Eine Mittelmeer-Kreuzfahrt im August: Entgegen dem „Coolcation“-Trend sind wir mit der Explora I eine Woche in der Adria und in Griechenland unterwegs gewesen, bei teils annähernd 40 Grad. Wir haben entdeckt, wie eine sommerliche Mittelmeer-Reise trotzdem zum wunderbaren Erlebnis wird. Und welche Tricks helfen, mit einer solchen Hitzewelle cool umzugehen.
Als „Hitzewellen-Testkreuzfahrt“ war unsere Reise mit der Explora I eigentlich nicht geplant. Aber uns war klar, dass es heiß werden könnte. Denn mit Temperaturen über 30 Grad und manchmal auch an die 40 Grad muss man im europäischen Sommer inzwischen einfach rechnen.

Warum tut man sich das an? Weil es Spaß macht. Denn die Frage lautet nicht „ob“, sondern „wie“. Das spannende dabei: Man entdeckt Italien, Griechenland, Kroatien und andere Länder ganz neu. Jedenfalls, wenn man bei einer Sommer-Kreuzfahrt im Mittelmeer eben nicht wie früher täglich sechsstündige Besichtigungstouren, ein vollgepacktes Landprogramm und Sightseeing-Stress durchzieht.

Einen gemütliches Glas Frappé im Schatten eines Olivenbaums an der Uferpromenade genießen und sich in Venedig einen Aperol Spritz mit Cicchetti zu gönnen, statt sich die Jahreszahlen von ein paar Jahrtausende alten Steinen um die Ohren schlagen zu lassen.

Es widerstrebt einem zunächst, die Urlaubszeit nicht „voll auszunutzen“, ja, nicht einmal einen richtigen Plan für den nächsten Hafenstopp zu haben. Das Gefühl, „Urlaubszeit zu verschwenden“, wenn man nicht ständig auf Besichtigungstour ist, muss man aktiv abschütteln.
Organisierte Landausflüge, adé?
Ehrlicherweise ist uns das während unserer Explora-I-Reise nicht vollständig gelungen. Aber immerhin fast. Zu stark war der Drang, wenigstens minimal vorauszuplanen. Also hatten wir vorab zwei geführte Ausflüge gebucht.
Die Erfahrung daraus und der erste, wichtige Tipp: Grundsätzlich spricht gar nichts gegen organisierte Landausflüge, auch nicht im heißen Sommer.

Aber wie man Pauschalreisekataloge auf verklausulierte Schwächen analysiert, sollte man das auch mit den Ausflügen tun. Wie weit sind die Fahrtstrecken mit dem Bus? Wie lange ist der Aufenthalt am jeweiligen Sightseeing-Spot – und ist das mittags unter sengender Sonne? Ist das Programm locker mit individueller Zeit geplant, oder hart durchgetaktet, sodass man ständig bei der Gruppe – und damit potenziell in der Sonne – bleiben muss?

Beide Varianten haben wir erlebt, eine würde wir so nicht wieder buchen und ehrlicherweise wäre das absehbar gewesen, hätten wir vorher genauer hingeschaut.
Statt einfach die Atmosphäre in dem kleinen Hafen Nydri auf der ionischen Insel Lefkada aufzusaugen und uns dem süßen Nichtstun hinzugeben, haben wir einen Ausflug gebucht: „The Ancient History of Nikópolis“.

Nikopolis ist sehenswert, keine Frage. Aber den größten Teil der Zeit saßen wir im Bus, komfortabel und klimatisiert immerhin. Aber genau zum Sonnenhöchststand mittags das – zweifelsfrei großartige – römische Theater zu besichtigen, führt nur zum dringenden Verlangen, so schnell wie möglich wieder in den klimatisierten Bus zurückzukommen.













Ähnlich wie später an den Ausgrabungen einer Basilika – mit wunderschönen Mosaiken – und einer römischen Villa. Und dazwischen ein zwar gut gemachtes Museum. Aber alte Steine mit Beschriftungstafeln waren ehrlicherweise noch nie meine persönliche Vorliebe.



