5. Kabinen mit Verbindungstür zur Nachbarkabine

Eine Verbindungstür zur Nachbarkabine ist tendenziell schlechter schallisoliert als eine solide Wand. So praktisch Verbindungstüren sind, wenn man als größere Familie benachbarte Kabinen bucht: Wohnt nebenan jemand, der gerne mal spät in der Nacht fern sieht, sich lautstark unterhält oder gar einen handfesten Ehestreit vom Zaun bricht, dann ist man in einer Kabine mit Verbindungstür im Nachteil.

Verbindungstür zur Nachbarkabine
Verbindungstür zur Nachbarkabine
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Verbindungstüren sind typischerweise auf den Deckplänen der Schiffe eingezeichnet, sodass man sie gezielt meiden kann.

6. lange Gänge, lange Laufwege

Achten Sie vor allem auf sehr großen Schiffen auf die Entfernung zu Treppenhäusern und zu Orten an Bord, die Sie häufig aufsuchen: Restaurants, Theater, Pooldeck. Auf den Schiffen der Quantum-Class von Royal Caribbean International liegt das hinterste Treppenhaus beispielsweise relativ weit vorne.

lange Gänge, lange Laufwege
lange Gänge, lange Laufwege

Haben Sie einen der hintersten Kabinen, ist es dort zwar sehr ruhig. Zugleich aber ist auch der Laufweg im Kabinengang sehr weit, bevor Sie die öffentlichen Bereiche des Schiffs erreichen.

7. Kabinen in der Nähe der Ankerkette oder der Bugstrahlruder

Ankerkette und Bugstrahlruder sind vor allem für Langschläfer ein Grund, sich lieber eine Kabine weit davon entfernt auszusuchen. Die Vibrationen des Bugstrahlruders spürt man typischerweise auf allen Decks im vorderen Drittel des Schiffs. Das ratternde Geräusch der Ankerkette ist je nach Schiffsgröße vor allem auf den unteren Decks im vorderen Teil des Schiffs besonders laut zu hören. Auf kleineren, älteren Schiffen können außerdem die Vibrationen der Schiffsschraube am Heck störend sein.

Lärmquellen beim An- und Ablegen: Anker und Bugstrahlruder
Lärmquellen beim An- und Ablegen: Anker und Bugstrahlruder

Der Anker wird geworfen, wenn das Schiff nicht an einer Pier anlegt, sondern die Passagiere mit Tenderbooten an Land gebracht werden. Viele moderne Schiffe haben inzwischen aber ein automatisches Positionshaltesystem, sodass der Anker hier eher selten benutzt wird.

Gehen Sie davon aus, dass Sie vom Lärm der Ankerkette oder dem Bugstrahlruder gegebenenfalls bis zu einer Stunde vor der im Tagesprogramm ausgeschriebenen Ankunftszeit in einem Hafen geweckt werden. Im Ausschiffungshafen kommt das Kreuzfahrtschiff oft noch deutlich früher an und benutzt das Bugstrahlruder beim Anlegen.

8. Kabinen auf unteren Decks

Eigentlich sprich viel für Kabinen auf unteren Decks: Sie sind meist günstiger und wer leicht seekrank wird, ist in der Mitte des Schiffs möglichst weit unten ohnehin gut aufgehoben. Dafür ist der Weg insbesondere zum Pooldeck weiter als von Kabinen auf höheren Decks.

Ein wenig unangenehm können Kabinen auf den unteren Decks sein, wenn sie in der Nähe der Ausgänge des Schiffs gelegen sind. Dann nämlich marschieren zahlreiche Passagiere auf dem Weg um Ausgang an Ihrer Kabine vorbei oder stauen sich in den Kabinengang hinein. Der Weg zum Treppenhaus und damit zu Frühstück kann da schonmal versperrt sein.

