Gleich der erste Hafen auf unserer Segeltour mit der Star Clipper fällt aus. Mykonos. Zu viel Wind. Wir könnten dort weder ankern noch tendern. Aber was für Glück, denn die kleine Insel Poros ist eine liebenswerte Alternative.
40 Knoten Wind in Mykonos? Dann segeln wir halt woanders hin. Bei so viel Wind macht Ankern und Tendern weder Spaß, noch ist es sicher, also ändert die Star Clipper kurzerhand die Route und wir fahren zur Insel Poros – und das ist eigentlich eh‘ der schönere Hafenstopp. Denn Poros ist zwar ebenfalls ein beliebter Urlaubsort, aber bei Weitem nicht so überlaufen wie Mykonos.

Der Tag beginnt auf der Star Clipper mit Yoga kurz nach Sonnenaufgang.

Wir segeln bei einem angenehmen, warmen Wind Richtung Poros und tun das, was man auf diesem Schiff am besten tut: die Seele baumeln lassen, die Morgensonne genießen, solange es noch nicht so heiß ist, den Blick übers Meer schweifen lassen, dem Geräusch von Wind, Segeln und Wellen lauschen.

Am späten Vormittag erreichen wir Poros und ankern. Außer der Star Clipper fahren offenbar auch viele andere Segelboote bis hin zu großen Segelyachten gerne nach Poros. Denen stehlen wir heute mit der Star Clipper allerdings die Show. Immer wieder kommen Beiboote andere Schiffe zum Schauen und Fotografieren bei uns vorbei.

Die Tenderboote der Star Clipper bringen uns an einen kleinen Strand, wo die Sonnenliegen und Schirme einer Strandbar mit Bestellung eines Getränks inklusive sind. Ein kühles Mythos-Bier ist bei der Hitze ohnehin die beste Abkühlung. Wer Lust hat, nutzt das Wassersportangebot der Star Clipper vom Tender-Anleger aus. Wasserski, Standup-Paddeling, Kajakfahren … aber wir sind dafür heute, ganz ehrlich, zu faul.



Denn mittags sind wir schon ein wenig auf Poros spazieren gegangen, durch die verwinkelten Gassen zum griechisch-blau-weißen Glockenturm hinaufgestiegen, von wo der Blick weit übers Meer reicht, links der Peloponnes, recht die größere Insel Kalvria.

Poros ist ein hübsches Städtchen, ganz wie man sich Griechenland vorstellt, nur ohne den Kitsch und Touristen-Nepp von Mykonos. Die Menschen sind herzlich und fröhlich, wenn man sich nur ein klein wenig Mühe gibt mit ein paar Worten Griechisch. Darüber hinaus kommt man mit Englisch bestens zurecht.













Wir testen die lokale Eisdiele, bei der das Eis am vielversprechendsten aussieht, „Gelato di Poros“. Ergebnis: große Auswahl, spannende, lokale Sorten (beispielsweise „Greek Summer“ oder Mandel) und geschmacklich ziemlich gut, aber kein Highlight. Dafür mit 3 Euro pro Kugel ein wenig teuer.

Und, natürlich, treffen wir auch ein paar Katzen. Ich verspreche, ich werde mich auf dieser Reise mit Katzen-Content zurückhalten, aber wenn man in Griechenland unterwegs ist, geht es einfach nicht ganz ohne. Hier also mein heutiger Favorit …

… und die Situation, in der das Foto entstanden ist …

… denn auch Katzen lassen sich eben nicht von jedem einfach so fotografieren.