Kurz: Wir hätten gleich machen sollen, was wir dann direkt nach dem Ausflug taten. In eine lokale Taverne direkt an der Uferpromenade setzen, Mythos-Bier trinken, griechischen Salat, Dolmades und Moussaka genießen. Trotz typischem Touristenlokal mit bunten Speisekarten-Aufstellern war es richtig lecker und das eigentliche Highlight des Tages.
Großartige Ausflüge trotz Sommerhitze
Aber auch in der Sommerhitze kann es mit organisierten Ausflügen klappen, wenn man sie nur richtig auswählt. Das zeigt unser Ausflug „Colourful Caves and Lunar Landscapes“ auf der Kykladen-Insel Milos: nur kurze Fahrtstrecken im Kleinbus und drei Stopps – einer kurz zum Anschauen, die beiden übrigen jeweils mit einer Stunde freier Zeit, die man ganz individuell nutzen konnte.






















Phylakopi: die erste menschliche Ansiedlung auf Milos und die Höhlen von Papafragas. Sarakiniko: eine aus weißem Lavagestein geformte Küstenlandschaft. Mandrakia: das klassische Fotomotiv von Milos, die kleine Bucht mit Fischerbooten und Bootsgaragen mit bunten Türen (heute Ferienwohnungen), einem hübschen Kirchlein aus dem 17. Jahrhundert.

Wenn man durch viel freie Zeit flexibel ist und nicht an der Gruppe hängt, kann man sich eben auch mit einem Frappé oder Bierchen in den Schatten setzen und Kätzchen streicheln, wenn es zu heiß wird.
Fünf Profi-Tipps für Kreuzfahrten im heißen, europäischen Sommer
Es hat etwas sehr Befreiendes und Leichtfüßiges, nur an Wasserflasche, Sonnenhut, Sonnenbrille und Flipflops denken zu müssen – finde ich. Die Dinge locker nehmen. Nichts muss. Sich spontan leiten lassen von dem, was man sieht, wie man sich gerade fühlt, was sich gerade ergibt.
Dann nämlich ist ein heißer Sommer genau die richtige Urlaubsumgebung. Der warme Duft von Pinienharz, das fröhliche Lachen von plantschenden Kindern am Strand, der verlockende Geruch vom Grill des nächsten Restaurants an der Uferpromenade. Per Kreuzfahrtschiff erlebt man trotzdem jeden Tag etwas Neues – so wie auf unserer Reise im August mit der Explora I von Venedig (Fusina) nach Athen (Piräus).

Aus unserer Erfahrung heraus habe ich die wichtigsten Tipps zusammengestellt, wie eine Sommer-Kreuzfahrt im Mittelmeer keine Hitzeschlacht, sondern ein großartiges Urlaubserlebnis wird.
1) Wählen Sie ein Schiff mit langen Liegezeiten im Hafen
So können Sie in der größten Mittags- und Nachmittagshitze an Bord bleiben und trotzdem genug Zeit an Land verbringen. Also: Gleich morgens raus an Land und noch einmal abends zum Sonnenuntergang – und dazwischen ganz südländisch Siesta halten, was natürlich auch in einer gemütlichen Taverne an Land sehr gut funktioniert.

2) Achten sie besonders genau auf Fahrtroute und Hafenstopps
Suchen Sie sich Fahrtrouten aus, die zur Sommerhitze passen: Hafenstädte, in denen man sich beim Sightseeing in engen und damit schattigen Altstadt-Gassen bewegt. Und wo die Option bleibt, schnell aufs Schiff zurückzukommen, wenn es doch zu heiß werden sollte.

3) Recherchieren Sie vorab, wo es die besten Eisdielen gibt
Erstens: Gelato gehört zum Sommer und ist pures Urlaubsgefühl. Zweitens: Eiscreme sorgt erstaunlich wirksam für Abkühlung von Innen, die auch eine Weile anhält. Zwei, drei Eisdielen im strategischen Abstand von je einer Stunde sind unserer Erfahrung nach ideal. Wichtig: Verlassen Sie sich nicht auf die Angaben zu Öffnungszeiten bei Google Maps – besser auf der Website der Eisdiele selbst nachsehen.

