Katakolon ist eigentlich nur der Hafen für Ausflüge nach Olympia. Und doch bietet der Kreuzfahrthafen auch viel für Passagiere, die Olympia schon gesehen haben oder denen es im Sommer dort zu heiß ist. Unsere Entdeckung: Ein liebenswertes Café mit Blick auf die Bucht von Katakolon und die Kreuzfahrt-Anleger.
Die Star Clipper läuft schon bei Sonnenaufgang in Katakolon ein, der Lotse kommt – überraschenderweise ohne Schwimmweste – über die Strickleiter an Bord und selbst ein Schlepper steht bereit, obwohl die Hafeneinfahrt hier einfach ist und das Wetter kaum besser sein könnte. Wie wir später feststellen, liegt es nicht an uns, denn als die Costa Deliziosa einläuft, steht der Schlepper ebenfalls wieder bereit.



Schon vom Hafen aus sieht man die Terrasse des Cafés Meltemi, freilich sind es einige Höhenmeter bis dort hinauf. Nahe des Kreuzfahrt-Hafens führt ein relativ schattiger, aber steiler Fußweg nach oben. Ein paar Schritte aus dem lebhaften Ort hinaus ist es ganz still, nur die Zikaden zirpen, das Harz der Pinien duftet in der heißen Sommerluft und man muss aufpassen, dass man auf den trockenen Piniennadeln am Weg nicht ausrutscht.

Irgendwo kräht ein Hahn, in der Distanz dröhnt leise der Motor eines Bootes, eine Katze drückt sich entlang des schmalen Streifens im Schatten an einer Steinwand entlang.

„Belvedere Castle, Pontikokastro“ steht auf dem Wegweiser, dem man zum Café folgt. Die Schlossruinen liegen freilich rund drei Kilometer entfernt und lohnen den Weg zumindest in der Sommerhitze nicht.

Wir verbringen zwei Stunden auf der Terrasse des Café Meltemi (nicht zu verwechseln mit dem nebenan gelegenen Hotel, wo Bäume die Aussicht von der Terrasse teils versperren), trinken einen Frappé und beschließen spontan, auch noch zum Mittagessen zu bleiben, bestellen Choriatiki, den klassischen, griechischen Salat mit Tomaten, Gurke, Oliven und Schafskäse bei der liebenswerten Wirtin, die zwar kaum Englisch (und wir kaum Griechisch) spricht – aber mit Online-Übersetzung können wir uns gut verständigen.
Am liebsten wĂĽrden wir noch bleiben, doch die Star Clipper legt bald ab und wir wollen dann doch nicht riskieren, das Schiff ohne uns davonsegeln zu sehen.




Wieder unten im Ort angekommen, reicht die Zeit noch fĂĽr einen Bummel durch die beiden kurzen StraĂźen, eine mit Shops, die andere entlang der Hafenkanten mit Restaurants.


Wer es in Katakolon ĂĽbrigens etwas aktiver angehen will, dem sei das faszinierende Museum fĂĽr antike, griechische Technik empfohlen, das ich vor einigen Jahren einmal besucht habe.




Mit uns im Hafen von Katakolon sind heute übrigens die Norwegian Pearl und die Costa Deliziosa – beides keine sehr großen Schiffe und doch wirkt die Star Clipper daneben wie ein Zwerg. Nur die Masten des Großseglers überragen die anderen beiden Schiffe mit 62 Meter.








