Trois Rivières

Martinique: Historische Zuckerrohr-Plantagen und besonderer Rum

Fort de France auf Martinique ist der letzte Stopp der Seabourn Venture auf dieser Reise, bevor wir am Tag darauf von Barbados aus nach Hause fliegen. Es ist ein regnerischer Tag, an dem wir zweimal einem gewaltigen Wolkenbruch knapp entkommen. Wir besichtigen eine historisch bedeutsame, ehemalige Zuckerrohr-Plantage und machen einen obligatorischen Stopp an einer der Rum-Destillerien der Insel.

Das Wetter an diesem Tag ist von der Art, wie es einem die Laune ziemlich verderben kann: Der Himmel mit dunklen Wolken, immer wieder regnet es ein wenig und zwischendurch platzen die Wolken regelrecht auf und ergießen einen Regenschauer über die Insel, der an eine kleine Sintflut denken lässt.

Seabourn Venture in Fort de France, Martinique
Seabourn Venture in Fort de France, Martinique

Als französisches Übersee-Departement ist Martinique übrigens in nahezu vollem Umfang Teil der Europäischen Union, es gilt der Euro als Zahlungsmittel und sogar kostenloses Handy-Roaming funktioniert hier wie innerhalb der EU.

Unser Ausflug führt uns zunächst zum Musée de la Pagerie. Die verfallene und von dichtem Grün überwucherte, frühere Zuckerrohr-Plantage wurde und wird noch weiter ziemlich liebevoll restauriert und in Teilen wieder aufgebaut.

Musee de la Pagerie
Musee de la Pagerie

Der ursprüngliche Name der Plantage lautet Le Domaine de La Pagerie und hat große, historische Bedeutung. Hier nämlich verbrachte Marie Josephe Rose de Tascher de la Pagerie ihre Kindheit. Sie ist besser bekannt unter dem Namen Joséphine de Beauharnais – die spätere Ehefrau von Napoleon Bonaparte und Kaiserin von Frankreich.

Musee de la Pagerie
Musee de la Pagerie

Das Freilichtmuseum vermittelt aber auch einen sehr guten Eindruck davon, wie Zuckerroher-Plantagen überall in der Karibik betrieben wurden und erzählt auch viel über die Geschichte der Sklaven, die einen wichtigen Anteil am Zucker-Boom im 18. und 19. Jahrhundert hatten. Auch die zwiespältige Rolle von Josephine und der Elite-Familien auf Martinique in Zusammenhang mit der Sklaverei thematisiert das Museum sehr schön.

Eine geführte Tour ist im Musée de la Pagerie übrigens empfehlenswert, wenn man kein Französisch versteht. Denn die Info-Tafeln im Museum sind bislang alle nur auf Französisch.

Musee de la Pagerie
Memorial de l’Anse Caffard

Zu ein paar nachdenklichen Gedanken zur Zeit der Sklaverei auf Martinique und in der ganzen Karibik regt das Mahnmal Memorial de l’Anse Caffard bei Le Diamant an, das wir auf dem Weg zur Rum-Destillerie besuchen.

Rum-Destillerie und Tasting bei Trois Rivières

Leider weniger reizvoll ist der zweite Teil der Tour: ein Besuch bei einer der wichtigsten Rum-Destillerien auf Martinique, Trois Rivières. Zwar kann man hier das Gelände der Destillerie besichtigen und bekommt auch ein klein wenig Rum zum Probieren. Aber wirklich sachkundige Guides gibt es – zumindest als wir dort sind – keine, sodass man kaum etwas über die Besonderheiten des Rums dieser Destillerie erfährt. Selbst die Website von Trois Rivières liefert da mehr Informationen.

Trois Rivières
Trois Rivières

Dennoch ist der Besuch von Trois Rivières zumindest ganz nett, wenn man sich vorher in die Geschichte der Destillerie einliest (die Plantage wurde immerhin schon 1660 gegründet, Rum-Produktino seit 1940) und sich mit den Besonderheiten des Rums auf Martinique beschäftigt. Denn anders als fast überall anders in der Karibik wird der Rum hier noch aus frisch gepresstem und anschließend fermentiertem Zuckerrohr-Saft erzeugt und nicht mit Melasse.

Dieser “Rhum Agricole AOC Martinique” trägt das Gütesiegel A.O.C., Appellation d‘Origine Contrôlée, das in Frankreich sonst eigentlich nur guten Weinen vorbehalten ist.

Anmerkung*: Cruisetricks.de fährt auf der Seabourn Venture auf Einladung von Seabourn.
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