Tipps zu guten Eisdielen auf unserer Explora-Route in Venedig, Ravenna, Lecce (Brindisi) und Dubrovnik finden Sie weiter unten. Außerdem in anderen Beiträgen: Genua, Marseille, Gibraltar, Palma de Mallorca, Sorrent.
4) Wichtigstes Reiseutensil: die wiederbefüllbare Wasserflasche
… bei Premium- und Luxusreedereien oft in der Kabine vorhanden. Hitze macht vor allem dann schlapp und müde, wenn man zu wenig trinkt. Besonders praktisch in Italien: Es gibt überall und an jeder Ecke Trinkwasserbrunnen, aus denen man bedenkenlos trinken kann. In anderen Ländern sollte man an öffentlichen Brunnen dagegen eher vorsichtig sein, zumindest nachfragen oder lieber abgepacktes Wasser kaufen.

5) Möglichst individuelle Ausflüge und Stadtrundgänge
Auch in der Sommerhitze muss man nicht auf Sightseeing verzichten, wenn einem danach ist. Wie wir oben schon gezeigt haben, kann das auch per organisiertem Ausflug sein – wenn man genau darauf achtet, die für heiße Tage geeigneten auszuwählen.

Auf unserer Reise hat aber auch die Smartphone-App „GPSmyCity“ gute Dienste geleistet. Sie bietet für viele Städte Stadtrundgänge mit unterschiedlichen Schwerpunkten – und weil man auf keine geführte Gruppe angewiesen ist, kann man einzelne Punkte beliebig auslassen, die Laufroute verändern oder auch einfach abbrechen, wenn es dann doch zu heiß wird. Die App bietet eine gute Orientierung und die kostenlose Version reicht völlig aus. Mehr zu der App (demnächst) im Explora-I-Reisebericht in Carmens Cruise Diary.
Tipps und Impressionen von unserer Reise mit der Explora I
Die Hafenstopps in Milos und Nydri auf Lefkada, jeweils vor Anker und per Tenderboot, habe ich weiter oben bereits erwähnt. Ein besonderes und eher unerwartetes Goodie war Venedig.

Am Anreisetag hat man selten Zeit, die Stadt zu erkunden. Und wenn das Schiffe, wie die Explora I für Venedig im etwas abgelegenen Hafen von Fusina anlegt, gibt es ohnehin kaum eine Möglichkeit dazu. Aber nicht so bei Explora Journeys. Weil viele Passagiere mehrere Reisen hintereinander buchen, gibt es auch am Passagierwechseltag einen (kostenlosen) Shuttle-Service in die Stadt. Und so konnten wir nachmittags komfortabel im Kleinbus zur Piazzale Roma in Venedig fahren – mit viel zeitlichem Spielraum, denn das Schiff legte erst um 23 Uhr ab.
Venedig
Zu meinem 1.000-Kreuzfahrttage-Jubiläum sind wir also für drei Stunden in der Lagunenstadt unterwegs. Zeit und Kraft reichen für einen Spaziergang von der Piazzale Roma über die Rialto-Brücke, zu zwei Gelaterias, dem Markusplatz und zurück über den Canal Grande via Accademia-Brücke.

Die Sonne brennt vom Himmel, aber die Gassen von Venedig sind eng, mit viel Schatten und erstaunlich wenig Touristen. Weil wir schon oft in der schönsten Stadt der Welt waren, haben wir keinen Sightseing-Druck.
Sich durch die Gassen treiben lassen, sich verlaufen, ob überraschende, kleine Plätze oder unerwartet grüne Oasen stoßen, ist ohnehin die beste Art, Venedig zu spüren.










Und so hatten wir nur zwei konkrete Ziele: zwei Eisdielen testen, die vom Gourmet-Guide „Gambero Rosso Gelaterie d‘Italia“ neu ausgezeichnet wurden. Der Gambero Rosso vergibt ein bis drei Eistüten („Cono“) äquivalent zu Sternen.

Gelateria Gallonetto (1 Cono). Anstehen lohnt sich, auch wenn die Schlange lang ist – die Eisdiele liegt an einer der Haupt-Touristenrouten. 3,50 Euro für Becher mit zwei Sorten. Gelateria La Mela Verde (1 Cono). Etwas abseits der großen Touristenströme, aber ihrer hohen Qualität bewusst, deshalb auch teurer: 4 Euro für zwei Sorten. Weitere 1-Cono-Gelaterias, die wir früher schon einmal getestet haben in Venedig: Gelateria Nico (mein Favorit) und Gelateria Alaska (gut, hatte mich aber nicht vollkommen überzeugt).