Tipp: Wunschkabine möglichst früh buchen

Weil vor allem erfahrene Kreuzfahrer all diese Aspekte natürlich kennen – oft aus eigener Erfahrung – empfiehlt es sich, möglichst früh zu buchen, um noch eine große Auswahl an Kabinen zu haben. Vor allem auf älteren, kleineren Schiffen sollte man die Kabine mit Bedacht wählen. Denn die Kabine an Bord noch zu wechseln, wenn man Probleme feststellt, ist oft nicht möglich. Selbst wenn die Reederei guten Willen und Verständnis zeigt – was oft der Fall ist, wenn man sein Problem an der Rezeption freundlich vorträgt: Wenn das Schiff ausgebucht ist, stehen eben keine Alternativ-Kabinen zur Verfügung.

Hatten Sie schon einmal eine richtig schlechte Kabine auf einem Kreuzfahrtschiff? Oder haben Sie weitere Tipps, worauf man achten sollte? Wir freuen uns über Kommentare!

25 Kommentare zu “Welche Kabinen Sie auf einem Kreuzfahrtschiff meiden sollten …

  1. Wir hatten auf der Mein Schiff 2 eine so hellhörige Kabine, dass man jedes Wort aus der Nachbarkabine und vom Flur hören konnte.
    Bei den Glückskabinen hatten wir jedesmal eine Kabine in guter Lage.
    Die evtl. langen Wege stören mich überhaupt nicht, denn bei dem vielen Essen, das man zu sich nimmt, kann man froh sein, wenn man zwangsweise etwas mehr Bewegung hat.

  2. ;-) Die langen Wege sind tatsächlich Geschmackssache. Aber wer schonmal auf einem Oasis-Class-Schiff ganz hinten unten gewohnt hat und dann im Solarium-Restaurant ganz oben vorne gemerkt hat, dass es doch ein wenig kühl ist und man „noch schnell“ eine Jacke aus der Kabine holen will … 15 Minuten später … ;-)

  3. Ganz schlimm ist es, wenn unter deiner Kabine die Reggae-Bar ist und bis spät in die Nacht dein Bett vibriert durch die Basstöne. Ist uns passiert auf der Costa Serena

  4. Ich hatte mal bei MSC eine toll gelegene Innenkabine gebucht. Auf der meraviglia. Leider wurde ich 2 Wochen vor der Fahrt zwangsumquartiert. In eine Kabine ganz am Bug mit Verbindungstur zur Nachbarkabine. Und so klein das man bei ausklappen des Bettes den Schrank nicht mehr auf bekam. Ich bin aber trotzdem zufrieden denn ich konnte wenigstens fahren. Die nächste Reise gebucht für Juni 2018 wurde trotz check in vor einem Jahr von msc kommentarlos und ohne jede Info einfach storniert. Habe das nur durch Zufall gemerkt. Nachträgliche Begründung: Reise war nicht für den deutschen Markt gedacht. Ach ja gute Anwälte können sich gern melden

  5. Ich würde keine Kabine zu weit unten wählen da man sich dort recht nah am Antrieb befindet. Das muss keine eigentliche Geräuschbelästigung sein sondern kann sich durchaus in unhörbaren Vibrationen äußern.
    Mittschiffs ist auf jeden Fall die beste Empfehlung: Kurze Wege und weniger Chancen für die Seekrankheit.

  6. @Andreas: Würde ich grundsätzlich auch so sehen; allerdings gibt’s auf den meisten Schiffen mit Pod-Antrieb heute keine nennenswerten Vibrationen mehr und TUI Cruises hat auf den Neubauten sogar bei Schraubenantrieb eine Technik gefunden, bei der die Vibrationen bei nahezu Null sind. Aber klar: wenn man es für das konkrete Schiff nicht genau weiß, lieber ein wenig Abstand zur Schrauben halten ;-)

