AIDAmira

AIDAmira fährt bald als „Ambition“ für Ambassador Cruise Line

Die AIDAmira, ältestes Schiff der Kreuzfahrtflotte von AIDA Cruises, wird nicht mehr für AIDA fahren. Das Schiff verlässt die Flotte im März 2022. Käufer ist die kürzlich neu gegründete Ambassador Cruise Line, die das Schiff ab 2023 unter dem Namen „Ambition“ fahren lassen will.

Bereits vor einigen Wochen hatte Shippingitaly.it berichtet, es sei bei der Hafenbehörden in Genua für die AIDAmira der Antrag eingereicht worden, die italienische Flagge aufzugeben und das Schiff künftig unter der Flagge eines Nicht-EU-Landes fahren zu lassen. Die AIDAmira lag bis 5. Januar 2022 vor Teneriffa auf Reede und fuhr dann in Richtung Pula in Kroatien, wo sie am 15. Januar ankam und anschließend in eine Werft ging.

Inzwischen bestätigte Ambassador Cruise Line, dass sie der Käufer der AIDAmira sei. Ambassador Cruise Line ist eine neu gegründete, britische Reederei mit im Wesentlichen dem früheren Management der insolventen Cruise & Maritime Voyages (CMV). Die Reederei hat bereits die Pacific Dawn/Satoshi gekaut und will sie ab April 2022 unter dem Namen Ambience einsetzen. Dieses Schiff liegt derzeit nahe Rijeka in Kroatien auf. Die AIDAmira, dann unter dem Namen „Ambition“, wird demnach das zweite Schiff der Ambassador-Flotte.

Bei AIDA nur drei Monate in Dienst

Viel Glück hatte AIDA mit der AIDAmira nicht, die erst wenige Wochen vor Beginn der Pandemie ihren Dienst dort aufgenommen hatte. AIDA hatte das Schiff on Costa übernommen, wo es zuletzt als Costa Neoriviera fuhr. Beim Umbau in der Werft gab es so viele Probleme, dass AIDA direkt nach der Taufe in Palma de Mallorca zunächst die Jungfernfahrt und dann auch eine längere Reise nach Südafrika absagen musste.

Erst am 23. Dezember 2019 stach die AIDAmira schließlich von Kapstadt aus zu ihrer ersten Passagierfahrt nach dem Umbau in See. Genau drei Monate war das Schiff für AIDA Cruises in Dienst, denn Mitte März 2020 schlug die Covid-19-Pandemie zu und legte die Kreuzfahrt weltweit lahm. Die letzten Passagiere verließen am 23. März 2020 in Kapstadt die AIDAmira. Danach wurde das Schiff nicht mehr in Dienst genommen.

AIDAmira auf Reede vor Santa Cruz de Tenerife
AIDAmira auf Reede vor Santa Cruz de Tenerife

Die AIDAmira hat eine bewegte Geschichte hinter sich. 1996 von Festival Cruises in Auftrag gegeben, wurde sie 1999 ausgeliefert und fuhr zunächst unter dem Namen Mistral. Nach der Insolvenz von Festival Cruises 2004 führ das Schiff als Grand Mistral für die spanische Reederei Ibero Cruceros, an der auch Carnival Corp. beteiligt war.

Nach Einstellung von Ibero Cruceros wechselte das Schiff innerhalb der Carnival Corp. zu Costa und nahm dort den Namen Costa Neoriviera an. Sie war dort als eines von drei Schiffen der „neo Collection“ für ein neues Slow-Cruising-Konzept eingeplant, das allerdings nie richtig in Schwung kam.

2019 ging das Schiff dann an AIDA, die 55 Millionen Euro in den Umbau und die Renovierung steckten – vergeblich, wie sich bald herausstellte.

Zuletzt hatte AIDA Cruises Mitte 2021 bereits das bis dahin älteste Schiff der Flotte, die AIDAcara, verkauft.

6 Kommentare

6 Gedanken zu „AIDAmira fährt bald als „Ambition“ für Ambassador Cruise Line“

  1. Wir waren ab 05. Januar 2020 für zwei Wochen um Südafrika an Bord. War eine ganz tolle Tour. Danke nochmal an die damalige Mannschaft.

  2. Das wohl schlechteste Schiff, auf dem ich jemals war. Aida sollte sich nachträglich noch dafür schämen, jemals Gäste an Bord genommen zu haben!!

  3. Wundert mich nicht ein bei Costa abgelegtes Schiff das aussieht wie die veraltete Lirica Klasse von MSC

  4. Ich habe auf der neoRiviera einen wunderschönen Urlaub verlebt. Ein sehr schönes kleines Schiff mit damals herrlichen Suiten. Gut, dass Geschmäcker verschieden sind.

  5. Auf der oben genannten MSC Lirica hatte ich meine allererste Kreuzfahrt zusammen mit meiner Familie und habe sehr gute Erinnerungen an die Reise und das Schiff. Auch wenn sie nicht an die (überarbeitete) Sphinx Klasse von Aida herankommt. Wenn ich wählen könnte, zwischen Lirica und dem ersten jener Großkreuzfahrtschiffe, wie der MSC Divina, gewinnt ganz klar die Lirica.

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