Etwas unfreiwillig, dann aber doch mit Freude genießen wir eine Spezialität Venedigs: Weil wir einen Shuttlebus knapp verpasst hatten, nehmen wir einen Aperol Spritz und Cicchetti in der Bar Da Mattia – die nächstbeste und dennoch ziemlich gute Bar zur Piazzale Roma, ehrlicherweise, weil wir müde und nicht mehr wählerisch waren.

Venedig ist wunderschön zum Sonnenaufgang am Markusplatz, aber auch ein Erlebnis zum Sonnenuntergang beziehungsweise Mondaufgang. Wir sitzen zum Tagesaufklang an der Sky Bar der Explora I ganz hinten auf Deck 14 mit Blick hinüber nach Venedig und bestaunen den Aufgang des Mondes über Lagune.
Ravenna
Der Kreuzfahrthafen von Ravenna liegt 20 Fahrtminuten außerhalb. Wer baden will, findet dort einen schönen Sandstrand gleich neben dem Terminal. In die Innenstadt Ravennas bringt uns Exploras kostenloser Shuttlebus, in die Viale Luigi Carlo Farini, von wo aus man die Innenstadt zu Fuß erkunden kann.

Wir schauen am Grab von Dante Alighieri, der Basilika Sant‘ Apollinare Nuovo und der Basilica San Vitale mit ihren berühmten Mosaiken vorbei.










Tipp: Das Ticket-System für die Kirchen ist ziemlich kompliziert, weshalb des an den Verkaufsstellen auch bei kurzen Anstehschlangen lange dauert. Tickets kauft man deshalb besser vorab online (12,50 Euro).
Fest eingeplant ist nur die Gelateria Sbrino (2 Coni) mit auch einigen ausgefallen und sehr leckeren Geschmacksrichtungen. 3,50 Euro für zwei Sorten.




Zufällig finden wir die zu einer Art Fressmeile ausgebaute Markthalle Mercato Coperto – und Überraschung, dort gibt es auch eine Eisdiele. Spezialität der Gelateria Allegri (1 Cono) ist die original sizilianische Granita, perfekt für Abkühlung an heißen Tage. Aber auch das Gelato ist ziemlich gut. 4 Euro für zwei oder drei Sorten.
Dubrovnik
Vor Dubrovnik ght die Explora I erst am frühen Nachmittag vor Anker. Also gibt’s heute ganz gemütlich Frühstück am Suiten-Balkon und am Vormittag noch einen Cappuccino im Café Crema – dort gibt’s Dank eines portugiesischen Hoteldirektors bei Explora Journeys nämlich immer Pasteis de Nata.

Das Tenderboot bringt uns direkt in den alten Hafen. Durch ein Tor der mächtigen Stadtmauer gelangt man in die Altstadt. Unser erstes Ziel ist die Eisdiele „Gianni“ in einer Gasse nahe am alten Hafen. Das Eis ist gut, die Preise aber knackig: 4 Euro für eine Sorte.


Später, in einer Parallelstraße zur großen Stradun-Touristenmeile, stellen wir an der zweiten, zur Recht gelobten Eisdiele „Peppino’s“ fest: 4 Euro pro Sorte sind Standard in Dubrovnik.

Wir schlendern also die Hauptstraße „Stradun“ hinauf, durchs Pile-Tor hindurch und anschließend eine schmalere und damit schattige Parallelstraße zurück Richtung altem Hafen. Das reicht, um das Touristen-Fließband der Stadt erlebt zu haben. Souvenir-Läden und Restaurant reihrn sich hier aneinander, das Flair der Stadt vermittelt sich hier überhaupt nicht.







Also: nichts wie weg hier! Der Spaziergang oben entlang auf der Stadtmauer ist übrigens im Sommer keine Alternative. Neben dem knackigen Preis von 40 Euro (dasselbe kostet übrigens ein Ticket für zahlreise Dubrovnik-Attraktionen, inklusive der Stadtmauer) ist vor allem die Hitze ein Grund, das nicht zu tun. Denn Schatten gibt es auf der Mauer so gut wie keinen.