  7. Alles sicherlich richtig.
    Da wir unsere Kreuzfahrten aus finanziellen Gründen fast nur im Vario oder ähnlich buchen, müssen wir das nehmen, was kommt. Wir hatten allerdings noch nie kabinentechnische Probleme. Mal hat es etwas geknarrt oder ev. mehr geschaukelt, alles i.O. Aber leider hatten wir bei einer Reise als Nachbarn eine junge Familie mit Baby. Mit dem Schreien des Kindes hatten wir uns schnell abgefunden, aber da die Eltern wahrscheinlich immer das Kind auf dem Arm hielten, wenn sie die Kabine betraten oder verließen, hatten sie sich keine Mühe gegeben, die Kabinentür ev. mal festzuhalten, bevor sie ins Schloss knallte. Da wackelten die Wände…
    An einen Schlaf war nicht zu denken. Selbst nachts, wenn das Baby eigentlich ruhig schlafen müsste, standen wir ab und zu senkrecht im Bett…
    Wegen des Kinderschreiens entschuldigte man sich zwar, aber das mit der Tür haben sie, trotz Hinweis, nicht verstanden.
    Leider auch viele andere Gäste auf den verschiedensten Schiffen nicht…

  8. Warum liegen auf den meisten Schiffen die teuersten Kabinen (mit Ausnahme der Suiten) auf den obersten Decks direkt unterhalb der Sport,bzw Außendecks mit Swimmingpool etc. Beispielsweise Celebrity Aquaclass : MSC Aurea Kabinen :Costa Samsara Kabinen und auf den anderen Schiffen wie Azamara,Holland America Line etc. Wir hatten immer eine sehr störende Geräuschkulisse zu reklamieren! Genau wie Sie es in Ihrem Artikel beschreiben! Aber was soll man machen, wenn man einen gehobenen Standard bevorzugt!

  9. Habe noch einen Nachtrag zu meinem Kommentar : Auf einer unserer letzten Reisen haben wir bei MSC folgendes angefragt: wir wollten die ‚Aurea Kabine‘ bezahlen, um in den Genuss des eigenen Restaurants, des eigenen Sonnendecks,des inkludierten Getränkepaket und der sonstigen Vorzüge zu kommen, wollten jedoch (um besagtem Lärm beim Auf- und Abbau der Liegen zu entgehen) eine Fantastica-Kabine ein Deck tiefer buchen ! Antwort von MSC : geht nicht, Aurea Kabinen seien größer, ( was allerdings nicht stimmt ), und nur auf dem entsprechenden Deck zu buchen! Das ist ein Beispiel der Flexibilität der Cruise-Lines!!

  10. @Gabi Köhler: ohne jetzt da für MSC Partei ergreifen zu wollen – ich kann schon nachvollziehen, warum solche Konstruktionen nicht umzusetzen sind. Das hat wenig mit Flexibilität zu tun, sondern damit, dass es in der Praxis nicht praktikabel ist. Wir sprechen ja nicht von einer Ultra-Luxus-Reederei, bei der man gegen entsprechend viel Geld dem Kunden jeglichen noch so komplizierten Wunsch erfüllt. MSC ist Massenmarkt und das funktioniert nur mit einer Standardisierung der Leistungen. Bei Tausenden von Passagieren kann man die Leistungen realistischerweise nicht beliebig individualisieren, auch wenn’s schön wäre …

    Warum liegen die teuersten Kabinen meist oben? Ganz ehrlich: Die Antwort kenne ich auch nicht; vermutlich hat es historische Gründe, Tradition, weil es schon immer so war … Zumindest was das Deck direkt unter Buffet/Pooldeck angeht ist das in der Tat Unsinn. Ansonsten hat man halt von oben eine bessere Aussicht und ist näher am Pooldeck etc. Princess Cruises hat mit der Royal Princess angefangen, das System zu ändern. Dort liegen die teureren Kabinen zur Schiffsmitte hin, die günstigeren an Bug und Heck, das ist deutlich logischer.

