Die Insel und Stadt Cres im nördlichen Teil der Kvarner Bucht ist der letzte Stopp auf der Elf-Nächte-Kreuzfahrt der Star Clippers von Piräus nach Venedig: Cres ist weniger eine Stadt der großen Entdeckungen als der kleinen Details. Die verwinkelten Gassen dieses hübschen Ortes sind ein angenehmer Reise-Ausklang ohne Sightseeing-Stress.
Die Gassen der Altstadt sind so eng und verwinkelt, dass man sich selbst mich Stadtplan verirrt. Aber das ist nicht weiter tragischen, denn zum einen bietet sich hinter jeder Hausecke ein neuer, hübscher Blick. Zum anderen ist die Altstadt so klein, dass man nach spätestens fünf Minuten ohnehin wieder an der Stadtmauer oder dem Hafen herauskommt.

In den Gassen versteckt sich auch mal eine Kirche, die wie mit dem Schuhlöffel zwischen die Häuser hineingequetscht wirkt. Ein Teil der Architektur in Cres stammt aus der venezianischen Zeit der Stadt, was man unschwer an der Fassadengestaltung und den allgegenwärtigen, geflügelten Löwen erkennt.

Die Altstadt ist halbrund um den Hafen mit zahllosen, kleinen Sport- und Fischerbooten angeordnet, mit Cafés und Restaurants entlang der Uferpromenade. Und natürlich gibt es auch hier Eisdielen, von denen die meisten allerdings nicht sehr vielversprechend aussehen – künstliche Farben, hoch aufgetürmte Eisberge. Zu Recht hohe Bewertungen hat dagegen „Da Marco“, persönlich getestet und für gut befunden. Aber es gibt etwas abseits der Uferpromenade auch eine „A-Roma“, wie an viele Orten in Kroatien.

















Am letzten Tag dieser Reise liegt die Star Clipper zwar nur vier Stunden über Mittag in Cres, was zum Erkunden der kleinen Stadt aber völlig ausreicht. Und wer Lust hat, lässt sich mit dem Zodiac-Schlauchboot zu einem gegenüberliegenden Strand übersetzen, zum Baden oder Schnorcheln und für die diversen Wassersport-Angebote der Star Clipper, vom Einhandsegler bis zu Kajaks und Stand-up-Paddleboards.


Am Nachmittag läuft die Star Clipper zum letzten Mal auf dieser Reise zu „Conquest of Paradise“ aus, Passagiere können beim Hissen der Segel mit anpacken.

Das letzte Highlight soll dann am nächsten Morgen die Einfahrt nach Venedig werden, vorbei am Markusplatz zum Terminal San Basilio, denn die Star Clipper ist klein genug, um nicht unter das Kreuzfahrtschiff-Verbot in Venedig zu fallen. Wer das erleben will, muss allerdings früh aufstehen: Der Lotse kommt schon um sechs Uhr morgens an Bord.