Durch einen kleinen Durchgang in der Stadtmauer schlüpfen wir stattdessen hinaus aus der Altstadt zur Buza Bar. Deren Terrassen hängen quasi außen unter der Stadtmauer an den Klippen. Wahrgenommen hatte ich diese Bar schon bei früheren Dubrovnik-Besuchen, bin aber nie hinuntergestiegen, weil ich dachte: Das kann eigentlich nur eine überteuerte Touristenfalle sein. Ein Fehler. Das Bier ist hier mit 7,50 Euro auch nicht teurer als in der Altstadt. Und wenn man will, kann man die Klippen hinabsteigen und sogar baden. Die Bar ist sehr entspannt und ein schöner Kontrast zur heißen, touristenüberlaufenen Altstadt.




Was sich auch lohnt: im alten Hafen um die Mauer herumgehen zu dem kleinen Leuchtturm an der Einfahrt, und dort zur Abkühlung die Füße ins Wasser hängen. Angenehmer Vorzug einer Luxus-Reederei: Die Tenderboote zur Explora I fahren kontinuierlich und nicht nur alle halbe oder ganze Stunde. Zurück zum Schiff kommen wir also sehr schnell und ohne Wartezeit.

Abends kehren wir zum Sonnenuntergang noch einmal zurück und die Altstadt. Was für ein Unterschied, obwohl jetzt sogar mehr Menschen unterwegs sind als zuvor. Endlich spüren wir das Flair von Dubrovnik. In einigen Restaurants spielt Live-Musik, Mauern und Kirchen sind stimmungsvoll angeleuchtet, die Menschen fröhlich und entspannt.




Ein schöner Ausklang dieses davor ein wenig massentouristischen Tages.
Von Brindisi nach Lecce
Auf den ersten Blick ist Brindisi kein sonderlich attraktiver Kreuzfahrt-Hafen. Aber in der Nähe liegen Alberobello und Lecce, beides schöne Ausflugsziele. Spektakulär jedenfalls ist die Hafeneinfahrt nach Brindisi zum MSC-Terminal di Levante. Die Einfahrt ist eng und der Platz zum Drehen vor dem Anleger ist knapp. Frühes Aufstehen lohnt sich für diese Einfahrt.



Der Bahnhof von Brindisi ist zu Fuß eine Viertelstunde entfernt, und so fahren wir – für 3,40 Euro im klimatisierten Regionalexpress – auf eigene Faust nach Lecce. Fixpunkte sind für uns wieder zwei ausgezeichnete Gelaterias.


Pasticceria Natale. Bekannt für ein Pudding gefüllte Gebäck namens „Santa Pasticciotto“, aber das Gelato ist ebenfalls exzellent (2 Coni). 4 Euro für zwei Sorten, darunter einige spannende, eigene Sorten. Ich bin der erste Kunde, der das neue Saffran-Eis probiert und so landeten wir prompt in der Instagram-Story der Gelateria.

Baldo Gelato (2 Coni). Die kleine und eher unscheinbare Gelateria wird von zwei Schwestern betrieben, die liebevoll jede Sorte genau erklären und zum Probieren geben, auch so faszinierende Spezialsorten wie Olive und eine besondere, lokale Gurkenart. 4,50 Euro für 2 oder 3 Sorten. Baldo Gelato hätte meinem Dafürhalten durchaus auch drei Coni verdient.


Lecce gehört zu den bei Hitze ideal geeigneten Städten, weil die Gassen relativ schmal und schattig sind. Mit einem Verbund-Ticket (21 Euro) kann man die wesentlichen Sehenswürdigkeiten der Stadt besichtigen und auch auf Campanile des Doms hinauffahren – ja, fahren, mit Aufzug, denn hochsteigen wäre in der Sommerhitze eine Tortur.







Neben dem Dom sehr wir auf unserem Stadtspaziergang die Porta Napoli, das römischen Amphitheater mitten in der Stadt an der Piazza Sant‘ Oronzo und Kirchen in einem sehr reizvollen, opulent-barocken Stil wie Santa Croce, San Matteo und Santa Chiara.
Unser Vorsatz für die nächste Sommer-Reise im Mittelmeer: noch wenige Sightseeing, noch weniger Planung, noch mehr Genuß und Spontanität. Denn genau so nutzt man auch eine Hitzewelle für den perfekten Urlaub. An Regenjacke und und Pullover bei einer „Coolcation“ im Norden will ich da nicht einmal denken.