  11. Wir hatten bisher mit unseren „Glückskabinen“ immer (was den schiffstechnischen Teil angeht) Glück. Selbst einmal unter der der größten Bar des Schiffs keinen Ton von dort gehört. Die Querstrahler (die es bei manchen Schiffen auch im Heck gibt) hört/spürt man zwar – meines Erachtens fast überall auf dem Schiff, aber nicht so, daß es mich je gestört hätte. Aus Nachbarkabinen habe ich auch noch nie was gehört, das geräuschvollste da war eine (dem Klang nach) Elefantenherde, die regelmäßig den Gang rauf und runter rannte. (Es waren nur ein paar Kinder, wo ich mich frage, wie jemand, der nur ein Bruchteil von mir wiegt, so viel Geräusch beim Laufen verursachen kann.) Unser größtes Ärgernis (auf fast jeder Kreuzfahrt) waren bisher die Raucher auf den Nachbarbalkons. Bei AIDA ist das ja leider immer noch erlaubt, ich hoffe, das ändert sich bald mal… Leider würde dagegen nicht mal eine gezielte Kabinenauswahl helfen. :-(

  12. @Franz Neumeier: Ich vermute stark, dass einige Reedereien bewusst eher teure Kabinen an unglückliche Stellen legen.
    Z.b. bei Schiffen mit großem Promenadendeck (AIDA Hyperion und Helios: Lanai Kabinen / Junior-Suite mit Lounge oder bei Carnivals Vista-Klasse: Havana Kabinen oder MSC Seaside: Aurea Kabinen) da „normale“ Kabinen sich an den Stellen genau aus den bekannten Gründen schlechter verkaufen würden. Durch eine besondere Kabinenkategorie wird der Platz scheinbar aufgewertet. Ich bin ja schon etwas überrascht, dass auf AIDAnova einige Suiten direkt über dem Brauhaus (ab Helios ja mit Außenbereich) liegen. Das stell ich mir gerade bei dem Restaurant dann schon problematisch vor…

  13. Grundsätzlich beachte ich bei der Buchung all die Hinweise, die Franz zusammengefasst hat.
    Aber dann passiert es, das man von Balkon auf Suite kostenlos upgraded wird, weil man treuer Kunde oder was weis ich ist.
    Das merkt man aber erst bei der Einschiffung. Proteste sinnlos. Schiff ausverkauft.
    Und Suite bei der Constellation – natürlich unter dem Pooldeck

  14. Eine Theorie für die teueren Kabinen hab ich auch, abgesehen von den unteren Decks mit eingeschränkten Sichten.
    Die Chefetagen sind auch oben. Gewohnheit halt -:)

  15. ZU Erwähnen: MSC Seaside

    Welche Kabine ist unbedingt zu meiden: 18038 – die letzte im Gang
    es besteht ein Durchgang zum Jungle Pool – wenn diese Tur nachts zuschlägt wackeln die Wände…
    Kabine direkt unter dem Ausgang zum Aurea Deck, 3:30 werden die Liegen hingeräumt und gegen 16:00 wird begonnen die wieder aufzuräumen….
    1 x alle 20 Tage findet im Jungle Pool die Crew Party statt, wer da das Pech hat diese Kabine zu bewohnen: no sleep tonight…
    Die Party startet um 1:00 in der Nacht und geht bis 3:30 – dann fangen ja die Poolboys wieder an….

  16. @Markus T.: Autsch! Ich hoffe, nicht aus eigener Erfahrung? Auf jeden Fall vielen Dank für die ganz konkreten Ergänzungen. Leider gibt es solche Kabinen auf vielen Schiffen, sie sine aber als Problemkabinen vorab nahezu nicht identifizierbar, wenn man’s nicht schlicht weiß, weil schonmal jemand diese Erfahrung gemacht hat. Eine Crew-Party findet auch schonmal nachts in den Kinderbereichen eines Schiffs statt, oder eben in der Disko oder einen ähnlichen Raum. Wenn man ganz auf Nummer sicher gehen will, nimmt man eine Kabine, die rund herum von anderen Kabinen umgeben ist. Aber auch da kann’s natürlich passieren, dass man von einem lautstarken Kabinennachbarn zur Weißglut getrieben wird. Da hilft nur: Freundlich an der Rezeption nachfühlen, ob es die Möglichkeit eines Kabinenwechsels gibt.