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Hallo Herr Neumeier,
Danke für ihren mal wieder wunderbar informativen Bericht.
Kleiner Vorschlag: Wie wäre es mit einer Übersicht an guten und sehr guten Gelaterias im Mittelmeerraum? Also von allen,die sie bisher besucht haben. So als einfacher Überblick mit Name und Ort. Dann brauche ich nämlich nicht jedes Mal auf ihrer Seite nach dem passenden Bericht zu suchen,um heraus zu finden,zu welcher Eisdiele ich in dem jeweiligen Ort gehen muss. ;)
Gruß
Martin
@Martin: Den Gedanken hatte ich auch schon und nehme Ihren Kommentar zum Anlass, nochmal darüber nachzudenken. Das Problem ist, dass ich natürlich bei weitem keinen Gesamtüberblick geben kann und dass solche Informationen leider viel zu schnell veralten; was heute noch eine gute Gelateria sein kann, ist in einem Jahr vielleicht schon nicht mehr gut, weil dem Betreiber der Erfolg zu Kopf steigt oder aus anderen Gründen. Aber ich denke, ich werde einen Weg finden, mit dem sich eine solche Liste machen lässt. Danke für die Anregung.
@Martin
Wenn Sie mal in Athen bzw. Piräus sind, die Empfehlung ist das Waffle House in Vouliagmeni, dem Reichen-Vorort von Athen. Da gibt es nicht nur einen ganzjährigen-Spa-Thermal-See und den einzigen Strand der Welt mit einem antiken Tempel – beides zu schweißtreibenden Preisen – sondern auch die beste und ungewöhnlichste Eisdiele Griechenlands mit Sorten wie Tsoureki, Ekmek Kataifi, Fleur de Sel oder Mastix-Zimt.
@Franz
Toller Artikel wie immer. Vor allem Anfänger machen sich oft Urlaubsstress, weil sie der Meinung sind, nichts verpassen zu dürfen und jede Sehenswürdigkeit in jedem Hafen abklappern zu müssen. Doch ein entspannter Strandtag ist bei diesem Wetter – zum Glück auch in Griechenland heute eher selten – eindeutig die bessere Wahl. Auf eurer Route hätte sich neben Ravenna und Brindisi auf jeden Fall Lefkas angeboten, das für seine malerischen Strände mit glasklarem Wasser berühmt ist.
Danke für den schönen Bericht.
Die Bar La Maditta in Venedig konnte ich in Google bzw Google Maps
leider nicht ausfindig machen.
VG Stefan
@Stefan: Ja, das hat den Grund, dass die Bar auch nicht so heißt ;-) Sorry, keine Ahnung, wie ich auf den falschen Namen kam. Sie heißt tatsächlich „Da Mattia“. Ich habe die Google-Maps-Location oben im Beitrag direkt verlinkt.
@Donkey Kong: Na, die Eisdiele in Athen muss ich mir beim nächsten Mal genauer ansehen, klingt ganz nach meinem Geschmack. Und wie im Beitrag schon geschrieben: Der Ausflug von Lefkas nach Nikopolis war sicher nicht die schlaueste Idee. An den Strand hätte ich an dem Tag allerdings auch nicht gehen wollen, bei 38 Grad und keiner Wolke am Himmel. Selbst unter einem Sonnenschirm wäre uns das vermutlich nicht gut bekommen.
Moin Herr Neumeier, zunächst ein gesundes Neues Jahr. Wir haben Ihren Bericht mit großem Interesse gelesen.
Wir planen eine Reise mit der Explora II ab Fusina. Möchten aber mit dem Zug anreisen. Ist es ratsam bis Venedig zu fahren? Und gibt es einen Gepäckservice von Venedig nach Fusina?
Stürmische Grüße aus dem hohen Norden
Ute Timmler
Hallo Frau Timmler, bei unserer Reise gab es keinen Transfer- oder Gepäckservice. Am besten fragen Sie für Ihre konkrete Reise direkt bei Explora Journeys nochmal nach. Ansonsten würde ich empfehlen, bis Mestre zu fahren und von dort ein Taxi nach Fusina zu nehmen.
Herzliche Grüße aus Wien
Franz Neumeier