  17. Doch leider eigene Erfahrung – das ist dann hocheskaliert bis zum Kapitän – am Ende der Reise kannten mich alle
    „Streifenhörnchen“ mit Namen, wir wurden dann täglich mit Handschlag begrüßt…..

  18. Ein absolutes MUSSBEITRAG für jemand der zum ersten mal eine Kreuzfahrt machen will (also ich). Danke für die tollen Tipps!

  19. Ich kann da leider nur für AIDA sprechen: Aber bei dieser Reederei hilft es oft, einfach mal den Schiffsnamen und die Kabinennummer zu googlen. Denn hin und wieder stellen frühere Reisende Bewertungen zur gebuchten Kabine ins Netz, die bei der Buchung durchaus hilfreich sein können.

  20. @Patrick Schneider: Ja, absolut. Man sollte zwar sehr genau und zwischen den Zeilen lesen, *warum* sich jemand an einer bestimmten Kabine stört, aber grundsätzlich ist Googeln immer eine gute Idee :-) Bei internationalen Schiffen sind Suchergebnisse halt gegebenenfalls auf Englisch. Wo man zu diesem Thema vor allem bei amerikanischen Schiffen besonders fündig wird, sind die Foren con Cruise Critic.

  21. Das Bild von der Jogging-Strecke bei Punkt 3 ist doch bestimmt von der Norwegian Joy.
    Wenn ja, sind darunter keine Kabinen, sondern Poolbereich und Tische vom Buffet.
    Passt also nicht als Beispiel

  22. @Thomas: Ehrlich gesagt weiß ich spontan nicht, von welchem Schiff das Bild stammt. Unter diese speziellen Joggingbahn sind sicherlich keine Kabinen. Aber das ist auch nicht relevant, weil es als Symbolbild gedacht ist, das ganz allgemein „Joggingbahn“ visualisieren und nicht vor bestimmten Kabinen auf einem ganz bestimmten Schiff warnen soll ;-)

  23. Wir sind bisher mehrfach mit der „Mein Schiff“ Flotte gefahren. Tolle, wenn auch entsprechend teure Kabinen sind die „Himmel und Meer“ Suiten auf einem der oberen Decks im vorderen Teil der Schiffe. Sie sind 2-Geschossig konzipiert, besitzen also oberhalb der Kabine eine private geräumige Dachterrasse. Diese Terrasse hat zwar teilweise einen Sonnenschutz, aber keinerlei Überdachung. DAS sollte man wissen! Wir hatten im vergangenen Jahr eine solche Suite auf der „Mein Schiff 6“ von New Yorck auf die Bahamas und zurück. Alles super, tolles Wetter, purer Genuss. Gerade eben ist unsere Reise mit der „Mein Schiff 3“ nach Spitzbergen und Island zu Ende gegangen. Wetter wie man es sich so vorstellt. Nebel, Regen, kalt, usw. Gott sei Dank hatten wir eine normale Balkonkabine auf Deck 11 mit weiter vorgezogenem Dach darüber, so dass wir uns auch, gut verpackt, bei schlechter Witterung draußen aufhalten konnten. Solch eine Reise mit einer echt teuren, nicht überdachten Terrasse zu machen, ist, denke ich kein großer Spaß! Das sollte man im Vorfeld beachten. Nicht überall ist ja immer Sommer pur. Ist für mich unbegreiflich, weshalb TUI Cruises solch schöne Schiffe mit solch schönen und teuren Suiten baut und diese dann doch nur eingeschränkt nutzbar sind. 4 qm Überdachung bewirkten hier echte Wunder!

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